In dieser Episode von „Reif für die Couch?" tauchen wir tief in die Wim-Hof-Methode ein – gemeinsam mit Michael Nuss, zertifiziertem Wim-Hof-Instruktor, Retreat-Leiter und Autor.
Wir sprechen darüber, wie Eisbaden, Atemarbeit und Kälteexposition auf Körper, Geist und Nervensystem wirken – und warum die Wim-Hof-Methode weit mehr ist als extremes Training oder reine Willenskraft.
In dieser Folge erfährst du:
wie Kälte und bewusste Atmung das Nervensystem beeinflussen
warum Eisbaden mentale Stärke, Fokus und Resilienz fördern kann
welche Rolle Achtsamkeit und Bewusstseinsarbeit in der Wim-Hof-Methode spielen
weshalb Gemeinschaft und sichere Rahmenbedingungen entscheidend für Transformation sind
wie bewusste Kälte zu mehr innerer Klarheit und Stabilität führen kann
Michael Nuss verbindet die klassische Wim-Hof-Methode mit Achtsamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Nervensystem-Regulation. In seinen Retreats im Allgäu schafft er Erfahrungsräume, die nicht nur körperlich fordern, sondern auch emotional und mental tief wirken.
📖 Passend zur Folge:
Sein Buch „Eisbaden" – jetzt endlich auf Deutsch
Darin teilt Michael fundiertes Wissen über Kälte, Atmung und das autonome Nervensystem, ergänzt durch bewegende Erfahrungsberichte und eindrucksvolle Naturfotografien.
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Diese Folge ist für dich, wenn du:
dich für Wim Hof, Eisbaden und Atemtechniken interessierst
dein Nervensystem stärken möchtest
nach mehr mentaler Stärke, Fokus und innerer Ruhe suchst
erfahren willst, wie bewusste Kälte dein Leben verändern kann
Wenn du dir akute Unterstützung bei Angst oder starker innerer Unruhe wünschst, kannst du dir hier eine kostenlose SOS-Audiodatei herunterladen:
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Die Audiodatei hilft dir dabei:
wieder Bodenkontakt zu bekommen
dein Nervensystem zu beruhigen
aus der akuten Angstreaktion herauszufinden
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Angst ist kein Zeichen von Schwäche.
Sie ist ein Signal deines Körpers.
Wenn du lernst, deinen Körper zu beruhigen, folgt der Kopf oft von selbst.
🎙️ Viel Freude mit dem Gespräch!
Vollständiges Transkript · 9.348 Wörter · etwa 47 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
ich freue mich total michael dass du heute bei mir im podcast bist und ich kann auch mal kurz erklären warum ich mich eigentlich so freue bevor ich dir die möglichkeit gebe dich vorzustellen ich bin seit anderthalb jahren selber in einer atemtherapie ausbildung weil ich den atem so schätzen gelernt habe für mich selber und auch schon mit klienten und in diesem podcast ist dieses ganze atem thema viel zu kurz gekommen und umso mehr freue ich mich dass du heute da bist als experte unter anderem für den atem natürlich auch für kälte und für andere dinge aber ja das kam irgendwie wie gerufen und ich freue mich total dass wir uns zusammen telefonieren und das Interview machen.
Und jetzt wäre es cool, wenn du sagen könntest, wer du bist und was dich hierher führt und für welche Themen du brennst. Ja, vielen, vielen Dank. Ich freue mich jetzt auch schon sehr auf das Gespräch mit dir.
Ich bin auch ein Fan von deinem Podcast. Und ja, ich finde das ganz toll, was du machst auch. Und ja, also ich persönlich bin auf das Thema mit der Atmung und mit der Kälte und auch mit den Glaubenssätzen, wo du dich ja auch sehr viel mit beschäftigst.
Da bin ich draufgekommen, als ich selber in der Lebenskrise gesteckt habe. Und so ging das eigentlich los. Also zu der Zeit, da habe ich schon viel mit Menschen gearbeitet.
Da war ich Sozialarbeiter und systemischer Berater. Aber in meiner eigenen Krise, da ging es mir einfach nicht gut. Und das Leben hat mir dann so gezeigt, Michael, du musst ja auch mal ein bisschen mehr nach innen schauen.
Ich war da so sehr im Außen beschäftigt. und bin dann aber wirklich in Probleme reingeraten, sage ich jetzt mal, also innerlich vor allem von meinem Lebensgefühl. Und in der Zeit habe ich halt diesen Wim Hof entdeckt.
Und der Wim Hof, der ist ja so ein Niederländer, der ganz viele Weltrekorde aufgestellt hat in der Kälte. Und ja, also er hat dann zum Beispiel auch mit der Atmung gelernt, länger in der Kälte zu sein oder einen tieferen Kontakt auch zum eigenen Körper herzustellen, um dann halt auch in der Kälte gar nicht auszufrieren, sondern das irgendwie zu überstehen. Und ich habe dann bei ihm eine Ausbildung gemacht zum Wim Hof Instructor und habe das dann seitdem halt ziemlich enthusiastisch angewandt, weil ich halt schnell gemerkt habe, das hilft mir total weiter.
Also dieses Körperliche bei der Wim Hof Methode, wo man halt mit der Atmung sich mit dem Körper verbindet, aber auch durch die Kälte, ist ja auch ein starker Reiz, dass da so eine innere Kraft wachgerufen wird, die vielleicht sonst so ein bisschen im Dornröschenschlaf wartet, wenn es diesen Reiz halt nicht gibt. Und das hat mir sehr, sehr geholfen und das eine ist halt mit der Atmung, um jetzt schon mal ein kleines bisschen ins Thema einzusteigen, aber einfach von meiner persönlichen Geschichte.
Also ich habe ja auch mit Depressionen gekämpft und ich habe gemerkt, wenn ich halt diese Atemübungen mache, dann ist es wie so ein, es hilft mir sofort, dass ich ein bisschen besser mit der Sache klarkomme. Das heißt jetzt nicht, dass ich mich dann immer gleich wie ein Superman gefühlt habe, aber dass ich es einfach ein bisschen besser handeln kann. So ein Teil der Schwere war dann so ein bisschen leichter.
Ja, ich würde das gerne direkt ergänzen, weil ich auch finde, dass der Atem die einfachste Verbindung mit unserem Innen ist. Also in dem Moment, wo ich mich mit meinem Atem verbinde, gehe ich ja schon physiologisch nach innen und wenn ich es dann schaffe, dort zu bleiben, dann kann ich wahrnehmen, was da ist, was da los ist. Und wie du sagst, dann ist man nicht gleich geheilt, aber ich habe erstmal eine Möglichkeit, in aller Ruhe zu spüren, wahrzunehmen, mir anzuschauen, was ist denn da in mir gerade los, dass ich zum Beispiel sehr niedergestimmt bin oder vielleicht gerade große Angst habe.
Und der Atem ist so, ich finde es so offensichtlich, dass die Reise nach innen geht. Und ich finde, es ist auch für mich, ich nutze den ja selber im Alltag immer wieder, um mich zu regulieren und immer wieder die Verbindung aufzunehmen mit mir. Von daher kann ich das voll unterschreiben, was du sagst und wollte das nochmal so klar machen für die Zuhörer.
Ja, danke schön für die Ergänzung. Das stimmt total. Man hat es ja immer zur Verfügung.
Die Atmung ist ja eigentlich immer da. Nur manchmal vergisst man es halt. Dann ist es so im Unterbewusstsein.
aber man kann ja dann wieder einen bewussten Kontakt halt herstellen. Ja, und bei mir war das dann halt auch so, dass das eine war diese Regulation, aber das andere war auch, ich habe mal in der Ausbildung so eine Atemsession mitgemacht. Ja, die war halt relativ intensiv und auch ein bisschen länger.
Und da kamen halt sehr intensive Gefühle hoch. Das hatte ich dann gar nicht erwartet in dem Moment. Mittlerweile weiß ich natürlich ein bisschen mehr darüber, aber in dem Moment hat es mich ein bisschen überrascht.
Da kam dann so eine Traurigkeit hoch. Aber es war jetzt gar nicht unangenehm, sondern das war eigentlich eher so etwas Befreiendes und echt Heilsames, muss ich sagen. Und ja, und was Erleichterndes.
Also das eine ist halt so diese Regulation, aber das andere ist halt auch in so längeren Atemsessions, ja, dass man auch so an innere Themen halt rankommt, die dann hochkommen können und ja, im besten Fall dann auch ein bisschen geheilt werden, sage ich jetzt mal. Und auch das kann ich wiederum nur ergänzen und nochmal zusammenfassen, weil ich den Atem auch so einsetze und auch so in der Selbsterfahrung selber erlebe. Tatsächlich, also ich bin nicht über die klassische Wim Hof Methode gekommen, wobei sie ganz ähnlich ist zu dem, über was ich gekommen bin.
Das ist der verbundene Atem. So geht ja insbesondere Rüdiger Dahlke, hat sich den ja so als eins seiner Tools auch genommen, obwohl es ja schon uralt ist, diese ganze Technik. und da nutzen wir das auch genau, um dass diese ganzen Denkblockaden, diese kognitiven Blockaden, die uns oft einfach davon abhalten, an die Wurzeln zu kommen von unseren emotionalen Problemen, die schaffen wir ja über diese Energieflutung und ich weiß, dass es in der Wim Hof Technik auch so ist, da wird die ja zur Seite geschoben sozusagen und wir öffnen ein Stück weit den Kanal zum Unbewussten und dann kommt einfach hoch, was ich zeigen will.
Und in dem Moment, wo es oben ist, kann ich dann anfangen, in die Heilung zu kommen. Es erstmal zu würdigen, anzuschauen, wahrzunehmen und dann auch zu heilen. Ob mit oder ohne therapeutische Begleitung.
Ich glaube, dass unser Körper so enorme Selbstheilungskräfte trägt, dass auch verbundene Atemsessions, die ich nur alleine durchführe, ihre Wirkung haben. Und manchmal ist es aber einfach gut, jemanden an der Seite zu hören. Ja, also absolut kann ich auf jeden Fall auch so unterstreichen.
Also um vielleicht noch die Vorstellung kurz abzuschließen. Also mittlerweile arbeite ich jetzt halt als Wim Hof Trainer im Allgäu und mache hier meine Seminare. Und ich finde das halt total schön.
Jetzt sind wir schon ein bisschen eingestiegen, aber halt das auch zu verbinden, diese körperlichen Elemente, die Atmung und das Kältetraining. Kältetraining und dann öffnet sich ja was so innerlich oder man kriegt einen tieferen Kontakt und das dann zu verbinden mit der Persönlichkeitsentwicklung oder Selbstreflexion oder wie auch immer man das nennen mag. Aber ja, ich finde, das ist halt eine sehr kraftvolle Kombination, das beides so zusammenzubringen.
Ja, ich habe mir auch diesen Film angeguckt, mit dem du im Fernsehen warst, also diese Reporterin, die sich da auch der Selbsterfahrung ausgesetzt hat in deinem Kurs und habe auch noch mal gedacht, was so schön ist, ist an deinem Angebot, es ist so niederschwellig. Also man muss nicht direkt in Therapie gehen, sondern ich nehme an, dass viele Menschen auch erst mal über diesen körperlichen Reiz kommen, über diese starke Kälte in Verbindung mit der Atmung und dann spürt man plötzlich, ja, da sind aber auch Themen, die haben ganz viel mit mir, meiner Persönlichkeitsstruktur zu tun, meiner Biografie zu tun.
Also ich finde, das ist so ein schöner niederschwelliger Weg, der so ganz anders daherkommt, als ich rufe einen Therapeuten an und versuche, den zu finden. Und trotzdem geht dann das Fenster zur Persönlichkeitsentwicklung über den Körper auf. Total schön.
Ich fand auch diesen Film super. Ich werde den auch unten verlinken, dass die Leute, die jetzt so aufhorchen und denken, das könnte was für mich sein im Allgäu, dass die den sich auch mal anschauen können. Weil ich fand die Reporterin, das ist ja auch kurz und knackig und top gemacht.
da sieht man mal wie du arbeitest ich fand es total schön und kann es mir richtig gut vorstellen vielleicht komme ich auch mal natürlich dann kannst du es auch mal aus der aus der ersten perspektive sage ich jetzt mal erleben ja und genau ja es immer schöner so kälte habe ich bisher noch so ein bisschen umschifft weil es für mich schon sehr aggressiver reiz ist wobei ich unfassbar davon überzeugt bin wie gesund er ist auf meiner liste habe ja aber ich habe dich unterbrochen weil du hast erzählt dass du jetzt seminare im allgäu machst sind es ist es sozusagen ein standard seminar oder hast du auch unterschiedliche zielgruppen die du ansprichst ich habe sogar gesehen deine frau macht was für frauen speziellen ja meine frau also ich halte mal hier in die Kamera, kurz, vielleicht kann man es sehen, das ist unser Hochzeitsfoto, wie ich hier gerade den Ring im Eisbad anstecke.
Das heißt, so haben wir uns kennengelernt, also bei unserem ersten Treffen habe ich erzählt vom Eisbaden und sie war dann gleich ganz interessiert. Zu dieser Zeit habe ich in Hamburg gelebt und hatte eine Tiefkühltruhe mit eiskaltem Wasser drin, im Keller stehen oder in der Garage und die meisten Leute haben da nicht so begeistert darauf reagiert, aber sie war gleich Feuer und Flamme und wollte es ausprobieren. und so ging die Geschichte los und sie ist mittlerweile halt auch WMH-Trainerin und arbeitet halt viel mit Frauen, weil zu den anderen Seminaren ist es so gemischt und so 70-30, sage ich jetzt mal, Männer-Frauen und für die Frauen ist es halt auch schön, so einen geschützten Raum zu haben, sage ich jetzt mal, wo man das halt im Frauenkreis erleben kann und das macht sie.
Ja, und jetzt zu dir jetzt nochmal zurück, also du machst einerseits die gemischten Kurse, aber hast du auch, Also würdest du zum Beispiel auch mit Kranken Eisbaden machen, die vielleicht chronische Vorerkrankungen haben oder Schmerzerkrankungen? Oder ist das eher ein Angebot für Leute, die prinzipiell recht fit sind, aber die vielleicht eher so in Richtung Persönlichkeitsentwicklung unterwegs sind? Also tatsächlich beides.
Das finde ich auch das Schöne. Also da kommen auch in den Seminaren wirklich ganz unterschiedliche Leute zusammen. Ich würde sagen, was alle verbindet, die kommen, das sind schon Leute, die ein bisschen einen offenen Geist haben oder bereit sind, was auszuprobieren, was eigentlich so ein bisschen unkonventionell ist.
Und das bringt dann wirklich interessante Konstellationen zusammen. Also ich habe dann teilweise Leute, also relativ viele Geschäftsführer auch, die halt viel Stress haben und dann halt nach was suchen, wie sie jetzt sozusagen in relativ kurzer Zeit auch sich selber regulieren können und wirklich was Gutes für die Gesundheit tun können und den Stress ein bisschen abzubauen. Und dann aber auch kommen Leute, die tatsächlich gerade unter Depressionen leiden oder Leute mit Schmerzerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen.
Und zu einem gewissen Grad geht es gut. Also wir machen ja auch manchmal solche Wanderungen auf Berge hoch, oberkörperfrei, das machen wir dann in den längeren Kursen. Und ja, da hatten wir auch schon einen älteren Herrn dabei, der 68 war zu dem Zeitpunkt mit Parkinson und der ist vorausgelaufen.
Wo man halt allerdings ein bisschen aufpassen muss, ist jetzt zum Beispiel, wenn man starken Bluthochdruck hat. Weil halt das Eisbaden, die Spitzenwerte vom Blutdruck, die gehen dann noch weiter hoch. Und wenn der eh schon relativ weit oben ist, dann sind diese Spitzenwerte dann für manche Leute vielleicht ein bisschen riskant.
Also da muss man dann so von Person zu Person schauen, was die so haben und mitbringen. Oder wenn man jetzt gerade eine Herzoperation hinter sich hat, sollte man dann natürlich auch ein bisschen vorsichtig sein. Okay, das heißt, wenn ich bei euch buche, dann nehmt ihr auch Kontakt mit mir auf und klärt sozusagen, ob ich gerade fit genug bin oder ob es irgendwelche Kontraindikationen gibt.
Genau, also es gibt dann so einen Fragebogen, den füllst du aus und wenn es bei irgendwas unklar ist, manche Sachen sind sehr klar, aber wenn es so ein Graubereich ist, dann führen wir ein Gespräch und dann gehst du von da aus weiter. Ja, und wo du das gerade sagst, da kommen ganz unterschiedliche Leute zusammen. Also das fand ich auch sehr schön in dem Video.
Die soziale Gemeinschaft, also das gemeinsam diese Challenge bewältigen, ist ja total wichtig. Es ist auch eine Erfahrung von Gemeinschaft, die da stattfindet in den Seminaren. Ja, total.
Also das ist auch ein echt wichtiger Aspekt, weil man kann diese Übungen auch alle gut zu Hause machen, sage ich mal, jetzt die Atemübungen oder in die Kälte zu gehen. Aber durch diesen sozialen Aspekt kommt einfach noch eine Ebene dazu, die auch ganz, ganz entscheidend ist, finde ich. Also sowohl bei den Atemübungen, das merkt man dann, selbst wenn ich mit meiner Frau zusammen atme, dann merke ich, das geht tiefer, als wenn ich das nur alleine für mich selber mache.
Ich weiß nicht, woran es liegt. Also ich vermute, die Nervensysteme, die kommunizieren ja einfach auch miteinander. Und wenn jetzt eine Person dann so in die Tiefe geht und nach innen schaut, das kriegt man irgendwie mit.
Und da geht für einen selber die Tür auch eher auf. So nehme ich das zumindest wahr. Genau, und bei der Kälte ist es auch so, das sagen mir die Teilnehmer immer wieder, Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann, aber durch diese Kraft der Gemeinschaft bin ich viel, viel weiter gekommen, als ich eigentlich gedacht hätte.
Und das Dritte ist dann halt noch der Austausch Also wie gesagt manchmal erwarten das die Leute gar nicht dass dann so innere Themen hochkommen die man sich halt auch austauscht dann nat in der Gruppe Und das bereichert dann auch die anderen wirklich zu h Hey was ist denn wirklich in den anderen Menschen los Weil wenn man die so in der U-Bahn sieht, dann denkt man mal gar nicht, dass die so ein reiches Innenleben haben und auch irgendwelche Probleme. Und das ist immer das bringt immer sehr, sehr stark zusammen.
Ja, ich finde, das ist mir mittlerweile so ein Anliegen geworden, weil ich finde, wir sind eine so vereinsamte Gesellschaft geworden und viele Dinge lassen sich in Gemeinschaft, wenn Menschen zusammenkommen, im Gespräch, im gemeinsamen Erleben, so viel leichter bewältigen und tragen. Ich sehe das halt auch immer in meinen Gruppentherapien. Da gehen so ganz andere Fenster auf, auch von Unterstützung und Getragenwerden.
Und ich weiß gar nicht, warum die Menschheit sich da irgendwie auf diesen Weg des, ich sag mal, Alleinewohnens, Familie abkoppeln und dieses ganze soziale Thema wird bei uns so weggeschoben. und es ist aber für unsere Psyche so wichtig und deswegen finde ich so ein Seminarangebot, wo man so eine krasse Sache macht und dann noch diese Gemeinschaft nochmal wieder erlebt, das finde ich einfach super vom Konzept. So, warum sollte das denn jeder in seinem Leben mal machen, was denkst du?
Also super Frage, aber ich weiß gar nicht, ob es jeder im Leben mal machen sollte. Ich denke halt, wenn man sich das wünscht, diesen tieferen inneren Kontakt, dann ist es halt einfach sehr, sehr effektiv, jetzt diese Atemübungen oder halt auch die Kälte. ja und ich denke auch du hast jetzt ja einen so einen Aspekt angesprochen, ja diese diese Vereinsamung, sag ich mal oder diese Tendenz gesellschaftlich zur Isolation ich glaube das ist auch ein ganz ganz großer Aspekt davon dass viele Leute so gestresst sind weil es entspannt uns ja auch, in Gemeinschaft zu sein oder wirklich halt in Beziehung zu sein, in nähernder Beziehung natürlich halt aber dieser Faktor, dass halt der Stress so hoch ist, das sehe ich auch wirklich in den Seminaren, die Leute, die zu mir kommen, eigentlich alle sind echt gestresst.
Und wenn man halt, ja, wenn man sich selber gerne hat, sage ich jetzt mal, dann ist es halt wichtig, sich darum zu kümmern. Also ich sehe das dann halt auch immer im Laufe der Zeit von der Körpersprache her oder von der Körperspannung her, wie da wirklich was weich wird und wie da so eine innere Entspannung halt einfach entsteht. Und das fühlt sich einfach gut an und ist total gesund, aus dieser Anspannung herauszukommen.
Ja, und ich kann das beides so unterschreiben. Also es ist einmal, wenn man in diesem Stress läuft noch, in dieser sympathischen Übererregung, ein relativ starker Reiz fürs Nervensystem, der wie so eine Unterbrechung bilden kann, dass man sich danach vielleicht wieder neu sortiert, besinnt und das Nervensystem das auch ganz physiologisch tun kann. Und ich finde für die Menschen, die so erschöpft schon sind, also die lange in diesem Stressmodus gelaufen sind und die dann in die Erschöpfung fallen, ist das halt wie so ein Aufweckreiz.
Das versucht man ja in der Depressionsbehandlung jetzt übrigens auch mit Ketamin, also eher so eine Halluzigenendruge, die Leute wieder aufzuwecken. Und die hat natürlich ordentliche Nebenwirkungen. Und Kälte und diese tiefe Atmung, diese Energieatmung, nenne ich sie mal, die können das ohne Nebenwirkung machen.
Die Natur hat uns das einfach die Fähigkeit zur Regulation mitgegeben. Also deswegen, ich finde sowohl, wenn man gestresst ist, als auch wenn man schon in dieser Erschöpfungsdepression hängt, kann das so viel für einen tun und ich mag den Begriff total, wenn man sich selber lieb hat. Ich würde mir wünschen, dass auch das wieder mehr in der Gesellschaft Einzug hält, dass die Leute einfach besorgter und liebevoller auf sich selbst schauen.
Dann habe ich hier eine schöne Möglichkeit, das zu praktizieren und eben noch mit Gemeinschaft zu verbinden. besser kann man die frage wieso sollte das jeder jede tun nicht beantworten ich möchte noch gern was zu dem sagen was jetzt gerade erwähnt hast weil ich glaube das ist auch was ganz wichtiges jetzt bei den depressionen also mir selber ging das halt so als ich da so ein bisschen drin steckte dass man steckt ja in so gedankenschleifen halt auch drin und dieser starke reiz von dem zu tatsächlich auch vom Atmen, aber auch von der Kälte eigentlich noch mehr.
Wie du es gesagt hast, das unterbricht es so ein bisschen, weil es so körperlich ist. Und dieses Kopfkino, wo man denkt, das ist die ganze Welt, das wird dann mal kurz unterbrochen. Und der schöne Nebeneffekt ist, also erstens hat man das Gefühl, ich bin stark.
Also ich habe Kraft. Ich gehe in das Eismat und ich kann was Intensives auch aushalten. Das bringt schon mal so ein Selbstbewusstsein.
Weil da hat ja auch jeder Normalsterbliche auch erstmal ein bisschen eine Überwindungs, muss sich ein bisschen überwinden. Und da merkt man, ich kann mich auch überwinden, ich bin stark. Und das zweite, was kommt, das kommt dann so ein Hormoncocktail.
Das ist gar nicht zu vermeiden, wenn man jetzt dieses Eisbad macht, gerade zusammen in der Gruppe und dann gibt es noch eine Trommel, dann kommt man wieder raus, man fühlt sich einfach fantastisch. Das sieht man auch so schön in dieser Dokumentation mit der Reporterin, wie sie aufstrahlt danach. Genau.
Und dieses Fenster, also gerade wenn man so Depressionen drinsteckt und immer denkt, es ist alles negativ und dann gibt es dieses Fenster, wo man merkt, ah, mir geht es gut. Es ist alles okay, also ich kann mich auch gut fühlen. Das war für mich ganz, ganz wichtig.
Also das zu erleben und das dann immer mehr auszubauen halt. Ja, dass man mal kurz das Fenster aufmacht und ein bisschen Licht reinlässt. Ja, das würde ich gerne auch nochmal damit bestätigen, dass ich ja lange Zeit nur gesprächstechnisch mit meinen Klienten gearbeitet habe und ich immer wieder das Gefühl hatte, das reicht irgendwie nicht.
und dann bin ich dazu übergegangen, dass ich schon immer Physiotherapeuten und Osteopathen mit ins Boot geholt habe, habe ich irgendwie gedacht, ja, aber ich rede ja immer noch die ganze Zeit und ich kann ja viel über dieses Kopfkino, das du beschrieben hast, reden und kann versuchen, das zu entkräften und zu reframe und zu relativieren und das hat bestimmt auch alles eine Berechtigung, aber wenn der Körper weiter hängt in diesem Zustand des Nervensystems, dann ist es so mühselig.
Und mittlerweile habe ich von einem Psychiater, bei dem ich auch eine Fortbildung gemacht habe, also diesen Satz geklaut, reden reicht nicht. Also ohne den Körper kann Psychotherapie, und das ist meine Haltung mittlerweile, nicht mehr funktionieren. Und Kälte und Atem ist halt, wie du richtig sagst, was, das können wir uns relativ schnell selber besorgen.
Also wir können das in Gemeinschaft erleben, aber wir können auch hinterher, so wie du es gemacht hast, ich meine, es gibt ja mittlerweile Eiswannen für die Badewanne, wo man einfach kaltes Wasser reinkippen kann und da auch stehen lassen kann mit Eiswürfeln. Es steht mir auch hinterher zur Verfügung, auch wenn ich das Seminar bei dir gemacht habe, das erlebt habe, ich kann das weitermachen. und vielleicht kommen ja auch irgendwo wieder mehr Kneippbecken und solche Geschichten raus ich meine, das gab es ja alles mal, aber das ist ja auch alles abgeschafft und der hat ja auch schon gewusst, wie wichtig Kälte ist ja, also ich bin so bei dir, das kannst du gar nicht glauben, wie sehr du mir aus dem Herzen sprichst ja, also darf ich auch noch dazu was sagen, also ich finde, das ist ein super Zitat also reden reicht nicht, ich habe auch bevor ich mit der Wim Hof Methode angefangen habe, drei Jahre lang Psychotherapie gemacht, also einfach Gesprächstherapie.
Und wie du es gesagt hast, das hat schon auch irgendwie, ja, es hat schon auch so ein bisschen seine Berechtigung, aber ich bin nie richtig in diese Tiefe gekommen. Aber was ich jetzt halt auch gemerkt habe, Eisbaden allein reicht auch nicht. Also, weil viele hören halt von der Wim Hof Methode und das ist ja auch dieser Slogan, gesund, stark und glücklich.
Aber ich denke, wenn man halt diese inneren Themen sich nicht wirklich anschaut und innerlich sortiert, diese Glaubenssätze, die einen so antreiben. Und dann kann ich immer Eisbaden gehen, aber selbst das kann ich auch aus einem Antrieb machen, dass ich es richtig machen will oder Performance oder Leistung erbringen. Und dann kann das auch sogar destruktiv sein.
Also ich finde halt die Zusammenarbeit von diesen körperlichen Ansätzen, aber auch dieses Reflektieren über die eigene Innenwelt, das ist halt, ja, das finde ich halt das Effektivste. Also Eisbaden allein reicht auch nicht. Ja, genau.
Das unterscheidet dich ja auch so ein bisschen, weil ich habe auf deiner Homepage und in deinem Buch jetzt tatsächlich nicht diesen Schwerpunkt wahrgenommen. Es gibt ja auch die Leute, die diese Methode anwenden, um Sportler richtig fit zu machen. Also Leistungssteigern, gesund, stark und glücklich und mehr leisten.
Und das unterscheidet dich ja, weil du tatsächlich, glaube ich, den Schwerpunkt eher auf diesen Weg nach innen legst, oder? Ja, also das finde ich auch. Also mir liegt das auch sehr, sehr am Herzen, weil jetzt zum Beispiel in diesen Seminaren mir ist es auch ganz wichtig, auch die eigenen Grenzen zu hören.
Also das sage ich eigentlich immer als allererstes oder eins der ersten Sachen in den Seminaren, wenn du merkst, es ist irgendwie gerade jetzt zu viel für dich, nur weil die Gruppe drin ist und du merkst aber für mich ist jetzt gerade eine Grenze erreicht, genauso bei diesen Atem-Sessions, dass es immer auch total okay ist, einfach früher rauszugehen oder das zu machen, was, ja, wo, wo du willst. Ja, dass man halt gut auf sich achtet, um halt sich jetzt nicht anzutrainieren, auch mit der Kälte oder mit den Atemtechniken, einfach über die eigenen Grenzen hinweg zu gehen.
Also genau, dass man aus diesem Leistungsaspekt rauskommt. Aber das heißt nicht, dass ich mich auch die ganze Zeit nur aufs Sofa setze, weil das tut mir auch nicht gut. Nee.
Also, ja. Ich habe auch noch, mir klingt noch was nach, was du ganz am Anfang gesagt hast, über deinen eigenen Weg. Du hast gesagt, ich war so viel im Außen und als es mir nicht gut ging.
Und das ist tatsächlich auch was, was ich auch ganz häufig habe, dass ich Menschen treffe, die sich darin erschöpfen, dass sie ihre Aufmerksamkeit eigentlich immer die ganze Zeit im Außen halten. Und das, was du sagst, auch dieses aus sich aufpassen, das bedingt ja wieder das, was der Atem möglich macht, nämlich nach innen zu gehen. Weil für viele unserer emotionalen Zustände liegt die Lösung im Innen.
Die werden wir im Außen nie finden. Die finden wir letztendlich auch nicht im reinen kalten Wasser. Die finden wir aber, wenn wir anfangen reinzugehen in uns mit unserer Aufmerksamkeit und da wahrzunehmen, was ist denn da.
Was war denn die berührendste Geschichte, die du so, oder die berührendste ist immer blöd, der Superlativ, aber was war denn so eine schöne berührende Geschichte, die du mal erlebt hast mit einer Teilnehmerin oder einem Teilnehmer? Also da gibt es total viele, weil ja, da passieren ganz, ganz viele berührende Sachen. Also aber eine Sache, die mir jetzt als allererstes einfällt, war halt auch eine dieser Wanderungen, die wir gemacht haben.
Und da war, das war dieser ältere Herr, ich weiß auch, ich darf seinen Namen sagen, der Hans. Und ja, wir liefen dann morgens los, da war es noch dunkel. und waren dann schon so ein bisschen im Wald und sind durch den Schnee halt hochgestapft und er hatte halt zu kämpfen.
Und ja, ich hab dann halt für mich war es relativ offensichtlich, dass er eigentlich jetzt gar nicht in einem Kampf mit der Kälte ist, sondern eigentlich in einer emotionalen Schwierigkeit. Und hab ihn das halt auch gefragt, wie es ihm halt geht und so. Und dann hat er sich geöffnet und gesagt, ja, für ihn ist das immer schwierig, wenn er die Situation nicht kontrollieren kann, weil er das halt aus der Kindheit kennt.
Und ich habe ihn dann halt so, das war dann so eine Intuition, ich habe ihn dann halt einfach in den Arm genommen. Er hat dann tatsächlich angefangen zu weinen. Die ganze Gruppe hat das dann halt auch so mitgekriegt.
Alle haben gewartet und es einfach so bezeugt. Und er hat gesagt, für ihn war das dann dieser Game Changer, so gesehen zu werden und akzeptiert zu werden, auch in seiner Schwierigkeit. Und dann ist er ohne Probleme den Rest des, Berg ist hochgegangen und war sogar richtig euphorisch.
Das war zum Beispiel jetzt so eine Geschichte, die mir dazu einfällt. Ja, manchmal braucht es nicht mehr, als dass jemand, der so in Schwierigkeiten ist, einfach nur, wie du sagst, gesehen wird und gehalten wird und getröstet wird. Und das darf einfach so sein.
Man darf seinen Struggle haben, wenn man morgens im Dunkeln durch den Schnee mit nacktem Oberkörper nach oben auf den Berg schlaft. Ja, das ist auch okay. genau ja schön ja da werde ich auch mal was fragen ja bitte und zwar du machst jetzt die ausbildung mit der verbundenen atmung und ich vermute mal also ihr macht ja dann auch selber solche atem sessions viel wie war denn da für dich so der prozess mit diesen atem übungen oder was ja wie Wie hast du das so empfunden, da durchzugehen?
Ah das war pfuh meine erste Session war also ich bin sozusagen gesandt worden mir hat jemand gesagt eine sehr liebe Freundin geh da mal hin das musst du machen Und bei meiner Ausbilderin gab es so einen Tag der offenen T und ich bin bei sowas immer relativ unbedarft und bin dann dahin marschiert und habe sozusagen in Gemeinschaft meine erste verbundene Atemsession erlebt und ich empfand es als super beängstigend am Anfang, weil der Körper ja so viel macht, also von Krampfen, von Krampfen der Hände, von körperlichen Symptomatiken, die sich zeigen, das Kribbeln ist ja noch das Angenehmste, Aber da war so viel los in meinem Körper, dass ich gedacht habe, um Gottes Willen, was ist das hier?
Ich fand, die hat eine sehr schöne Ansprache gehabt, weil die immer sagte, ja, ihr werdet bestimmt jetzt auch ein bisschen Angst empfinden und so. Und ich verspreche euch, es kann gar nichts Schlimmes passieren. Bleibt einfach dabei und atmet dahin.
Wo immer es blockiert, wo immer es krampft, bleibt dabei, atmet dahin. Und das ging dann für mich mit dieser Stimme, auch mit dieser Ansage im Vertrauen zu bleiben. und dann entsteht ja so ein, also bei mir ist dann so ein Zustand irgendwann der Ruhe entstanden.
Also nachdem sich verschiedene Bilder gezeigt hatten und ich auch weinen musste, ganz viel emotionale Aktivierung da war. Aber das hat ja so jeder auf seiner Matte gemacht und es gab auch mehrere Betreuer dabei, die sind dann auch gekommen, haben einem die Hände gehalten und dann irgendwann stellte sich so eine Ruhe ein, weil dieser Prozess, in dem ich dann da war, erst mal vorbei war. Und diese Ruhe, die war dann gegenüber der Angst am Anfang so erfüllend schön, ich kann das gar nicht anders beschreiben, dass dann für mich auch klar war, okay, alles klar, das muss ich lernen, weil das möchte ich weitergeben an meine Klienten.
Weil das war sozusagen das Gegenteil von dem, was ich beruflich bis dahin gemacht habe. Es war ein bisschen wie Heilung ohne Sprechen. und dann habe ich gedacht, okay, das brauche ich auf jeden Fall auch als Zugang, gerade für die sehr verkopften Menschen, die, wie du das auch beschrieben hast, immer weiter da drin hängen, aber das war hochemotional, viele Bilder, die mich erreicht haben, mit denen ich nicht gerechnet habe und ich fand es total wichtig, jemanden bei mir zu haben, der mir als Person eine Sicherheit und einen Halt gegeben hat.
deswegen kann ich mir auch nur vorstellen so was wie mit der kälte nur zu machen mit jemandem zum beispiel wie dir wo ich wirklich weiß okay da passt jemand auf mich auf sonst könnte ich mich da gar nicht darauf einlassen glaube ich ja das war meine erste session und das wiederholt sich dann jetzt in jeder selbsterfahrung in unterschiedlichen intensitäten mit unterschiedlichen emotionalen Themen, die hoch ploppen, weil auch ich in meinen 50 Jahren ja schon jede Menge angesammelt habe, was da noch so liegt aus meiner Biografie und was trotz Selbsttherapie im Rahmen der Ausbildung einfach noch nicht angeguckt wurde, nicht gewürdigt wurde, noch nicht geheilt wurde.
Ich glaube, da bin ich auch nicht mit fertig, wenn ich irgendwann von diesem Planeten mich verabschiede. Kann man immer weiter aufräumen. Ja, genau.
Persönlichkeitsentwicklung, so nenne ich das mal. Therapie ist für mich Persönlichkeitsentwicklung. Nur dass wir an sehr leidvollen Punkten gerade arbeiten, hört doch nie auf.
Es kommt doch immer wieder, offenbart sich sozusagen die nächste Ebene, die noch da ist. Das nächste Thema, was noch gesehen werden will. Total.
Ich bin noch neugierig dazu, weil du hast ja eine intensive Ausbildung und einfach sehr viel Erfahrung mit diesen inneren Themen. Und jetzt würde mich interessieren, in dieser Atemsession, wenn dann diese Heilungsprozesse ohne Reden, so wie du es beschrieben hast, passiert sind, war das dann für dich, also ist es dann so spontan einfach passiert oder war das auch irgendwie hilfreich, dass du diese Konzepte und dieses innere Wissen einfach hattest? Oder beides?
Das ist eine komplexe Frage, Michael. Entschuldigung, ich bin neugierig. Ja, nee, ich kann das verstehen, aber ehrlich gesagt, ich habe nicht viel gedacht.
Aha, also eher sehr spontan passiert. Ja, genau. Ich habe mich eher tatsächlich auf den Prozess eingelassen und das konnte ich vielleicht, weil ich natürlich durch meine ganze Ausbildung auch, ich habe viel Familienaufstellung auch gemacht in der Selbsterfahrung und so.
Also ich habe keine Angst vor Emotionen. Ich glaube, das hat mir geholfen. Ich bin ja mittlerweile ein echter Fan von Emotionen.
Und wenn ich die Sabine von vor 20 Jahren angucke, die war auch noch sehr kontrolliert und sehr zu, was das emotionale Thema betrifft. und mittlerweile denke ich nie jede emotion die sich im körper also jede energie die sich bewegt so stelle ich das immer da jede emotion ist gut also das ist immer heilsam für den körper für das nervensystem wenn da was in den fluss kommt und ich glaube dieses wissen hat mir geholfen da rein zu gehen und mich auch nicht vor den emotionen die da auftauchten zu fürchten ja das glaube ich Aber so richtig kognitiv gearbeitet dabei habe ich nicht.
Ja, das finde ich total schön, weil das spricht ja total dafür, für diese Intelligenz innen drin, dass wenn man jetzt so tief atmet, der Kopf mal ein bisschen ausgeschalten wird, aber es ist viel Energie eigentlich im Körper, dass dann ganz automatisch diese inneren Prozesse passieren. Und ich finde es eigentlich logisch, weil wenn man jetzt zum Beispiel eine Wunde hat, dann heilt der Körper sich ja auch automatisch. Also diese Intelligenz ist ja drin.
Und warum soll es dann bei psychischen Sachen nicht so sein? Also ich glaube, dann oftmals stehen wir einfach mit unseren Gedanken einfach ein bisschen im Weg. Und dann ist eigentlich eher das Wichtige halt dieses Loslassen und das Geschehen lassen, dieses inneren Prozesses.
Ja, das ist eh mittlerweile mein Credo. Also ich glaube, dass unser Verstand ein großartiges Tool ist, wenn es darum geht, ganz konkrete Probleme zu lösen, die eine Rationalität erfordern. Also wenn du jetzt ein neues Seminarkonzept entwickeln willst oder einen Artikel schreiben möchtest oder ein Buch, dann brauchst du auch deinen Verstand.
Das kannst du nicht alles erfüllen. Keine Chance. Aber für die ganzen emotionalen Themen und für die Dinge, die wir in uns tragen, Verletzungen aus der Biografie und so weiter, da halte ich unseren Verstand mittlerweile eher für hinderlich in der Heilung, weil wir uns so reindenken können in bestimmte Dinge und uns da so festbeißen können, dass der Körper gar nicht machen kann.
Der kann überhaupt nicht, die Wunde kann nicht zuwachsen. Und deswegen bin ich da, ja, also ich bin da komplett bei dir. Man braucht da nicht den Verstand, um emotionale Themen zu heilen.
Das braucht man nicht. Ja, halt vielleicht dann, um diese Glaubenssätze zu verstehen, die so auch damit verknüpft sind und das nochmal zu reflektieren. Aber jetzt einfach dieses emotionale Heilen, das passiert dann einfach, wenn man loslässt.
Genau, das passiert und deswegen finde ich es manchmal aber auch gut, eine echte Begleitung zu haben. Also ich habe auch immer wieder 1 zu 1 Atemsitzungen, die ich selber nehme, die sehr hilfreich sind, weil da ist man ja trotz der tiefen Atmung und so, kriegt man ja immer wieder Fragen gestellt und spiegelt das zurück. und dann kommt man ja manchmal an, dass der andere dann sagt, oh, das ist aber ein tiefer Glaubenssatz, der da drin ist, also wie ich darf keine Fehler machen oder sowas.
Und das ist aber ein belastender Satz. Was machen wir denn jetzt damit? Was braucht denn dieser Teil in dir, der da so eine Angst hat, Fehler zu machen?
Und dann entwickelt man ja in dem 1 zu 1, also so arbeiten wir zumindest, einzelne Lösungen für die Glaubenssätze. Aber ich atme eben auch total gern in der Gruppe, wie du das vorhin gesagt hast, das ist halt energetisch nochmal ganz anders. Also das sind glaube ich wirklich die Nervensysteme, die sich verbinden, die so eine Art Gleichklang kriegen, wahrscheinlich Spiegelneurone, die alle mit beteiligt sind.
Da passiert ja viel mehr in dem Raum, wenn mehr Menschen da sind. Jetzt bin ich aber auch neugierig, was war denn in deiner Atemkarriere so eine wichtige Sitzung oder ein besonders einprägsames Erlebnis für dich? Also, das ist jetzt wirklich ein sehr persönliches Thema, aber ich erzähle es trotzdem, weil es mir auch im Herzen liegt, dieses Thema mit dem Loslassen, was du jetzt gerade gesagt hast.
Und ich schreibe da auch viel im Buch drüber, weil in der Kälte kann man das halt wirklich sehr direkt üben. Also es kommt ein sehr intensiver Reiz, es gibt auch einen Teil in mir, der sich dagegen sträubt, aber das Einzige, was wirklich hilft, das eigentlich loszulassen und dem Körper zu vertrauen und dieser inneren Kraft, dieser inneren Lebendigkeit. Und ich habe halt gemerkt, bei diesen emotionalen Prozessen hat es mir sehr, sehr geholfen, das zu lernen, dieses loszulassen in der Intensität.
Und ich hatte dann, ich habe ein Modul besucht von der Ausbildung von Holotropic Breathwork. Gibt es ja unterschiedliche Richtungen, aber ich war dann bei der Holotropic Breathwork und da ist es auch so, dass man da sehr eng unterstützt wird von Leuten, dass Leute einem den Raum halten sozusagen. Und diese Kombination von dem tiefen Atmen und einem gut gehaltenen Raum, so wie du es ja auch schon gesagt hast, dass da jemand ist, das hat dann bei mir halt dazu geführt, dass halt was sehr, sehr Tiefes hochgekommen ist aus der Jugendzeit und das war ein Missbrauch.
Und den hatte ich eigentlich, ich wusste irgendwie schon, dass das passiert ist, aber die emotionale Intensität, die habe ich komplett unterdrückt. Also das war halt einfach so ein intensives Erlebnis, dass ein Teil von mir mich davor beschützt hat, das überhaupt hochzulassen. Und ich habe auch den Eindruck, dass gerade bei solchen intensiven Sachen das Nervensystem auch eine gewisse Kraft braucht, um das überhaupt anschauen zu können oder eine gewisse Stabilität.
Und mir scheint es so, dass dieses Eisbaden mein Nervensystem in einen Zustand gebracht hat, dass ich überhaupt in der Lage war, mir das anzuschauen. Und für viele Leute, glaube ich, bleibt es auch unterdrückt, weil das ist ein Schutz, der auch gut ist, dass sie nicht überflutet und überfordert sind. Von dem emotionalen Schmerz, der wirklich einfach so intensiv sein kann.
Und in dieser Session habe ich halt dann auch komplett losgelassen und habe mir das dann anschauen können und konnte dann halt auch in Frieden damit finden, ah, so war das, das ist passiert und jetzt ist es vorbei. Und um das akzeptieren zu können, da hat es für mich einfach dazugehört, halt das wirklich zu spüren, wie sich es eigentlich angefühlt hat, was ich damals halt nicht fühlen konnte. Ja, danke, dass du das hier teilst erstmal.
Und das kann ich total verstehen. Also tatsächlich diese traumatischen Erfahrungen, die spaltet unser Körper und unsere Seele ja aus gutem Grund ab, weil es einfach zu viel ist. wenn unser System weiß, das kann ich gerade nicht verarbeiten, dann hat es diese Fähigkeit, diese Sachen wegzupacken.
Und man weiß wirklich manchmal nicht, dass einem das passiert ist. Man ahnt vielleicht immer mal wieder so, da ist irgendwas, aber man kann das gar nicht sehen. Ich meine, unser System bei Dissoziation kann es sich als Person komplett abspalten.
Was ja eigentlich total raffiniert ist. Das ist genial. zeitpunkt gekommen wo ich sag mal das system ja körper seele geist so entscheidet und jetzt jetzt sind genug ressourcen da jetzt können wir da mal hinschauen und mal spüren was war da eigentlich genau das braucht ja dieses hinschauen und dieses nachspüren damit es dann sozusagen vom nerven system wie verarbeitet werden kann weil es hängt ja irgendwo es hängt ja wie so ein geschwür ist immer so ein doofes bild aber es hängt irgendwie wie so ein klumpen im system und wenn ich den dann anschauen dann kann der sich langsam auflösen und kann sozusagen vom körper wie abgetragen werden und so dann heilen ja deswegen das ist so ein kraftvolles tool was da zur Verfügung steht.
Atem, starke Reize wie Kälte und Menschen um einen rum, die einem Sicherheit geben und die einen halten. Das hat der Wim Hof so schlecht nicht gemacht, finde ich. Ja, absolut.
Also der hat da wirklich was entdeckt, was halt sehr effektiv ist, was man auch auf unterschiedliche Art nutzen kann, wie du gesagt hast. Man kann das machen zur Leistungssteigerung, aber wie gesagt, halt auch wirklich, um sich besser selber kennenzulernen, lernen und es gibt noch so geheime weitere zutaten die ich auch ganz wichtig finde und das sind also es noch so das ist ja auch eine ganz alte sache nicht zum beispiel musik das benutzen wir auch bei den seminaren ganz viel auch bei den atem reisen die musik die bringt dich halt auch ein bisschen mehr aus dem kopf raus in diesen in diese emotionale ebene die man die versteht man kann man auch verstehen aber das macht nicht so viel Spa sondern wenn man sie sp wenn man sie f und dann kommt, hilft es halt auch in diese Verbindung zu kommen, ja.
Genau, du hast ja vorhin schon gesagt, Trommeln spielen eine Rolle. Ja, Trommeln, Gitarren. Genau, Gitarre hattest du in dem Film, habe ich auch gesehen, warst du auch mit der Gitarre unterwegs.
Ja, genau. Wir kooperieren auch immer mal wieder mit Musikern hier aus der Gegend. Da gibt es eine tolle Hangdrum-Spielerin zum Beispiel und so weiter, tolle Sängerinnen und das hilft dann halt einfach, um in dieses Gefühl zu kommen.
Ja, genau. Es wird tatsächlich bei uns auch so gemacht, dass es oft gerade diese Gruppenatem-Sessions einfach durch einen Trommelrhythmus begleitet werden, durch eine Musik, die auch das Atmen ein bisschen leichter macht und die einen eben aus dem Kopf rausholt. weil das ist ja glaube ich auch das, was sowohl in der Kälte als auch bei euch beim Atmen passiert, der Kopf der Leute will ja manchmal nicht, also es bleibt ja wahrscheinlich, bevor ich in dieses Eisbad eintauche, ganz lange bei, also ich bin jetzt auch so in meiner Projektion, wie wäre das bei mir, mein Kopf wird, ich würde da stehen und der Kopf sagt immer, nee, das geht nicht, nee, das kannst du nicht machen, nein, das schaffst du nicht, nein, das geht nicht, nein, das schaffst du nicht, nein, das machst du nicht, so der hört ja irgendwie nicht auf und Und da tatsächlich nochmal so einen Gegenreiz zu setzen, damit er aufhört, ständig zu denken und einfach loszulassen und in dieses Vertrauen zu gehen, einzutauchen und das zu schaffen.
Das heißt, ihr habt auch tatsächlich ein Herz für Menschen, die mit psychischen Themen kommen, die mit starken Stress- oder Erschöpfungssymptomatiken kommen. Und es geht nicht nur um Kälte und Atmen, sondern es geht auch um Unterstützung und sich kümmern und jemanden gut aufheben. Vor allem darum.
Also ich finde, die Kälte und die Atmung, das sind halt Werkzeuge. Aber die eigentliche Heilung, das passiert nochmal auf einer anderen Ebene. Und das ist, glaube ich, das Zwischenmenschliche.
Aber klar, die Kälte und die Atmung, die sind schon auch hilfreich, sage ich jetzt mal. Aber das Zwischenmenschliche ist im Endeffekt, glaube ich, wirklich das Allerwichtigste. Das Wichtigere.
Und du hast vorhin von Geheimzutaten gesprochen, du hast Musik genannt. Gibt es noch was? Ja, also eine Sache, die ich halt auch noch erwähnen will, ist halt einfach die Achtsamkeit.
Also ich nenne es auch manchmal achtsames Eisbaden im Vergleich zu dieses, ich will mich abhärten. Das stimmt ja auch. Da schreibe ich ja auch sehr viel drüber über die Effekte auf das Immunsystem und so weiter und die körperlichen Effekte.
Also das passiert ja schon auch. Aber wenn man halt mit seinem Körper so umgeht, ich muss dich abhärten, ich muss dich hart machen. Das steckt ja schon drin.
Hart ist eigentlich Anspannung. und wenn man achtsam Eisbadet, dann bemerkt man halt auch, würde ich jetzt mal so sagen, dass wenn man halt diese Anspannung immer hat, im Leben und im Alltag dass es gar nicht einem so viel bringt, also das ist ja eigentlich eher eine Schutzfunktion die manchmal auch ihre Berechtigung hat sowohl halt diese mentale Anspannung aber halt auch dieses körperliche aber ja, dieses achtsame Eisbaden, würde ich sagen da kommt man halt dazu, eigentlich eher loszulassen und auch das, was man halt im im Eisbad lernt, auch zu reflektieren und halt mit in den Alltag zu nehmen.
Du hast es so schön erwähnt, wenn du jetzt daran denkst, in ein Eisbad reinzukommen, was da alles hochkommt. Und für mich war das auch ein ganz wichtiger Lerneffekt, dass ich meinem Kopf nicht immer Glauben schenken muss. Also die Geschichten, die in meinem Kopf ablaufen, das stimmt nicht immer.
Also auch dieses Szenarien, wenn ich da reingehe, passiert was Schlimmes und so weiter. Und wenn man es dann wirklich überprüft und reingeht und merkt, es ist gar nichts passiert, dann kommt ganz automatisch dieses Fragezeichen, Hm, stimmt das eigentlich, was da immer in meinem Kopf abläuft? Nein, ganz oft nicht.
Genau. Ganz oft nicht. Also, habe ich überlegt, ich hatte lange so eine Karte auf meinem Tisch in der Mitte des Therapieraums, das stand drauf, ich glaube mir nicht alles, was ich denke, irgendwie ist die verschwunden.
Ich glaube, ich hole die wieder raus. Weil ich kann so viel denken, ich kann so viele Dinge denken, die nicht wahr sind. und tatsächlich dann zu erleben und genauso stelle ich es mir auch vor, was der Kopfheim alles sagt, warum das nicht geht und dann macht man es dennoch und man stellt fest, ja, es geht.
Habt ihr denn Leute, die abbrechen eigentlich? Achso, eigentlich nie. Also ich hatte noch keinen einzigen Abbruch.
Ich hatte schon sehr kritische Leute, teilweise Leute, die das Geschenk bekommen haben vom Partner und die wussten gar nicht, auf was sie zukommt. Oder ja, teilweise auch, ich war in der Firma, da war der Geschäftsführer und sein Sohn hat das organisiert. Der Sohn war also mein Alter und der Geschäftsführer eher so ein Silberhaarrücken.
Was ist das jetzt? Aber im Endeffekt sind eigentlich immer alle total begeistert. Ich hatte das jetzt noch nie, dass irgendjemand da zwischendrin abgehauen ist oder nichts wollte oder so.
Wenn man dann erstmal loslegt, dann merkt man schon, okay, das ist cool, das ist gut. Heimlich abgereist. Ja, genau.
Schläft man eigentlich auch bei euch in dem Setting oder kooperiert ihr irgendwie mit Pensionen oder Hotels? Also es gibt eigentlich so drei Settings. Das eine Setting ist ein Seminarhaus, wo relativ nah, also zehn Minuten zu Fuß, ein bisschen im Wald, also auch so ein bisschen in der Natur, ist dann eine Pension.
Und da schlafen meistens dann alle und haben zusammen morgens noch einen Kaffee und dann kommt man halt runter zum Seminarhaus. das andere ist ein Seminarhaus, wo auch die Betten mit zum Seminarhaus gehören, also man ist dann direkt vor Ort zusammen und das ist beides im Allgäu, das eine in Immenstadt, das andere in Sonthofen, da machen wir diese Wochenenden vor allem und über Neujahr, über Silvester machen wir immer diese wilden Abenteuer in Polen, wo man halt auch am Schluss auf diesen Berg hochwandert Und da ist es dann halt ein Hotel mit Seminarraum.
Okay, ja gut. Aber das heißt, man erlebt die Gemeinschaft auch drumherum. Da geht nicht jeder irgendwie in den Ort und schläft in seinem eigenen Zimmer, sondern es ist immer irgendwie auch Gemeinschaft gekoppelt.
Absolut. Also manche Leute, die kommen dann auch aus dem Allgäu, die schlafen dann schon zu Hause, die buchen sich dann nicht ein. Also das steht einem dann schon frei.
Aber ja, die meisten schlafen dann eigentlich zusammen in dem, also schon in eigenen Zimmern. dabei, aber halt in diesem Seminar aus. Ich wollte noch eine Sache erwähnen, die du gesagt hast mit der Erschöpfung, weil das liegt mir auch noch am Herzen.
Und zwar, also auf jeden Fall, gerade bei den Depressionen kann es sehr, sehr helfen halt, das habe ich bei mir selber gemerkt, aber auch bei ein paar Kunden bei mir, die mir halt danach nochmal geschrieben haben oder deren Partner haben mir geschrieben, ja, der war ja wie ausgewechselt, was habt ihr denn mit dem gemacht? Der hat auf einmal wieder gelacht und so und das ist natürlich total schön. Wo man ein bisschen schauen muss, ist bei Leuten, die jetzt zum Beispiel von dem Long-Covid, wirklich, wo die Energie so niedrig ist, wo die Mitochondrien so beschädigt sind, dass sie halt bei relativ wenig Belastung danach sich halt sehr, sehr, sehr lange erholen müssen.
Und da muss man schon ein bisschen langsam vorgehen, sage ich jetzt mal. Dann ist es keine gute Idee, gleich in ein Eisbad reinzusitzen. Ja, okay.
Ja, das ist gut, dass du das nochmal erwähnst, weil da sind ja vielleicht auch einige, die uns zuhören von Betroffenen, dass man dann mit dir spricht und vielleicht einen anderen, langsameren Weg findet oder vielleicht beim ersten Mal nicht direkt bis zwei Minuten im Eisbad sitzt. ja ja gibt es auch andere therapie methoden wie man halt so langsam die mitochondrien erstmal wieder aufbauen kann bis man gewisses level erreicht hat und dann macht es schon wieder sind also ja man braucht halt die richtige dosis an stress sage ich jetzt mal und wenn die zu hoch ist dann ist es auch nicht gut aber für die alle allermeisten leute die eigentlich normal gesund sind es ist überhaupt kein problem okay ja gesund stark und glücklich ich glaube so werde ich das Interview nennen.
Aha, gut. Gibt es noch was aus deiner Sicht, was wir noch besprechen sollten, was noch wichtig wäre, gerade für die Leute, die jetzt überlegen, das könnte ja was sein? Also eine Sache, die mir noch sehr am Herzen liegt, ist halt auch die Sicherheit mit bei der Wim Hof Methode, dass man diese Atemübungen, diese intensiven Atemübungen und das Kältetraining, dass man das trennt voneinander.
Also es ist nicht so gedacht, dass man diese intensiven Atemübungen im Wasser macht. Das verstehen manchmal Leute falsch, weil sie es halt über YouTube irgendwie gehört haben, ja, atmen und Eis baden, aber das kann tatsächlich ein bisschen riskant werden, weil es einem halt auch ein bisschen schwindelig wird. Man sollte das auch nicht im Stehen machen oder im Steuer, also im Steuer ist ja eh klar, glaube ich, aber das ist halt, das liegt mir noch am Herzen, dass man sich dafür halt aufs Sofa legt oder aufs Bett oder zurücklehnt und dann kann auch nichts passieren, also dass man einfach ein bisschen auf die Sicherheit auch achtet.
Das stimmt, ich habe gesehen, bei euch ist dann so, ihr atmet in so einem Seminarraum, in einer Gruppe, liegend auf den Yogamatten zum Beispiel. Genau. Und im Eisbad selber geht es dann eher um das Erleben der Kälte und das Vertrauen in den Körper.
Und natürlich muss ich auch weiter atmen, wenn ich da reingehe. Ja, schon, aber das ist dann eine andere Atemtechnik. Ja, es ist nochmal gut, dass du das sagst.
Das hatte ich auch nicht so vor Augen, dass es so getrennt ist. Ja, das war schön. Ich rede ja so gerne über den Atem vor allen Dingen und jetzt auch gerne über Kälte, aber vor allen Dingen über den Atem, weil ich glaube, ich habe mal irgendwo wahrgenommen, das mag sein, dass das jemand gesagt hat, aber das war der Spruch von Leuten, die nicht richtig einatmen, die nehmen nicht richtig am Leben teil.
und diese tiefe Einatmung, wo man sich so richtig die Luft und die Energie reinholt, ist halt auch so das Ja zum Leben und das finde ich so ein schönes Bild, weil wir atmen ja alle, also ich nehme mich da gar nicht aus, wenn ich Stress kriege, wenn es im Alltag hektisch wird, dann fangen wir an, unsere Atmung ja so klein zu machen, eigentlich in einem Moment, wo wir sie groß haben müssten und ja, ich mochte dieses Bild total, dass tief einatmen ein Ja zum Leben ist. Das trägt mich immer noch sehr und das macht mir auch beim eigenen Atmen total viel Freude, wenn ich das immer wieder so hochhole, dass ich gerade Ja sage zum Leben, indem ich meinen Körper einfach nähre mit guter Luft.
Absolut. Ja, dann mach du mal das Abschlusswort. Also eine Sache fällt mir jetzt gerade auch noch ein, wenn jemand jetzt mal so eine...
Das ist lustig, wenn wir weitermachen. Also wir könnten auch stundenlang drüber weiterreden, da bin ich sicher. Weil wir sind da, glaube ich, beide sehr enthusiastisch.
Und der Atem ist halt so etwas ganz Einfaches, aber da steckt so viel drin. Oder halt auch in der Lebendigkeit und der Lebenskraft und so weiter. Aber was ich noch sagen wollte, ist, also ich habe auch aufgenommene, geführte Atemsessions auf meiner Webseite, die man halt auch kostenfrei bei sich zu Hause ausprobieren kann, wenn man das mal antesten möchte.
Das ist schön. Das verlinke ich auch alles. Das packe ich alles in die Beschreibung zu der Folge rein.
Warum ist dein Buch nur auf Englisch erhältlich? Noch vielleicht? Der Hintergrund ist, also es kommt in zwei Wochen auch auf Deutsch raus.
Der Hintergrund ist, ich habe es auf Deutsch geschrieben und dann habe ich es auf Englisch übersetzt und im Übersetzungsprozess habe ich dann ganz viel geändert, dass es dann auf einmal ein anderes Buch war. Und dann habe ich gedacht, okay, dann bringe ich es jetzt erstmal so raus. Und jetzt habe ich es wieder zurück auf Deutsch übersetzt.
Aber das Deutsche kommt jetzt auch raus. Na, sehr schön. Das ist gut.
Also in zwei Wochen gibt es dann das Buch auf Deutsch. Ich finde das Buch wahnsinnig schön. Da sind auch so viele schöne Fotos drin, die das nochmal so begleiten, was du da alles in den Text reingepackt hast.
Also es ist wirklich ein ganz, ganz tolles Buch geworden. Danke schön. Da möchte ich auch nochmal ein herzliches Dankeschön an die Stefanie Zehnder, die Fotografin, aussprechen, weil die hat es wirklich aus Herzblut gemacht.
Die hat mir geschrieben und hat gesagt, ja, ich finde die Menschen immer so schön und authentisch nach dem Eisbaden. Darf ich zu dir kommen und Fotos machen? Ich habe ihr dann auch angeboten, sie dafür zu bezahlen, aber es wollte sie gar nicht, obwohl sie professionelle Fotografin ist, weil sie das einfach so interessiert hat.
Und daraus sind dann tausende Fotos entstanden, bis wir dann gesagt haben, okay, jetzt machen wir ein Buch zusammen. Und ja, das war so der Start dazu. Ach, wie schön.
Das spürt man bei den Fotos total. Und das ist für mich ein weiterer Beleg, wie so ein bisschen eine neue Welt aussehen kann. wo wir uns einfach gegenseitig unterstützen und helfen und das geben was wir geben können und das auch einfach nur tun weil das wichtig ist was wir da tun das ist die motivation ist es wichtig ich will was in die welt bringen ich sehe da was das ist besonders das will ich teilen das will ich festhalten wie schön das spürt man total wenn man das buch in der hand hat er vielen dank sehr schön dann machen wir jetzt ein punkt oder haben einen punkt vielen vielen dank für das gespräch das hat wirklich sehr viel spaß gemacht das geht mir genauso ich bedanke mich dass du hier warst im podcast und ich habe so das gefühl dass wir uns auf jeden fall 2025 sehen weil das den faden atmung in richtung kälte möchte ich gerne auch weiter spinnen das tue ich dann auf jeden fall bei dir dann erzähle ich davon in einer podcast folge die einladung die alle einladung steht auf jeden Fall in Talgau. Ich bin sehr froh, an dir dabei zu sein. Sehr schön.
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