Die Stimme des inneren Kritikers sagt uns den ganzen Tag, was wir alles nicht können. Um so wichtiger ist es, sich der eigenen Ressourcen bewusst zu werden. Anhand der Ressourcenlandkarte verschaffst du dir einen Überblick, über all die Dinge, die dich stärken. Höre rein und richte deinen Blick auf das, was du kannst, hast und was stärkend ist.
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Leg los. ich freue mich auf dich! Deine Sabine
Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Leg los. ich freue mich auf dich! Deine Sabine
Vollständiges Transkript · 2.997 Wörter · etwa 15 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo, herzlich willkommen bei, dem Podcast für alle Erschöpften, die sich ein kleines bisschen besser fühlen möchten. Mein Name ist Sabine. Ich hoste diesen Podcast, bin Psychologin, Psychotherapeutin, systemischer Coach und heute habe ich für dich eine Folge über die sogenannte vorbereitet. Wenn Du also grade erschöpft bist, das Gefühl hast, dein innerer Kritiker ist wahnsinnig laut und erzählt dir den ganzen Tag, was Du alles nicht leisten kannst, was Du alles nicht für Kompetenzen hast, was alles nicht hinkriegst, dann ist diese Folge genau das Richtige für dich. Denn ich möchte dir helfen, deinen Blick auf das zu richten, was Du kannst, was dir guttut, welche Dinge Du hast, die dich stärken, wie Du gute Gefühle erleben kannst und woran Du Spaß hast.
Ich freu mich, dass Du hier bist. Schön, dass Du eingeschaltet hast und jetzt geht's los. Wenn Du den Podcast schon einige Zeit verfolgst, weißt Du, dass ich öfter über das Thema Grundbedürfnisse rede. Jeder Mensch, auch Du, hat seine Grundbedürfnisse. Und die sind sich ja, die sind relativ einfach zu formulieren.
Jeder von uns möchte sich selbst als kompetent erleben. Wir möchten das, was wir in Angriff nehmen, schaffen. Wir möchten sehen, was wir können. Wir möchten Erfolge haben. Dann gibt es ein weiteres Bedürfnis nach Freiheit und Autonomie erleben.
Wir möchten in unseren Entscheidungen frei sein. Wir möchten frei über unsere Zeit bestimmen. Wir möchten darüber bestimmen, mit wem wir unsere Zeit verbringen, wie wir sie verbringen, was wir mit unserer Zeit anfangen. Das ist natürlich nicht 24 Stunden 7 möglich, aber es ist wichtig, dass es in deinem Leben Zeiten gibt, wo Du genau das fühlen und erleben kannst. Das weitere, ein weiteres Bedürfnis ist das Bedürfnis nach Anerkennung.
Wir möchten, dass andere Menschen sehen, was wir können und dass sie uns dafür wertschätzen, uns eine positive Rückmeldung geben, uns für das, was wir tun, ja, positiv bestärken. Die letzten 2 Bedürfnisse sind erstens, dass Bedürfnisse nach Nähe. Der Mensch ist ein Rudeltier, sage ich immer. Also wir sind dafür geboren, in sozialen Gruppen zu sein, uns dort zu bewegen und wir brauchen diese Nähe und diesen Schutz der Gruppe, damit es uns gut geht. Und wir sind ein spaßgetriebenes, ja, Wesen.
Wir möchten Lust erleben, wir möchten Spaß erleben, wir möchten Dinge machen, die uns guttun. Das sind die Grundbedürfnisse, die jeden Menschen antreiben, also auch dich. Und deine Ressourcen sollten in Verbindung mit diesen Grundbedürfnissen stehen. Das heißt, all das, was Du gleich an Ressourcen für dich finden wirst, kannst Du rückkoppeln und kannst gucken, auf welches Bedürfnis zahlt das sozusagen ein? Ja?
Und jetzt legen wir los. Ich würde dir empfehlen, wenn Du kannst, ein weißes Blatt Papier zur Hand zu nehmen oder Du hörst dir die Folge erst mal an und machst das in einem weiteren Schritt. Aber auch hier gilt wieder, was ich auch so oft sage, schreib es nieder, es wird dir helfen. Und die Ressourcenlandkarte kannst Du sogar malen. Ich arbeite in der Regel in der Praxis da mit 'ner klassischen Mindmap.
Das ist für mich am einfachsten. Ich hab auch selbst meine Ressourcen Mindmap und hoffe, dass ich auch dich mit dieser Folge dazu motivieren kann, deine Ressourcen Mindmap anzulegen. Also welche Zweige hat die Ressourcen Mindmap? Die 1. Frage, die Du dir stellen kannst, ist, was kann ich alles?
Was kann ich alles? Was hab ich in meinem Leben schon gelernt? Und jeder von uns hat jede Menge erreicht, auch Du. In einem ersten Schritt kann man sagen, Du kannst sprechen, Du kannst laufen, Du kannst dich bewegen, Du kannst schreiben. Du kannst rechnen.
Das sind so ganz ja, Basisfähigkeiten, die die meisten Menschen in unserer Gesellschaft mitbekommen. Den Faden kannst Du aber natürlich noch weiterspinnen, weil ich bin sicher, dass Du noch viel mehr in deinem Leben gelernt hast als das, was bereits schon in der Kindheit angereichert wird. Weil das ist das, was wir tun. Wir wir lernen unser Leben lang. Also, was kannst Du alles, kann starten mit der Frage, was hast Du in deinem Leben schon alles gelernt?
Und nimm deine Antworten, die dir den Kopf schießen, bitte nicht auseinander. Der innere Kritiker darf grade mal schweigen und sich das in Ruhe aus 'ner Distanz angucken. Schreib einfach auf, was dir in den Sinn kommt. Und wenn es dir in einem Impuls noch so banal vorkommt. Die 2.
Frage, die dir hilft, diesen Arm der zu füllen, ist, was hast Du alles schon erreicht? Was sind Dinge in deinem Leben, auf die Du stolz bist? Abschlüsse, die Du gemacht hast, Partnerschaften, die Du gehabt hast, Dinge, die Du einfach geschafft hast. Was hast Du in deinem Leben schon erreicht? Und auch hier, der innere Kritiker darf schweigen, weil wenn der bei dir grad besonders aktiv ist, wird der jetzt so was schreien wie, gar nichts, Du hast gar nichts erreicht.
Du hast vielleicht mal was gehabt, aber jetzt im Augenblick hast Du gar nichts. Das ist seine Wahrheit und seine Sicht der Dinge, aber die musst Du als Gesamtperson nicht für dich übernehmen, sondern bleibt dabei, dass Du bereits Dinge erreicht hast. Eine weitere Frage, die dir hilft, diesen Arm der zu füllen, ist, was sagen andere Positives über dich? Was mögen andere Personen an dir? Was sagen sie?
Was kannst Du gut? Was zeichnet dich aus als Person, als Mensch? Kannst Du gut planen und organisieren? Kannst Du vielleicht gut mit Menschen umgehen? Bist Du empathisch?
Wie kreativ bist Du? Ist das vielleicht eine deiner Stärken? Diszipliniert bist Du vielleicht mit Disziplin und Durchhaltevermögen gesegnet? Bist Du mutig? Bist Du verlässlich?
Es gibt so viele Talente, Eigenschaften, die jeder von uns hat. Such deine. Was kannst Du gut? Kannst Du gut kochen? Kochen ist ein kreativer Prozess, aber auch ein handwerklicher.
Was kannst Du besonders gut? Bist Du sensibel? Hast Du feine Antennen? An alle Hochsensiblen, das ist manchmal eine Last, aber das ist auch eine Gabe, die ihr da habt. Und so mit diesen Fragen kannst Du dich durcharbeiten durch die Kernfrage, was Du alles kannst.
Und diese Mindmap darf leben. Du darfst es immer wieder ergänzen. Ich würde dir raten, sie auf jeden Fall aufzubewahren, sie immer wieder in deinem Entwicklungsprozess hervorzukramen und einfach Dinge zu ergänzen, die dir vielleicht erst später klar werden oder Dinge hinzuzuschreiben, die Du lernst auf deinem Weg. Dann kommen wir zum zweiten Bereich der Mindmap, deinem sozialen Umfeld. Wen gibt es in deinem sozialen Umfeld, der dir besonders guttut?
Gibt es da vielleicht jemanden aus der Familie? Gibt es Freunde? Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannte zum Beispiel aus Vereinen, Kursen oder aus anderen Gruppen, an denen Du teilnimmst? Welche Helfer hast Du in deiner Nähe? Dazu gehören zum Beispiel Ärzte, Heilpraktiker, Therapeuten jeglicher Art, auch Physiotherapeuten, Logopäden, all das, was therapiert werden kann, wo Du Unterstützung bekommst und ja, deine Fähigkeiten erweitert werden.
Gibt es vielleicht in deinem Umfeld Impulsgeber? Vielleicht liest Du gerne in Blogs, hörst gerne Podcasts, was andere Vorbilder, Orientierungsgeber, die für dich ein positives Modell sind, wo Du sagst, ja, so möchte ich leben, so kann ich leben, von dem möcht ich einen Teil übernehmen von diesem Mensch. Also, der Mensch ist ein Hudeltier, ich sagte es zu Beginn. Wir brauchen ein soziales Umfeld, in dem wir uns eingebettet fühlen. Und hier würd ich dir raten, einfach mal aufzuzeichnen, vielleicht dich auch in die Mitte und einfach drum herum zu schreiben, wen gibt es da alles aus den unterschiedlichen Bereichen?
Dann die Frage, welche guten Erinnerungen hast Du? Erinnerungen sind etwas ganz Wertvolles und wir können Erinnerungen fühlen. Erinnerungen sind in unserem Körper und in unserer Seele gespeichert. Es wird manchmal offenbar, wenn wir auf bestimmte Gerüche treffen, die sofort etwas hochholen, was wir einmal erlebt haben. Wir sind jetzt bei Ressourcen also im positiven Sinne.
Menschen erleben das zum Beispiel, wenn sie frisch gebackenen Kuchen riechen. Oder wenn sie über den Weihnachtsmarkt gehen. Zimt ist ein Gewürz, was für viele Menschen sehr positiv besetzt ist. Also Gerüche schlagen sofort auf unsere Erinnerung durch. Und die Frage ist, welche guten Erinnerungen hast Du, die dir helfen, ja, dich in Situationen, wo's dir nicht so gut geht, wieder aufzubauen und zu stärken?
Diese Erinnerungen können weit zurückliegen, aber es sind schöne Momente. Und ich rate dir, auch hier sie aufzuschreiben, vielleicht erst mal stichpunktartig. Vielleicht holst Du auch noch mal Fotoalben raus, Andenken. Vielleicht brauchst Du dich auch nur in deinem Wohnraum anzugucken umzugucken und siehst Andenken an besonders schöne Urlaube, Fotos, Dinge, die Du gekauft hast, Sachen, die Du am Strand gesammelt hast. Auch wenn diese Momente vergangen sind, so sind sie doch nicht weniger wertvoll.
Sie sind in deinem Kopf und in deinem Körper und in deinem Herzen gespeichert. So funktionieren wir Menschen. Und diese Erinnerung abzurufen, ist für unser Gesamtsystem unheimlich wertvoll. Unser Körper entspannt sich, Stresshormone gehen runter. Das kann man alles messen.
Das sind alles Untersuchungen, die in der Psychologie öfter gemacht worden sind. Was passiert, wenn Menschen in gute Erinnerungen gehen? Die Stresshormone reagieren sofort. Entspannung tritt ein. Das heißt, hol dir deinen ja, deinen deinen Pool an Erinnerungen, mit dem Du arbeitest, grade wenn Du Tage hast, die ja, nicht gut auszuhalten sind.
Dann würde ich gerne in einem ja, nächsten Aspekt den Scheinwerfer dahin leuchten, wo es bisher Krisen in deinem Leben gegeben hat, wo es schwierige Phasen gab. Womit hast Du dich in diesen Phasen eigentlich motiviert? Wie hast Du diese Krisen überwunden, sodass Du letztendlich jetzt hier und heute hier sitzt und diesen Podcast hörst? Irgendetwas ist in dir, was dich stark macht, was dir geholfen hat, bereits durch Krisen durchzugehen, mit Schicksalsschlägen fertig zu werden, mit deinem inneren Kritiker anders umzugehen. Du bist hier, Du hörst diesen Podcast.
Das heißt, da gibt's irgendwas in dir und da ist die Frage, was? Auch das Thema der Werte würde ich hier ansiedeln. Für welche Werte stehst Du? Was ist dir wichtig im Leben? Für welche Dinge wendest Du Kraft auf, weil Du sagst, ja, die machen mich und meine Person aus und mein Leben und dafür steh ich ein?
Auch ein wichtiger Aspekt auf der Ressourcenlandkarte. Wenn deine Ressourcenlandkarte jetzt noch recht leer ist, dann heißt das nicht, dass Du keine Ressourcen hast. Es gibt verschiedene Erklärungen dafür. Unter anderem bist Du vielleicht wenig geübt darin, aufs Gute zu schauen, weil dein innerer Richter und dein innerer Kritiker so laut sind, dass sie alles immer von der anderen, von der negativen, von der Defizitseite beleuchten. Dann musst Du trainieren, deinen Blick, deinen Fokus, deinen Scheinwerfer auf das Gute zu richten.
Vielleicht gibt es aber durchaus diese Stimmen in dir, die schon immer mal wieder Wertschätzung, Anerkennung, Ermutigung ausdrücken und deine innere dein innerer Kritiker erlaubt dir gar nicht, dahin zu hören. Der Richter ja, ist so laut und so dominant, wenn er seine Urteile spricht, dass Du diese leisen Stimmen im Hintergrund, die aus deinem inneren Team kommen, gar nicht hören kannst. Dann wäre vielleicht innere Teamarbeit eine Lösungsmöglichkeit für dich, weil Du musst es schaffen, dass diese Teile zu Wort kommen. Denn diese Teile brauchst Du, deine Kräfte wieder aufzufüllen, mehr Gelassenheit zu erleben, mit Stress besser umgehen zu können. Wir arbeiten uns weiter zum nächsten Teil der Ressourcen Landkarte.
Was macht dir gute Gefühle? Gute Gefühle kann man zum Beispiel ja, sind natürlich auch Erinnerungen, aber erinner dich mal, worüber freust Du dich eigentlich? Wenn es dir im Augenblick nicht leicht ist, dich zu freuen, worüber hast Du dich mal gefreut? Was waren Dinge, die ein Lächeln, ein Lachen auf dein Gesicht gezaubert haben, die dich erheitert haben, die dich vielleicht in kindliches Erstaunen versetzt haben? Wovon wirst Du inspiriert?
Was hält deine Aufmerksamkeit, weil Du denkst, hey, das ist interessant. Da möcht ich mich näher mit beschäftigen. Das ist toll. Was liebst Du? Die Liebe als stärkstes Gefühl.
Was liebst Du? Wo würdest Du diesen Begriff benutzen? Was liebst Du? Ich hoffe, Du liebst dich selbst. Ich bin sicher, einige deiner inneren Anteile tun das.
Andere haben diese Liebe ganz weit nach hinten. Aber vielleicht liebst Du anderen Menschen. Vielleicht liebst Du deine Kinder. Vielleicht liebst Du dein Tier. Vielleicht liebst Du eine Freundin auf eine eher platonische Art und Weise.
Vielleicht liebst Du Dinge, die Du tust. Wenn Du tust, was Du liebst, dann ist das ein unheimlich starkes Gefühl und das gibt dir total viel Kraft zurück. Worüber freust Du dich? Worauf bist Du stolz? Was macht dich stolz, wenn Du etwas tust?
Und im Augenblick ein Gefühl, was recht viel in Zeitungen ja beschrieben wird, was auch in vielen Podcasts eine Rolle spielt. Und es ist ein sehr starkes Gefühl, Dankbarkeit. Wofür bist Du dankbar? Es gibt Dankbarkeitsjournale, es gibt Dankbarkeitsübungen, es gibt Morgen- und Abendrituale, die auf Dankbarkeit setzen. Wenn dir das hilft, bitte tu das.
Dankbarkeit ist ein starkes Gefühl und hat direkt Einfluss auf deine ja, innere Kraft, auf deine Gelassenheit, auf deine Stressresistenz. Der vorletzte, nee, der letzte Arm eigentlich, der Ressourcen Landkarte, die ich dir natürlich auch in die Shownotes packe, ist die Frage, woran hast Du Spaß? Welche Dinge verursachen richtig gehen Spaß für dich? Auch hier denk wieder dran, wenn das im Augenblick schwierig ist, da etwas zu finden, bei dir im Augenblick nicht zu viel Spaß macht, Geh dahin in die Zeit, wo dir Dinge noch Spaß gemacht hat. Ich hatte ja schon, ich glaub, vorletzte Folge oder letzte Folge eine Folge zum Ressourcenaufladen in der Natur gemacht.
Vielleicht ist die Natur das sich aufhalten, das sich bewegen in der Natur etwas, was dir Spaß macht. Vielleicht bist Du aber auch eher 'n aktiver Typ, der Spaß hat beim Sport, der Spaß hat an Bewegung, der Spaß hat beim Spazierengehen, beim Schwimmen, vielleicht beim Jungen. Vielleicht bist Du aber auch eher der kreative Typ. Vielleicht erlebst Du Spaß, wenn Du etwas ja, ein 1 Kunstwerk erschaffst, wenn Du zum Beispiel ein Bild malst oder wenn Du handarbeitest. Vielleicht bist Du auch mehr derjenige, der werkelt irgendwo, der irgendwie wirklich mit Werkzeug unterwegs ist und aus Materialien wie Holz oder Steine das schafft.
Vielleicht bist Du jemand, der gerne schreibt, Gedichte, Tagebuch. Vielleicht komponierst Du, vielleicht gestaltest Du irgendetwas Nähen. Woran hast Du Spaß? Der Spaßfaktor ist natürlich auch immer in den sozialen Aktivitäten präsent. Wo kommst Du mit Menschen zusammen?
Wo kommst Du mit Menschen in den Austausch? Wo hast Du mit Menschen gemeinsam gute Momente? Und das müssen jetzt keine Menschen sein, die Du kennst, sondern ein klassisches Beispiel ist für mich und das ist etwas, was mir persönlich total viel Spaß macht, ist ein Besuch im Fußballstadion. Jetzt komm ich aus Köln, bin natürlich FC Fan. Ein Fußballstadion ist aber ein Rahmen, in dem in Köln 50000 Menschen ähnliche Emotionen erleben.
Das heißt, wenn das Tor fällt, dann freuen sich gleichzeitig 50000 Menschen. Wenn irgendwas total schiefgeht auf dem Platz, dann leiden gemeinsam 50000 Menschen. Und tatsächlich ist es etwas, was mir Spaß macht, diese Emotion, diesen Raum, diese Emotion zu erleben, dieses Auf und Ab der Gefühle in 1 Intensität über die Menge an Menschen, mit der ich sie teile, finde ich Besuche im Fußballstadion einfach toll. Also das heißt, wir gehen jetzt son bisschen weg von dem sozialen Umfeld, mit dem Du direkt Kontakt hast, was Du gut kennst, sondern Du kannst auch Teil 1 Gruppe von Menschen sein, die dir zu 99 Prozent unbekannt sind. Und trotzdem verfolgt ihr mit Interesse irgendwie ein gleiches Thema und kommt in gleiche Emotion.
Fußball ist nur ein Beispiel. Vielleicht bist Du aber auch der Typ, der eher gerne auf Reisen geht, der da sehr viel Spaß hat. Vielleicht bist Du eher der Typ, der im Garten arbeitet und ja, wenn er richtig was wegschafft, Unkraut gegebetet hat, dabei zur Ruhe kommt. Es soll sogar Leute geben, denen macht bügeln Spaß. Gehör ich jetzt nicht dazu.
Aber auch das kann sein, dass das für dich eine Ressource ist. Mir hat mal jemand erklärt, dass Bügel für ihn einen sehr meditativen Charakter hat, weil er das sehr achtsam macht. Wenn dein Verstand im Hintergrund jetzt immer wieder versucht, dir deine Ressourcen kleinzureden, nimm das wahr und distanziere dich von diesen inneren Stimmen, die das versuchen. Es ist wichtig, dass Du deine Ressourcen kennst, weil sie anknüpfen an deine Grundbedürfnisse. Und wenn Du in 1 Lebenssituation bist, wo's dir im Augenblick nicht gut geht, wo Du erschöpft bist, wo Du ja nicht so richtig weißt, wie Du deine Ziele, deine Themen weiterverfolgen sollst, dann brauchst Du deine Ressourcen, weil sie sind wie dein Benzin im Auto.
Du fährst nicht ohne deine Ressourcen. Wenn Du merkst, dass Du wirklich wenig Ressourcen hast in dieser Arbeit, dann rat ich dir zu überlegen, wie kannst Du dir mehr Ressourcen aufbauen? An jedem dieser Äste der Mindmap kannst Du anfangen und kannst Du arbeiten und kannst deine Ressourcen erweitern. Das ist etwas, was ich dir dringend empfehlen würde. Ansonsten solltest Du jetzt erst mal nur zugehört haben, ermutige ich dich noch mal.
Bitte sei so gut und schreib deine Ressourcen auf. Ressourcenarbeit in der Therapie ist ein unheimlich wichtiger Bestandteil. Ich hoffe, wenn Du in der Therapie bist, dass deine Therapeutin, dein Therapeut das auch mit dir machen. Wenn nicht, dann fordere das ein oder mach es alleine mit deiner Ressourcenlandkarte. Jeder Mensch sollte seine Ressourcen kennen, auch Du.
Und ich bin sicher, wenn Du erst mal siehst, was Du alles kannst, wen es alles in deinem Umfeld gibt, welche Erinnerungen dich tragen, für welche Werte Du stehst, was dir gute Gefühle macht und woran Du Spaß hast, dann wird das für dich schon ein entlastender Moment sein. Diese Arbeit mit Ressourcen macht so viel Spaß. In diesem Sinne schließ ich für heute. Das war meine Folge zur Ressourcenlandkarte, dir zu zeigen, wie kannst Du deine Kräfte wieder auffüllen, mehr Gelassenheit erreichen? Hat dir die Folge gefallen?
Freu ich mich natürlich darüber, wenn Du sie teilst oder likest. In diesem Sinne sag ich für heute, tschüs, deine Sabine.
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