Du hast Angst, dich in der Öffentlichkeit zu blamieren oder unangenehm aufzufallen? Du leidest unter der Angst, von Mitmenschen kritisiert zu werden. Das ist eine enorme Belastung und führt unbehandelt in eine soziale Isolation. Erfahre hier, dass du nicht alleine bist. Und höre dir an, was anderen dabei hilft, sich dieser Angst zu stellen. Damit du frei und unbeschwerter leben kannst.
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Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Vollständiges Transkript · 2.985 Wörter · etwa 15 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo. Herzlich willkommen bei reif für die Couch, dem Psychologiepodcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Als Psychotherapeutin vermittle ich dir Wissen rund die Themen Depression, Angst, Burn out. Dazu gebe ich dir Tools an die Hand, damit Du den Weg für deine Veränderung freimachen kannst. So erlebst Du weniger Stress, mehr Freude am Leben und innere Ruhe und das ohne, dass Du dein Leben gleich komplett auf den Kopf stellen musst.
Und wieder starte ich mit 1 Ankündigung in eigener Sache. Obwohl ich in den letzten 2 Folgen angekündigt habe, dass ich reif für die Couch nur noch alle 2 Wochen machen werde, rudere ich an dieser Stelle zurück. Ich hab mich sehr über euer Feedback und eure Rückmeldungen gefreut und ich hab so viel positiven Zuspruch bekommen, doch weiterzumachen und bitte dranzubleiben und wöchentlich weiter den Podcast zu veröffentlichen, dass ich mir jetzt vorgenommen habe, das einfach bis zum Ende des Jahres zu tun. Also vielen Dank dafür, dass ihr im Hintergrund mitarbeitet, mich ermutigt und ja, mich auch unterstützt. Vielleicht werden die Folgen im Augenblick etwas kürzer, etwas knackiger, aber das kommt dir als Zuhörer ja auch zugute.
Heute ist das Thema, keine Angst vor anderen Menschen. Anders ausgedrückt, wir reden über ein Krankheitsbild, was in der Fachsprache, wenn die Symptome sehr deutlich ausgeprägt sind, die soziale Phobie ist. Sie gehört zu den Angststörungen. Betroffene haben Angst, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren oder unangenehm aufzufallen. Und da merkst Du schon, ein bisschen soziale Phobie steckt in jedem von uns, weil wer kann sich schon von dieser Angst freimachen?
Wer wem ist es egal, wenn er sich in der Öffentlichkeit blamiert oder unangenehm auffällt? Ich kenne da, glaub ich, keinen einzigen Menschen. Wenn allerdings eine soziale Phobie vorlegt, also die Symptome sehr stark sind, dann ist die Angst, ständig da und unglaublich stark von anderen negativ bewertet zu werden. Und Du kannst dir vorstellen, dass das eine enorme Belastung für die Betroffenen ist und es führt letztendlich auch in soziale Isolation, weil der Mensch zieht sich dann komplett zurück. Mit der sozialen Phobie ist es aus meiner Sicht ein bisschen wie mit allen psychischen Erkrankungen.
Sie sind eigentlich eine übersteigerte Form von alltäglichen Vorkommnissen. Egal, ob wir jetzt von Emotionen reden, von Gedanken, von der Verhaltensebene, ich versuch das mal mitm Beispiel zu machen, eine Magersucht zum Beispiel ist ein sehr restriktives Essverhalten, wo derjenige sich konsequent runterhungert. Das ist natürlich eine, ja, die oder das alltägliche Vorkommnis kennst Du wahrscheinlich, wäre nicht schon mal auf Diät und hat für eine Zeit lang sehr rigide gegessen. Hat vielleicht irgendwelche Crashdiäten ausprobiert. Die Magersucht ist eine andauernde Crashdiät und ja, man kommt eben alleine nicht mehr raus, weil sich das Ganze irgendwann verselbstständigt.
Aber am Ende kennen wir diesen rigide Essverhalten alle. So ist es auch mit den Ängsten. Wir alle kennen Ängste. Angst ist 1 unserer wichtigsten Gefühle und gehört zu unserem Leben dazu. Wenn die Angst aber ausufert, sich zu stark ausbreitet, dann wird sie erst zu 1 psychischen Erkrankung.
Ein normales Angstmaß, was immer dann auch normal ist, da würde niemand von einem psychischen Problem sprechen, denn Angst ist etwas ganz Alltägliches. Also zurück zur sozialen Phobie. Menschen haben große Angst davor, unangenehm aufzufallen durch ihr Verhalten oder auch durch die Angstsymptome selber, also Schwitzen und Erröten ist für diese Menschen ein wirklich großes Problem. Sie befürchten nämlich, dass andere das sehen können und sie auslachen dafür. Der Kontakt mit anderen Menschen wird zur Qual.
Auf welche Situation sich die Angst setzt, ist sehr unterschiedlich. Aber ähnlich wie im Alltäglichen, es gibt Menschen, die haben Angst, frei zu sprechen. Und diese Angst vor Präsentationen in der Öffentlichkeit davor eine Rede zu halten, die kennen ja wirklich viele von uns. Bei manchen Menschen setzt sich aber auch die Angst auf das Thema Urinieren in öffentlichen Toiletten. Das ist für diese Menschen nicht mehr möglich.
Sie entwickeln eine wahnsinnige Angst davor. Oder vor dem Thema öffentliches Essen. Essen mit anderen in der Öffentlichkeit beim Essen gesehen werden wird für diese Menschen zu einem riesigen Angstthema. Es kann sein, dass jemand sehr ausgeprägt auf all diese Situationen bezogen Ängste hat. Manchmal bleibt es aber auch in einem sehr kleinen Bereich erst mal stehen.
Es kommt 'n bisschen darauf an, welche Strategien die Personen damit gefunden haben, umzugehen. Für dich vielleicht noch wichtig zu wissen, Frauen sind doppelt so häufig davon betroffen wie Männer. Ich finde, das deckt sich auch mit der alltäglichen Beobachtung. Und meistens beginnen diese Auffälligkeiten schon in der Jugend, dass da schon besonders große Schamgefühle, Schüchternheitsgefühle entwickelt werden. Und da hab ich auch schon die Emotion genannt, die neben der Angst ein wichtiger Aspekt der sozialen Phobie ist und das ist die Scham.
Und auch Scham ist ein Gefühl, was jeder Mensch mitbekommen hat. Ganz wichtig, was könnte die Funktion von Scham sein? Überleg mal, wofür ist Scham gut? Der Mensch ist ein Wesen, wir leben in sozialen Gemeinschaften. Und in der sozialen Gemeinschaft müssen Regeln eingehalten werden.
Und wenn wir Regeln nicht einhalten, dann sollten Empfindungen wie Scham, teilweise sogar Schuld anspringen. Die sorgen quasi dafür, dass wir uns in einem sozialen Gefüge bewegen können. Du siehst also, bei der sozialen Phobie ist das außer Kontrolle geraten dieses Schamgefühl, weil plötzlich schämt man sich für ganz normale Dinge, nämlich in der Öffentlichkeit zu reden, öffentliche Toiletten zu benutzen oder in der Öffentlichkeit zu essen. Vermeidung ist wie bei allen Ängsten auch hier das Hauptproblem, weil die meisten Menschen, die mit vielen dieser Ängsten zu tun haben, anfangen, die Situation zu vermeiden. Sie sprechen nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Okay, das geht noch. Man kann sich guten Leben bauen ohne freies Sprechen, wenn der Job es erlaubt. Das nicht mehr auf die Toilette gehen im öffentlichen Raum wird schon schwieriger, weil Du musst dich ja immer in der Nähe 1 Toilette aufhalten, die für dich okay ist. Das heißt, die Angst schränkt dich schon ziemlich ein. Nicht mehr in der Öffentlichkeit zu essen ist auch erst mal möglich, aber auch eine ganz schöne Einschränkung, je nachdem, wie Du lebst.
Du musst immer alleine sein, wenn Du etwas essen möchtest. Also Vermeidung füttert die Angst. Das weißt Du schon aus den vorhergehenden Folgen zum Thema Angst. Und weil die Angst gefüttert wird, wächst sie an. Sie breitet sich aus.
Sie setzt sich auf andere Situationen oder sie verstärkt sich noch bezogen auf einzelne Angstsituationen. Deswegen nimm mit bei Angst, Vermeidung ist nie eine gute Idee, weil Du Freiräume ausgibst. Sie schränkt dich ein. Wieso tritt soziale Phobie auf? Wie bei jeder psychischen Erkrankung gibt es natürlich ein komplexes Erklärungsmodell sehr individuell im Hintergrund.
Diese Angst, ich hatte es schon gesagt, ist in uns allen angelegt. Jeder von uns ist ein bisschen sozialphogisch. Je nach Lerngeschichte, zum Beispiel hast Du von deinen Eltern Modell gelernt. Du hast dir angeguckt, wie deine Eltern mit solchen Situationen umgegangen sind. Und da gab es ja noch kritische Lebensereignisse, ungünstige Lebensereignisse.
Vielleicht bist Du als Kind gehänselt worden, vielleicht haben Lehrer dich bloßgestellt. Es kann dir ja alles Mögliche passiert sein, gerade so in der Phase der Pubertät, der Umbruchsphase bist Du besonders anfällig für diese Schamgefühle, weil der Körper sich ja auch so verändert. Und wenn dann zum Beispiel in der Schule noch sehr unschöne Situationen dazukommen, dann kann es sein, dass Du dich ganz schnell zurückziehst und sehr schüchtern in den Hintergrund trittst und versuchst, nicht mehr aufzufallen. Und diese Verhaltensweise, die erst mal ganz verständlich ist, bild dann sozusagen die Basis für eine spätere Sozialphobie. Zu meinem großen Bedauern und das habe ich schon oft gesagt, lernen unsere Kinder und Jugendlichen ja in der Schule nicht, wie man mit unangenehmen Emotionen umgeht.
Sie lernen viele andere, na, oft uninteressante Dinge, aber das lernen sie eigentlich nicht und ich finde es so wichtig. Es sollte auf jedem Lehrplan stehen, dass man Kindern erklärt, wie sie mit Emotionen umgehen. Viele Eltern können das nicht leisten. Viele Eltern können es selber nicht gut und es wäre so wichtig, dass diese Themen auch in unserem Bildungssystem ihren Platz finden. Aber gut, ich verlaufe mich, deswegen ich komm zurück zum Thema soziale Phobie.
Also wie das entsteht, weiß man nicht genau. Es gibt auslösende Situationen, es gibt Modelllernen vorneweg. Es gibt vermutlich auch eine genetische Disposition für eine erhöhte Ängstlichkeit. Und all das führt, wenn die Konstellation ungünstig ist, dazu, dass man vielleicht sehr, sehr starke Ängste entwickelt. Ja, was nun?
Also wenn wir's auch nicht richtig erklären können, ist für uns Verhaltenstherapeuten ja eher immer die Frage, so what, was können wir tun, damit es dir besser geht, wenn Du darunter leidest? Und 1 weißt Du auch schon aus den vorherigen Folgen, unangenehme Gefühle sind wichtig. Angst, Traurigkeit, Scham sind Gefühle, die bringen immer eine Botschaft mit und sie erfüllen einen Zweck. Das heißt, sie wegzudrücken und Situationen zu vermeiden, in denen sie nicht auftreten, ist eine Art von Lernverweigerung. Das heißt, die Situationen, in denen Du das erlebst, sind für dich Lernmöglichkeiten.
Und da ist dann die Lösung auch schon für mich ganz klar, versuche sie willkommen zu heißen. Lass sie einfach sein, lass diese Lernsituation geschehen und schau erst mal, was wollen die Gefühle, die da auftreten, die unangenehmen Gefühle, mir sagen? Und zu deiner Beruhigung, Angst ist nur ein Gefühl. Es ist nur eine Körperreaktion, oft gekoppelt mit einem bestimmten Gedankenmuster, nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn die Angst sehr, sehr bedrohlich wirkt und sehr starke Körperreaktionen mit sich bringt, es ist nur ein Gefühl.
Ich hab ein Beispiel für dich aus meiner Praxis. Eine junge Frau kam, die war Anfang 20, war grade in der Berufsschule, beschrieb sich selber als sehr introvertiert und sehr schüchtern gegenüber Lehrern, gegenüber Mitschülern und gegenüber Kollegen und ja, Anleitern, Anweisenden im Betrieb. Grade im Betrieb war das Thema sehr schwierig, weil das Verhaltensweisen waren, die beruflich hier nicht so gewünscht waren, sondern da wünschte man sich jemanden mit mehr Bereitschaft, ins Gespräch zu gehen, jemanden, der ja, extrovertierte Auftrag. Sie hatte schon immer eine Tendenz, sich für alles Mögliche im sozialen Kontext zu schämen und hier im Betrieb fing sie erst recht an, sich zu schämen. Sie bekam dann auch 1.
Kritische Rückmeldungen, weil man ihr gesagt hat, hey, Du bist sehr zurückhaltend. Man weiß so gar nicht, was in dir vorgeht. Und das traf sie wie ein Erdbeben, dass man sie darauf angesprochen hat, ja. Das war ihr vorher so in der Schule nicht passiert und sie hat das völlig aus der Bahn geworfen, sodass sie sich sofort hat krankschreiben lassen, weil sie gedacht hat, da kann ich nicht noch mal hingehen. Also sie saß mit der Krankschreibung zu Hause, versuchte dann ein paarmal wieder arbeiten zu gehen und stellte fest, dass schon die Fahrt zur Arbeit für sie die blanke Hölle wurde, weil sie nicht mehr in der S-Bahn sein konnte, weil sie auch da nicht mehr aushalten konnte, dass andere Menschen sie anguckten, weil sie das Gefühl hatten, dass die sehen konnten, wie unwohl sie sich fühlt.
Versetz dich mal in ihre Lage rein. Was denkst Du? Was war die Botschaft, die Scham und die übermäßige Angst für sie im Gepäck hatten? Na ja, ist gar nicht so einfach, wenn man das 1. Mal darüber nachdenkt, ne.
Ich hab's ja hier leichter. Ich hab ja den therapeutischen Prozess mit ihr hinter mir. Bei ihr ging es Selbstliebe und Selbstbewusstsein. Sie hatte nicht die Kraft von innen heraus, sich selber zu stärken. Und wenn sie deswegen von anderen ja, in irgendeiner Form angesprochen wurde, auch sehr konstruktiv, ja?
Gar nicht, die Kritik war gar nicht schlimm vorgebracht. Aber die die kleinste, wahrgenommene Kritik war für sie wie eine Katastrophe, weil sie sich von innen nicht stärken konnte. Also da war zu wenig Selbstliebe und zu wenig Bewusstsein über die eigenen Stärken, was sie kann. Und das war mit ihrer Lebensgeschichte total konform, weil sie durch eine alkoholkranke Mutter relativ oft in der Familie ja, wenn die Mutter betrunken war, schlimme Entwertungen erlebt hatte. Die Mutter hat da ja, sehr stark ausgeteilt in solchen Momenten.
Und es gab überhaupt wenig Bestätigung dafür, dass sie ein toller Mensch, ein tolles Kind ist, wenig Anerkennung für das, was sie alles konnte, was sie alles geleistet hat. War 'n Elternhaus, was eher durch Kritik geprägt war, weniger durch Liebe, durch Zuneigung, durch Anerkennung. Und die Geschichte mit der Alkoholkrankheit der Mutter hatte auch den Aspekt, dass die ganze Familie versucht hat, diese Erkrankung zu verstecken. Und das war dann mit viel Scham behaftet, weil das war in dem kleinen Ort überhaupt nicht möglich, indem sie aufgewachsen ist. Letztendlich wussten alle Bescheid, sie haben's trotzdem wie so eine, na ja, sie haben trotzdem so getan, als wäre es nicht so.
Alle haben's irgendwie akzeptiert, aber auch meiner Patientin war klar, dass eigentlich jeder es weiß und deswegen hat sie sich oft vor ihren Klassenkameraden, vor ihren Freundinnen, vor Nachbarn geschämt für ihre Mutter. Also die Situation im Beruf, wo das Ganze noch mal so hoch eskaliert ist, war so der der deutlichste Moment, an dem ihr ihre Gefühle gespiegelt haben, Du musst was tun. Du musst andere Quellen aufmachen, die dir helfen, in die Selbstliebe zu kommen und dein Selbstbewusstsein aufzubauen. Und falls das jetzt auch dein Thema ist, fragst Du dich, ja, wie soll das gehen? Ich hab ja dazu schon eine ganze Folge gemacht, die kannst Du dir auf jeden Fall mal anhören, aber hier kommt jetzt sozusagen die Lösung im Schnelldurchgang.
Eine Möglichkeit ist, dich erst mal von diesen Angst- und Scham Selbstwertgeschichten, die dein Verstand dir ständig erzählt, zu distanzieren. Erkenne erst mal an, dass dein Verstand, der dir ständig irgendwelche Gedanken reingibt, die nicht hilfreich sind, für dich grad ein ganz schlechter Berater ist. Du weißt ja 1 meiner Lieblingssätze, ich glaube mir nicht alles, was ich denke. Dein Verstand sieht die Welt durch eine sehr eingeschränkte Perspektive, durch deine Lerngeschichte. Und nicht alles, was er dir sagt, ist wahr, sondern es ist ganz häufig eingeengt und es ist teilweise auch einfach Quatsch.
Und wir haben die Fähigkeit, uns von unseren Gedanken zu distanzieren, denn wir können uns beim Denken zugucken. Du kannst sagen, ich denke, mhm, mhm und damit bist Du schon ein Stück weit distanziert von der Botschaft dahinter. Ich denke, dass ich nichts wert bin, fühlt sich schon mal anders an wie, ich bin nichts wert. Dieser Satz lädt zum Verschmelzen ein. 1 andere Möglichkeit, wie Du mit dem Selbstwert arbeiten kannst, ist die innere Anteilsarbeit, das innere Team.
Auch dazu gibt's schon einige Folgen und hier bei dieser Patientin und vielleicht auch bei dir ist es der innere Kritiker, der außer Rand und Band ist. Finde einen Weg, ihn ins innere Team zu integrieren. Lass dich von deinem inneren Kritiker, dieser inneren Stimme, die immer nur an dir rumwickelt, nicht weiter tyrannisieren, sondern integrier sie ins Team und mach sie dir zu nutzen. Sie kann ein Entwicklungspuscher sein, wenn sie sich ins Team integriert. Kleine Themen, mit denen Du an deinem Selbstwert arbeiten kannst, ist, feiere ganz bewusst deine Erfolge.
Stärke dich jeden Tag durch einen positiven inneren Dialog, indem Du dir selber sagst, dass Du toll bist, dass Du dich für das bestärkst, was Du alles schaffst. Und sei natürlich sehr achtsam mit deinen Gedanken und Gefühlen. Es sind nur Gedanken und Gefühle. Und als solche musst Du sie betrachten lernen und sie nicht zu deiner Wahrheit machen. Das Thema Angst nahm in der Behandlung natürlich ein, also mit der Patientin hab ich ganz viel davon gemacht.
Und das Thema Angst nahm in der Behandlung einen zweiten zwar haben wir natürlich darüber gesprochen, wie gehen wir hier mit Angst Vermeidung, hatt ich vorhin schon gesagt, ist nicht die Lösung. Also haben wir identifiziert, wo sie überall vermieden hat. Und sie hat sich klein, Wir haben bei Wir haben bei der Angst viel damit gearbeitet, dass Gefühle kommen und gehen. Was ist das Wesen von Gefühlen? Was können Gefühle?
Was können Gefühle nicht? Ich hab's vorhin gesagt, Angst ist nur ein Gefühl und Du bist nicht dein Gefühl. Dann haben wir hier auch die Möglichkeit genutzt, sie in den Austausch mit anderen zu bringen, indem wir Personen aus ihrem Umfeld identifiziert haben, mit denen sie endlich angefangen hatte, über das Thema zu reden. Ich hatte schon gesagt, ein bisschen soziale Phobie steckt in jedem von uns. Und wenn Menschen mit uns über solche Ängste reden, das verstehen wir, das verstehen wir alle.
Und hier haben wir eben Vertrauenspersonen ausgemacht, mit denen sie dann Gespräche geführt hat und sich endlich geöffnet hat zu dem Thema, was ganz wichtig war, weil sie verstanden hat, sie ist nicht allein und sie konnte von anderen lernen, was sind das für Strategien, die ihr anwendet? Und daher ist meine Empfehlung auch ganz klar, wenn das dein Thema ist, geh raus damit. Rede mit anderen Menschen drüber. Ich bin mir sicher, dass Du nur Menschen triffst, die dich verstehen können. Solltest Du wirklich schon eine soziale Phobie haben im wirklichen Erkrankungssinne mit allen Symptomen, die dazugehören, dann würd ich dir empfehlen, such dir eine Therapie oder such dir einen Therapeuten, mach eine Therapie.
Ängste sind wirklich gut behandelbar mittlerweile und es wäre schade, wenn Du weiter damit im Hintergrund kämpfst. Und der Therapeut ist ein Mensch, der dich von allen wirklich, wirklich, wirklich am wenigsten verurteilen und abwerten wird, weil er weiß, wie viele Menschen davon betroffen sind und weil er oder sie auch selbst dieses Gefühl kennen, so wie ich es auch kenne. So, ja, das war's für heute. Ich hoffe, die Folge keine Angst vor anderen Menschen hat dir gefallen. Wenn das so ist, freu ich mich über eine positive Bewertung bei iTunes.
Und ansonsten freu ich mich natürlich auch, dich auf meinen sozialen Kanälen Facebook und Instagram zu treffen. Ich danke dir und sage tschüs an dieser Stelle. Deine Sabine.
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