Psychosomatik wird häufig nur in eine Richtung gedacht: Psychische Belastungen verursachen körperliche Beschwerden. Doch was ist mit der Gegenrichtung? Wie beeinflussen körperliche Erkrankungen, Nährstoffmängel, Schlafprobleme oder hormonelle Veränderungen unsere psychische Gesundheit?
In dieser Folge von „Reif für die Couch?" erklärt Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Sabine Bimmler, warum Körper und Psyche niemals getrennt betrachtet werden sollten. Anhand anschaulicher Patientenbeispiele zeigt sie, wie Stress und innere Anspannung zu Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen oder Verdauungsproblemen beitragen können – und warum körperliche Ursachen manchmal wie Depression, Burn-out oder eine Angststörung aussehen.
Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme sind nicht automatisch rein psychisch bedingt. Auch ein Eisenmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, ein Vitamin-B12-Mangel, Schlafmangel oder hormonelle Veränderungen können ähnliche Beschwerden hervorrufen oder bestehende psychische Belastungen verstärken.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Ist es körperlich oder psychisch?" Sondern: „Wie wirken Körper, Psyche, Nervensystem und Lebensbedingungen zusammen?"
In dieser Folge erfährst du:
Nahrungsergänzung gezielt statt wahllos
Nahrungsergänzungsmittel sind keine Behandlung von Depressionen, Angststörungen oder psychosomatischen Beschwerden. Sie ersetzen weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Untersuchung oder Psychotherapie. Wenn ein Mangel festgestellt wurde oder eine gezielte Ergänzung fachlich sinnvoll ist, spielt jedoch auch die Qualität des Präparats eine wichtige Rolle.
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Bei gesundheitlichen Beschwerden, Erkrankungen, Schwangerschaft oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme kläre die Einnahme bitte vorher ärztlich oder pharmazeutisch ab.
Die wichtigste Botschaft der Folge
Psychische Gesundheit beginnt nicht ausschließlich im Kopf. Unser Erleben findet immer in einem Körper statt – mit einem Nervensystem, einem Stoffwechsel, einem Hormonhaushalt und individuellen körperlichen Voraussetzungen. Eine ganzheitliche Behandlung nimmt deshalb Gedanken, Gefühle, Beziehungen, Lebensbedingungen und den Körper gleichermaßen ernst.
Denn: Der Körper sitzt immer mit auf der Couch.
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Hinweis: Die in der Folge verwendeten Patientenbeispiele wurden anonymisiert, verändert und teilweise aus mehreren Behandlungsverläufen zusammengesetzt. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung.
Vollständiges Transkript · 3.892 Wörter · etwa 19 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine Bimmler und ich hoste diesen Podcast, den Podcast für Psychologie und Psychotherapie, der allen Menschen dienen kann, die total erschöpft sind und die auf der Suche nach mehr Lebensqualität sind. Ich bin Psychotherapeutin, habe eine Praxis in Köln und habe mich heute für ein Thema entschieden, was mir ganz besonders am Herzen liegt und das ist die Psychosomatik.
Und die Psychosomatik beschäftigt sich mit unserem blinden Fleck, der uns häufig bei der Heilung von mentalen Erkrankungen im Weg steht. Tatsächlich ist es so, dass viele Menschen zu mir kommen und mit mir im Therapieraum reden wollen. Reden über ihre Themen, reden über ihre Vergangenheit, reden über Erlebtes.
Und das ist wichtig und das ist bestimmt auch hilfreich. Tatsächlich stelle ich aber immer mehr fest, dass die Menschen irritiert sind, wenn ich anfange über den Körper zu reden. Weil es sind ganz viele körperliche Symptome mit im Raum, wenn psychische Symptome im Raum sind.
Und irgendwie haben wir gelernt, das getrennt voneinander zu denken. Und das halte ich nicht für besonders schlau. Deswegen nimmt die körperliche Anamnese und auch die Besprechung von körperlichen Symptomatiken und Lösungen dafür in meinem Raum einen großen Platz ein in meiner Therapie.
Und ein Kollege von mir, der Dr. Bohne, bei dem ich Klopftechniken namens PEP lernen durfte, veranstaltet immer ein Kongress mit, der heißt Reden reicht nicht. Und da treffen sich viele Menschen aus meinem Fachbereich und kommen genau zu dem gleichen Schluss und deswegen möchte ich dir heute erklären, warum der Körper so wichtig ist und warum du nicht heilen kannst, wenn du ihn außer Acht lässt.
Wir versuchen die Psyche zu heilen und vergessen dabei den Körper und das geht selten gut. Wir beschäftigen uns mit Glaubenssätzen, Gedanken und Verhaltensmuster, das ist richtig, aber das reicht nicht. Wenn der Mensch vor mir sitzt mit hochgeschobenen Schultern, mit einer total verflachten Atmung und wenn er dann berichtet, dass er seit Monaten schlecht schläft und diverse körperliche Schmerzen hat, dann weiß ich, okay, es reicht gar nicht, wenn wir hier das Denken in Ordnung bringen.
Es ist schon ein bisschen verrückt, dass in unserer westlichen Kultur der Körper und die Psyche wie zwei völlig getrennte Bereiche behandelt werden. In der traditionellen chinesischen Medizin würde man dort überhaupt nicht darauf kommen, weil man weiß, dass das eine ohne das andere nicht funktioniert und dass jede Menge Wechselwirkungen im Raum sind. Psychosomatik wird bei uns aber total häufig missverstanden, weil es auch so ist, wenn die Ärzte nicht weiterkommen, dass sie dann ganz schnell sagen, ja dann ist es psychisch.
Aber es ist entweder organisch oder es ist entweder, also wenn es nicht organisch ist, ist es psychisch. Das ist genau das, was eben von der Bedenke her diese Beschränkung dort aufzeigt. Es kann nämlich, und es ist meistens, beides.
Die psychosomatischen Beschwerden sind real. Die Beschwerden auf der psychischen Seite, aber auch der Schmerz ist real. und die Erschöpfung, die meine Klienten beschreiben, ist auch total real und die sagen auch oft, es sitzt so tief im Körper und wenn wir über Ängste reden, dann reden wir über Herzklopfen, dann reden wir über Schwindel und manchmal reden wir auch über Verdauungsprobleme und durch die Darm-Hirn-Achse weiß man ja mittlerweile, wie eng das alles zusammenhängt.
Psychosomatik heißt nicht, dass nichts Körperliches vorliegt. Es heißt vielleicht erstmal, dass man sich mit den Zusammenhängen beschäftigt, um zu gucken, wo kriegt man als erstes einen Pack an. Die Verbindung funktioniert in beide Richtungen tatsächlich.
Also psychische Belastungen können körperliche Symptome auslösen oder verstärken. Und andersrum können körperliche Veränderungen psychisches Erleben und psychische Belastung beeinflussen. Nehmen wir mal das Beispiel von einer Klientin von mir, die hatte starke Rückenschmerzen und hatte schon Bandscheiben-OPs hinter sich, diverse Jahre Physiotherapie, Osteopathie, körperliches Training und es ging einfach nicht weg.
Ich anonymisiere die Patientenbeispiele natürlich und verfälsche sie auch ein kleines bisschen, weil alles was mir erzählt wird vertraulich ist. Also nennen wir die Patientin mal Anna. Anna kam tatsächlich wegen der Rückenschmerzen, weil der Orthopäde sie geschickt hatte und auch gesagt hatte, ich kann nichts mehr tun, ich weiß mir nicht zu helfen, es muss psychisch sein.
Sie saß vor mir, fühlte sich total missverstanden von dem Orthopäden natürlich und war auch nicht glücklich bei mir zu sein, weil sie ja der Überzeugung war, dass mit ihrem Körper etwas nicht stimmt, weil die Schmerzen für sie körperlich waren und das sind sie auch. Und die Einschränkung, die aus den Rückenschmerzen resultierten, waren das eben auch. Sie war erfolgreich in ihrem Job, hatte eine total verantwortungsvolle Position und war so perfektionistisch veranlagt, hatte eine starke Kontrollbemühung, wollte also alles im Griff behalten.
Andererseits, weil sie sehr interessiert war, gerade bei ihren Mitarbeitern für einen guten Teamspirit und für eine gute Stimmung, war sie da nicht in der Lage, ausreichend Grenzen zu setzen. Das heißt, sie hat halt relativ oft Ja gesagt, obwohl sie eigentlich Nein meinte und konnte nicht anzeigen, dass sie eigentlich manche Dinge zu viel sind oder auch zu viel werden. Der Körper war, und das konnte ich im Therapieraum schon sehr schön wahrnehmen, sehr angespannt.
Sie hatte also die klassischen hochgezogenen Schultern, kannst du bei dir jetzt auch mal überprüfen. Das ist bei Menschen, die viel erledigen wollen und die unter starker Anspannung stehen, ganz häufig zu beobachten. Ihr Kiefer, und das sieht man auch, wenn ein Mensch einem gegenüber sitzt, war relativ deutlich zusammengepresst und die Lippen waren sehr verhärtet.
Sie atmete, und das kann ich seit meiner Ausbildung zur Atemtherapeutin ganz gut sehen, sehr, sehr flach, also gar keine tiefe Bauchatmung mehr. der ganze K war also im sympathischen Modus mobilisiert k man eigentlich sagen Sie beschrieb dass sie selbst wenn sie abends auf dem Sofa sitzt oder liegt oder im Bett liegt eigentlich diese Anspannung aus ihrem K gar nicht mehr raus bekommt. Das führte dazu, dass sie immer mehr versteifte, also Bewegungen wurden immer schwieriger und weil Bewegung auch oft weh tut, ging sie immer mehr in eine Schonhaltung und das heißt, sie fror auch körperlich immer mehr ein.
Sie war voll mit Angst, weil sie immer auf der Hut war, dass sie nichts tun sollte, was jetzt irgendwie das Ganze noch verschlimmern sollte, was auch das psychische Momentum erklärt, warum sie immer mehr in die Schonhaltung ging. Sie war immer bei, wenn ich jetzt noch eine Radtour mache, dann wenn ich jetzt noch eine Runde durch den Wald gehe, dann tut mir hinterher wieder das und jenes weh. Also die innere Alarmbereitschaft, hier sind wir im Bereich der Psyche, extrem hoch, dadurch das Nervensystem, körperlich extrem angespannt, aber die Schmerzen, der Bewegungsapparat, die Muskulatur, es war schon alles mit einbezogen.
Die Therapie bestand aus meiner Sicht also nicht nur daran, über ihre Gedanken und über ihre Gefühle zu sprechen und über die biografische Entstehungsgeschichte ihres Perfektionismus und ihre Angst vor dem Nein sagen, sondern für mich war total wichtig, dass wir auch den Körper direkt von Anfang an mit reinnehmen. Der Körper war hier nicht nur Ort des Symptoms, sondern er war auch eine weitere therapeutische Maßnahmspur, auf der wir unterwegs waren. Und ich spoiler das hier schon mal, was ich auch nachher noch mal erklären werde, es ist schon wichtig, dass man seinen Körper einfach auch gut versorgt.
Und wenn wir über viel Anspannung reden, wenn wir über viel Steifigkeit in der Muskulatur reden, dann ist Magnesium ein körperlicher oder ein Supplement, was der Körper unbedingt braucht als Baustein, um eben hier aktiv zu werden. Ich würde dir aber gerne erstmal von einer zweiten Patientin erzählen, die zu mir kam, die nämlich unter enormen Spannungskopfschmerzen litt. Sie sagte auch, es wäre eine Form von Migräne.
Die Ärzte waren sich da gar nicht so sicher. Ich habe dann gesagt, es ist überhaupt nicht wichtig, ob es Migräne oder Spannungskopfschmerz ist für das, was wir hier tun. Also sozusagen, sie konnte weiter nachforschen, um dem Kind den richtigen Namen zu geben und vielleicht auch für die ärztliche Behandlung ganz wichtig.
Aber im Psychotherapieraum setzen wir da bisschen anders an und ich sag jetzt mal es war ein starker Spannungskopfschmerz. Insbesondere im Laufe des Tages baute der sich auf. Morgens war es noch relativ leicht, aber im Laufe des Tages baute der sich auf und es war immer mehr wie ein enger Ring, der sich um den Kopf zuzog.
Und zwar insbesondere überhalb der Augenbrauen und manchmal aber auch hinten aus dem Hinterkopf in den Nacken und in den Kiefer hineinzieht. Wir hatten hier eine Person, die sehr rational war, sehr viel im Kopf und die arbeitete auch recht naturwissenschaftlich, das heißt, die war sehr auf die Sachen konzentriert, forschend und dadurch in so einem hohen Anspannungsmodus. Die hatte weder die Führungsproblematik von Anna, noch hatte sie dieses Thema, dass sie Nein sagen musste, weil sie in ihrer Expertenrolle da relativ autonom, autark unterwegs arbeiten konnte.
Und deswegen war sie aber trotzdem, nicht deswegen war sie, sondern sie war trotzdem hochkonzentriert bei ihrer Tätigkeit und war sehr fokussiert. Sie saß natürlich viele Stunden im Labor, trug auch viel in ihren Bildschirm ein. Also hier kamen auch körperliche Sitzpositionen dazu, die das Ganze, diesen Fokus, auch diesen Augenfokus noch verstärken.
Dann immer wieder ein wiederkehrender Gedanke, ich kann erst aufhören, wenn alles erledigt ist. So, jetzt sind wir schon wieder in der Verhaltenstherapie, weil hier geht es um Kognition. Wenn ich einen Satz habe, der mich antreibt, der heißt, ich kann erst aufhören, wenn alles erledigt ist, kannst du dir vorstellen, dass die Person eigentlich nie zur Ruhe kommt, weil wann ist mal der Zustand, wo wir sagen würden, jetzt ist wirklich alles erledigt.
Es ist niemals alles erledigt. Der Körper bekam also durch die enge Arbeit, aber durch diesen Glaubenssatz auch nie ein wirkliches Entspannungssignal. Das heißt, der ganze Tag war durch Fokussierung, Enge, Anspannung, ja selbst Augenbewegung auf einen Punkt gekennzeichnet oder auf wenige Punkte immer in gleicher Distanz.
Zudem kamen dann hier noch die Dinge, die körperlich erschwerend dazu kommen. Zähne zusammenpressen, Anspannung im Nacken. Ihr kennt das, wenn der Kopf so ein bisschen vorsteht, wenn wir die ganze Zeit vorm Rechner sitzen.
Da kommen wir ja auch aus unserem natürlichen Gleichgewicht, was den Oberkörper betrifft. Und die Nackenmuskulatur muss herb arbeiten, weil wer schon mal mit dem Kopf so gymnastische Übungen gemacht hat, der weiß, wie schwer so ein Kopf wird. Also Körper und Psyche gingen auch hier zusammen.
Alles, was sie probiert hatte, nämlich Massagen, Wärme auf dem Rücken, viele schmerzstillende Cremes, die irgendwie hier die Muskulatur entlasten sollen. und viel Klopfen und Taktiles am Kopf und natürlich Ibuprofen, wahrscheinlich das meistgenommste Medikament auf der ganzen Welt vielleicht, keine Ahnung, aber in unserem Kulturraum auf jeden Fall, half alles immer nur kurzfristig. Tatsächlich wiederholte sich das Ganze so ungut, dass die Personen jeden Tag mit Spannungskopfschmerzen zu tun hatten.
Es brauchte also auch körperliche Veränderungen. Veränderung. Neben der Einstellung zur Arbeit, neben den Denkgewohnheiten, neben den alten Mustern, die sie antrieben, war es auch hier total wichtig, über körperliche Veränderungen, über Sitzgewohnheiten, über Aufstehen, über Bewegung zu reden.
Und tatsächlich stellte sich auch im Laufe der Zeit raus, dass wir hier auch über Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser und einen anders gestalteten Arbeitsplatz reden mussten. Niemand würde das im psychotherapeutischen Raum vermuten, aber leider hatte auch hier die Frau selbst die Idee nicht entwickelt und der Orthopäde und der Hausarzt auch hier nicht darauf hingewirkt. Manchmal sind das also auch Dinge, die in der Psychotherapie erst richtig einen Raum bekommen, weil hier auch die Zeit dafür da ist, mal ganz offen nachzudenken.
anders aber als die Menschen, die zu mir kommen, das erwarten. die Wirkung von Psyche auf den K sprechen wir h Ich finde das ist schon etwas was mir in Zeitungen immer wieder begegnet in der Literatur auch begegnet Der eigentliche blinde Fleck liegt aber in der Gegenrichtung, weil der Körper wirkt sehr stark auf unsere Psyche zurück. Und wir schauen oft zu wenig auf die Wechselwirkung, die durch den Körper auf die Psyche entsteht.
Das mag noch offensichtlich sein, wenn ganz starke Schmerzerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder lebensbedrohliche Erkrankungen in den Raum kommen, aber bei dem typischen Erschöpfungsanspannungsgeschehen, was die meisten von uns erleben, wird da noch zu wenig drauf geschaut. Das würde ich gern ändern. Ich würde gern deinen Blick heute genau darauf lenken.
Wir gehen, wenn Menschen von Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Unkonzentriertheit reden, relativ schnell davon aus, dass das vielleicht was Psychisches ist, dass das vielleicht was Depressives ist, dass das von Überanstrengung kommt. In Teilen stimmt das bestimmt auch, aber wir müssen einige Dinge körperlich vorher abklären und betrachten. Die körperlichen Ursachen können nämlich darunter liegen und auch dann kann eine Therapie tatsächlich nicht wirksam greifen.
Etwas, was mir immer wieder begegnet und das auch schon bei sehr jungen Menschen und gerade bei jungen Mädchen, ist der Eisenmangel. Also wenn zu mir junge Mädchen kommen, die sagen, ich oder junge Frauen, ich fühle mich so erschöpft, ich bin so unkonzentriert, ich komme morgens überhaupt nicht aus dem Bett, nach der Arbeit bin ich vollkommen fertig und beim Sport kann ich überhaupt nicht mehr das schaffen, was ich früher locker geschafft habe. Und es ist erstmal keine richtige Erklärung dafür im Raum, dann denke ich immer zuerst an den Eisenwert im Blut, den wir dringend erheben müssen.
Ich frage dann andere Symptomatiken, die mit der Depression kommen, nochmal ab. Wie ist das eigentlich mit dem Empfinden von Freude? Das Empfinden von Freude, also Freudlosigkeit, ist zum Beispiel bei Eisenmangel gar kein Thema.
Das ist so ein erster Indikator, dass wir hier gar nicht aus der depressiven Richtung kommen, sondern dass es der Körper ist, der hinter der Erschöpfung liegt. Auch hat diese junge Frau, der Prototyp davon, tatsächlich immer noch weiter Interessen. Bei der Depression geht es ja auch häufig um Interessenslosigkeit.
Das heißt, ich klappe also ein paar andere Symptomatikbereiche ab und schaue mir an, gibt es da etwas, was nicht zu einem depressiven Symptomatikbild passt und habe dann relativ schnell die Hypothese, dass wir doch hier eher den Körper mitdenken müssen. Und dann brauchen wir tatsächlich eine ärztliche Untersuchung, weil den aktuellen Eisenmangel bzw. auch den Den Langzeiteisenspeicher kann nur ein Arzt erheben.
Das ist gar nicht meins. Und manchmal erleben wir dann schon eine super Verbesserung bei den jungen Frauen, sodass dann andere Selbstheilungsprozesse in Kraft kommen und das, was vorher so schwer auf der Seele lag, auf der Psyche lag, auch dann tatsächlich wieder mit den eigenen Ressourcen gut bewältigt werden kann. Also einzelne Symptome von Eisenmangel überschneiden sich mit Symptomen von Depression.
Deswegen braucht es eine Abklärung, insbesondere wenn wir Therapeuten im Therapieraum stattfinden, dass das Vollbild der Depression nicht erfolgt ist. Ein anderes Beispiel, was oft unterschätzt wird, sind die Schilddrüsenwerte. Und leider erlebe ich auch, dass das, was dort von den Ärzten erhoben wird, manchmal nicht, ja, ich würde jetzt mal sagen, State of the Art ist.
Nicht jeder Arzt hat ein Faible, ein Interesse für die Schilddrüse als Organ. Für die psychischen Erkrankungen ist die Schilddrüse super wichtig. Für Erschöpfung, Antrieb, Stimmung, Gereiztheit, Konzentration ist die Schilddrüse super wichtig.
Das heißt, hier wäre es wichtig oder ich stelle fest, sowohl bei Ängsten, hier tendiert es dann natürlich eher von der Vermutung her in Richtung Überfunktion einer Schilddrüse, als auch bei eher depressiven Symptomatiken, wo ich eher an die Unterfunktion einer Schilddrüse denke. Und dann gibt es ja mittlerweile auch Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie das Hashimoto, wo die Patienten von einer Über- in eine Unterversorgung wechseln können und dadurch können sich auch die Befindlichkeiten und auch die psychische Belastung und die psychische Stabilität ganz häufig über Tage, über Wochen, über Monate stark schwankend darstellen.
Also Schilddrüse lasse ich in der Regel bei allen Patienten mitkontrollieren und mittlerweile habe ich schon so eine kleine Liste, wo ich sage, es wäre super, wenn der Arzt das zusätzlich mit erheben könnte an Schilddrüsenwerten, weil diese klassischen zwei Schilddrüsenwerte, die oft im Blutbild auftauchen, noch gar nicht so aussagekräftig sind. Schilddrüse, ein weiteres wichtiges Thema, was einer Heilung von psychischen Erkrankungen oft im Weg steht, weil wenn du in einer Unterfunktion von der Schilddrüse bist, dann kommst du aus diesem erschöpfungsantriebslosen Modus oft nicht raus.
Egal wie gut wir deine Gefühlsthematiken, Gedankenthematiken, Glaubenssätze und so weiter in der Therapie bearbeiten. Ein weiteres Thema, was ich gerne ansprechen möchte, sind die B-Vitamine. Und da kann ich mich selber als wunderbares Beispiel nehmen, weil auch ich hatte eine Phase, wo ich wirklich so müde war.
Das war eine Müdigkeit, die war so bleiernd und ich hatte solche Konzentrationsprobleme. Ich konnte wirklich bei bestimmten einfachen Dingen schon nicht mehr meine Aufmerksamkeit halten. Ich war vergesslich und ich war einfach auch so ein bisschen foggy, dizzy, also so Gehirnnebel.
Ich habe nichts mehr auf die Kette gekriegt und habe gedacht, was ist das denn? Ich konnte jetzt für mich aufgrund meiner Lebenssituation sowas wie Depressionen, depressive Verstimmung ausschließen. Das war irgendwie gerade, gab es keine Ursachen für.
Es kam tief aus dem Körper. Und was wir eben auch bei den B-Vitaminen haben, insbesondere beim B-Vitamin 12, sind so ein bisschen neurologische Symptome. Also ich habe plötzlich auch in meinem Körper sowas Fleriges festgestellt.
Dann hatte ich immer mal wieder Kribbeln in den H auf der Haut Also es war irgendwie hatte ich auch so das Gef was ist denn hier los Auch manchmal so ein bisschen zuckende Finger also sowas kommt auch dazu und das kann ich jetzt nat unheimlich gut bei meinen Klienten abfragen Also wenn du jetzt denkst, oh, das habe ich auch, dann würde ich deinen Fokus oder deine Aufmerksamkeit gerne auf die B-Vitamine lenken, weil die zu solchen Symptomatiken führen und auch so in die Richtung depressive Symptomatik häufig wirken, beziehungsweise wenn vielleicht sogar eine Depression da ist, das Ganze noch verstärken.
Auch hier wäre es wichtig, im Blutbild eine breite Erhebung zu machen und zu gucken, hat der Körper eigentlich alles, was man braucht. Und gerade bei den Grenzwerten würde ich gerne hier noch eine kleine Info einfließen lassen, die mir erst im Laufe meiner eigenen Beschäftigung über die letzten 15 Jahre damit begegnet ist. Die Grenzwerte, die häufig in diesen Blutbildern angesetzt werden, die kann man als grobe Orientierung nehmen, aber gleichzeitig, wenn du selber sagst, aber ich habe da anhaltende Beschwerden und mein Gefühl sagt mir irgendwie, dass es was Körperliches ist, beschäftige dich doch mal ein bisschen mit den Grenzwerten, da kannst du auch die KI mal befragen, das ist eigentlich ganz spannend zu sagen, wie sind diese Grenzwerte in Deutschland, wie sind die Grenzwerte in Amerika, wie sind diese Grenzwerte in der Schweiz und dann wirst du feststellen, okay je nach Vitamin oder nach was auch immer du im Blut messen lässt, gibt es da doch sehr unterschiedliche Grenzwerte.
Warum das so ist, entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Ich finde es auf jeden Fall total spannend, weil wenn wir hier sagen, es liegt kein Mangel vor, dann wäre das drei Länder weiter vielleicht schon ein sehr großer Mangel und die würden sofort sagen, da müssen wir eigentlich was unternehmen. Also das Ganze ist auch so ein bisschen eine Wissenschaft und das soll dich nicht abschrecken, sondern eher ermutigen, weil ich glaube, dass unser Gesundheitssystem etwas ausgeblutet ist.
Ich benutze mal diese Metapher, das wissen wir glaube ich, dass die Ärzte wenig Zeit haben und dass man mittlerweile Experte oder Expertin für die eigene Gesundheit werden muss. Ja, das ist in den meisten Erkrankungen tatsächlich so. Dazu würde ich immer raten, sich selber tief einzuarbeiten.
Und das Thema der Grenzwerte bei den Vitaminen und den Nährstoffen und der Versorgung des Körpers ist ein ganz interessantes. Wenn du jetzt denkst, ja, ja, Supplements, das ist auch nur Geldmacherei und so weiter, dann kenne ich dieses Argument natürlich tatsächlich aus meiner eigenen Erfahrung, aus meiner eigenen körperlichen, aber auch mit meinen Patienten. Ich habe gesehen, was Magnesium, was Eisen und was B-Vitamine machen können, neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr, gesunder Ernährung und so weiter.
Also von daher, ich bin absoluter Fan. Also wir hatten Eisen, wir hatten Schilddrüse, wir hatten Vitamin B12. Wir können aber auch mal weg von den Supplements über andere Bereiche sprechen, in die man mal hineinspüren kann.
Zum Beispiel die Schlafapnoe. Also du kennst diese Erkrankung vielleicht, da sind eher ältere Menschen von betroffen. Älter definieren wir mal ab 40, vielleicht auch ab einem gewissen Body Mass Index.
Wenn man nachts nicht vernünftig sauerstoff versorgt wird und diesen abbruch von sauerstoff hat dann macht das auch was mit dem körperlichen agilität und vitalität zustand am tag wir könnten über wechseljahre reden wir können über chronische entzündungen auf zelluläre ebene reden wir können natürlich über chronische schmerzen reden weil manche menschen haben chronische schmerzerkrankungen und wissen wie erschöpfend das sein kann also zöliakie ja ich schaue immer so ein bisschen auf meinen Spickzettel, den ich hier hängen habe.
Meine Tochter hat eine Zöliakie und da konnten wir im Kleinkildalter schon sehen, was das eigentlich macht, dass der Körper sich entzündet über die Aufnahme von Gluten und dadurch Dauerentzündung im Darm hat und wie schlecht sie sich zu diesem Zeitpunkt als Kleinkind gefühlt und entwickelt hat, war offensichtlich. Auch das sollte abgeklärt werden, beziehungsweise wenn du eine Zöliakie hast, solltest du immer im Blick behalten, dass wenn du doch in die Entzündungsprozesse kommst und vielleicht bestimmte Nährstoffe nicht so aufnehmen kannst wie andere, das auf deine Psyche Auswirkungen haben kann und du deswegen vielleicht psychische Symptomatiken entwickelst, die du ja gemeinsam mit dem Körper heilen musst.
so also auch wenn kein mangel vorliegt oder keine körperliche erkrankung bleibt der körper auch in der psychotherapeutischen behandlung aus meiner sicht ein sehr zentrales element schlaf bewegung ernährung licht soziale nähe atmung pausen tagesrhythmus und auch das erleben von körperlicher sicherheit sind so wichtig ein nervensystem in alarmbereitschaft kommt nicht in den regenerationsmodus und verhindert heilung manchmal müssen wir also zuerst an den körper und das nervensystem denken damit heilung überhaupt geschehen kann und hier würde ich nicht einfach blind drauflos supplementieren aber weil die folge schon so lang geworden ist lasse ich für für Testmöglichkeiten, die ich euch empfehle und für Blutwerte einfach noch ein bisschen Raum in einer der nächsten Folgen und möchte hier aber trotzdem schon gerne einmal erwähnen, dass ich etwas getan habe, was ich bisher noch nie getan habe.
Ich habe mich tatsächlich für eine Partnerschaft entschieden und arbeite mit der Firma Naturtreu zusammen, weil die einfach durch ihre Herstellung in Deutschland, durch ihre pflanzlichen Supplements, die sie herstellen, in hoher Qualität mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis für mich top sind. Ich arbeite ja auch manchmal mit Sonja Schmitzer und ihrem HPU-Shop zusammen. Dazu kann ich auch noch was sagen, wenn jemand besonders empfindlich ist, kommt auch in den nächsten Folgen noch was.
Also wenn ihr den Affiliate-Link aus den Shownotes nutzt, um euch bei Naturtreu zu orientieren und vielleicht dort das Magnesium und das Vitamin D zu kaufen, helft ihr mir auch und belohnt mich für diesen Podcast. und ihr belohnt euch mit den tollen Produkten und freut euch auf die nächsten Folgen zum Thema Mangelerscheinungen und zum Thema, was kann ich eigentlich noch tun, um meinen Körper für Heilung fit zu machen. Denn reden reicht nicht. Das ist das, was du heute mitnehmen solltest. Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag und bis nächste Woche.
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