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Nervensystem Folge 118 · 27. Mai 2021 · 13 Min
Cover: „Liebevolle Güte" - Übung & Meditation für einen positiven Umgang mit dir selbst

„Liebevolle Güte" - Übung & Meditation für einen positiven Umgang mit dir selbst

0:00 13 Min

Worum geht's?

Genieße eine wunderbare Übung zur liebevolle Güte. Die Übung dient deiner Entspannung und dem liebevollen Blick auf dich selbst. Warm und mitfühlend darfst du dich betrachten und einfach „mit dir sein", voller Akzeptanz. Danach stelle ich dir Reflexionsfragen zur Verfügung, die dir helfen, mit der Übung deinen persönlichen Weg weiter zu gehen.

Mehr Infos www.sabinebimmler.de

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 1.202 Wörter · etwa 6 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo. Herzlich willkommen bei Reif für die Couch, den Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Ich freue mich, dass Du heute wieder dabei bist. Mein Name ist Sabine, ich bin Psychotherapeutin aus Köln und heute wird unser Thema das Thema der liebevollen Güte sein. Viele von euch haben sich gewünscht, dass ich mehr Übungen einspreche, weniger ja, Wissen teile, kognitives Material zur Verfügung stelle, sondern mehr in die Übung gehe und diesem Wunsch entspreche ich heute, indem ich euch Übungen, ja, eine Übung siehst, mehrteilig vorstelle zur liebevollen Güte.

Liebevolle Güte ist eine Eigenschaft, die uns helfen kann, schwierige Erfahrung zu ertragen. Es geht darum, nicht gegen etwas anzukämpfen, was wir nicht ändern können, sondern es geht darum, eine warme, mitfühlende Betrachtung deiner selbst und auch anderen zu praktizieren. Die Meditation, die wir gleich anfangen, ist eine der ältesten und beständigsten Übungen für mentale Gesundheit in der Geschichte der Menschheit. Es gibt Schriften, die weisen darauf zurück, dass schon vor 2500 Jahren die liebevolle Güte kultiviert wurde. Und deswegen würde ich jetzt gern beginnen mit 1 Meditation, die ich dir zur Verfügung stelle.

Und Du kannst diese Folge natürlich nach der Meditation schließen. Ich versorge dich hinterher aber tatsächlich noch mit Ideen zum täglichen Üben und Reflexionsfragen. Und ich würde dir jetzt vorschlagen, dass Du dich ganz bequem zurückziehst, dir einen bequemen Stuhl oder ein Meditationskissen besorg vielleicht magst Du dich auch hinlegen und Du kannst erst mal beginnen, auf deine Atmung zu achten, so wie Du's vielleicht aus anderen Meditationsübungen schon kennst. Fasse deine Sitzposition so an, dass es für dich so bequem wie möglich ist. Wenn Du während der Übung deine Position verändern möchtest, dann tu dies gerne.

Richte nun einen Teil deiner Aufmerksamkeit auf den Fluss deines Atems. Tu dies einfach nur so ohne Bewertung. Beobachte einfach nur, wie Du ein- und ausatmest, wie es dich ein- und ausatmet. Sammle dein Bewusstsein an der körperlichen Handlung des Atems und folge einfach dem Strom der Atmung von Augenblick zu Augenblick. Forme nun in Gedanken ein Bild von dir selbst.

Stell dir vor, dass Du in der gleichen Position sitzt, wie Du momentan sitzt. Du kannst dich selbst als Kind sehen, unschuldig und es wehrt, Liebe und Güte zu erfahren. Wenn es für dich schwierig ist, die Vorstellung des Kindes zu haben, nimm dich einfach in dem Alter, wie Du jetzt bist. Aber betrachte dich mit freundlicher und liebevoller Anerkennung. Erkenne nur für einen Moment, dass alle Lebewesen den Wunsch haben, glücklich und frei zu sein, frei von Sorgen, frei von Schmerz.

Und alle Menschen haben ein angeborenes Bedürfnis, sich geliebt zu fühlen und mit Freundlichkeit und Akzeptanz behandelt zu werden. Mach dir bewusst, dass dieser Wunsch, glücklich und frei von Leiden zu sein, völlig in Ordnung ist. Und während Du dies tust, fang leise an, die folgenden Sätze zu wiederholen. Möge ich erfüllt sein mit liebevoller Güte. Möge es mir gut ergehen.

Möge ich friedlich und gelassen sein. Möge ich glücklich sein. Ich wiederhole die Sätze noch mal, Du kannst sie wieder leise für dich mitsprechen. Möge ich erfüllt sein mit liebevoller Güte. Möge es mir gut ergehen.

Möge ich friedlich und gelassen sein. Möge ich glücklich sein. Behalte einen Geist von dir, ja, als Bild vor dir, während Du diese Sätze wiederholst. Erlaube, den Rhythmus der Wiederholung mit deinen deinem Atem fließen zu lassen. Erlaube dir, dich sanft aber mit 1 Stimmung der Unerschütterlichkeit auf diese Übung einzulassen.

Erlaube deinem Herzen, sich zu öffnen für die Bedeutung dieser Worte. Und wenn Du mit dieser Übung fortfährst, so lass das Gefühl, geliebt zu werden und mit bedingungsloser Güte behandelt zu werden, sich mit dem Strom der Worte zu vermischen. Wann immer deine Gedanken abschweifen, was ein unvermeidbares Verhalten unseres Geistes ist, führe deine Gedanken sanft zurück zu den Sätzen, dem Bild von dir und dem Gefühl, geliebt zu werden. Möge ich erfüllt sein mit liebevoller Güte. Möge es mir gut ergehen.

Möge ich friedlich und gelassen sein, möge ich glücklich sein. Es ist normal, dass Ablenkung kommen und gehen. Praktiziere eine warme, akzeptierende Haltung dir selbst gegenüber, während Du mit der Übung fortfährst. Erlaube dir, sanft deine Aufmerksamkeit zurück auf die Wiederholung der Worte zu richten, so oft, wie Du es für erforderlich hältst. Wenn die Zeit, die Du dir selbst für die Aufgabe gegeben hast, vorbei ist, lass die Sätze ganz einfach los.

Während Du ausatmest, lass das Bild von dir selbst und den bewussten Fokus auf die Gefühle der Wärme und des Mitgefühls ebenfalls los. Erlaube dir, einfach bei dem Strom deiner Atmung zu sein. Einatmen im Bewusstsein, dass Du einatmest und ausatmen im Bewusstsein des Ausatmens. Und während Du ausatmest, erlaubst Du deinen Augen, sich zu öffnen und Du erlaubst dir, diese Übung zu beenden. Eine wunderschöne Meditation.

Weniger als 7 Minuten hat sie gedauert und die liebevolle Gutemeditation kannst Du täglich trainieren, immer wieder. Du brauchst weniger als 10 Minuten am Tag. Du kannst sie natürlich ausdehnen, indem Du die Sätze öfter wiederholst. Es lohnt sich, eine tägliche regelmäßige Praxis beizubehalten. Lieber kürzer und öfter als lange Einheiten vielleicht nur ein bis zweimal die Woche.

Vielleicht hilft es dir auch immer, mit dieser Tonaufzeichnung zu üben. Vielleicht magst Du's dir aber auch selber vorsprechen. Es lohnt sich nachher 2, 3 kleine Beobachtungen zur täglichen Praxis aufzuschreiben. Und hier kommen, wie versprochen, die Reflexionsfragen. Fragen, die Du dir nach der ersten Woche des Trainings, der Übung mit liebevoller Freundlichkeit stellen kannst.

Wie häufig hast Du während der letzten Woche die Übung durchgeführt? Wie lange hast Du die Übung jeweils praktiziert? Wie empfindest Du die Audioanleitung oder hast Du die Übung aus dem Gedächtnis durchgeführt? Hast Du dir vielleicht selbst deine Audioanweisung aufgesprochen? Was fiel dir an deinen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen während der Übung auf?

Spätestens hier bewährt es sich, wenn Du dir kurz Notizen nach dem Durchführen der Übung gemacht hast. Inwieweit unterscheidet sich diese Art zu denken und mit dir umzugehen, von deiner üblichen Art mit dir umzugehen? Wie könnte diese Übung in Zusammenhang stehen mit den derzeitigen Problemen und schwierigen Gefühlen, denen Du dich gegenübersiehst? Wie könnte diese Übung dir helfen, mit diesen anders umzugehen? Tauchten Hindernisse oder Schwierigkeiten auf, als Du diese Übung startetest oder durchführtest?

Und Transferfragen kommen jetzt. Wie könnte etwas von dem Wesen der liebevollen Freundlichkeit in Begegnungen mit anderen Menschen einfließen? Was könntest Du davon in Begegnungen, Beziehungen einbringen? Und wie könnte etwas von dem Wesen der liebevollen Freundlichkeit in der Beziehung zu dir selbst intensiviert werden. Wie könntest Du die liebevolle Freundlichkeit dir gegenüber anders praktizieren?

Ich hoffe, die Übung hat dir gefallen. Ich hoffe, die Anregung, ja, mit liebevoller Güte mit dir selbst umzugehen, ist für dich ein Impuls, deinen inneren Kritiker in dein inneres Team anders zu integrieren und eine andere Art des Selbstdialogs mit dir zu praktizieren. In der nächsten Woche stell ich dir eine neue Imagination vor, wo es darum geht, dieses mitfühlende Selbst in 1 Imagination sich auszumalen, zu treffen, zu sprechen. Freu dich darauf, wenn Du Fragen hast zu der Übung. Du weißt, wo Du mich findest, Sabine Bimmler Punkt d e, da findest Du alle Informationen, auch die Kontaktdaten.

Ich wünsch dir einen wunderbaren Tag. Tschüs.

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