Was der innere Antreiber wirklich ist (leicht erklärt, ohne Fachjargon)
Warum vor allem Frauen zwischen 40 und 50 besonders sensibel darauf reagieren
Die fünf typischen Antreiber – und wie du erkennst, welcher bei dir aktiv ist
Wie dein Körper dir signalisiert, dass der Antreiber zu laut wird
Warum Perfektionismus, „Stark sein müssen" & „Mach's allen recht" so viel Stress erzeugen
Die wichtigste Erkenntnis: Dein Antreiber ist nicht dein Feind
Eine 2-Minuten-Übung, mit der du deinen Antreiber beruhigst und neu ausrichtest
Sofort anwendbare Hacks für mehr Gelassenheit im Alltag
Pragmatisch. Alltagsnah. Wissenschaftlich fundiert – aber absolut leicht umzusetzen.
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Angst ist kein Zeichen von Schwäche.
Sie ist ein Signal deines Körpers.
Wenn du lernst, deinen Körper zu beruhigen,
folgt der Kopf oft von selbst.
Vollständiges Transkript · 2.299 Wörter · etwa 11 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
hey hallo herzlich willkommen bei reif für die couch dem podcast für alle erschöpften deren leben leichter werden darf ich freue mich dass du wieder zuhörst bei der neuen folge zu einem bekannten teil des inneren teams und heute geht es um deinen inneren antreiber ein inneres muster das dich antreibt, aber dich auch überfordern kann. Ich bin Sabine, Psychotherapeutin aus Köln und freue mich, meine Erkenntnisse und Ansätze zu diesem Teil heute mit dir zu teilen. Gerade wenn wir etwas älter werden, dann befinden wir uns oft in einer Situation, die durch viel Verantwortung, viel Druck und wenig Raum für die eigenen Bedürfnisse gekennzeichnet ist.
Ich nehme an, du weißt, wovon ich rede. Und in diese Situation hinein begibt sich oft der innere Antreiber und wird besonders laut, weil er das Gefühl hat, hier und jetzt werde ich gebraucht, damit wir alles unter einen Hut kriegen. Und kurz zur Erinnerung, was ist der innere Antreiber überhaupt?
Wir haben ja ganz viele Stimmen und Gedanken in uns. Und um denen ein bisschen Struktur zu geben, versucht man mit dem Modell des inneren Teams, diesen wiederkehrenden Stimmen, diesen wiederkehrenden Gedankenbündeln ein Gesicht zu geben. Und ein Gedankenbündel, was du wahrscheinlich kennst, ist der innere Antreiber.
Er ist Teil des inneren Teams, er ist eine Stimme, die dich antreibt. positiv, die dich motiviert, die dich schützt und die dafür sorgt, dass du ganz viel schaffst. Probleme entstehen allerdings, wenn sie zu laut wird.
Dann empfindest du Stress, Enge, Überforderung. Wichtig finde ich jetzt aber schon mal zu sagen, der Antreiber ist nicht dein Feind. Jeder Teil in uns bildet sich mit einer guten Absicht.
Wie ich aber in der letzten Folge schon angedeutet habe, gibt es manchmal Teammitglieder, die sehr übermotiviert sind und überrepräsentiert und besonders laut und besonders redselig und besonders dominant. Der Antreiber taucht in verschiedenen Gewändern auf. Ein typischer Antreibersatz ist, sei perfekt.
Du kannst das noch besser machen, es ist noch nicht gut genug. Streng dich mehr an, 120 Prozent. Komm, mach es perfekt, mach es richtig, mach es besser als die anderen.
Du hörst schon, wenn dein Antreiber auf Seipetz perfekt abzielt, dann steckt dahinter ein besonders hoher Anspruch. Und er möchte, dass du keine Fehler machst, weil er befürchtet, dass Fehler ganz großen Ärger geben. Und das sind oft kindliche Erfahrungen, die sich dahinter verbergen, nämlich ich muss leisten, um geliebt zu werden und wenn ich einen Fehler mache, werde ich bestraft, also darf ich keine Fehler machen.
Und auf diese vielleicht sehr kindliche Erfahrung aus deiner Biografie setzt sich der Antreiber und sagt, sei perfekt. Vielleicht möchtest du aber auch sehr stark für Anerkennung und Wertschätzung und Karriere gehen. Auch dann kann sich der Sei-perfekt-Antreiber aus dir heraus erschaffen.
Perfektion frisst allerdings viel Zeit und Energie, denn wir haben hier nicht mehr mit 20% des Aufwandes 80% des Ergebnisses als Regel, die 20-80-Regel, sondern wir stecken nochmal richtig viel Energie rein, wenn das Ergebnis eigentlich schon ziemlich gut ist und wir verbessern es aber von der Wirksamkeit nur noch marginal. Das heißt, der Sei-perfekt-Antreiber kann zum echten Quäler werden, weil du auch irgendwann über die Anstrengung heraus kaum noch Effekte im Sinne von Wirksamkeit und Verbesserung erzielst.
Sei perfekt ist aber nur ein Gewand Ein anderes M was der innere Antreiber anziehen kann ist die Geschichte mach es allen recht Fall bloß nicht auf, mach Keimschere rein, belaste niemanden zusätzlich. Es geht hier um ein hohes Bedürfnis an Harmonie. Es geht darum, dass du nicht in Konflikte gehen kannst, weil diese Stimme in dir sagt, dass du das nicht darfst, dass du Konflikte vermeiden sollst.
Eigene Bedürfnisse werden damit nach hinten angestellt. Und du siehst schon, obwohl es beide Antreiber sind, sind sie sehr unterschiedlich. Der Sei-perfekt-Antreiber führt zu ganz anderen Verhaltensweisen als der Antreiber, der in dem Gewand zu dir kommt.
Mach es allen recht. Ein weiteres Gewand des Antreibers kann sein, sei stark. Bloß keine Schwäche zeigen, alles allein schaffen, Gefühle runterschlucken, immer schön hart bleiben, sich durch alle Situationen durchkämpfen mit stählernem Gewand.
auch ein Antreiber. Ein ganz anderer Antreiber, der auch biografisch vermutlich in deiner Biografie eine ganz eigene Geschichte hat und ja, an ganz bestimmten Stellen, wo es wichtig war, stark zu sein, entstanden ist. Und auch der hat das Potenzial, übermächtig zu werden, sodass du gar nicht mehr um Hilfe bitten kannst, dass du keine Schwäche mehr zeigen kannst, dass du für andere fast unmenschlich wirkst.
Wir hatten also schon drei. Sei perfekt, mach es allen recht, sei stark. Und es schließt sich nicht aus, dass du mehrere davon hast.
Ich möchte aber noch zwei weitere nennen, die sehr oft vorkommen. Und einer, ein Gewand ist das Gewand, streng dich an. Keine Pause, nicht ausruhen, beeil dich, sei schnell.
Will- und Schuldgefühle taufen auch auf, wenn du dir Ruhe begibst. Bloß nicht faul sein, könnte ich auch drüber schreiben. Streng dich an, lass nicht nach, bloß nicht faul sein.
Wenn du ein Ergebnis nicht erreichst, ist deine Schuld. Auch eine sehr unangenehme Stimme, wenn sie überdominant und laut wird, auch die möchte dich natürlich zu Leistung führen, das ist der positive Aspekt da drin, aber tut das auf eine ganz unangenehme Weise, die man ja als großen, großen Druck erlebt. Und da kommt oft noch, das ist der fünfte Teil, den ich gern benennen würde, das Gewand dazu, beeil dich, schneller, mach schneller, du schaffst noch was, komm, weiter, schneller, schneller.
Das ist nicht wie beim Perfektionisten, mach es richtig gut oder mach es fehlerfrei, sondern es geht mehr um viel, es geht mehr um Quantität statt Qualität. Und wenn dieser Anteil sehr dominant ist als Antreiber, dann kannst du sicher sein, dass du oft mit Gefühlen zu tun hast, nie genug zu schaffen. Es ist nie genug und es gibt einen ständigen To-Do-Druck, weil es nicht aufhört.
Ja, und die Mitte des Lebens, ich würde da gerne nochmal hin zurückkommen, ist so anfällig dafür, weil wir haben die Mehrfachbelastung. Wir haben Job, wir haben Familie, wir haben Beziehung, wir haben Pflege von alternden Angehörigen und wir haben diverse Ansprüche durch unsere Partner, durch unsere Kinder, durch Arbeitskollegen, durch Führungskräfte, durch Freundinnen, durch Eltern. gesellschaftlich gibt es diese erwartung von man muss es nur gut genug organisieren dann klappt das alles und gesellschaftlich gibt es vielleicht auch erwartungen dass man keine grenze ziehen darf dass man irgendwie immer ja sagen muss weil sich das so gehört und ja dieses gefühl ich muss nur noch funktionieren ich darf andere nicht enttäuschen ich muss es irgendwie hinkriegen führt letztendlich dazu, dass wir, ich weiß das Bild ist irgendwie abgenutzt, aber laufen wie der Hamster im Laufrad und all das was an Lebensqualit da sein k f uns ist einfach nicht mehr da Wir haben keinen Zugriff darauf Dazu kommen wenn du weiblich bist auch noch die Hormone Auch das ist ab Mitte des Lebens so ab 45 bei vielen ein Thema und tatsächlich muss ich sagen, helfen die auch nicht, sondern die bringen eher eine zusätzliche Belastung ins Feld.
Oft genug erwähnen kann ich nicht und Und deswegen möchte ich das tun, dass die Antreiber etwas Gutes für dich tun wollen. Sie wollen dir Sicherheit bringen. Sie wollen dafür sorgen, dass du Anerkennung und Wertschätzung von anderen bekommst.
Und sie wollen ja irgendwie, dass du erfolgreich bist, weil sie auch die Idee im Kopf haben, dass wenn du das alles wuppst, dass du dich gut fühlst. Sie haben aber sehr wenig Offenheit dafür wahrzunehmen, dass du dich jetzt schon nicht mehr gut fühlst und dass der Aufwand viel zu groß ist für den Nutzen. Ich möchte, und deswegen betone ich das immer wieder so, aber dass du von der Idee rauskommst, dass du gegen diese Antreiber ankämpfen musst.
Sie sind Teile in dir, die haben sich in einer Zeit gebildet, wo sie dir geholfen haben und sie kommen auch jetzt mit einer guten Absicht. Absicht. Das heißt, es geht überhaupt nicht darum, sie zu bekämpfen, sondern es geht darum, mit ihnen einen gemeinsamen Weg zu finden, in den Frieden zu kommen und sie neu auszurichten, sodass sie dir helfen und ihre positive Wirkung entfalten können.
Wir reden hier also nicht von innerem Kampf, sondern wir reden von innerer Balance. Wie immer ist Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung und deswegen würde ich dir gerne ein paar Leitfragen an die Hand geben, die du nutzen kannst, um dich selber ein wenig besser zu verstehen. Welche der Sätze, die ich vorhin genannt habe, hörst du innerlich oft, denkst du sehr oft?
Welcher Antreiber ist also bei dir besonders aktiv, beziehungsweise welche Kombination von Antreibern liegt in dir vor? Wann fühlt sich dein Körper Körper unter Druck. Also die körperliche Reaktion auf diese Antreibersätze, die machen uns ja eng, die schnüren uns den Hals zu, die liegen uns auf der Brust oder wie ein Stein im Magen.
Es gibt verschiedene psychosomatische Ausdrücke dafür. Wie ist das bei dir? Wo fühlst du das in deinem Körper?
Fangen vielleicht auch deine Ohren an zu klingeln, ist es eher eine Tinnitus-Ebene, reagiert dein Darm? Wo in deinem Körper fühlt es sich eng und druckvoll an, wenn deine inneren Antreiberstimmen laut werden? Und wie gehst du bisher damit um?
Was machst du, wenn das passiert? oft fügen wir uns diesen stimmen ganz lange und irgendwann wenn das fast überläuft wir die nase gestrichen voll haben dann haben wir oft so eine übersprungs handlung und wir gehen in die wut oder wir brüllen rum oder wir hauen ab es kann unterschiedlich sein also für den noch mal vor augen wie ist das bei dir wie lange hältst du aus und wenn du dann reagiert wie reagierst du bisher und wie fühlst du dich dann während du dann anfängst irgendetwas zu tun und auch danach bei vielen ja befinden sich der große schuldgefühle und eine art von hilflosigkeit weil es sich wiederholt und du willst es eigentlich nicht mehr was passiert immer wieder und damit du dir selbst helfen kannst vielleicht eine idee für eine ganz kurze pragmatische zwei minuten übung die sehr alltagstauglich ist als erstes kommt der stopp moment du merkst wie dein körper eng wird du spürst den druck vielleicht nimmst du auch schon den antreiber war und dann wäre es wichtig einmal kurz innezuhalten in dem was du gerade tust anzuhalten stopp und anzuerkennen aha ok mein antreiber mein perfektionist ist aktiv dann erinnerst du dich er kommt mit einer positiven absicht er will dass ich in sicherheit bin dass ich es gut mache dass ich anerkennung und wertsch kriege und dann bietest du dem antreiber eine sanftere neuausrichtung an dann ist better than perfect gut ist gut genug gut reicht ich darf mir zeit lassen ich muss nicht so schnell machen.
Wenn ich es langsam mache, dann passieren mir nicht so viele Fehler und mir geht es besser. Und am besten dabei immer tief ein- und ausatmen. Ich darf gut auf mich aufpassen und du bist gerade mit zu viel Energie hier.
Atmen. Ich darf in die Ruhe kommen. Ich passe schon auf, dass ich in Sicherheit bin.
Ich passe schon auf, dass ich Anerkennung und Wertschätzung kriege, aber mein Weg ist weich und nicht über Druck. Vielleicht magst du auch eine sanfte körperliche Geste dazu nehmen, die Hand aufs Herz legen, aufs Brustbein oder die Hand auf den Bauch oder beides, sodass dein Nervensystem sich ob dieser Berührung auch beruhigt. Das kann innerhalb von zwei Minuten erledigt sein und das kann einen sehr, sehr großen Effekt haben, Weil du brauchst, wenn du umlernen willst, wenn du aussteigen willst aus dem alten Automatismus, eine Bewusstwerdung von dem, was da passiert und eine bewusste Ungestaltung deiner Antreiber.
So lernen wir. Es muss erst uns ins Bewusstsein kommen und wenn wir es dann auf der bewussten Ebene haben, geht es darum, innezuhalten und dann die Richtung zu wechseln. Und dann erlebst du hoffentlich, dass es dich nicht mehr klein macht oder zerdrückt oder zerquetscht oder in dein kindliches Ich bringt, sondern dann erlebst du hoffentlich, dass dein Antreiber auch das Potenzial hat, dich stark werden zu lassen, dich wachsen zu lassen, dich stabil und kraftvoll zu fühlen.
in meinem therapie raum erlebe ich die inneren antreiber fast täglich es gibt kaum jemanden bei dem wir nicht in den therapeutischen prozess die inneren antreiber mit einbinden und so gibt es menschen und gerade wenn ich an den heutigen tag denke die für sich durch die antreiber in in sehr große körperliche und damit auch psychische Erschöpfung gekommen sind. Bei einer Klientin ist es eher das Sei-stark-Thema und bei der anderen war es heute eher der Perfektionist, der dazu geführt hat, dass der Umgang mit den eigenen Kräften wenig hilfreich war und auf Dauer sozusagen die Ressourcen leergezogen hat.
Von daher möchte ich dich ermutigen, dich mit deinen Antreibern zu beschäftigen, auch im Sinne der Prävention. Und sie kennenzulernen, sie sogar ein Stück weit zu mögen, weil sie etwas Gutes für dich wollen und gleichzeitig für dich eine Strategie zu finden, ihnen Einhalt zu gebieten. Sei neugierig mit dir und sei nicht zu streng mit deinen inneren Antreibern, denn sie wollen nicht gegen dich arbeiten.
die Antreiber wollen für dich gehen aber sie brauchen sozusagen ein neues Jobprofil oder eine neue Rollenbeschreibung ja, das war die Folge für heute und ich freue mich, wenn du bei mir auf der Homepage vorbeischaust ich habe gerade ein Freebie draußen, wo du 60 Minuten noch einmal für dich arbeiten kannst Kopf frei, Herz offen, kostenlos und ich freue mich auch, wenn du dieses Angebot annimmst, dieses Geschenk und viel mehr im Sinne eines Workshops nochmal mit dir arbeitest, als nur der Podcast, der ja eher eine auditive Berieselung darstellt und wo man nicht unbedingt richtig ins Arbeiten kommt. In diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderbaren Tag. Bis bald, deine Sabine.
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