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Nervensystem Folge 6 · 21. Februar 2025 · 21 Min
Cover: Ambivalenzen in dir – Komme damit in Ruhe und Gelassenheit

Ambivalenzen in dir – Komme damit in Ruhe und Gelassenheit

0:00 21 Min

Worum geht's?

Umgang mit Ambivalenzen: Warum du dich nicht sofort entscheiden musst

Kennst du das Gefühl, innerlich zwischen zwei Optionen hin- und hergerissen zu sein? Ein Teil von dir möchte nach links, ein anderer nach rechts – und nichts fühlt sich eindeutig richtig an. In dieser Podcastfolge geht es um Ambivalenzund darum, warum sie kein Zeichen von Schwäche oder Unsicherheit, sondern oft von Tiefe, Reflexionsfähigkeit und innerer Wahrnehmung ist.

Viele Menschen versuchen, ambivalente Gefühle möglichst schnell „aufzulösen". Doch vorschnelle Entscheidungen führen nicht selten zu innerem Druck oder späterem Zweifel. In dieser Episode sprechen wir darüber, wie du Ambivalenz besser verstehen, aushalten und sinnvoll nutzen kannst.

Du erfährst in dieser Folge:

  • warum Ambivalenz ein natürlicher Teil menschlicher Entscheidungsprozesse ist

  • weshalb widersprüchliche Gefühle oft wichtige Informationen enthalten

  • warum du dich nicht sofort entscheiden musst – und was das mit innerer Reife zu tun hat

  • wie Akzeptanz von inneren Gegensätzen zu klareren und nachhaltigeren Entscheidungen führen kann

  • wie du Ambivalenz als Werkzeug für Selbsterkenntnis und persönliches Wachstum nutzt

Der Fokus dieser Folge liegt auf einem entspannten, nicht-wertenden Umgang mit inneren Widersprüchen. Du musst nichts erzwingen, nichts auflösen und nichts „richtig" machen. Oft entsteht Klarheit genau dann, wenn wir uns erlauben, noch nicht klar zu sein.

Diese Episode ist für dich, wenn du:

  • vor einer wichtigen Entscheidung stehst

  • dich innerlich zerrissen oder blockiert fühlst

  • dich selbst besser verstehen möchtest

  • lernen willst, mit Unsicherheit gelassener umzugehen

Kostenlose SOS-Audiodatei bei Angst

Wenn du dir akute Unterstützung bei Angst oder starker innerer Unruhe wünschst,
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Die Audiodatei hilft dir dabei,

  • wieder Bodenkontakt zu bekommen
  • dein Nervensystem zu beruhigen
  • aus der akuten Angstreaktion herauszufinden

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Angst ist kein Zeichen von Schwäche.
Sie ist ein Signal deines Körpers.

Wenn du lernst, deinen Körper zu beruhigen,
folgt der Kopf oft von selbst.

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Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 2.709 Wörter · etwa 14 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine Bimmler, ich bin Psychotherapeutin und systemischer Coach mit einer Praxis in Köln und ich freue mich, dass du heute hier zuhörst. Unser Thema ist das Thema Ambivalenzen, innere Ambivalenzen.

Und du kennst das bestimmt auch, du bist hin und her gerissen, verschiedene Bedürfnisse, verschiedene Gefühle, verschiedene Impulse sind widerstreitend in dir und die Frage ist, was können wir tun, damit wir trotz dieser Impulse in eine Haltung von innerer Gelassenheit und inneren Frieden kommen. Das Thema ist zu mir gekommen durch die wunderbare Andrea Schlösser. Andrea bietet die Coaching Club Academy an, eine Online-Community für Coaches, in der sie monatlich immer wieder neue Impulse gibt, Themen bearbeitet, externe Dozentinnen einlädt und davon durfte ich am 12.

Februar eine sein. Der Vortrag ist so spannend für jedermann, dass ich mich entschlossen habe, direkt eine Podcast-Folge daraus zu machen. Und ich nehme dich jetzt mit in meine Gedanken zum Thema Ambivalenz in der Hoffnung, dass es für dich hilfreiche Impulse sind.

Ich bin ambivalent und das ist okay. So habe ich den Vortrag genannt. Denn vielleicht gibt es auch eine Tendenz in dir, dass du deine eigenen Ambivalenzen weg haben möchtest, auslöschen möchtest.

und das führt zu mehr Problemen, zu mehr Reibung innerlich, als du eigentlich brauchst. Ambivalenz kommt von zwei Worten. Ambo steht für beide und Valere steht für gelten.

Beide Seiten gelten. Also in dir gibt es sich widersprechende Wünsche oder sich widersprechende Gefühle oder Gedanken, die stehen gleichzeitig nebeneinander und führen zu inneren Spannungen. Und das meint Ambivalenz.

Und das wohl bekannteste Zitat kommt aus Goethes Faust. Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Und vielleicht macht es Sinn, dass du dir jetzt für das Anhören der Podcast-Folge schon mal eine Ambivalenz aussuchst, die gerade in dir sehr aktuell ist und in den letzten Tagen immer wieder in deinem Bewusstsein auftaucht.

Ich gebe dir mal ein paar Beispiele. Soll ich meinem Chef die Meinung sagen oder soll ich lieber meinen Mund halten? Soll ich mich als Teil des Teams integrieren oder ist mir meine Autonomie wichtiger und mache ich mein Ding?

Suche ich in einer Entscheidung eher die sichere Variante oder gehe ich für das Risiko, für die Neugierde, für das Erlebnis, für die Freiheit? Mehr Arbeit und Geld oder mehr freies Leben? Work-Life-Balance.

Das Thema Ambivalenz führt insbesondere dann zu inneren Spannungen, wenn ich in das Gefühl komme, mich entscheiden zu müssen. A oder B, rechts oder links, schwarz oder weiß. Eine offene, beobachtende Haltung, die es mir erstmal erlaubt, diese Ambivalenz zu akzeptieren, kann hilfreicher sein.

Es gibt nicht immer richtig und falsch, es gibt nicht immer verboten und erlaubt. Und wenn die Entscheidung nicht gerade ein zeitliches, ja finales Ende hat, was von außen vorgegeben ist, dann können wir ganz gut mit Ambivalenzen eine ganze Zeit sein. Es gibt manchmal Themen, wo du Ja sagen musst zu einem Jobangebot oder zu einem anderen wo du etwas ablehnen musst, weil es zeitlich gebunden ist.

Und da spitzt sich das Ganze natürlich durch die Zeit irgendwann zu und du musst dich entscheiden. Ich spreche heute insbesondere von Ambivalenzen, die wir länger in uns tragen, die uns länger begleiten. Prozesse von Ambivalenzen.

Vielleicht überlegst du schon länger, ob du den Job wechseln sollst oder nicht. Und immer mal wieder steigt der Druck, sich für eine Seite zu entscheiden, und zwar, weil du den Druck von innen erhöhst und nicht, weil der Druck von außen gepusht wird. Eine gute M mit Ambivalenzen zu arbeiten ist erst einmal sich die unterschiedlichen Gedanken klarzumachen Also du hast hier eigentlich die klassische Pro f jeden der Standpunkte die da in dir sind Oder wir arbeiten im Coaching oft mit der sogenannten Ambivalenz-Wippe.

Das heißt, diese Wippe kennst du vom Kinderspielplatz. Es geht so im Ping-Pong hin und her. Manchmal steht die Wippe aber, wenn die Gewichte an beiden Seiten gleich sind, still in der Mitte und es ist gar keine Entscheidung möglich.

Und wir können hier anfangen, erst mal die guten Gründe für jede Seite stichwortartig aufzuschreiben, also die Pro-Seite, die guten Gründe für die einzelne Position. Denn du erinnerst dich an die Definition von Ambivalenz? Jede Seite gilt, jede Seite hat ihre Gültigung und ihre Berechtigung.

Und diese Berechtigung, sich nochmal anzuschauen mit den Gründen, Argumenten dafür, wäre der erste Ansatz. Und wenn ich dann festgestellt habe oder wenn du festgestellt hast, aha, okay, das sind die guten Gründe für die eine und für die andere Seite in mir, dann macht es vielleicht auch noch Sinn, sich die Wippe vorzustellen und zwei, drei Meter, ja, imaginativ zurückzutreten und sich zu fragen, welches thema liegt eigentlich dieser ambivalenz zugrunde da scheint es einen tiefer liegenden konflikt auf der werte ebene auf der anforderungsebene auf der bedürfnissebene in dir zu geben das heißt durch die distanzierung von den guten gründen die wir einfach noch mal sehr schön auf dem papier erfasst haben fragen wir uns was ist eigentlich das dahinter liegende Thema.

Warum ist es für mich nicht leicht, mich für eine oder andere Seite zu entscheiden? Und manchmal macht es auch Sinn, das Ganze so zu symbolisieren, dass man die Zettel an unterschiedlichen Stellen im Raum niederliegt, wie die Wippe, und die Position verändert. Sich mal auf den einen Zettel zu stellen, auf den anderen Zettel und sich vielleicht mal ganz weit weg von der Wippe zu Und so kriegst du das Thema einfach nochmal aus einer anderen Perspektive für dich geordnet.

Um das mal von der Theorie wegzunehmen, würde ich gerne ein Beispiel dazu machen. Ich glaube, die Work-Life-Balance kennen die meisten von euch. Und ich kenne sie natürlich auch aus eigener Erfahrung.

Also hier haben wir gute Gründe für Arbeit. Warum wir arbeiten. Wir haben einen Sinn erleben.

Wir gehen für Anerkennung und Wertschätzung. Wir möchten Geld verdienen, um uns unsere Existenz zu sichern, um uns vielleicht manche Dinge zu leisten. Viele gute Gründe für Arbeit.

Wir erleben da auch soziale Interaktion, soziales Miteinander. Und dann gibt es da aber auch die Seite der Freizeit. Und es gibt auch gute Gründe hierfür.

hierfür. Es ist Regenerationszeit. Es ist Zeit, die du sehr frei gestalten kannst, ohne äußere Zwänge, hoffentlich.

Und auch das braucht unser Nervensystem, um in Erholung, in Regeneration, um in Entspannung zu kommen, um in Genuss zu kommen. Und diese beiden Bedürfnisse, ja, können wir auf die Wippe legen. Und du kannst für dich einmal gute Gründe sammeln, warum arbeite ich.

und dann sammelst du gute Gründe, warum brauche ich Freizeit, warum brauche ich auch vielleicht mehr Freizeit, als ich mir gerade aktuell nehme. Und wenn du diese beiden Seiten der Wippen gefüllt hast, leg es auf den Boden und bewege dich ein bisschen im Raum und guck dir das aus unterschiedlichen Perspektiven an und fühle auch mal ein bisschen rein, was da an Impulsen plötzlich kommt. Stell dich mal auf die Seite von Arbeit, stell dich auf die Seite von Freizeit, von Life und schau mal, was kommt, wenn du auf dieser Seite stehst und von da aus die andere Seite anschaust.

Und das Ganze darfst du aus einer sehr friedlichen Haltung tun, aus einer Haltung, die beobachtend ist, die offen ist, die neugierig ist. Akzeptieren, dass es da diese Ambivalenz in dir gibt. Ja, da gibt es diese zwei Seelen in meiner Brust und beide haben eine Berechtigung und es gibt gute Gründe für beide Wünsche, für beide Gefühle, für beide Gedanken.

Und was mache ich jetzt damit? Und es geht nicht darum, dass du dich für die eine oder andere Seite entscheidest, sondern es geht erstmal darum, dass du erkennst, da gibt es eine Ambivalenz in mir und was mache ich jetzt damit? Das Gleiche kannst du f dich sehr sch darstellen indem du linke Hand rechte Hand nebeneinander legst also so in die Luft h vor deiner Brust und dir vorstellst dass in jeder Hand eine der gegens Positionen liegt Also zum Beispiel legen wir in die linke Hand das Thema Arbeit und in die rechte Hand das Thema Live und Freizeit Und dann schauen wir uns die Seiten an die in unterschiedlichen H liegen und wir k aus diesem Entweder und aus diesem Wechsel zwischen den Seiten auch einfach mal ein Und machen Also du kannst die Hände nehmen und kannst sie zueinander führen.

Oder du kannst die Hände nehmen und kannst sie übereinander halten. Mal die rechte oben, die linke unten und mal die linke oben und die rechte unten. Und so fängst du an, mit dieser Ambivalenz zu sein und ein bisschen neugierig zu spielen und kommst in die Akzeptanz, dass da verschiedene Anteile in dir sind und dass das völlig okay ist.

Und dass gar keine Entscheidung notwendig ist, aktuell jetzt zu diesem Moment. und das kann oft eine große Entlastung sein, weil wir immer wieder in den inneren Gedanken uns festhaken, dass wir uns entscheiden müssen und das müssen wir gar nicht. Wir dürfen auch beide Positionen in uns behalten und dürfen von da aus überlegen, was wir damit tun.

Also du siehst, manchmal geben wir Druck von innen drauf. Von innen, innerlich sagen wir uns selber, diese Ambivalenz darf nicht sein. Manchmal kommt auch Druck von außen.

Das heißt, Menschen treten von außen an dich ran und sagen, du musst dich entscheiden. Diese Ambivalenz darf nicht sein. Die haben Erwartungen an dich, Anforderungen und die setzen dich unter Druck und du kommst in das Gefühl, du musst dich von deiner Ambivalenz lösen.

Und dann gibt es auch noch gesellschaftliche Normen und kulturelle Erwartungen und moralische Überzeugungen, die dich in ein Spannungsfeld bringen. Darf man das gesamtgesellschaftlich betrachtet? Ich finde, wir sind in einer Zeit, wo die Gesellschaft sowieso sehr moralisch überhöht diskutiert.

Das eine darf sein, das andere darf nicht sein. Und das auf keinen Fall. Und du musst auf jeden Fall diese Überzeugung teilen.

Auch das führt dazu, dass du mit deiner persönlichen Ambivalenz vielleicht Druck erlebst und dich nicht damit in den Frieden begeben kannst, dass es da zwei widersprüchlich streitende Anteile in dir gibt. Einerseits, andererseits. Es spricht was dafür und es spricht was dafür.

Ambivalenz ist eine Chance aus meiner Sicht. Sie bietet dir nämlich einen Schlüssel an zu einem tieferen Verständnis deiner Gedanken und Gefühle und auch der Welt um dich herum. Weil du plötzlich merkst, dass jemand von außen Druck auf dich gibt und du kannst für dich einmal reflektieren, was passiert da überhaupt, wo kommt denn dieser Druck plötzlich her?

Was ist denn da im Feld oder was führt der andere vielleicht im Schilde, was hat der für Ziele, dass der plötzlich den Druck auf dich erhöht? Ambivalenz ist auch kein Ausdruck von fehlendem Wissen oder mangelnder Klarheit oder Entschlossenheit. Im Gegenteil sogar.

Ambivalenz tritt dann auf, wenn wir eine Situation sehr wohl verstehen und dennoch widersprüchliche Gefühle und Impulse dazu in uns haben. Ich mache noch mal ein Beispiel. Stell dir vor, du bist in einem Trennungsprozess.

Du weißt nicht, soll ich in meiner Partnerschaft bleiben oder nicht? Das ist keine schnelle Entscheidung. Es gibt meistens gute Gründe zu bleiben und es gibt auch gute Gründe zu gehen.

Und mal fühlen wir uns der einen Seite näher und mal der anderen Seite. Das ist normal, das ist der Prozess, denn Entscheidung ist häufig ein Prozess. Einer letztendlichen Entscheidung geht immer ein Prozess voraus und dieser Prozess ist häufig sehr lehrreich.

Es gibt natürlich auch Untersuchungen und Studien dazu und was man herausgefunden hat, ist, dass Menschen, die ihre ambivalenten Gefühle erkennen und akzeptieren, häufig in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, die nicht nur kurzfristig sinnvoll und akzeptabel erscheinen, sondern mit denen sie auch langfristig nachhaltig zufrieden sind und die sie als stabil und fundiert wahrnehmen. Das heißt, der Prozess der Ambivalenz führt zu Entscheidungen am Ende, mit denen du zufriedener bist, langfristig, mittelfristig.

Und Ambivalenz ist auch eine Chance, weil sie uns herausfordert, unsere Sichtweisen zu hinterfragen, nochmal neue Perspektiven mit dazu zu nehmen und so letztendlich auch ein tieferes Verständnis für uns selbst zu erlangen. Und das kann nur von Vorteil sein, denn wir entwickeln uns so weiter. wenn du aber das gef hast du musst dich entscheiden weil es vielleicht auch einen Termin gibt oder einen Zwang der dich dazu bringt, dass du trotz deiner Ambivalenz eine Entscheidung treffen musst, dann gibt es noch eine schöne Idee, wie man es angehen kann.

Und tatsächlich ist die Idee, vom Lebensende her zu denken. Also du stellst dir vor, dass du in einer Zeitreise unterwegs bist und plötzlich schon, ja, auf dein Leben zurückblickst, vielleicht in einem Schaukelstuhl, vielleicht mit ungefähr 80 Jahren. Und dann kannst du dir einige Fragen stellen aus dieser Position.

Wenn du dort sitzt in diesem Schaukelstuhl mit der Weisheit von 80 Jahren, wie blickst du auf dich und dein Leben zurück, zurück, wenn du diese Entscheidung jetzt gar nicht getroffen hast, beziehungsweise wenn du eine Seite, die dir vielleicht noch mehr Angst macht, gar nicht probiert hast? Wie blickst du aus diesem Schaukelstuhl zurück, wenn du es probiert hast, wenn du dich für eine Seite entschieden hast und du festgestellt hast, das war für mich dann doch nicht hilfreich.

Es hat einfach nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Und wie blickst du aus dem Schaukelstuhl zurück, wenn du dich für eine Seite entschieden hast, die du in diesem Moment jetzt aktuell für richtig gehalten hast und es hat aber auch nicht zu Ergebnissen oder es hat zu Ergebnissen geführt, die dich glücklich gemacht haben, die dir geholfen haben, die für dich eine Art von Erfolg waren. Ich fasse das nochmal zusammen, weil das vielleicht ein bisschen durcheinander war.

Also du sitzt in dem Schaukelstuhl und fragst dich erst mal, wie blicke ich mit meinen 80 Jahren auf diese Situation damals zurück, wenn ich mich nicht entschieden habe, wenn ich überhaupt mich nicht getraut habe, etwas zu verändern. Wie blicke ich zurück, wenn ich es gemacht habe und war im Nachhinein selbst damit aus verschiedenen Gründen nicht zufrieden? Und wie blicke ich zurück, wenn ich es gemacht habe und es hat für mich gut geklappt?

dieses Gedankenspiel kann man natürlich sehr intensiv durchführen und man kann es auch sehr oberflächlich machen. Du weißt, als Therapeutin liebe ich Tiefgang, das heißt, wenn ich das zusammen mit meinen Coaches mache, dann gehen wir sehr tief, dann steigen wir richtig ein in die Imagination und aktivieren dabei auch die Gefühle, die damit einhergehen. bei lebensweisenden großen entscheidungen kann dir auch ein ambivalenz tagebuch helfen als noch so eine weitere idee über mehrere tagen und wochen schreibst du immer wieder deine beschreibst du deine ambivalenz beschreibst deine guten gründe für a oder b und kommst vielleicht so besser in den prozess ja coachings werden natürlich oft zu diesem zeitpunkt gebucht wenn ich nicht genau weiß ich hatte zum beispiel letztens ein coaching da ging es darum gehe ich zurück in mein heimatland oder bleibe ich hier also das war eine junge frau deren ganze familie in österreich lebte und die für sich nicht sicher war ob sie tatsächlich nach österreich zurückgehen soll oder ob sie weiter hier in Köln bleibt.

Das war es heute zum Thema Ambivalenz und ich danke dir natürlich für deine Aufmerksamkeit und ich hoffe sehr, dass es bei deinen inneren Ambivalenzen und ich bin sicher, du hast welche, dass es dir weiterhilft und die größte Entlastung wartet aus meiner Sicht erstmal da sich klar zu machen ambivalenz heißt dass da zwei seiten die beide ihre gültigkeit haben in mir sind widersprechende wünsche gedanken und gefühle die für die stehen gleichwertig gleichzeitig nebeneinander und wenn ich mich unter druck setzte mich für eine der seiten zu entscheiden dann führt das zu großen inneren spannung und diesen druck kann ich mir nehmen indem ich mir anschaue, dass es diese beiden Seiten gibt, akzeptiere, dass es diese beiden Seiten gibt, dass das Teil meines Prozesses ist und dass ich das nutze, um mehr über mich die Situation zu verstehen und um vielleicht im Laufe der Zeit Ambivalenzen aufzulösen oder zu erkennen, dass sie zu dir und deinem Leben gehören.

In diesem Sinne freue ich mich auf eure Gedanken und Kommentare zu dieser Folge und ich wünsche euch einen ganz wunderbaren Tag. Bis bald!

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