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Glück Folge 50 · 12. September 2019 · 27 Min
Cover: Der Podcast & ich- Für dich

Der Podcast & ich- Für dich

0:00 27 Min

Worum geht's?

Folge 50. Zeit inne zu halten. Über 50.000 Downloads… Zeit sich zu freuen und DANKE zu sagen. Dies tue ich mit dieser Folge. Die wunderbare Journalistin Sylvie Liebsch hat mich interviewt und alles erfragt, was rund um den Podcast und meine Person für dich interessant sein könnte. Viel Spaß beim Hören.

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Leg los. ich freue mich auf dich! Deine Sabine

Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit. 

Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 4.702 Wörter · etwa 24 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, der fünfzigsten Folge des Podcastes für alle Erschöpften, deren Leben ein bisschen besser werden darf. Zur fünfzigsten Folge hab ich mir etwas Besonderes überlegt. Und ja, zufällig hab ich die wunderbare Journalistin Sylvie Liebsch kürzlich getroffen. Mit der hab ich über mein Projekt gesprochen. Und sie hat gesagt, Mensch, dann lass mich doch zur fünfzigsten Folge ein Interview mit dir machen.

Sylvie ist langjährige Journalistin, arbeitet im Schwerpunkt für den WDR, macht ganz viele Reportagen und Interviews für Frau TV. Und da hab ich natürlich gesagt, das nehme ich auf jeden Fall an, denn es ist so viel schöner, die Dinge im Gespräch zu erzählen und für euch so viel spannender zuzuhören, wenn da eine Dynamik zwischen 2 Gesprächspartner drin ist, als wenn ich einen Monolog über mich selbst und meinen tollen Podcast verfasse. Von daher, ich hoffe, ihr freut euch auf die Folge. Ihr werdet 'n bisschen mehr über die Idee hinter dem Podcast erfahren. Ihr werdet ein bisschen mehr über mich und ja, meine Art, diesen Podcast zu betreiben, erfahren.

Und somit ist das eine Ergänzung zu der Folge 0, die ich ja bereits vor fast einem Jahr ausgesprochen habe und es ist so viel passiert in der Zwischenzeit. Ich hoffe, ihr freut euch mit mir auf dieses wunderbare Interview. Und dann legen wir jetzt damit los. Bist Du nervös? Nein, das machen wir nicht.

Kannst Du aber vorher senden. Bist Du nervös? Wir sind nervös. Genau, wir sind nervös. Mensch Sabine, herzlichen Glückwunsch zum Fünfzigsten.

Also zur Fünfzigsten Folge. Ja, der Fünfzigsten Geburtstag, der dauert ja noch 'n bisschen, ne. Wäre das eigentlich 'n Thema? Es gibt Leute, die machen sich wegen dem fünfzigsten Geburtstag echten Kopf. Ist das so was, was ein Thema für deinen Podcast wäre?

Älterwerden, Angst vor Älterwerden? Ja, das ist eine gute Idee. Das hab ich auch so. Ich hab ja so eine Liste, wo ich die ganzen Ideen, worüber könnt ich eine Folge machen, fortführe. Und tatsächlich steht da so das Thema Älterwerden Umgang mitm Alter schon drauf.

Und Du hast recht, ich könnte den Fünfzigsten zum Anlass nehmen. Ist das die Grundidee deines Podcastes, dass Du dich mit so, ich sag jetzt mal, Alltagssorgen, dir aber manche doch schwerer empfinden, beschäftigst? Oder was ist die Grundidee von deinem Podcast? Die Grundidee ist eigentlich ja in der Psychotherapiepraxis geboren, ne. Ich hab ganz oft die gleichen Sachen erzählt, immer und immer wieder in den Therapiestunden, weil sich das doch so unterschiedlich wie die Menschen sind, wiederholt.

Und dann hab ich irgendwann gedacht, Mensch, ich bin Podcastfan, warum nehm ich das nicht auf? Dann können die Patienten sich teilweise die Sachen auch noch mal anhören als Vertiefung. Sodass ja, und im Therapieraum sind Alltagssorgen das Thema, natürlich. Die kommen zwar vielleicht Depressionen oder Ängsten, aber die reden natürlich mit mir über ganz konkrete Situationen, die sie erleben, wenn sie zum Beispiel keine U-Bahn mehr fahren können oder wenn sie Schwierigkeiten haben in der Beziehung, weil sie unter unter 1 Depression leiden. Ja, also ich beantworte die Frage noch mal, ja.

Es ist die Grundidee des Podcasts sicherlich, Alltagssorgen aufzunehmen und die aber mit den Hintergründen zu verknüpfen und Lösungen zu bieten. Ist denn deine Idee, wenn es sich der Podcast an Menschen, denen, ich sag jetzt mal, die Couch beim Psychotherapeuten 'n bisschen zu groß ist, aber die Couch bei der Freundin am Abend vielleicht 'n bisschen zu klein, also wo man son Zwischending Ja, ist schön dargestellt, so ist das. Deswegen heißt er ja auch so reif für die Couch, ne. Die meisten sind noch nicht so weit, dass sie sich wirklich in Therapie begeben. Aber die Belastung ist schon so groß, dass sie sich eigentlich Hilfe wünschen.

Und das sind meine Zuhörer. Du bist ja Psychotherapeutin und Du arbeitest auch, also ist wahnsinnig viel Berufserfahrung. Du bist aber ja auch dreifache Mutter von pubertierenden Kindern, hast Haus und Hund und Hobbys. Also Du stehst ja auch als Frau im Alltag. Ist bei diesem Podcast argumentierst Du aus deinem ganzen Wissen oder doch nur als Psychotherapeutin?

Das ist gar nicht so einfach zu trennen. Also im Schwerpunkt versuch ich's tatsächlich aus der Psychotherapeutenrolle. Die Themen, die ich da aber bespreche, sind ganz häufig auch meine Themen. Also das Thema Überforderung im Alltag oder Konflikte mit pubertierenden Sohn, die sind ja schon sehr aktuell. Ich versuch's trotzdem, als Therapeut lernst Du das, dass Du nicht so viel über dich redest.

Das ist so in der Ausbildung ein Teil davon. Und ich, im Augenblick vermeid ich das noch. Vielleicht ändert sich das noch mal. Ja, aber der Unterschied sagen wir zum Podcast und deiner Praxis. In deiner Praxis, klar argumentierst Du rein als Psychotherapeutin.

Du hast das gelernt, Du weißt, dein Fachwissen anzuwenden für die Sorgen und Nöte der Leute. Ist das im Podcast 'n bisschen anders? Also rutscht da 'n bisschen mehr die private Sabine auch rein, weil der ja auch eine etwas andere Stoßrichtung hat? Ich bin kein Mensch, der sich gerne zeigt. Ich glaube tatsächlich, deswegen ist das nicht so viel in meinen Geschichten drin.

Ich arbeite ja viel mit Patientenbeispielen im Podcast. Also erzähle anhand von Patientenbeispielen, was haben wir gemacht? Was haben wir im Therapieraum gemacht? Was hat derjenige zu Hause probiert und wie ist der den Lösungen nähergekommen? Also steht mir, glaub ich, einfach nicht so nahe.

Ja, ich versuch halt herauszufinden, auch in dieser Menge der Podcasts Ich hatt gerade deinen Podcast so empfunden. Mein Problem ist jetzt wirklich noch nicht groß genug, dass ich wirklich mich in eine Therapie begeben muss, ne. Aber mein mein eigener Umkreis hilft mir nicht mehr, weil die Freundin mir doch immer sagen, komm, trink mal 'n Bier, wird schon 'n bisschen 'n guter Typ. Aber letztendlich hilft es nur an dem Abend und nicht mehr am nächsten Morgen. Mhm.

Dass ich so denke, das ist sone Art Zwischending und frage mich auch, ob Du das auch so siehst, ob das für dich eine etwas andere Spielwiese ist als deine Praxis. Das ist es auf jeden Fall, weil's 'n ganz anderes Arbeiten ist. Also dieses Ins off sprechen, ne und erst Zeit verzögert Reaktion zu bekommen, ist was ganz anderes. Trotzdem weiß ich nicht, zeig ich mich, glaub ich, als Mensch bisher nicht so sehr. Okay.

Spannend. Weil die Hilfe ist ja da, ne. Jetzt lass uns mal über die Themen reden. Also ich lese Themen wie Entscheidungen, liebenswert, innere Leere. Das sind ja wie so Überschriften dann halt.

Mhm. Ist deine Idee, dass das sozusagen ein Nachschlagewertwerk wird, also im gesprochenen Wort? Das heißt, diese Themen sind da und ich hab dann eine Sammlung und kann auch später mal auf frühere Podcasts zurückgreifen? Ja. Auf jeden Fall.

Also ich glaube auch, aus den Rückmeldungen höre ich sehr deutlich. Ich glaube das nicht, dass die Leute sich Folgen mehrfach anhören. Dass sie die Themen Ich hab ja auch so thematische Blöcke, könnte man sie nennen, ne. Was sind das denn zum Beispiel für Blöcke? Es gibt zum Beispiel Folgen, die drehen sich alle das Thema Angst.

Und die Patienten oder die Menschen, die mit Ängsten tun haben, das sind halt die, die sich bestimmte Folgen davon immer wieder anhören. Und dann hab ich auch so Basicfolgen, wo ich sagen würde, die helfen jedermann, ne. Zum Beispiel dein Verstand erzählt dir Geschichten oder so. Das ist eine meiner ersten Folgen. Ich glaub, da kann jeder was mit anfangen.

Aber je nachdem, was so die Schwerpunktthemen der Menschen sind, gucken die sich bestimmte Themen intensiver an. Gestern hab ich noch eine Wertung gelesen, da schrieb jemand, ich such mir immer das raus, was grad so für mich interessant ist. Also Ja, find ich auch ganz spannend. Eingangs das Beispiel 50 werden fand ich auch echt uncool. Wenn Du jetzt da eine Folge hättest, könnte man ja in dem Moment oder jetzt eine Freundin von mir, 50, die hadert doch ziemlich, wo man sagen könnte, guck mal, hörst dir mal an.

Und es ist ja auch egal, ob das jetzt 2020 oder 2019 aufgenommen worden ist, ne. Also das ist wie sone Sammlung, die da entstehen wird, oder? Genau. Ich glaube auch, das wird zeitlos sein für lange, für eine lange Phase. Wie viel Themen gibt es denn?

1000000? Ja, also das hat ja kein Ende, ne. Also Menschen beschäftigen sich ja mit allem Möglichen und ich könnte mit diesen Ideen, die ich dazu habe, was hilfreich wär, ich glaub, da kann ich wirklich 1000 bis 3000 Folgen mindestens füllen. Ob ich das tun werde, weiß ich nicht. Du kriegst wirklich schöne Kommentare.

Ich les dann da. Du hast eine ruhige Art zu erklären und das hat mir geholfen. Wie wie ist das so was zu lesen, auch so öffentlich? Da freu ich mich. Weil dieses Arbeiten ins Off ist ja so, dass ich kein Feedback bekomme.

Also von meinen Patienten, da seh ich ja anhand der Reaktion und anhand von dem, was in der nächsten Woche erzählt wird, was die umgesetzt haben, hab ich ja eine direkte Rückmeldung auf meine eigene ja, Wirksamkeit, ob ich ob ich helfen konnte. Und wenn ich dann diese Kommentare lese, dann ist das für mich so endlich meine Rückmeldesleife. Ich sitz ja da mit meinem Mikrofon und sprech die Dinge ein und freu mich da total drüber. Also wer immer sich angesprochen fühlt, dann noch mehr zu tun, bitte, gerne. Und natürlich auch konstruktive Kritik, ne.

Alles, was die Leute, was denen auffällt, was ihnen vielleicht nicht gefällt oder Themenwünsche, da freu ich mich sehr drüber. Konstruktive Kritik ist super. Und aber diese diese negativen und dann übertriebenen Kritik, die's ja leider leider oft im Netz gibt, hast Du mit so was auch zu tun? Tatsächlich bisher noch nicht. Ja.

Ich warte drauf, weil ich von Kollegen weiß, die so was machen, dass denen das schon passiert ist. Bisher ist das tatsächlich nicht passiert. Ja. Und passiert ist. Bisher ist das tatsächlich nicht passiert.

Also das heißt, ich warte drauf, ich kann da auch drauf verzichten. Aber ich weiß, dass es früher oder später kommt. Was hast Du denn über dich gelernt bei dieser Entstehung des Podcastes? Ich hab dich ja schon mal vor anderthalb Jahren getroffen. Du hast erzählt, Du hast so was vor.

Du hast ja richtig was entstehen lassen, ne? Und Du kann immer wieder nur sagen, Du hast eine Praxis, Du hast 'n Haushalt, Du hast ja auch genug zu tun. Wieso der Podcast? Und was hast Du so über dich gelernt jetzt, wo Du jetzt bist? Mhm.

Also der Podcast war für mich ein 1 Teil, mich kreativ auszuleben. Die Arbeit als Therapeutin gibt mir den Raum nicht. Also das, was ich zum Beispiel brauche, für mich ist das 'n ja 'n 'n Beispiel brauche, für mich ist das 'n ja, 'n Antreiber, was Kreatives, was Neues zu machen, was dazuzulernen. Und das hat der Podcast für mich gehabt. Der war 'n kreativer Teil meiner Arbeit oder das hat er immer noch.

Und deswegen ist er entstanden. Zudem glaub ich, dass das Medium einfach so hochinteressant ist, weil es so viele Leute erreicht und weil es ja Bücher immer mehr ablöst eigentlich, ne. Was hab ich über mich gelernt? Tja, dass ich Vielfalt brauche, das wusst ich aber eigentlich schon vorher und dass ich mich gerne mal übernehme, glaub ich. Also jede Woche sone Folge rauszubringen, die inhaltlich meiner eigenen Ansprüchen genügt, da muss ich sagen, das ist manchmal richtig, richtig anstrengend.

Ach, das glaub ich, Du schreibst die wahrscheinlich vorher auf, ne. Also Du machst dir Gedanken, suchst Informationen, schreibst die oder schreibst Du die gar nicht auf vorher? Ich schreib sie in Form von Mindmaps. Also es entstehen Mindmaps, die ich füttere sozusagen mit Informationen, wo ich denke, das sind so Bestandteile. Die Mindmaps gibt mir dann auch eine Struktur, in der ich mich entlanghangele, während ich die Folge aufspreche.

Und das eigentliche Sprechen mach ich immer frei. Also ablesen hab ich am Anfang mal probiert, war nicht meins. Ja, Du bist ja auch im Tun. Es entstehen ja Dinge, ne. Wie glaubst Du, entwickelt sich dein Podcast?

Der ist ja jetzt wahrscheinlich schon anders als in der ersten Folge, ne. Da ist ja auch Bewegung drin. In welche Richtung geht das denn? Tatsächlich bin ich mit der fünfzigsten Folge an sonem Punkt, wo ich das Gefühl hab, ich muss den Fokus noch mal vielleicht etwas enger setzen. Aber ich hab die Antwort auf diese Frage, hab ich im Augenblick nicht.

Selbst ändersetzung heißt jetzt dann genau was? Na ja, ich lass mich im Augenblick durch die Themen treiben son bisschen, ne. So von von Thema zu Thema und ich weiß nicht, ob das so zielführend ist auf Dauer. Also die Ängste und Depressionen sind zum Beispiel Themen, die die meisten Menschen beschäftigen, wenn man den die meisten Menschen beschäftigen, wenn man den Statistiken glauben darf. Und ich hab immer mal überlegt, vielleicht psychotherapeutisch den Fokus enger zu setzen.

Auf der anderen Seite wird der Podcast damit vielleicht uninteressanter für all die, die eben noch nicht so weit sind, dass sie wirklich auf eine Couch wollen. Und also ganz ehrlich, ich steh da grad im Klärungsprozess. Ich weiß noch nicht so recht, wo's hingeht, aber ich überlege grade, einen engeren thematischen Fokus zu setzen. Ah, in meiner Wahrnehmung war das nämlich genau nicht so tief in der Psychotherapie, mehr so Alltagshilfe, so hat Ähnliches empfunden. Also ich werde eben 50, ist vielleicht jetzt noch eher unterschwelliger, aber auch meine Tochter zieht aus, dieses Empty Nest, was es ja plötzlich gibt, was teilweise Leute wirklich sehr stark beschäftigt.

Trotzdem brauch ich wahrscheinlich keine Therapie, weil so ist halt nun mal das Leben. Weil wenn man 'n Kind hat, weiß man, dass dieses Kind irgendwann ausziehen wird. Ja. Aber trotzdem kann es einen ja sehr treffen. Und ich dachte, ich hatte so gedacht, dass es diese Alltagssorgen sind, die manche halt einfach schwerer nehmen.

Mhm. Ja, Du siehst, ich bin da nicht ganz klar. Das ist doch gut. Genau, geht's mir an der Stelle zu. Also im Augenblick ist es ja so, dass ich mich so von Thema zu Thema hangle und auch das nehme, was von den Zuhörern kommt.

Vielleicht wär das auch mal spannend, wenn ich da 'n Feedback von meiner Zuhörerschaft bekomme. Soll ich mich thematisch enger fokussieren oder ist das grade gut, dass ich mich durch die Alltagsthemen hangle? Ich will ja hilfreich sein für die da draußen. Deswegen wär's, glaub ich, für mich echt gut, wenn ich dazu mal Rückmeldungen kriegen würde. Also wer die Folge hört, soll sich bitte, bitte aufgefordert fühlen, mir eine solche Rückmeldung zu schreiben und 'n Hinweis zu geben, was er oder sie sich wünscht.

Find ich aber sehr sympathisch, aber dass Du so offen bist und dass es auch nicht so ganz klar alles ist. Jetzt lass mir mal die Themen außen vor, ob Du die jetzt enger fokussierst oder doch weiter. Aber Du hast ja immer die eine ganz bestimmte Art und Weise, mit den Themen überhaupt umzugehen. Also was ist deine Art und Weise, so ein 1 Thema aufzugreifen, so deine Stoßrichtung? Mhm.

Ich würde den Leuten gerne Ideen bieten, wie sie sich, ja, orientieren können in der Situation. Also am anderen Ende ist ja immer jemand, der hat 'n Fragezeichen zu irgendwas, ne. Und wenn der Hinweise und Impulse bekommt, die ihm weiterhelfen, schon mal vielleicht 'n Schritt weiterzudenken oder sich, das ist ja 1 meiner Lieblingsthemen, von bestimmten Gedanken zu distanzieren, die im Augenblick grad diesen schweren, unangenehmen Zustand befeuern, dann dann hilft mir das schon. Also das wäre so, war das verständlich? Ja, also Du sagst, wenn ich's richtig verstehe, also die Leute, die zu mir kommen, die sind ja nicht krank und brauchen eine Therapie.

Manchmal reicht ein 1 Impuls, eine Idee, eine andere Denkweise. Genau. Also guck, wenn Du Nehmen wir dir das Thema vom fünfzigsten Geburtstag auf, ja. Also es gibt ja reichlich Menschen, die sich rund diesen Geburtstag nicht besonders gut fühlen. Ja, also man leidet, man hat so das Gefühl, die Hälfte meines Lebens ist vorbei.

Und hab ich all das erreicht, was ich erreichen wollte oder was muss ich noch erreichen? Und es passieren Neuorientierungsprozesse. Und für viele sind die ja schwer. Die machen irgendwie traurig, die machen orientierungslos. Und so jemand kann, glaub ich, davon profitieren, dass er einfach in soner Podcastfolge 2, 3 Impulse bekommt, die ihm helfen, seine Aufmerksamkeit anders zu setzen.

Oder bestimmte Dinge mal aus 'ner anderen Perspektive zu betrachten. Oder vielleicht einfach 'n Impuls zu sagen, ja, dann mach ich das halt, wovon ich immer geträumt habe. Das reicht ja schon. Also son Anstoß über die Folge, das wäre schon meine Idee. Es wäre schön, wenn Menschen Menschen das kriegen würden, während sie zuhören.

Ja, das ist ja fast schon eine gute Freundin, die's bei mir auch wirklich gab, die auch älter ist, die sagte, sie wird der Einfünzigste, ist wieder super. Es ist nur der 50., der einen so stresst war. Dann hat man sich dran gewöhnt. Dann hab ich Na, da jetzt komm komm ich grad raus, warte mal. Genau.

Ich hab natürlich, wenn man dich googelt, son bisschen über dich guckt, kommt man irgendwann auf den Satz, inmitten der Schwierigkeiten liegt die Möglichkeit. Der ist ja ursprünglich mal von Albert Einstein, aber der könnte eigentlich, also bei Könnte von mir sein. Glaubt. Herr Einstein. Ja, das ist das glaubst Du, ne?

Dass Schwierigkeiten eine auch 'n eine Option bieten? Unbedingt. Ich glaube, dass Schwierigkeiten die Stellen im Leben sind, die unser Lernen fördern. Also wenn alles gut ist, wenn alles easy ist, dann lernen wir nicht, wir entwickeln uns nicht weiter. Das heißt, wenn die Schwierigkeit kommt, dann beginnt der Lernprozess.

Und Und ich betrachte das Leben an sich als einen Entwicklungs- und Lernprozess und deswegen gehören die Schwierigkeiten für mich dazu. Die sind eigentlich ja fast son bisschen das Salz in der Suppe. Es gibt natürlich Schwierigkeiten, die ich in meiner Praxis sehe, wo ich sage, ja, das muss kein Mensch erleben. Das braucht wirklich niemand. Aber wenn wir jetzt so über die Alltagsthemen reden, über die ich im Podcast häufig rede, dann würd ich sagen, ja, die sind wichtig.

Das sind Entwicklungsaufgaben, die das Leben uns stellt. Und die bieten Möglichkeiten zu lernen, zu wachsen, Dinge hinzubekommen an Erfahrung. Und deswegen sind die wahnsinnig wichtig. Das find ich jetzt natürlich 'n total schönes Schlusswort. Inmitten der Schwierigkeit liegt die Möglichkeit.

Also eigentlich von Einstein, aber jetzt im Moment von Sabine belassen. Der Blick in die Zukunft. Ich hatt das ja noch mal, wir hatten ja über die Themen gesprochen, dass die, die auch nie ausgehen werden, dass die unendlich sind. Was hast Du denn noch ja für Ideen? Ich hab ja eben schon gesagt, dass ich grade an sonem Punkt stehe, wo ich noch gar nicht so richtig weiß, wo's hingeht.

Was ich jetzt just gemacht habe, ist, ich hab meinen ersten Onlinekurs rausgebracht. Ich hab mich entschieden, den Was ist ein Onlinekurs? Ein was ist ein Onlinekurs? Ja, das ist schön. Man setzt das so voraus, wenn man sich so in den Themen bewegt, ne.

Ich habe Videos aufgenommen, Arbeitsblätter erstellt und Audiodateien zusammengefügt sozusagen zu einem Onlinekurs, den Menschen buchen können, die einen Angehörigen haben, der depressiv ist. Also dieses ganze Thema Onlinetherapie, das ist grade das nimmt grade so richtig Fahrt auf, ja. Also im Gesundheitssystem versucht man jetzt, diesen persönlichen Konto Es steckt in den Kinderschuhen, aber das ist grad die Entwicklung. Und ich hab für mich gedacht, was ich sehr wenig finde, ist Unterstützung für Angehörige. Mhm.

Und ich hab die Möglichkeit, in der Praxis immer 5 Angehörigengespräche zu führen pro Therapie. Das zahlen die Krankenkassen sogar explizit mit, weil sie das für sinnvoll erachten. Und da merk ich, wie viel wie viel Leid da eigentlich ist. Also mit jemandem zusammenzuleben, der depressiv ist oder der eine Angsterkrankung hat, das ist eine ganz schöne Herausforderung für denjenigen. Und die sind oft alleingelassen aus meiner Sicht.

Und deswegen hab ich mich ganz bewusst entschieden, thematisch da ja, Hilfe anzubieten. Ob das angenommen wird, ob das funktioniert, ob das Leuten wirklich hilft, dass wir die Zeit jetzt zeigen. Aber das ist vielleicht sone Idee, die ich gerne weiterverfolgen würde, mehr Onlinekurse zu machen zum Thema Achtsamkeit zum Beispiel oder tja, zum Thema raus aus der Glücksfalle, ne. Dieser Anspruch an Glück, den wir alle mit uns tragen, ist der überhaupt gesund und könnte man nicht, wenn man sich schon davon löst, ganz andere Dinge machen. Also es sind so Themen, die meinen Kopf geistern.

Aber Du siehst, es ist wie mit dem Podcast. Es ist alles in Bewegung. Aber spannend das mit dem Onlinekurs, weil ja, auch leider bei uns im Freundes Bekanntenkreis gibt es depressive Menschen und man sieht das Leid der der Partner. Mhm. Ganz praktisch, wie lang ist denn so ein Onlinekurs?

Also wenn ich jetzt zum Beispiel zu meinen Freunden sag, hör dir das mal an oder wie viel Arbeitsblätter, also was ist das fürn Umfang? Das sind 8 Module letztendlich. Die Videos sind immer sone Viertelstunde. Dann gibt es dazu 'n bisschen Material, was man nachbearbeiten muss. Darf, muss, muss.

Tut gar keiner was im Onlinekurs, sondern es ist eigentlich eine Ergänzung für den Transfer letztendlich. Das Video ist ja noch nicht auf die letztendlich. Das Video ist ja noch nicht auf die individuelle Situation zugeschnitten. Und das ist dann das, was die Arbeitsblätter leisten sollen. Und dann gibt's eben noch 'n paar Audiodateien, die man sich anhören kann.

Teilweise auch Meditationen zum Wohlbefinden, wo man lernt über die Atmung, anders mit sich umzugehen, wenn man gestresst ist im Alltag. Also ich würd sagen, man braucht bestimmt 4 Wochen, ihn zu bearbeiten. Aber das ist wie mit der Therapie, weißt Du. Therapie findet 24 Stunden 7 statt. Die Leute glauben immer, ich geh zur Therapie und komm einmal die Woche in den Therapieraum.

Und dann erklär ich immer lang, das ist überhaupt nicht Therapie. Therapie ist der gesamte Zeitraum, in dem man sich befindet. Und diese Stunde Jetzt immer. Ab jetzt immer. Weil diese Stunde ist ja nur innehalten und draufgucken.

Aber das, was die Leute machen und so ist das mit den Angehörigen auch, die Hilfe, die sie erfahren, die erfahren sie ja im Alltag. Das heißt nonstop. Das war mir auch nicht bewusst. Also wenn man einmal anfängt, ist es, ich war jetzt in Amerika, da gab's einen Lagen. Und dann hab ich sogar, was bedeutet das?

Und die haben immer auf. Ja. Und Therapie ist eigentlich auch immer. Okay. Und nur, weil man zwischenzeitlich mal 'n Begleiter an der Seite hat, einen Therapeuten, ist die Therapie nicht zu Ende, wenn der Therapeut nicht mehr da ist, sondern es ist eigentlich 'n anderer Begriff für mich für 'n lebenslange Entwicklung, die stattfindet.

Der Onlinekurs für Angehörige von depressiven Menschen. Der ist fertig und schon zu haben und wo find ich den? Genau, den Link könntest Du auf meiner Homepage finden, Sabine Bimmler Punkt d e unter mein Angebot. Und damit die Leute sich 'n Bild machen können, wie sich das so anfühlt, weil viele haben ja noch keinen Onlinekurs gemacht, sind die ersten 3 Videos tatsächlich auch kostenlos zu sehen. Da kann man sich registrieren lassen, kann sich das anschauen.

Und erst, wenn man die gesehen hat, kann man für sich entscheiden, ja, das ist was, das bringt mich weiter. Und der Sabine kann ich folgen. Ist ja auch oft, ne, eine Frage der Zuhörerschaft irgendwie, mag ich das, wie die erzählt? Wobei man das aus meinen Podcasts wahrscheinlich auch schon beurteilen. Die ganze Zeit.

Genau. Was kostet der? 299 Euro. Ist das eigentlich ein 1 neuer Trend, dass solche Kurse entstehen? Ich glaub schon.

Also im therapeutischen Bereich gab's das bisher fast überhaupt nicht. Und da gibt es jetzt Bestrebungen sicherlich auch mit dem Hinblick auf die Kosten der Krankenkassen, die das sehr unterstützen. Gibt's in vielen Bereichen, auch in der Medizin, Onlineberatung. Genau. Eigentlich ist das 'n medizinweites Thema, dass man immer weiter versucht, das Ganze den persönlichen Kontakt zu reduzieren, weil das ja das Teure ist.

Und zu versuchen, diese ganzen Informationen über Krankheiten und so online abzuwickeln und den Kontakt zu einem Arzt oder zu einem Psychotherapeuten nur noch da zu haben, wo er wirklich nötig ist. Und das holt tatsächlich Psychotherapie jetzt auch langsam ein. Das steckt in den Kinderschuhen, aber Ich empfinde das eigentlich als sinnvoll, weil wenn jetzt dein mein Kind irgend eine Krankheit hat wie Neurodermitis, muss der Arzt ja diese ganzen Basics runterrasseln. Mhm. Und dann ist es doch schöner, das in Ruhe aufgearbeitet zu bekommen und dann wieder die persönlichen Fragen, nur noch die individuellen Fragen weiterzustellen.

Weil das Wissen ist ja erst mal wahrscheinlich für alle gleich. So individuell der Fall ist es, aber doch die der Grundumgang beispielsweise, ich hab einen depressiven Lebenspartner, erst mal für alle gleich. Das, was das wissen, was Du vermisst, ne. Genau. Mhm.

Weil die Situation vergleichbar ist. Genau. Und auch grade die Information über das Erkrankungsbild und so weiter, das ist halt, das würde ich allen ähnlich erklären. Und das war ja tatsächlich auch mit, ne, jetzt knüpfen wir son bisschen an den Anfang des Interviews an, die Idee für den Podcast. Ich hab häufig in die Psychotherapiestunden dafür nutzen müssen, den Leuten immer wieder das Gleiche zu erklären.

Weil die auch vielleicht in dem Moment grad nicht so aufnahmefähig waren oder weil sie noch nie vorher was davon gehört hatten oder weil sie sich Depressive grad nicht konzentrieren konnten. Und das bietet eben die Möglichkeit von sonem Podcast oder von sonem Onlinekurs, man kann sich das ja wieder und wieder anschauen, bis man's hat, bis man den Wissensstand erreicht hat, von dem man selber das Gefühl hat, hey, so brauch ich das, so passt das zu mir. Und deswegen, ich find diese Bestrebung auch sehr sinnvoll, weil wir dann den persönlichen Kontakt, egal ob mit Arzt oder mit Therapeut für die anderen wichtigen Dinge nutzen können, wo er wirklich notwendig ist. Wo geht denn deine Reise hin? Könntest Du dir vorstellen, mal ganz die Praxisarbeit sein zu lassen und komplett hier in deinem kleinen schönen Büro online zu arbeiten?

Oder ist genau da nach wie vor die Vielfältigkeit das, was Du möchtest? Ich glaube tatsächlich, ich bin jemand, ich brauch die Vielfältigkeit und ich mag die Arbeit mit Patienten sehr. Also ich ich das ist 1 meiner Grundmotive, Menschen zu helfen und in diesem persönlichen Kontakt erleb ich das ja. Ich kann das nur nicht so oft. Also es gibt ja Therapeuten oder so viel.

Es gibt ja Therapeuten, die die sehen 8, 9 Patienten am Tag. Und da hab ich für mich festgestellt, das bin ich halt gar nicht. Also wenn ich 4 Patienten an einem Tag habe, dann merke ich meine persönliche Aufnahmefähigkeit, mein meine emotionale Fähigkeit mitzuschwingen, die leidet dann irgendwann. Dann wird mir das zu viel. Sodass ich diese Vielfalt brauche, aber ich kann mir nicht vorstellen, die Praxis aufzugeben, nee.

Ja, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Du 'n Podcast aufgibst und deine Onlinekurse. Da hört ja sehr viel, da hör ich ja sehr viel Leidenschaft. Ja, das ist auch so, weil das sone neue Welt ist, wenn ich die mich da rein arbeite und das macht so viel Spaß. Also ich brauch immer wieder was Neues. Deswegen war ich in irgendeinem vorherigen vorherigen Leben ja auch Unternehmensberaterin und hab immer wieder neue Projekte gemacht und fand das auch super, weil immer wieder was Neues kommen muss.

Und das gibt mir eben mein Onlinedasein, das gibt mir genau diese Möglichkeit. Dann würd ich erst mal sagen, aber wir sehen uns zum zur Hundertsten Folge. Auf jeden Fall. Das ist dann schon mal notiert. Und mir hilfst Du jetzt mit 'nem guten Kaffee.

Gut, dann koch ich den. Ich hoffe, das Interview hat dir Du findest mich überall in den sozialen Medien. Nimm Kontakt auf, wenn dir irgendwas am Herzen liegt, was diesen Podcast weiterbringen kann. In diesem Sinne sag ich für heute tschüss, deine Sabine.

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