← Alle Folgen
Stress Folge 2 · 9. Januar 2019 · 20 Min
Cover: Dein Verstand erzählt Dir Geschichten

Dein Verstand erzählt Dir Geschichten

0:00 20 Min

Worum geht's?

🎙 Reif für die Couch? – Wie du negative Gedanken loslassen kannst

Unser Verstand ist ein großer Geschichtenerzähler – aber erzählt er uns immer die Wahrheit? 🤔 Oft entstehen Gedanken wie:


„Keiner mag mich."
„Ich schaffe das nicht."
„Ich bin ein Versager."

Gerade in schwierigen Zeiten kann unser Verstand düstere Szenarien malen. In dieser Episode erfährst du, wie du durch Achtsamkeit und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) einen neuen Umgang mit negativen Gedanken finden kannst.

🔹 Was du lernen wirst:
✅ Warum unser Verstand negative Gedankenmuster erzeugt
✅ Techniken aus der ACT, um dich von belastenden Gedanken zu distanzieren
✅ Praktische Achtsamkeitsübungen für mehr Klarheit & innere Ruhe
✅ Warum die Atemübung aus Folge 3 eine perfekte Ergänzung ist

🔔 Folge mir für mehr Impulse:

📌 Facebook: Sabine Bimmler
📌 Instagram: @sabinebimmler
🌍 Mehr über mich: Meine Website

📞 Coaching & Kontakt:

📅 Persönliche Termine: sabine@bimmler.com
📅 Online-Coaching: Hier Termin buchen
📧 E-Mail-Coaching: Mehr erfahren

Ich freue mich auf dich!
Deine Sabine

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 2.816 Wörter · etwa 14 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo. Herzlich willkommen bei reif für die Couch, dem Podcast für Psychotherapie und Psychologie. Mein Name ist Sabine Bimmler und ich freue mich heute darauf, mit dir über deinen Verstand zu reden und dir zu erklären, wie dein Verstand dich eigentlich in die Irre führt. Es ist so, dass wir als komplexe Wesen unheimlich stolz sind auf unser Gehirn und auf all das, was unser Gehirn kann. Und das ist nachvollziehbar, ich finde es auch toll.

Jetzt weiß ich aber auch aus meiner Arbeit, dass unser Gehirn wahnsinnig fehleranfällig ist. Grade wenn große Gefühle im Spiel sind, dann ist unser Gehirn einfach leicht in die Irre zu führen und leicht zu täuschen. Das heißt, das Wichtigste, was Du lernen kannst zu Beginn 1 Therapie, ist, dich von dem, was dein Verstand dir grade erzählt, zu distanzieren. 1 meiner Lieblingssprüche ist deswegen, ich glaube mir nicht alles, was ich denke. Ich wiederhol das noch mal, weil es wahnsinnig wichtig ist.

Lass das mal auf sich wirken. Ich glaube mir nicht alles, was ich denke. Die meisten Menschen, mit denen ich zu tun habe, denken, alles, was sie denken, ist wahr. Das ist aber nicht so. Große Philosophen haben sich schon mit dem Thema Konstruktivismus beschäftigt.

Wir konstruieren unsere Wirklichkeit. Und unser Verstand erzählt uns dazu passende Geschichten. Ich würde dir in der heutigen Folge gerne an einem Beispiel verdeutlichen, was das heißt. Stellen wir uns vor, Du triffst Petra. Petra ist 40 Jahre, sie kommt in meine Praxis.

Sie hat 2 Kinder, ein Mann, der viel beruflich unterwegs ist und sich ihrer Meinung nach nicht genug kümmert, vielleicht betrügt er sie sogar. Sie haben ein Haus zusammengebaut, haben jede Menge Schulden, sodass existenzieller Druck da ist. Petra ist immer noch in Elternzeit und ihre Tochter ist leider chronisch erkrankt an Morbus Crohn. Die Situation ist verfahren, Petra ist ist erschöpft, ist nicht glücklich in ihrem Leben und ihr Verstand beginnt, ihr Geschichten zu erzählen. Er sagt dann so was wie, nichts in deinem Leben läuft richtig.

Du entscheidest dich immer für die falschen Männer. Du hattest da noch nie 'n Händchen. Schon dein Vater hat sich nie deine Bedürfnisse gekümmert und auch dein Bruder zu Hause nicht. Eigentlich kümmert sich überhaupt niemand dich. Und so weiter und so weiter.

Ihr Verstand trichtert ihr das sozusagen ein, tagein, tagaus. Und er sieht immer mehr Dinge in ihrem Leben, die auch nicht so laufen, wie sie das geplant hat. Und er sieht immer mehr Dinge auf ihren Schultern und erzählte davon, wie groß die Belastungen sind. Das heißt, durch Petras Zustand, in den sie gekommen ist, wird ihr Verstand sozusagen wie, ja, er schaut durch einen Filter auf die Welt. Und der Filter heißt, niemand nimmt Rücksicht auf mich.

Nichts klappt, was ich versuche. Und alles, was Petra erlebt jeden Tag, selbst wenn sie keinen Euro für den Einkaufswagen hat, nimmt ihr Verstand zum Anlass, ihr zu sagen, siehst Du Petra? Nichts läuft so, wie Du es dir vorstellst. Dein Leben ist einfach schwierig. Stellen wir uns vor, wir hätten Petra zu einem anderen Zeitpunkt in ihrem Leben kennengelernt, zum Beispiel kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes.

Damals war sie frisch verheiratet, die Beziehung war noch in Ordnung, sie hatte sich ein Kind gewünscht, das Kind ist zur Welt gekommen. Sie wusste noch nicht, dass ihr Kind krank ist. Wahrscheinlich hätten wir sie im Schwung der Hormone nach der Schwangerschaft und im Zuge dieses Lebensereignisses, was viel Glück mit in ihr Leben gebracht hat, in 1 ganz anderen Stimmung getroffen. Und ihr Verstand hätte ihr selbst ganz andere Dinge erzählt oder hat er auch damals. Er hat wahrscheinlich so etwas gesagt wie, schau, jetzt hast Du das, was Du dir immer gewünscht hast.

Es ist das größte Glück, Mutter zu werden. Du hast einen Mann, Du hast ein Kind, ihr baut grade ein Haus. Alles ist ganz wunderbar. Und wenn dann Dinge, Kleinigkeiten im Alltag nicht so gelaufen sind, wie Petra sich das vorgestellt hat, hat ihr Verstand so etwas gesagt wie, na ja, ist doch gar nicht schlimm. Ach, dann läuft das nicht so.

Hauptsache, dem Kind geht es gut. Schau mal, dass Du gut auf dich aufpasst. Das heißt, ihr Verstand war in 1 ganz anderen Grundausrichtung. Wenn wir wieder das Beispiel des Filters nehmen, der Verstand hatte zu diesem Zeitpunkt einen ganz anderen Filter und hat die Welt durch eine ganz andere Brille gesehen und hat deswegen ganz andere Geschichten erzählt und auf Herausforderungen und Probleme ganz anders reagiert. Das kennst Du vielleicht selber von dir auch.

Wenn Du gut geschlafen hast, angenehme Nachtruhe hattest, morgens aufstehst, in aller Ruhe in den Tag starten kannst, erzählt dein Verstand dir ganz andere Geschichten, der Filter ist ein anderer, als wenn Du eine schlechte Nacht hattest, mehrfach die Nacht aufgewacht bist, nicht wieder einschlafen konntest, gegrübelt hast. Sofort hat unser Verstand morgens einen anderen Filter vor den, ja, Augen ist gut, also vor dem Gehirn. Und sofort erzählt er ganz andere Geschichten, die ganz anders eingefärbt sind. Warum beschäftigen wir uns hier überhaupt damit? Weil, ich komm noch mal zurück auf dieses so wichtige Zitat, ich glaube mir nicht alles, was ich denke.

Weil ich dir raten möchte, dich zu lernen, von dich von deinem Verstand zu distanzieren. Also einen Schritt zurückzutreten und dir beim Denken zuzugucken und festzustellen, ah, heute denke ich in 1 bestimmten Art und Weise, weil ich einen Filter vor den Augen habe. Und diesen Filter hab ich aus den und den Gründen im Augenblick. Und weil ich den Filter habe, interpretiert mein Gehirn, konstruiert mein Gehirn, mein Verstand alles in 1 bestimmten Art und Weise. Und jetzt kommt der 2.

Wichtige Aspekt. Uns alle das, was wir denken, unsere Gedanken haben, wenn wir mit ihnen verschmelzen, wenn wir sie als Wahrheit ansehen, unmittelbare Durchschlagskraft auf unsere Gefühle. Das heißt, wenn mein Verstand durch einen eher grau schwarzen Filter auf die Welt guckt und mir schlimme Geschichten erzählt und ich diese Geschichten für wahrnehme, als Wahrheit betrachte, hängen sich automatisch Gefühle wie Traurigkeit, Ängste, Hilflosigkeit dran. Machen wir das mal wieder am Beispiel von Petra, dann wird das, glaub ich, anschaulicher. Also Petra ist in dieser akuten Erschöpfungssituation.

Die Beziehung läuft nicht, sie hat existenzielle Nöte, ihr Kind ist krank, ihr geht es alles andere als gut. Der Filter, den sie vor den Augen hat, erzählt ihr die ganze Zeit, andere Personen nehmen nie Rücksicht auf dich. Eigentlich kümmert sich niemand deine Bedürfnisse und nichts, was Du in deinem Leben angepackt hast, hat irgendwie ja, geklappt. So, welche Gefühle bringt das mit? Wenn sich unsere Petra die ganze Zeit diese Story anhört in 1 Tour jeden Tag selbst beim Euro im Einkaufswagen, selbst an der Tankstelle, wenn sie warten muss und wenn sie mit ihrem Kind wieder zum Kinderarzt fährt, umso mehr.

Und wenn sie sich abends mit ihrem Partner streitet die ganze Nacht, welche Gefühle bringt das mit? Das ist etwas, was wir als sogenannte ja, Opferhaltung kennen. Sie fühlt sich hilflos. Sie hat das Gefühl, sie kann nichts machen. Alles läuft gegen sie und daraus resultiert eine Hilflosigkeit.

Und Hilflosigkeit ist etwas, das ist in der Psychologie tatsächlich schon etliche Male bewiesen worden, ist ein Gefühl, mit denen wir Menschen in der Regel nicht gut umgehen können, wenn es auf Dauer bei uns bleibt. Wir halten klar Situationen mal kurz aus, in denen wir hilflos sind, aber wenn wir längere Zeit in 1 Falle stecken, dann macht uns das krank. Das macht eine bestimmte Art zu denken, das hab ich eben schon erklärt. Und es macht irgendwann auch eine bestimmte Art zu fühlen. Das Ganze verfestigt sich und dann führt es zum Beispiel zu Depression oder zu Ängsten.

Tatsächlich dieses Gefühl, in der Falle zu sitzen und nichts tun zu können, ist etwas, was ganz eng mit der Entstehung von Depressionen in Verbindung gebracht wird. Und da ist unser Gehirn leider echt anfällig, weil es sich sozusagen an eine Art zu denken unheimlich schnell gewöhnt. Es hat was damit zu tun, das dann für diese Art zu denken, für diese Gedanken und die damit zusammenhängenden Gefühle unheimlich viele Synapsen gebildet werden. Und es ist ganz schwierig, dann davon wegzukommen und sich wieder eine andere Art zu denken, ja, anzugewöhnen. Also das ist nichts, wo ich jetzt sage, hey, das ist mal eben schnell gemacht, leg den Schalter denk positiv.

Ich bin kein Freund des positiven Denkens, komm ich gleich noch zu. Sondern für mich ist wichtig, dass Du mitnimmst, der 1. Schritt ist, sich beim Denken zuzugucken. Stell dir vor, Du trittst quasi neben dich und guckst dir an, wie Du da sitzt und dir wirklich überlegst, welchen Filter hab ich grade vor Augen? Was erzählt mir mein Verstand aufgrund dieses Filters grade immer wieder?

Und zu welchen Gefühlen führt das eigentlich? Gedanken, Gefühle und Verhalten hängen unglaublich eng zusammen. Wir haben uns bisher sehr stark mit dem Thema Gedanken heute beschäftigt und es kommt tatsächlich ja über die 1. Folge, wo ich dich ja gebeten habe, deine Geschichte aufzuschreiben, deine Geschichten über das. Was ist eigentlich grad mit dir los?

Was herrscht vor? Wie ist das Ganze gekommen? Das war ja grade zu Beginn die wichtige Fragestellung, die Du zu klären hattest. Und dein Gehirn hat dir deine Geschichte in 1 bestimmten Art und Weise erzählt. Und heute möcht ich dich wirklich auffordern, noch mal durch diese Geschichte zu gehen und zu überlegen, mit welchem Filter hat mein Gehirn mir diese Geschichte erzählt?

Ja? In dem in der Standortbestimmung, die zu Beginn jeder Therapie erfolgt, hast Du ja auch die Ressourcenfrage kennengelernt, ne. Also hast Du schon mal eine ähnliche Situation erlebt und wie bist Du damals daraus gekommen? Welche Eigenschaften, Stärken, Hobbys hast Du, die dir guttun, aus der Situation hinaus zu kommen. Diese Art der Fragestellung ist quasi ein bewusster Austausch des Filters, in dem Fall tatsächlich über die Art der Frage angeleitet.

Das heißt, ich könnte dich auch fragen zu Beginn 1 Therapie, erzähl mir von dir und deinem Leben und berichte mir über die aktuelle Situation, in der Du, in die Du geraten bist. Behalte aber im Hinterkopf, dass Du mir bitte unbedingt alles benennst, was in deinem Leben bisher gut und wunschgemäß gelaufen ist. Wenn ich versuche, diesen Filter einzubringen am Anfang, höre ich in der Therapie oder zu Beginn der Therapie oft eine ganz andere Geschichte. Dann kommen wir zwar auch an den Punkt, wo wir über die problematische Situation reden, aber die Geschichte ist anders geprägt, weil ein anderer Filter drauf ist. Und ich würde dich bitten, deine Geschichte, ne, noch mal deine Standortbestimmung noch mal anzuschauen und dir zu überlegen, wenn ich die durch einen anderen Filter angucke, nämlich den Filter von, ich habe verdammt viel bisher in meinem Leben geleistet und ich habe schon einiges geschafft.

Und ich bin jetzt an eine Situation gekommen, wo ich alleine nicht mehr weiter weiß. All das vorher wird aber nicht entwertet, sondern da bin ich stolz darauf und da hab ich jede Menge geleistet. Also rekapitulier bitte deine Geschichte, Also rekapitulier bitte deine Geschichte, dein Thema, mit dem Du dich im Augenblick beschäftigst, deine Ausnahmesituation mit diesem Filter noch einmal. So, jetzt noch mal kurz zum Zusammenhang Gedanken, Gefühle, Verhalten. Stell dir das Ganze als ein Dreieck vor.

Die eine Ecke steht für die Gedanken, die haben wir heut schon angeguckt. Die 2. Ecke des Dreiecks sind die Gefühle und die 3. Ecke des Dreiecks ist das Verhalten beziehungsweise der Körper. Diese 3 Dinge stehen in unheimlich enger Wechselwirkung miteinander.

Das heißt, die Art, wie wir denken, hat direkten Einfluss auf unsere Gefühlswelt und hat auch einen direkten Einfluss darauf, wie wir uns verhalten beziehungsweise wie unser Körper sich fühlt. Ich mach das wieder am Beispiel der Hilflosigkeit. Wenn wir starke Hilflosigkeitsgefühle haben, sorgt das auf der körperlichen Ebene in der Regel dafür, dass wir wahnsinnig kraftlos sind. Ja, das heißt, auch den Muskeltonus geht runter, die Schultern hängen. Wir sacken sozusagen resigniert zusammen.

Und auf der Gefühlsebene steht eben Hilflosigkeit, vielleicht Verzweiflung, Traurigkeit, all diese Gefühle. Und ihr könnt euch vorstellen oder Du kannst dir vorstellen, dass ihr könnt euch vorstellen oder Du kannst dir vorstellen, dass das ein Paket ist, was sich wirklich äußerst ungünstig anfühlt. Vielleicht bist Du jetzt grade drin. Ich hab dir die Abbildung des Dreiecks mal in die Shownotes gepackt und vielleicht überlegst Du mal, was sind so meine Gedanken, die ich im Augenblick wieder und wieder wiederhole? Zu welcher Art von Gefühlen führt das bei mir?

Welche Gefühle erleb ich im Augenblick sehr viel? Und als Drittes, Körper verhalten. Was macht das mit mir? Also was tue ich deswegen anders? Wie verhalte ich mich anders?

Und ja, was produziert mein Körper für Symptome? Also wenn ich lange in 1 Situation bin, in der ich mich sehr hilflos fühle wie unsere Petra, dann wird sie unheimlich viel weinen. Vielleicht entwickelt sie auch Verspannungen im Schulter- Rückenbereich, vielleicht entwickelt sie Rückenschmerzen im unteren Rücken oder ja, gastroenterhologische Beschwerden, alles, was im Magen Darm Trakt unterwegs ist. Das gilt es jetzt sehr individuell anzuschauen und das wäre auch etwas, was ich dir vorschlagen würde. Nimm dir einfach mal dieses Dreieck und schau mal, welche Art von Gedanken sich im Augenblick in deinem Leben stetig wiederholen.

Und schreib die einfach mal auf. Und dann als Nächstes, was für Gefühle sind mit diesen Gedanken verbunden und was macht das auf der Verhaltens- und auf der körperlichen Ebene? Du kannst dir da ganz konkrete Situationen raussuchen, zum Beispiel, Du hast dich grad mit jemandem gestritten und dann passiert das. Du kannst aber auch ganz klassische Grübelschleifen nehmen, wenn Du merkst, Du wählst in bestimmten Situationen, wo dein Gehirn nichts anderes tut, immer wieder die gleichen Gedanken. Und so nähern wir uns schon ein Stück weit ja, der Frage, warum sind diese Stimmungen erst mal so stabil, ne?

Das hat was damit zu tun, dass die Wechselwirkung zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten unheimlich stabilisierend auf das System wirkt. Und das gilt es, aufzuknacken. Wie Du das aufknacken kannst, wo Du ansetzen kannst, das erzähl ich dir wiederum in 1 nächsten Folge. Eine ganz kurze Zusammenfassung zum Schluss. Bitte nimm dir deine Story zu der Standortbestimmung.

Was ist eigentlich grade mit mir los? Was hab ich für ein Problem und so weiter noch einmal vor und mach dir klar, durch welchen Filter dir dein Verstand diese Geschichte erzählt hat. Und mach dir auch klar, dass Du deinem Verstand diese Geschichte nicht glauben musst. Du kannst sie umschreiben, wenn Du möchtest. Und wenn Du Lust hast, das zu das zu tun, lad ich dich auch dazu herzlich ein, 1 sehr hilfreiche Übung.

Du kannst alles aufschreiben, was in deinem Leben bisher geklappt hat und was Du schon geschafft hast und wie Du trotzdem in diese Notlage gekommen bist. Und wenn Du dir das noch mal angeschaut hast, würd ich dich gerne ja mit dem Dreieck, was Du in den Shownotes findest, dazu motivieren, dir anzugucken, was sind eigentlich bevorzugte Gedanken, die ich denke? Was machen die auf der Gefühlsebene mit mir? Und was machen die auf der Körperebene beziehungsweise auf der Verhaltensebene mit mir? Ja.

Danke, dass Du dir heute die Zeit genommen hast und hier zugehört hast und etwas für dich getan hast, weil darum geht's ja hier in diesem Podcast. Er soll dir ja helfen, in deinem Ausnahmezustand wieder mehr Orientierung und Pack anzukriegen. Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich, wenn Du mir Kommentare schickst, wenn Du sie likest. Und Du weißt ja, ich habe das auch beim letzten Mal schon gesagt, wenn es Themen gibt, die dich beschäftigen, wenn es etwas gibt, was Du nicht verstanden hast, wenn Du zu etwas mehr wissen willst, sei so gut und lass mich das auf den sozialen Medien wissen. Meine Idee ist, dass ich diesen Podcast so gestalte, dass er dir hilft.

Und das kann ich am besten, wenn Du mich wissen lässt, was dich grade beschäftigt. Der Podcast kann keine Psychotherapie ersetzen, das sage ich immer wieder, aber er kann eine Zeit bis zur Therapie überbrücken. Er kann dich zu die Erkenntnis führen, dass Du gar keine Therapie brauchst oder er begleitet dich in einem therapeutischen Prozess, denn 50 Minuten die Woche mit dem Therapeuten sind gar nicht viel. Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag und ich hoffe, dass Du es heute schaffst, einen Filter aufzusetzen, der dich all das sehen lässt, was in deinem Leben gut ist. Und das können manchmal Kleinigkeiten sein.

Ein Mensch, der dich anlächelt, ein schönes Bild im Himmel, vielleicht das Wetter draußen, ein Sonnenstrahl, der dich trifft oder einen leckeren Tee, den Du dir irgendwo gönnst. Manchmal liegt das Glück in den ganz, ganz kleinen Dingen. Und ich hoffe, dass dieser Tag viele dieser Dinge für dich bereithält. Für heute sag ich tschüs, hör doch wieder rein. Ich würde mich freuen.

Bis dahin, deine Sabine.

Weitere Folgen

Passend dazu

Mehr aus Stress →
Erwartungen, die Stress machen: Wie du den Druck herausnimmst
Stress Erwartungen, die Stress machen: Wie du den Druck herausnimmst
Warten auf Motivation: Warum das Handeln zuerst kommt
Stress Warten auf Motivation: Warum das Handeln zuerst kommt
Belastendes loslassen: Wie Meditation deinen Kopf leichter macht
Stress Belastendes loslassen: Wie Meditation deinen Kopf leichter macht
Werbung

Die folgenden Empfehlungen enthalten Partner-Links. Kaufst du darüber, erhält der Podcast eine kleine Provision — für dich bleibt der Preis derselbe.

Meine Empfehlungen

Ausgesucht von Sabine — weil sie gut zu dieser Folge passen.

📖
Moonbird (Atemtrainer)

Bei Atemübungen, Regulation unterwegs (Auto/Bahn), Aushalten von Anspannung

Code SABINEBIMMLER — 10 € Rabatt

Zum Produkt →
📖
Wellax Akupressurmatte

Sensorischer Reset, Körperwahrnehmung, Gedankenkreisen unterbrechen

Zum Produkt →
Die Glückspost

Ein ruhiger Gedanke.
Jeden Sonntag.

Ein kurzer, fundierter Impuls zum Innehalten — kostenlos in dein Postfach. Kein Spam, nur Substanz.

Fast geschafft: Wir haben dir eine Bestätigungsmail geschickt. Klick den Link darin, dann bist du dabei.

Jederzeit mit einem Klick abbestellbar.