Du fühlst dich so als wärst du nie genug? So geht es auch Betty, einer Zuhörerin, die mir eine lange email schrieb. Diese Podcast-Folge ist eine Antwort auf ihr Erleben und ihre Themen. Es geht um das Gefühl nicht genug zu sein, es allen Recht machen zu müssen. Wo kommt es her und wie kann sie es loslassen? Dazu stelle ich dir Ideen und Ansätze vor, die sicherlich auch Impulse für deine Themen beinhalten.
Leg los. ich freue mich auf dich! Deine Sabine
Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Vollständiges Transkript · 2.740 Wörter · etwa 14 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo. Herzlich willkommen bei reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine. Ich bin Psychotherapeutin, systemischer Coach, habe eine Praxis in Köln, hoste diesen Podcast und freue mich total, dass Du heute wieder zuhörst. Das Thema der Folge, ich bin okay, Du bist okay, eine wichtige innere Haltung, die wir einnehmen können und die wahnsinnig heilsam ist für alle Beziehungen und Interaktionen mit anderen Menschen.
Wenn Du dir über den Podcast hinaus noch mehr Impulse für ein leichteres, friedvolleres Leben wünschst, dann lad ich dich hiermit ganz herzlich in meine Facebook Gruppe ein. Unter ACT, das Leben lieben, findest Du sie bei Facebook. Und ich versorge dich dort mit weiteren Impulsen und Blogartikeln zum Thema ja, Akzeptanz- und Commitmentherapie und wie dieser Ansatz, diese Haltung, diese Therapieform dein Leben besser machen kann. Ich freu mich, wenn Du zu uns stößt in der Gruppe. Aber zurück zum Thema der heutigen Folge.
Ich bin okay, Du bist okay. Eine ganz wichtige Haltung. Und wenn Du mal überlegst, egal in deine Beziehung, in deine Familie, in ja, dein Denn ganz Denn ganz viele Personen in unserem Leben können wir nicht als okay ansehen, weil wir eine Historie haben, weil wir viel erlebt haben. Und ja, viele von uns finden sich leider selber auch nicht okay, hadern sehr mit sich, mit dem, was sie können, wie sie sind und lieben sich einfach nicht so, wie sie sind. Das Thema ist aufgekommen, weil mich die Zuhörerin-E-Mail oder eine Zuhörerin-E-Mail erreichte, in der jemand folgende Situation schilderte.
Die ja, die Zuhörerin haderte sehr mit sich, weil sie sagte, ich bin eigentlich total reflektiert. Ich hab auch schon viel Persönlichkeitsentwicklungsdinge getan und ich bin da auch schon sehr gereift, aber ich werde ein Thema nicht los. Und dieses Thema ist, dass ich einmal total streng mit mir selbst bin. Also ich hadere, schimpfe, zeter mit mir auf eine sehr ungesunde Art und Weise. Und zwar insbesondere dann, wenn ich in Lebenssituationen unter Druck komme.
Und das komm ich ganz häufig in der Interaktion mit anderen, weil ich das Gefühl hab, ich bin da nicht genug. Ich muss anderen etwas beweisen und ich muss es allen recht machen. Und so lebt sie halt relativ häufig an ihren Bedürfnissen vorbei, kann die Situation nicht so gestalten und so auflösen, wie es auch ihr persönliches Wohlbefinden fördern würde, sondern sie kommt unter starkem inneren Druck und tut Dinge, die sie eigentlich gar nicht tun möchte und bekommt vielleicht manchmal auch tatsächlich das Thema, sich zu profitieren, wo's unangemessen ist. Die Zuhörerin schrieb, dass sie so wahnsinnig gerne verstehen würde, warum das so ist. Und sie selber denkt, dass es in der Beziehung zu ihrer Mutter liegt.
Also sie beschreibt ihre Mutter auch in der E-Mail. Und meine Antwort heute, meine Podcastfolge, wo ich auf diese E-Mailbezug nehme, ist für dich, wenn das nicht genau dein Thema ist, aber absolut generalisierbar. Weil so funktioniert ja zum Beispiel Gruppentherapie, indem Du Lösungsansätze für die Probleme anderer hörst und für dich überlegst, hey, was steckt 'n da für mich drin? Was hat 'n das mit mir zu tun? Und wie kann ich die Erkenntnisse, die Ideen auf meine persönliche Situation übertragen?
Also ich knüpf son bisschen an die Folge letzte Woche an, wo's ja auch schon Glaubenssätze ging. Und vielleicht hast Du ja für dich auch schon die Übung gemacht und Glaubenssätze identifiziert, die in Alltagssituationen dazu führen, dass Du Verhaltensmuster zeigst, wo Du denkst, Gottes willen, ich würd's so gern anders lösen. Ja, also Grundsituation ist Ja, also Grundsituation ist geschildert dieser Zuhörerin. Ich nenn sie jetzt einfach mal Betty, ja? Betty hat also ja, Probleme in Interaktionssituationen.
Sie ist sehr streng mit sich selber im Hintergrund und kommt immer wieder in Situationen, wo sie sich beweisen muss, wo sie sich nicht gut genug fühlt und wo sie's alles recht machen muss. Die Warum Frage ist eine, die ich unheimlich gerne aus dem Therapieraum verbanne, weil sie uns eigentlich nicht weiterbringt. Warum etwas so ist, ist ganz häufig nicht notwendig, es zu ändern. Also die Antwort darauf auf das Warum ist auch so komplex und vielfältig, dass sich diese Frage häufig einfach ja, mit radikaler Akzeptanz ziehen lassen würde. Wir versuchen trotzdem, mal aufzuarbeiten, wie so etwas kommen kann, wie diese Programmierung der Glaubenssätze, die hier bei Betty entstanden sind, in ihrer Kindheit erfolgen.
Wir nehmen die Wahrheit immer, immer, immer, immer und auch als Kinder sehr subjektiv wahr. Und wenn wir als Kinder in die Welt schauen, dann hat das einerseits was mit unserer Lerngeschichte zu tun, was wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt schon übers Leben, über uns selbst und über die anderen gelernt haben. Und es hat aber auch immer was mit unserer Persönlichkeitsstruktur dahinter zu tun. Also es gibt eher introvertierte, extrovertierte Menschen. Es gibt Menschen, die sind eher ängstlicher Natur.
Es gibt Menschen, die haben eher weniger Ängste. Es gibt gewisse Faktoren, die sind einfach in unserer Persönlichkeit verankert. Und wer Kinder hat, der weiß das. Also ich hab ja 3, das weißt Du vielleicht schon. Und jedes meiner Kinder ist wahnsinnig unterschiedlich.
Und diese Unterschiedlichkeit zeigte sich tatsächlich auch schon im Kleinkindalter, sogar schon als Babys in der Art, wie sie geschrien haben, wie sie sich verhalten haben. Und auch diese ja, Prädisposition, die da ist, die hat Einfluss darauf, wie wir in die Welt schauen. Und auch Du bist mit 1 bestimmten Persönlichkeitsstruktur auf die Welt gekommen und auch Du hast vom ersten Moment an eine Lerngeschichte gehabt. Eigentlich beginnt die schon, wenn Du noch im Mutterleib bist. So, und das Verhalten unserer Mutter, nehmen wir mal die Mutter als eine ganz besonders wichtige enge Bezugsperson.
Das Verhalten unserer Mutter interpretieren wir und nehmen wir durch unsere subjektive Brille wahr. In diesem Fall war es so, dass die Zuhörerin beschrieb, dass ihre Mutter eine sehr schlaue, eine sehr wissende, eine sehr weise Person ist. Das heißt, das Kind nimmt wahr, oh ja, da ist eine Erwachsene, die weiß sehr viel. Die hat Antworten auf viele Fragen, Die tritt sehr selbstsicher auf, sehr selbstbewusst. Und das führt wiederum zu 1 Interpretation beim Kind.
Es könnte sein, dass dieses Kind Stolz entwickelt darauf, dass es so eine Mutter hat. Es kann aber auch sein, dass dieses Kind sich unterlegen fühlt. Und so ging es meiner Zuhörerin, die gesagt hat, ich hab mich meiner Mutter eigentlich schon immer unterlegen gefühlt, soweit ich mich erinnern kann, weil sie so schlau war, weil sie so viele Antworten hatte, weil sie so selbstbewusst war. Das heißt, hier hat Betty dieses Verhalten ihrer Mutter durch ihre subjektive Brille wahrgenommen und das hat dazu geführt, dass sie ein Gefühl der Unterlegenheit gegenüber ihrer Mutter wahrgenommen hat. Da kann die Mutter tatsächlich überhaupt nichts für.
Da kann auch Betty überhaupt nichts für, Sondern hier treffen einfach die Außenwelt und die Innenwelt 1 Person aufeinander und es formt sich fast willkürlich eine Überzeugung. Das heißt auch für dich, egal wie zugewandt und freundlich deine Mutter war, Du hattest immer Interpretationsmöglichkeiten. Und viele Kinder, die eine sehr freundliche, eine sehr zugewandte Mutter haben, entwickeln eine Art von Grundüberzeugung, die da heißt, ich werde geliebt, ich bin wichtig. Und dann gibt es Kinder, die eine ebenso zugewandte und freundliche Mutter haben, die entwickeln einen Glaubenssatz, der da heißt, ich bin klein und mir muss immer geholfen werden. Eine komplett andere Interpretation 1 durchaus positiven Verhaltens.
Wieso diese Interpretation so stattfindet, das können wir rückblickend überhaupt nicht mehr sagen. Da kommen ganz viele Faktoren zusammen, ganz viel nonverbales Verhalten der Mutter. Die Frage ist auch, verhält sich die Mutter in allen Situationen konstant oder verhält die sich flexibel, sodass das Kind mal sehr zugewandt und freundlich behandelt wird, mal vielleicht aber auch eher streng und gefordert wird? Also die Warum Frage siehst Du schon hier, ist eigentlich nicht zu beantworten. Manchmal sind es auch ganz kleine Erfahrungen, die sich auf unserer Festplatte in unserem Hirn sozusagen einbrennen.
Das sind manchmal Momente, in denen wir sehr ungeschützt sind und in denen uns Dinge kalt erwischen, könnte man dazu sagen. Das sind Sätze, die fallen vielleicht unbedacht, ausgesprochen durch die Mutter oder ausgesprochen durch jemand anders. Der hat vielleicht noch nicht mal eine böse Absicht und trotzdem sitzt dieser Satz plötzlich in unserem Hirn und brennt sich ein. Weil er zu einem Moment kommt, wo wir ungeschützt sind, weil er vielleicht auch unsere tiefsten Ängste trifft. Ja?
Und ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht manchmal Situationen gegeben hat im Leben der Zuhörerin, die mir schrieb, wo in denen die Mutter vielleicht so etwas gesagt hat wie, Mensch, jetzt bist Du aber schon so alt, das müsstest Du aber wissen. Vielleicht hat's auch Sätze gegeben wie, Mensch, das hab ich dir jetzt schon dreimal erklärt, also ich finde aber, das könntest Du jetzt wissen. Das sind Sätze, die meint die Mutter in diesem Fall gar nicht böse und trotzdem erwischen sie das Kind manchmal ungeschützt, wenn es schon in diesem Gefühl ist, unterlegen zu sein, geistig, wissenstechnisch unterlegen zu sein. Dazu sind die Erfahrungen in der Mutterbeziehung natürlich auch immer in einen anderen Lebenskontext eingebunden. Da gibt es immer noch die gleichaltrigen Freunde, Schulkollegen, Mitschüler, Lehrer.
Wie verhalten sich Lehrer uns gegenüber? Großeltern, der Vater natürlich. All diese anderen Lebenserfahrung und Lebensbeziehungen zahlen mit darauf ein, wie wir ein Verhalten gegenüber uns interpretieren. Und die Zuhörerin schrieb zum Beispiel, dass sie sich auch gegenüber den Mitschülern immer schnell unterlegen gefühlt hat und dass sie sich oft ausgeschlossen fühlte. Und wenn die Mitschüler gelacht haben, geredet haben, ihr oft die Idee gekommen ist, dass sie über sie lachen und über sie reden.
Auch hier haben sich also Wahrnehmungsfilter schon früh etabliert, die die Außenwelt als feindlich, als ablehnt interpretiert haben. Und vielleicht war sie das, vielleicht war sie das aber auch nicht. All das können wir überhaupt nicht mehr beantworten. Aber es gab auf jeden Fall diesen Wahrnehmungsfilter und so wurde diese Grundüberzeugung, ich bin nicht genug, ich muss es allen beweisen, ich muss es recht machen, immer weiter gefüttert. Und dadurch wurde die immer fester im Gehirn verankert.
Und das kennen übrigens viele Menschen, was hier mit den Mitschülern beschrieben wurde. Viele Menschen interpretieren das Verhalten anderer gegen sich selber. Das ist erstaunt mich oft im Therapieraum, wie stark diese Tendenz ist, weil andersrum ich der Überzeugung bin und nach allem, was ich weiß, aus all den Gesprächen, den Erfahrungen, den Coachings, aus allem, weiß den Erfahrungen, den Coachings aus allem, weiß ich, wir überschätzen chronisch, wie wichtig andere uns nehmen. Das heißt, wie sich jemand verhält, sagt uns immer ganz viel über den anderen, aber doch relativ wenig dazu, wie der zu uns steht, weil es gar nicht so viel mit uns zu tun hat. Am Ende leider sehr egoman von der Gesellschaft her, jeder schaut eigentlich zuerst auf sich und überschätzt auch 'n Stück weit seine Wichtigkeit.
Das waren. Also wir waren bei den Wahrnehmungsfiltern, die dafür gesorgt haben, dass diese Grundüberzeugung, die sich vorher schon gesetzt hatte, zusätzlich unterstützt, fast zementiert wurde. Und was hat Betty sich gewünscht? Betty hat sich gewünscht, bedingungslos geliebt zu werden, anerkannt zu werden. Da gab's ein starkes Bedürfnis und das hat sie versucht, in der Beziehung mit ihrer Mutter zu stillen und auch in der Beziehung mit den Mitschülern.
Und am Ende ist meine Meinung dazu, dass wir nur dieses Bedürfnis aus uns selber heraus stillen können. Nur wir können uns selber diese bedingungslose Liebe geben. Nur wir können uns selber bedingungslos signalisieren, dass wir okay sind, so wie wir sind. Andere können das im Außen bestätigen, aber das macht uns so abhängig, deswegen ist es so wichtig, dass Du diese Haltung ich bin okay aus dir selbst heraus einnimmst. Egal, wie Du aussiehst, egal wer Du bist, Du bist 'n Mensch und Du bist okay so, wie Du bist.
Also die Patientin beschrieb ja, dass sie sich insbesondere ihrer Mutter gegenüber sehr unterlegen fühlte und dass dieses ja, aber höchstwahrscheinlich die Glaubenssätze geformt hat und dass das heute oft noch ihr Verhalten beeinflusst. Und dann beschrieb sie, dass sie deswegen so wütend auf sich ist und dass sie unbedingt das Warum verstehen will und dass sie in Frieden damit kommen will. Und das hat mich direkt dazu gebracht, dass ich dachte, nun ja, das ist natürlich das Gegenteil von Akzeptanz. Wenn wir etwas unbedingt loswerden wollen, psychologisches Gesetz, haftet uns, hafte es haftet es uns sehr stark an. Das heißt, in dem Moment, wo sie es unbedingt loswerden will, füttert sie es gradezu und gibt diesem Thema so viel Raum in ihrem Leben, dass das gar nicht verschwinden kann.
Also Betty, was sag ich dir? Tja, ich glaube, dass die Lösung in dir liegt. Hör auf, dich nach dem Warum zu fragen, warum Du dich so verhältst, warum bestimmte Prägung aus der Kindheit dein Verhalten immer noch bestimmen und warum Du als Kind diese Wahrnehmungsfilter hattest. Wir wissen es nicht. Und ich denke, Du wirst auch nie eine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage bekommen.
Und ich halte sie für irrelevant, weil wenn der Karren erst mal im Dreck steckt, dann macht es wenig Sinn, viel darüber nachzudenken, Karren wieder zu befreien und auf die Straße zu kriegen. Und es gibt immer grün gute Gründe, warum die Sachen sich so entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben. Das 2., was mich geradezu anspringt, ist die fehlende Akzeptanz dafür, dass dieses ja, Verhalten einfach ist. Du bist sehr streng mit dir selbst. Du beschimpft dich dafür.
Du bist wütend auf dich, weil die Dinge so sind, wie sie sind. Und das ist natürlich wieder zusätzliches Leid, was Du produzierst. Mitgefühl und Trost für diese inneren Anteile, wahrscheinlich kindlichen Anteile, die dieses Verhalten wiederholen, das wäre etwas, was aus meiner Sicht mehr helfen würde. Wenn dein inneres Kind sich hier meldet, was bringt es, mit diesem Kind zu schimpfen? Wenn Du mit einem Kind schimpfst, was lernt das Kind?
Nicht viel, außer dass es sich unverstanden fühlt und dass es vielleicht in den Widerstand geht und renitent wird. Aber wenn Du dich mit deinem inneren Kind auseinandersetzt und verstehst, was grade in ihm vorgeht und weswegen es plötzlich ja, unbedingt zeigen will, dass es gut genug ist und in dieses Gefühl kommt, nicht gut genug zu sein, Trost, Mitgefühl, Zuspruch, dass das gar nicht stimmt, dass es vielleicht irre geführt wird in sein Gefühlen. Das würde dem Kind helfen, zu lernen, das Kind neugierig zu machen und ihm zu, ja, Mut zuzusprechen, andere Dinge auszuprobieren, umzulernen, neu zu lernen, sich zu verändern, Mut zu machen, dass es das schaffen kann. Wenn die Energie dahin geht, dann förderst Du deinen eigenen Veränderungsprozess. Und hier knüpf ich auch 'n Stück weit an die Folge vom letzten Mal an, wo ich ja schon beschrieben hab, dass es verschiedene Mittel und Wege gibt, Rituale gibt, wie man Glaubenssätze verabschieden kann.
Und dass es auch verschiedene Mittel und Wege gibt, wie man neue Glaubenssätze trainieren und festigen kann. Du erinnerst dich vielleicht von dem von der Metapher mit den Autobahnen im Gehirn gegenüber dem Trampelpfad. Und der Trampelpfad, der neue Weg, der neue Weg zu denken und zu fühlen, muss trainiert werden, damit er breiter wird, durchlässiger wird und irgendwann auch ein Automatismus wird. Dafür musst Du deine Wahrnehmungsfilter natürlich anschauen. Weil wenn Du heute noch die Welt so wahrnimmst, dass sie auf deine Glaubenssätze von damals einzahlen, dann werden sie weiter gefestigt.
Also geht es drum, sich auch bewusst zu machen, wie subjektiv Du die Welt wahrnimmst, wo Du vielleicht auch zu ja, Fehlinterpretationen oder zumindest zu unnützen Interpretationen neigst. So kannst Du hier ganz viel für dich tun. Und gleichzeitig lass die Ansprüche, es schnell zu lösen, es perfekt zu lösen, es in den Griff zu kriegen, los. Weil alles braucht seine Zeit und der Prozess der Akzeptanz, der Selbstannahme und der Veränderung von Grundüberzeugung ist ein sehr vielversprechender Weg, aber eben auch ein Weg, der seine Zeit braucht. Tja, Betty, ich hoffe, dir hat diese Folge geholfen.
Und ich hoffe auch für die anderen, die mit Glaubenssätzen sehr hartnäckiger Natur zu tun haben, die sie gerne loslassen würden, war das eine hilfreiche Folge und ein hilfreicher Impuls. Wenn sie dir gefallen hat, freu ich mich natürlich über eine Rückmeldung auf Insta oder Facebook oder auch über eine Bewertung des Podcasts bei iTunes. In diesem Sinne sag ich für heute erst mal tschüs, deine Sabine.
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Ausgesucht von Sabine — weil sie gut zu dieser Folge passen.
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