Die Folge ergänz die Folge 69 des Podcasts. Dort findest du Infos zum Angst-Nachrichten-Radio. Heute bekommst du das „Mach-Mut-Radio" – eine Inspiration für deinen inneren Dialog, der dir Kraft zurück gibt und dir ein Sciherheitsgefühl gibt.
https://podcasts.apple.com/de/podcast/reif-f%C3%BCr-die-couch/id1447141534?l=en&i=1000464096350
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hey hallo herzlich willkommen bei reif für die couch den podcast für alle erschöpften deren leben besser werden darf leichter werden darf gelassener werden darf achtsamer werden darf Wenn das Fragen sind, Wünsche, die dich beschäftigen, dann bist du hier genau richtig. Ich bin Psychotherapeutin und teile in diesem Podcast Tipps, Tricks, Beispiele und Gedanken zu diesen Themen, um dich auf deinem Weg weiterzubringen. Es hat bis zu dieser Folge wieder etwas länger gedauert.
Ich bin im Augenblick im Prozess mit meinem ersten Online-Kurs. Das braucht viel Zeit und viel Aufmerksamkeit meinerseits und macht aber auch super viel Spaß. In diesem Sinne habe ich mich heute mit einer Leser-Zuschrift beschäftigt, die mich in den letzten Tagen erreicht hat.
Vielleicht kennst du die Folge aus meinem Podcast, die da heißt Angst Radio. Das ist eine Übung, die kommt auch aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie und die beschäftigt sich damit, dass wir unseren Verstand als eine Art Radio vorstellen, das auf unterschiedlichen Sendern Informationen für uns bereithält. Und leider gibt es dort bei vielen Menschen den Angstsender.
Das heißt, das Radio erzählt einem den ganzen Tag, was alles Schlimmes passieren kann, was alles schief gehen kann, welche Katastrophen wartet, was man alles nicht schafft. Also alle Dinge, die Angst schüren. Und eine Hörerin dieses Podcasts sagte, ja, sie fände die Übung super und sie hat auch versucht, einen anderen Sender zu kreieren, der da heißt, fühl dich sicher, sei mutig, du schaffst das.
Und hat aber erlebt, dass es total schwierig ist, weil sie sagt, ich rede ja seit 20 Jahren in diesem Angstmodus auf mich ein, heißt der Angstsender des Radios läuft ununterbrochen und wenn ich jetzt umschalte auf diesen anderen Sender, dann ist da irgendwie gar kein Programm. Und ich kann dieses Programm auch irgendwie gar nicht füllen, weil ich gar keine Ahnung davon habe. Und die Bitte, die damit verbunden war und der komme ich in dieser Folge total gerne nach, ist, sprich doch mal ein, fühl dich sicher oder du schaffst das, Sender auf, damit ich eine Idee bekomme, wie kann ich denn damit mir reden.
Das heißt auch, es macht Sinn, dass du dir die Folge 69, Übung zur Auflösung von Ängsten, das Angstnachrichtenradio, vielleicht jetzt noch einmal anhörst, bevor du in diese Folge eintauchst. Weil es tatsächlich so ist, dass das Sinn macht, erst einmal das Prinzip zu verstehen, bevor du deinen Nachrichtensender wechselst und dort auch auf ein besonders ansprechendes und interessantes Programm triffst. Und wieder, siehst du, liegt die Idee dahinter, dass der Verstand ein riesiger Geschichtenerzähler ist und in dieser Metapher ist es eben ein Radio, was auf unterschiedlichen Frequenzen und Sendern zu uns sprechen kann.
Die Übung nimmt es natürlich humorvoll auf die Schippe, aber das ist ja genau meine Art, Therapie zu machen. Und diese Art von Humor, dieses Lächeln, was dir vielleicht diese Übung aufs Gesicht zaubern, soll dir helfen, dich von deinen Geschichten, den Geschichten deines Verstandes, leichter zu distanzieren und den Fokus deiner Gedanken zu verändern und woanders hinzugehen. Die meisten von euch kennen übrigens so einen hilfreichenden, unterstützenden Mach Mut, du schaffst das Dialog sehr wohl.
Denn die Menschen, die ich treffe, k diese Rolle und diese Art von Ansprache f andere Personen oft sehr gut Erstaunlicherweise ist es aber nicht so leicht diese Ansprache auch f sich selbst im Inneren zu w Also mal vielleicht bist du ein guter Freund, eine gute Freundin, vielleicht bist du auch in deinem Job beratend und helfen unterwegs und vielleicht ist da ein echtes Expertentum vorhanden, um andere Menschen zu begleiten. Und vielleicht ist es deswegen auch umso leichter für dich, auch mit dir in so eine Art Selbstdialog zu treten.
Und ich gebe dir heute ein Beispiel für Mutmachradio, für Du bist in Sicherheit Radio, damit du Sätze und Formulierungen bekommst, die dir helfen. Wenn wir uns vorstellen, dass wir den Radiosender anmachen, dann wird sicherlich als erstes ein Satz kommen, nämlich herzlich willkommen, du bist heute auf dem Mutmachradio gelandet, der Radiosender, der dir hilft, dich sicher und in deiner Kraft zu fühlen. Und sei gewiss, du bist aktuell sicher.
Angst ist nur eine Emotion und Emotionen sind nichts weiter als ein Bündel von Körpersymptomen, nicht mehr und nicht weniger. Sie sind sehr wichtig, sie wollen dich warnen. Mit der Angst warnt dein autonomes Nervensystem dich vor einer potenziellen Gefahr.
Aber das autonome Nervensystem liegt nicht immer richtig Und Angst ist nur eine Emotion, die du anschauen kannst, beobachten kannst, fühlen kannst und von der du dich auch wieder distanzieren kannst. Wenn dort starke Emotionen in deinem Körper sind, kümmere dich zuerst um deinen Körper, denn der Verstand funktioniert sowieso gerade nicht. Also atme, wenn da Angst ist, atme.
Atme länger aus, als du einatmest und signalisier deinem Körper das, was gerade auch Sache ist, nämlich du bist in Sicherheit. Gerade jetzt hier in diesem Moment bist du in Sicherheit. und falls du dich wirklich nicht in Sicherheit fühlen solltest, kannst du dir Hilfe holen.
Du hast eine Stimme, es gibt Menschen um dich herum, du hast ein Telefon. Hol dir Hilfe, wenn du das Gefühl hast, dass du tatsächlich gerade in irgendeiner Form der Gefahr bist. Du bist ein Mensch und das hat Herausforderungen.
Es hat viele gute Seiten, aber es hat auch Herausforderungen. Und besonders herausfordernd für uns Menschen sind unangenehme Gefühle, Situationen, die Unsicherheit, Ambivalenz, Angst, Sorge und Furcht in uns auslösen. Und diese Situationen sind wichtig für uns, denn hier lernen wir etwas über uns selbst.
und auch wenn du Angst erlebst, dann gibt es einen Teil in dir, der weiß, du schaffst das. Du bist sicher. Du schaffst das.
Beruhige deinen Körper. Erst einmal atmen. Länger ausatmen als einatmen.
Nimm an, was gerade ist. Viele Ängste und unangenehme Gefühle entstehen, weil du mit etwas haderst, was gerade im Außen ist. Mit was haderst du denn jetzt gerade, dass du in diese Gefühlswallung kommst?
Gibt es etwas, mit dem du wirklich hadern musst? Oder kannst du nicht einfach Ja dazu sagen? Ich sage Ja zu dem, was gerade ist.
Ich sage Ja zu dieser Situation, obwohl ich sie mir so nicht gewünscht habe. Ich sage Ja zu meiner Angst obwohl ich meine Angst am liebsten loswerden w Ich wei sie geh zu mir und sie ist wichtig f mich Ich nehme an was gerade ist Ich sage ja Denn ich lerne gerade. Ein Teil dieses unangenehmen, energiereichen Zustands, in dem ich gerade bin, ist Lernen.
Ich entwickle mich weiter. Ich lerne dazu. Der Weg ist das Ziel.
Es geht nicht darum, etwas erfolgreich zu wuppen, erfolgreich zu beenden, sondern es geht auch darum, etwas zu lernen. Und selbst wenn du nicht erfolgreich bist, dann hast du auf jeden Fall etwas dazugelernt. Und pass gut auf dich auf.
Da draußen, die Welt, hält viele Tücken bereit. Das Leben hat viele unangenehme Wendungen. Deswegen ist es wichtig, gut auf dich aufzupassen und sorge dafür, dass du in deiner Kraft bleibst, in deiner Stabilität und dazu gehört, dass du dir jeden Tag etwas Aufmerksamkeit und Raum schenkst, dich mit dir verbindest, dass du dir Gutes tust, dass du ins Spüren kommst, und zwar nicht nur in das Spüren von Problemen, sondern deine Aufmerksamkeit auch auf die schönen Dinge in deinem Leben lenkst.
Und selbst wenn diese nur gerade sehr kleine Dinge sind, Pass gut auf dich auf, stärke dich, damit du für die Herausforderungen des Lebens gewappnet bist. Das Leben stellt uns immer wieder Aufgaben. Und das ist vielleicht aktuell eine, in der du bist.
Was ist denn hier die Aufgabe, was gibt es denn gerade zu lernen, was ist denn hier so gefährlich und so unangenehm? Fragen über Fragen, die du am besten beobachten kannst, wenn du dich distanzierst von dem Gefühl der Angst. Denn bedenke nochmal, wenn starke Emotionen da sind, kümmere dich zuerst um deinen Körper, denn der Verstand funktioniert gerade nicht richtig.
Und wenn du geatmet hast und etwas zur Ruhe gekommen bist, mit den Sätzen, du bist sicher, du schaffst das, dann kannst du dir die Aufgabe anschauen. die das Leben dir stellt. Du bist viel stärker, als du dich fühlst.
Du bist Mensch und wir Menschen sind starke Wesen. Wir können Leid aushalten. Wir können teilweise sehr, sehr großes Leid aushalten.
Dafür gibt es immer wieder Belege, Biografien, die uns das aufzeigen. Wir können jede Menge Ressourcen aktivieren, um zurückzukommen in unsere Kraft und auch du bist viel stärker, als du dich gerade fühlst. und auch wenn dein Verstand dir manchmal die Stärke abspricht, du bist viel stärker, als du dich gerade fühlst.
Und du bist sensibel und das ist okay. Sensibilität, eine gewisse Zartheit, eine gewisse Fragilität ist eine Qualität und kein Makel und kein Defizit. Das heißt natürlich, wenn du eher ein zartes, fragiles, menschliches Wesen bist, dass du besonders gut auf dich aufpassen musst, aber das kannst du, weil wenn du so zart und fragil bist, dann hast du genau das auch in deinem Leben schon gelernt, eigentlich vom Tag 1 an.
Also vielleicht gelingt es dir, die Sensibilität als etwas qualitativ Hochwertiges zu sehen, was dir Möglichkeiten öffnet, die andere Menschen überhaupt nicht haben. Und auf diesem Sender teile ich auch gerne ber Zitate mit dir die dir helfen k Im Mutmach und ich bin sicher, Radiosender. Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind Kleinigkeiten mit dem, was in uns liegt.
Henry Stanley Hoskins, ein Autor Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, sind Kleinigkeiten verglichen mit dem, was in uns liegt. Das knüpft an an den Satz von vorhin, du bist viel stärker, als du dich fühlst. Du bist Mensch und der Mensch ist ein ungeheuer kraftvolles Wesen und er kann so viel erschaffen, er kann so viel schaffen und er kann auch sehr viel tragen.
Ein weiteres Zitat von einer Zen-Meisterin, Angst beginnt im Kopf, Mut auch. Und in diesem Sinne, mit diesem Spruch möchte ich dich ermutigen, das Anti-Angst-Radio, das Mutmach-Radio, das Du-bist-stark-und-Du-bist-in-Sicherheit-Radio öfter anzuschalten. Denn die Idee ist, dass diese Art von Powertalk, den du mit dir selber führst, dich stärkt und er darf dich auch trösten.
Die Stimme, die dem Angstradio entgegen geht, der andere Sender, darf auch anerkennen, dass die Situation, in der du gerade bist, schwierig ist. Dass das Leben dir gerade eine Aufgabe stellt, die unlösbar erscheint. Dass diese Aufgabe viele Ängste, Zweifel, Enttäuschung, Verzweifel, Hilflosigkeit, Ohnmacht mit sich bringt und Traurigkeit Und dass du dafür eine dicke, dicke Umarmung verdient hast, die du dir auch selber geben kannst, indem du einfach die Arme um dich schlingst, so überkreuzt vor der Brust verkreuzt und dich hältst Und vielleicht gibt es auch Menschen in deiner Umgebung, die dich einfach mal halten und die einfach mal anerkennen, dass das, was du gerade leistest, etwas Großes ist.
Etwas Kraftvolles, was aber auf der anderen Seite auch eine Erschöpfung mit sich bringt. und aus dieser Kombination von Stärke, von Sicherheit, von Trost kann sich für dich ein ganz neues Lösungsfeld öffnen. Und du bist herzlich eingeladen, diesen Sender mitzugestalten.
Es ist schon eine Art Bürgerradio. Das ist dein Programm. Du darfst hier alles einbringen, was dich kraftvoll berührt, was dich tröstend berührt, was dir Sicherheit gibt und was dir hilft, die Aufgaben, die das Leben dir stellt, zu meistern.
Ich hoffe, du kannst jetzt schon anders fühlen als zu Beginn, als du den Sender eingeschaltet hast. Das wäre mein Wunsch, dass dein Körper bereits auf diese Art von Gedanken, die wir gedacht haben, hier zusammen reagiert hat und deswegen Stärke und Körperspannung und Kraft freigesetzt hat. zusammen mit Optimismus, mit einem Sicherheitsgefühl und mit einem Vertrauen in dich und die Welt und das Leben. Und in diesem Sinne endet die Folge auch für heute. Ich wünsche dir eine gute Zeit und viel Kraft. Deine Sabine
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