Bisher erholst du dich lieber passiv mit Fernsehen, Handy und Schlafen? Achtsamkeit lässt sich in der Natur viel einfacher trainieren, weil sie viel mehr Sinne aktiviert. Erfahre, wie du die Natur immer und überall für dich nutzen kannst, um mehr innere Ruhe und Zufriedenheit zu erleben. Verstehe, wieso du gerade Zeiten der persönlichen Entwicklung die aktive Erholung bevorzugen solltest. Die Natur gibt die Kraft. Das Fernsehen eher nicht.
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Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Vollständiges Transkript · 2.252 Wörter · etwa 11 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo, herzlich willkommen bei Rei für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben ein kleines bisschen besser werden darf. Mein Name ist Sabine, ich hauste diesen Podcast. Ich bin Psychologin, Psychotherapeutin und systemischer Coach. Die Folge heute möchte ich gerne mit einem Zitat von Wilhelm Busch beginnen. Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
Und in diesem Sinne würde ich heute gerne mit dir über die Natur sprechen. Wenn Du mir auf den sozialen Medien folgst, weißt Du, dass ich vielleicht oder dass ich nicht vielleicht, sondern dass ich gerade in Südafrika bin. Und wenn ich ganz ehrlich bin, es gibt kaum ein Land, in dem man sich der Natur näher fühlt, so geht es mir zumindest. Ich liebe auch Deutschland, liebe Österreich, liebe Europa. Aber das hier ist schon etwas ganz Besonderes, weil man diese engen Naturwechsel auf, ja, ganz kurzen, in ganz kurzen Distanzen hat.
Die Natur selber ist so wichtig, weil sie für uns ein Quell ist, wo wir unsere Kräfte wieder auffüllen können. Also die Natur steckt voll mit Ressourcen und ist ein unheimlich guter Weg, wieder zu erholen, zu entspannen und in einen besseren Kontakt mit sich selbst zu kommen. Und diese Folge hier widme ich der Natur und all den Möglichkeiten, die sie uns bietet, weil einen großen Vorteil hat sie. Sie ist einfach immer uns herum und sie kostet überhaupt kein Geld. Das heißt, egal in welcher Lebenssituation Du bist, die Natur steht dir zur Verfügung.
Und ich würde gerne heute darüber sprechen, welche unterschiedlichsten Möglichkeiten sie bietet, zum Beispiel das Thema Achtsamkeit, über das ich in der letzten Folge gesprochen hab, zu vertiefen. Fangen wir an mit dem Meer und dem Wasser. Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass Muster, die von der Natur geschaffen wurden und gerade bewegliche Muster unheimlich beruhigend sind für unseren Geist, für unsere Seele. Das heißt, der Körper reagiert, wenn Du zum Beispiel Wellen beobachtest oder eine Wasseroberfläche, die sich vom Wind kräuselt. Wenn Du dich einfach darauf konzentrierst und das wahrnimmst, die Veränderung des Lichtes, die Bewegung des Wassers und es gibt so viel, was Wasser uns geben kann.
Die Welle, die mit einem eindrucksvollen Geräusch unterlegt ist, bedient also auch noch den Sinn des Hörens. Und Du weißt vielleicht noch aus der Achtsamkeitsfolge, wie können wir uns gut im Jetzt und Hier verankern Über unsere Sinne. Und wenn Du am Meer bist, dann weißt Du, das Meer, wenn es Wellen schlägt, ist unwahrscheinlich laut. Es macht unablässig Geräusche. Und deine Augen haben bei den herankommenden Wellen immer etwas zum Festhalten.
Es passiert immer etwas Neues. Die Welle kommt, bricht, spült sich aus am Strand und zieht sich zurück. Und meistens haben wir am Strand auch noch den Wind, den wir auf der Haut, im Haar, im Gesicht fühlen können. Und das ist auch etwas, wo wir unseren Sinn des Fühlens ja nutzen können, uns im aktuellen Moment zu verankern. Und das Meer bietet unwahrscheinlich viele Möglichkeiten.
Also wenn Du die Möglichkeit hast, in nächster Zeit ans Meer zu kommen, vielleicht wohnst Du ja sogar am Meer, Geh raus, spür den Wind auf deiner Haut, hör das Tosen des Meeres und schau an, welche unendlichen Möglichkeiten dir das Wasser bietet. Wenn Du eher an stillen Gewässern wohnst, in Köln zum Beispiel habe ich das Meer ja nicht, sondern ich bin an unseren Adenauer Weihern, dem ich immer mit unserem Hund spazieren gehe, gebunden. Aber auch dieses Gewässer bietet unendlich viele Möglichkeiten, seine Sinne zu verankern, vor allen Dingen optisch, wenn zum Beispiel die Wolken sich darin spiegeln oder die Wasseroberfläche sich kräuselt oder irgendwelche Lichtreflektionen stattfinden, vielleicht manchmal auch so eine Art Nebel, der vom Wasser aufsteigt morgens, wenn ich im Wald bin. Auch hier kann ich den Wire nutzen, mich zu verankern. Und wenn Du die Möglichkeit hast, an einen solchen Wire zu gehen und dort Achtsamkeit zu üben, zu trainieren, dann tu das bitte.
Das Meer gibt dir noch mehr, das Meer gibt dir natürlich Muscheln, das Meer bringt dir Steine, das Meer macht die Muster im Sand. Du kannst das Meer fühlen, wenn Du barfuß am Strand spazieren gehst. Das heißt, der Warum empfinden vielleicht auch manche Menschen das Meer so viel erholsamer und so viel befreiender als einen städtisch geprägten Weiher? Weil es viel mehr Sinne anspricht Und das ist ja genau das, worauf die Achtsamkeitspraxis abzielt, nämlich möglichst viele Sinne zu binden und das schafft das Meer mit 1 Leichtigkeit. Ein Ort, der für mich auch magisch ist und wo ich sehr gerne bin, wo ich als Kind unglaublich viel im Urlaub war, sind die Berge.
Als Kind mochte ich die noch gar nicht so sehr. Mittlerweile liebe ich die Berge und sie sind für mich ein Ort der Erholung. Das hat was damit zu tun, dass ich den Hörsinn relativ ausschalten kann, weil es oft sehr, sehr still ist in den Bergen. Je höher Du kommst, desto stiller wird es. Oft gibt es viele Dinge zu erfassen, zu erfühlen, In Kontakt mit dem Stein zu gehen, ist etwas, was unheimlich kraftvoll ist und es gibt natürlich unglaublich viel zu sehen.
Wenn Du oben auf dem Berg bist, dich umschaust und Panorama auf andere Berge hast, ist auch das etwas, was Kraft gibt. Dann diese vielen Farben von Grün, die Almwiese, die da ist, die Nadelwälder, die Laubwälder. Es mischt sich so viel. Es sind so viele Farben von Grün, an denen sich die Augen auch festhalten können. Und der Wald und die Almwiese hat natürlich auch ganz eigene Gerüche und eine unheimlich klare Luft dort oben auf den Bergen.
Und das ist auch etwas, was Du nutzen kannst, wenn Du demnächst einen Urlaub in die Berge planst oder wenn Du demnächst oder vielleicht Du wohnst in der Nähe der Berge. Wie schön, geh raus und erspüre mit deinen Sinnen, was die Berge dir zu geben haben. Und über die Berge habe ich auch schon den Wald angesprochen. Auch der Wald ist etwas, wo wir Achtsamkeit trainieren können. Es gibt ja auch gerade diesen Trend des Waldwanderns, da gibt's ja auch 'n Buch, was es jetzt sehr hoch in die Bestsellerlisten geschafft hat.
Ja, warum eigentlich? Nein, die Natur, der Wahl, das Meer löst deine Probleme nicht, die Du hast, weswegen Du vielleicht auch diesen Podcast anhörst. Aber es unterstützt deinen Heilungsprozess. Es unterstützt deinen Entwicklungsprozess, weil es Orte sind, an denen Du Ressourcen auffüllen kannst. Und deswegen gibt es diesen Trend, dass Menschen sich plötzlich wieder dem Wald mit ganz offenen, ja, Interesse zuwenden, weil sie merken, es tut so unglaublich gut, im Wald zu sein.
Den Wald zu riechen, den Wald zu fühlen, die Rinde von Bäumen anzufassen, sich mit dem Moos zu beschäftigen, den Geruch aufzunehmen. Gerade wenn man in den Wald geht, nachdem es geregnet hat, Das ist ja etwas sehr Besonderes, das riecht ja sehr intensiv. Und auch Hören im Wald, das Rascheln der Blätter, die Vögel, die da sind, auch das ist etwas, wo Du diesen Sinn ganz besonders schärfen und trainieren kannst. Wenn wir etwas weg vom Wald gehen, gehen wir hin zur Wiese, Gras, Heu, ja, diese Dinge. Vielleicht erinnerst Du dich, wie schön das war, als Kind auf 1 Wiese zu rollen oder als Kind natürlich auch in der Matsche zu spielen?
Das machen wir heute als Erwachsene leider nicht mehr, aber eine Wiese zu erleben, eine Wiese zu fühlen, sich reinzulegen, die Blüten Almwiese zum Beispiel ist was ganz Wunderbares, aber auch in unseren Breitengraden, eine Wiese mit vielen Gänseblümchen zu sehen, ist was Tolles. Und manche Wiesen, die besonders dicht sind, fühlen sich auch unheimlich gut an beim Drübergehen. Überleg mal, ob es etwas gibt in deiner Nähe, wo Du, ja, Wiese, Heu erleben kannst und diese Gerüche, diese damit verbundenen Sinneserfahrungen aufzunehmen. Etwas, was überall vorhanden ist, ist natürlich der Himmel. Und der Himmel ist geprägt von Wolken, von Farben, von Lichterscheinung.
Vorbeiziehenden Wolken, wo man Belastendes drauflegt, was dann weiterziehen kann, aber auch hier können wir einfach in der Natur sein und uns mit dem Himmel beschäftigen und gucken, was er uns zu bieten hat. Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und da kommen wir schon zur nächsten Naturerscheinung, die wir nutzen können. Die Sonne ist natürlich auch etwas ganz Wunderbares. Sonne kann man auf der Haut fühlen, Sonne macht bestimmtes Licht, Sonne macht Schattenspiele, Sonne wärmt ein. Auch das ist eine Achtsamkeitserfahrungsmöglichkeit, sich mit der Sonne zu beschäftigen und ich geh direkt weiter.
Auch der Wind ist eine Naturerscheinung, die sich anbietet, wenn Du irgendwo bist, wo Du Wind erlebst. Manchmal nervt der einen ja regelrecht, wenn man irgendetwas vorhat oder wenn man zu kühl angezogen ist. Hey, zieh dich richtig an, geh raus und fühl den Wind. Gleiches ist mit dem Regen. Natürlich können wir uns ärgern, wenn es regnet und ich ärger mich manchmal auch, wenn ich mit meinem Hund im Wald bin und es ist super matschig und der ist hinterher total dreckig und ich muss den sauber machen.
Aber ganz ehrlich, oft sind Regenspaziergänge wunderschön. Auch da, wenn man sich einmal drauf einlässt, der entschuldigt, der Regen macht Geräusche, der Regen fühlt sich auch in 1 bestimmten Art und Weise an auf der Haut und gerade, wir sind ja jetzt im Frühling, es kommt bald der Sommer, gerade ein Sommerregen ist nichts, was schlimm ist, sondern eher was, was man als ein sehr genussvolles Erlebnis benutzen kann. Ich hab bestimmt noch etwas in der Natur vergessen. Denk an das an die Studien zu gleichförmigen Mustern. Wann immer Du irgendwo bist, wo die Natur für dich eine Wiederholung abspult, die doch immer ein kleines bisschen anders ist, Wie die Welle, die sich vom Strand zurückzieht, ein Muster im Sand hinterlässt, wie die Wolken, die am Himmel vorbeiziehen, das sind alles gute Möglichkeiten, Achtsamkeit zu üben.
Geh mit der Natur wieder mehr in den Kontakt. Nimm Erde in die Hand, nimm Steine in die Hand. Betrachte Blüten im Detail, beschäftige dich mit Pflanzen. Sehen, Hören, Riechen, fühlen, Das sind die Sinne, die Du auf jeden Fall in der Natur ja, wie antriggern kannst, wo Du Kräfte wieder zurückbekommst. Und diese Art von Erholung, die viele von uns, vielleicht auch Du im Augenblick bevorzugen, sich nämlich abends aufs Sofa zu werfen und sich berieseln zu lassen, auch das ist untersucht worden.
Unser Körper reagiert darauf nicht sehr erholt. Diese ganzen Formen der passiven Erholung, wo wir uns berieseln lassen, die machen nicht den gleichen Effekt wie einen Spaziergang in der Natur. Und wenn Du diesen Podcast hörst, nehme ich an, dass Du Kräfte sammeln möchtest, dass Du irgendwie den Kontakt mit dir verloren hast, dass Du weiterkommen möchtest, dass Du dich entwickeln möchtest. Und mit der Natur hast Du eine Riesenmöglichkeit, das zu tun, und zwar immer, weil sie ja immer uns herum ist. Zumindest den Himmel kannst Du immer sehen.
Tiere gehören natürlich auch zur Natur und das ist eine ganz eigene Folge. Wenn Du ein Haustier hast, zum Beispiel einen Hund oder eine Katze, dann weißt Du, dass die Interaktion mit Tieren noch mal etwas ganz Besonderes ist. Und deswegen lass ich die hier aus der Folge mal raus und beziehe mich auf die Naturthemen, die eher ja mit Naturerscheinungen und Pflanzen zu tun haben. Wir haben zu wenig Platz in der heutigen Zeit für das Thema Natur, deswegen möchte ich dich ermutigen, nutzt Du die Natur für dich. Mach Spaziergänge, fahr Fahrrad, geh wandern, geh raus, mach Strandspaziergänge.
Nutze das, was die Natur dir bietet. Weil alle Untersuchungen, die es gibt, zeigen, dass das etwas ist, was Menschen Zufriedenheit spüren lässt, was Menschen innere Ruhe gibt. Und ich knüpf wieder an das Zitat von Beginn an, Glück entsteht durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Ich weiß, dass die Natur die großen Probleme, denen Du dich vielleicht grade gegenübersiehst, nicht löst. Aber unser Befinden hängt ganz oft von den kleinen, vielen Glücksmomenten ab, die wir erleben.
Und die Natur hat die Möglichkeit, uns diese Glücksmomente zu geben. Und der 2. Teil des Zitats, Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge, sagt das Gleiche. Wir haben verlernt, uns an der Natur zu erfreuen und wissen sie gar nicht mehr richtig zu schätzen, nehmen sie fast nicht mehr wahr und das ist schade, weil uns deine Möglichkeit entgeht, unsere Akkus wieder aufzuladen. Deswegen raus in die Natur, erleben, anfassen, riechen, hören, fühlen.
Alles, was Du tun kannst, hilft dir dabei, wieder zu 1 inneren Ruhe zu kommen. Südafrika ist ein tolles Land, das zu erleben. Jeder Tag, den ich hier bin, ist angefüllt mit Erlebnissen in der Natur. Ich kann auch das jedem nur empfehlen, raus aus den eigenen 4 Wänden, raus aus der gewohnten Umgebung. In neuen Umgebungen ist es oft einfacher.
Ja, und das soll's für heute auch schon gewesen sein. Ein Appell für dich, etwas zu nutzen, was dir einfach so zur Verfügung steht, was Du jede Minute, jede Sekunde deines Tages für dich einsetzen kannst. Und es wird bestimmt auch noch eine Folge zum Thema Kreativität geben, zum Thema Malen, zum Thema sich ausdrücken, weil auch das etwas ist, was Menschen zu tiefer innerer Zufriedenheit bringt. In diesem Sinne schließ ich für heute, ich freue mich natürlich, wenn dir die Folge gefallen hat. Ich freue mich, wenn ich dich ermutigen konnte, rauszugehen und Natur zu erleben, grade jetzt im Frühling, wo ich ja, indem ich diese Folge aufnehme.
Und in diesem Sinne sag ich für heute, tschüs, deine Sabine. Ich freu mich natürlich über deine Likes. Bis dahin. Tschau.
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