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Körper Folge 56 · 24. Oktober 2019 · 24 Min
Cover: Psychosomatik: Wenn der Körper zeigt, dass die Seele leidet

Psychosomatik: Wenn der Körper zeigt, dass die Seele leidet

0:00 24 Min

Worum geht's?

Du leidest an körperlichen Symptomen, die du mit Hilfe der Ärzte nicht erklären bzw. nicht dauerhaft auflösen kannst? Die Idee, dass Körper und Geist eng zusammenhängen ist nicht neu. Anhand von Beispielen möchte ich dich davon überzeugen, dass der Zusammenhang enger ist, als du das vielleicht bisher angenommen hast. Und ich zeige dir, wie du anfangen kannst, deine persönliche Situation unter diesem Aspekt genauer zu analysieren.

Meine Buchempfehlung zur Folge: Stark im Leben, geborgen im Sein: Über den Körper zu sich selbst finden von Lisa Stellmach EAN: 9783955502621

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Leg los. ich freue mich auf dich! Deine Sabine

Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit. 

Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 3.179 Wörter · etwa 16 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben ein kleines bisschen besser werden darf oder auch ein bisschen mehr. Mein Name ist Sabine Bimmler. Ich bin Psychotherapeutin, systemischer Coach und hoste diesen Podcast und den Youtube Kanal, der dazugehört. Ich freue mich sehr, dass Du heute wieder den Weg hierher gefunden hast und es geht 1 meiner Herzensthemen, Psychosomatik. Weil ich so viele Menschen kenne, treffe, die auf der Suche sind nach Erklärung für ihren körperlichen Beschwerden und die förmlich ausklammern, dass es einen psychischen, seelischen Hintergrund haben könnte.

Und dadurch machen sie sich natürlich so manche Heilungs- und Genesungsmöglichkeit zu und hier würde ich gerne etwas Aufklärungsarbeit leisten und dir meinen Ansatz und meine Ideen dazu vorstellen. Vorher, das hatte ich beim letzten Mal angekündigt, würde ich dir unheimlich gerne eine Bewertung oder eine 1 E-Mail vorlesen, die mich erreicht hat, dir 'ne Idee zu geben, was mich so für Nachrichten erreichen. Denn die sind Lohn meiner Arbeit und darüber freu ich mich sehr. Hier schrieb jemand, ich schaue son bisschen nach unten, wenn Du das Youtube Video siehst, weil ich's ablesen muss. Dein Podcast ist so hilfreich.

Ich habe seit anderthalb Jahren eine schwere Lebenskrise. Mir sind all meine Inseln weggeschwommen, ich schwimme im offenen Meer. Mein Rettungsring ist die Angst. Das Problem ist nur, dass der Reifen brennt und ich stecke so fest. Das beschreibt metaphorisch meine Lebenssituation sehr gut.

Dein Podcast hilft. Ich denke immer lange über die Folgen nach und ich setze so einiges Ich hasse schlimme Sachen und Gedanken aufzuschreiben, aber ich tue es und ich atme aus bis 5. Dein Podcast hat mir sehr geholfen. Mehr als so mancher Psychiatrieaufenthalt, den ich schon gehabt habe. Und dann geht die E-Mail noch ein bisschen weiter mit Wünschen für Themen.

Aber es ist natürlich sehr berührend und sehr bewegend für mich, diese Dinge zu lesen. Und wenn Du dich berufen fühlst, mir eine Nachricht zu schreiben, mit mir in Kontakt zu treten, dann freu ich mich darüber. Und ob es nur eine Rückmeldung ist, die Du mir geben willst, ein Verbesserungsvorschlag, den Du mir senden willst oder ein Themenwunsch, sei sicher, ich freue mich und das ist mir herzlich willkommen. Du bist mir herzlich willkommen als Zuhörer und als jemand, der mir schreibt. Und jetzt zurück zum Thema Psychosomatik, weil das ja das Thema ist, was mich heute ja umtreibt und was hoffentlich auch dich mit umtreibt.

Also in meiner Praxis kommen immer wieder Menschen zu mir, die mir erzählen, dass sie unter diversen körperlichen Beschwerden leiden. Das Häufigste, was mir begegnet, sind tatsächlich Rücken- und ja, Nacken Schulter Beschwerden, teilweise aber auch Migräne ist ein großes Thema. Und weil ich einen Arbeitspunkt habe, der chronische Schmerzen umfasst, kommen natürlich auch Menschen mit ja, einfach chronischen Nervenschmerz Erkrankungen Erkrankungen in meine Praxis. Ich würde jetzt gern über die Ersteren sprechen, die nämlich mit diversen körperlichen Symptomen kommen und häufig relativ erbost sind, weil sie nämlich von den Ärzten geschickt wurden. Die Ärzte haben irgendwann gesagt, also wir finden wirklich nichts, was ihre körperlichen Beschwerden erklärt und deswegen raten wir ihnen, es doch mal mit einem Psychotherapeuten zu besprechen.

Und die Leute fühlen sich oft total angegriffen, weil die denken halt, ich hab doch keinen an 'ner Klatsche. Nee, haben sie auch nicht. Und diese körperlichen Beschwerden sind ja tatsächlich da, sie sind fühlbar da. Was diese Leute häufig ja, für sich noch nicht als als Bild gefunden haben, ist, dass ein seelisches Ungleichgewicht, eine seelische Belastung sich in körperlichen Schmerzen ausdrücken kann. Seele und Körper, Psyche und Körper hängen so eng zusammen.

Und das ist ein so komplex verwobenes System mit diversen Wechselwirkungen, bei denen wir wirklich nicht am Ende nicht sagen können, was war zuerst da? Was hat was ausgelöst? Und wo ich aber sicher, sicher, sicher bin, ist, dass seelische, psychische Ungleichgewichte sich im Körper niederschlagen können. Und da bin ich ja auch nicht allein mit dieser Meinung, nur das wäre etwas, was Du vielleicht erst mal in dein Weltbild integrieren musst, wenn Du viel mit körperlichen Beschwerden zu tun hast. Und das können auch sehr diffuse Beschwerden sein.

Also ich mache mal ein Beispiel, weil ich das sehr interessant fand. Der Patient, das ist schon 'n bisschen länger her, als der bei mir in Behandlung war, der hatte eine Art Steifigkeit im Nacken. Das heißt, der konnte seinen seinen Kopf nicht so drehen und bewegen, wie wir das gewohnt sind. Weder kippen nach oben unten noch konnt kann's konnte er so die Achse von links nach rechts drehen. Das ist untersucht worden, kannst Du dir vorstellen mit allen möglichen bildgebenden Verfahren.

Die Muskeln, die Nerven, es ist alles gemessen worden. Und keiner konnte sich erklären, warum dieser Patient seinen Kopf nicht mehr bewegen kann. Warum er sich nicht drehen kann, warum er nicht von links nach rechts gucken kann. Und als ich das zuspitzete, wurde es noch schlimmer. Er musste seinen Kopf sozusagen beim Sitzen immer in so eine Stütze geben, weil er das Gefühl hatte, ich kann meinen Kopf nicht mehr halten.

Die Kraft reicht nicht, es macht mir solche Schmerzen, es strengt mich so wahnsinnig an, dass ich mir externe Unterstützung holen muss, den Kopf zu halten. So, mit dieser Schilderung hatte man ihn dann aufgefordert, eine Psychotherapie zu machen. Und das hat er erst mal ganz weit von sich gewiesen. Das passte so zu seiner Art zu denken, zu leben, zu seiner Art, mit sich selbst umzugehen, überhaupt nicht, dass der Ursprung irgendwie seelischer Natur sein konnte. Ich fand damals und finde auch heute noch interessant, wie weit unser Körper bei diesem Menschen gegangen ist.

Also dass er wirklich die Beweglichkeit des Kopfes so weit eingeschränkt hat, dass dieser Mensch natürlich irgendwann erst mal nicht mehr arbeitsfähig war, dass er nicht mehr Auto fahren konnte, dass er nicht mehr Fahrrad fahren konnte. Also er war sozusagen Er saß fest. Was wir als Bild in der Therapie erarbeitet haben, war auf 'ner seelischen Ebene das Gleiche. Die Lebenssituation, in die dieser Mensch sich befand, war für ihn auch eine Situation, in der er feststeckte, relativ unbeweglich. Auch, weil er sich die Wege zugemacht hatte.

Also er hatte für sich entschieden, dass er bestimmte Dinge nicht tun kann. Dass er seine Familie nicht verlassen kann, dass er den Job nicht aufgeben kann. Also er hatte sich sozusagen ganz viele Grenzen gesetzt, was alles nicht sein darf, sodass sein Handlungsradius letztendlich beschränkt war auf etwas, ja, auf ganz wenig. Nämlich auf, ich muss das aushalten, ich muss da durch, ich muss ich muss hart und starr unbeweglich diese Dinge irgendwie ertragen. Und das hat sich in seinem Körper, in dieser Symptomatik abgebildet.

So unser Bild, was wir in der Therapie und in dem gemeinsamen Prozess erarbeitet haben. Du sagst jetzt wahrscheinlich, ja, da kann's aber Also wenn Du skeptisch bist, denkst Du wahrscheinlich, ja, da kann's aber doch noch viele andere Erklärungen für geben. Ja, kann es, aber für uns war dieses Bild total stimmig am Ende des Prozesses. Und grade für ihn, was ja noch wichtiger war, er hat gesagt, ja, so ist das. Und das hat dann einige Zeit gebraucht, bis er wegweisende Entscheidungen getroffen hat, bis er sich aus seiner Familie gelöst hat, bis er sich beruflich umorientiert hat.

Und was soll ich sagen? Seine körperlichen Beschwerden ließen nach, was natürlich ein Beleg war, der unsere Hypothese stützte. Und wie wichtiger, er war am Ende beschwerdefrei, am Ende 1 längeren Prozesses. Die ganzen Veränderungen brauchten natürlich. Aber 2 Jahre später steht er jetzt da, kann seinen Kopf frei von links nach rechts, von oben nach unten bewegen.

Er kann in alle Richtungen schauen, die ja, möglich sind und er lebt ein komplett anderes Leben. Ich find dieses Beispiel wirklich sehr eindrücklich. Und wenn Du jemand bist, der viel mit Schmerzen, unangenehmen Körperempfindungen zu tun hat, für die es keine erklärbare organische Ursache gibt, dann wäre es aus meiner Sicht für dich total hilfreich, einmal hinzuschauen und zu fragen, wofür können diese Schmerzen symbolisch stehen? Und da ist der Volksmund etwas, der uns da ja ganz viele Beispiele gibt. Also wenn Du einfach mal googelst, was der Volksmund dazu sagt, also Du fühlst die Last der Welt auf deinen Schultern, ja.

Oder das war jetzt gar kein gutes Beispiel. Ich muss mal überlegen, mir fällt jetzt gerade nichts ein und ich hab mir dummerweise auch nichts aufgeschrieben. Aber die die Luft zum Atmen wird mir knapp, ne. Wenn man in 1 Lebenssituation steckt, die auch sehr eng, die sehr unbeweglich ist. Oder die das ganze Rückenproblematik mit dieser Last.

Also es ist wie 1 1 1 Kugel auf der Schulter, wie die Welt auf den Schultern. Und das macht körperliche Symptome, diese Anstrengung, diese ständige Kraftanstrengung, dieser Last, die Du vielleicht den ganzen Tag über schaffen musst. Auch diese, wenn Du ein Leben führst, was sehr vielfältig ist, wenn Du viele Aufgaben und viele Rollen hast, diese ständige Umorientierung zum Beispiel. Das ist etwas, was auch Ja, wie soll ich das sagen? Das das macht auch etwas mit einem.

Das macht Hektik, das macht Unruhe und das führt wiederum zu erhöhtem Blutdruck bei vielen Menschen. Das heißt, da äußert sich eher so auf der inneren Ebene etwas, auf der Stoffwechselebene. Ein Beispiel, was zum ein Beispiel, was zum Beispiel Nein, also ein Beispiel, was relativ häufig in der Praxis vorkommt, ist auch das Thema Schwindel. Es gibt Menschen, die klagen über anhaltende Schwindelzustände. Und da wird auch viel gemessen und das kann natürlich auch viele organische Ursachen haben.

Aber häufig findet man bei, ich nenn sie jetzt mal Schwindelpatienten, auch etwas im Leben, was sozusagen 1 1 1 instabiles Fundament ausmacht. Die stehen häufig nicht sicher im Leben, weil irgendetwas für sie vielleicht nicht unter Kontrolle ist. Zum Beispiel eine Beziehung, wo ein Partner ein sehr starkes Eigenleben führt, eine hohe Dynamik in die Beziehung mit reinbringt, sodass Sie immer wieder ausgleichen müssen, ne. Oder es können auch Jobsituationen sein. Sodass gerade dieser ganze Bereich, dieser dieses Thema Schwindel ja unglaublich groß ist.

Auch für Psychotherapeuten. Migräne ein wunderbares Beispiel, weil es ein klassischer Spannungszustand ist. Auch das kann natürlich organische Ursachen haben. Aber es kann durch seelische Belastung, durch seelischen Druck, durch seelische Anspannung natürlich massiv gefördert werden. Es gibt mittlerweile spezielle psychotherapeutische Programme für Migränepatienten, weil man festgestellt hat, dass man mit der Art, wie ich mit Patienten arbeite, wie wir Psychotherapeuten mit Patienten arbeiten, enorme, ja, gute positive Impulse mit in die Migränebehandlung einbringen kann.

Also Du siehst dieses Thema, dieser Zusammenhang Körper, Seele, der ist unglaublich groß. Und es gibt ein ganz, ganz tolles Buch, was ich dir an dieser Stelle empfehlen möchte. Ich kann es dir leider nicht zeigen, weil ich es grad ausgeliehen habe. Aber es heißt, lass mich mal eben nachschauen, dass ich dir jetzt auch wirklich den richtigen Titel sage. So, Moment.

Du siehst, nicht gut vorbereitet. Also das Buch heißt, stark im Leben, geborgen im Sein. Der Untertitel lautet, über den Körper zu sich selbst finden. Und es ist geschrieben von 1 Lehrstellmach, von der ich sonst nicht so viel weiß. Das Buch ist wunderbar, weil es wäre grade für dich, wenn Du sagst, Psychosomatik des Verhältnis Körper, Seele ist mein Thema, wäre dieses Buch eine gute Möglichkeit für dich einzusteigen.

Denn es öffnet eine Bewusstheit für den Körper, es leitet dich sozusagen an. Und das würde ich dir wünschen, dass diese Folge für dich ein Impuls ist, wenn deine Probleme sich oft körperlich äußern, ja hinzugehen und sich mehr mit dem Körper und dem Körper Seele Gleichgewicht zu beschäftigen. Was ich dir auch empfehlen kann und das ist eine, ja, das wird häufig so sehr unterschätzt, Wenn Du wegen deiner Beschwerden schon mal in psychotherapeutischer Behandlung warst, osteopathischer Behandlung, dann werden diese Menschen dir auch Hinweise gegeben haben, wenn sie gut sind, was das mit deinem aktuellen mit deiner Lebenssituation zu tun hat. Die werden mal gefragt haben, ne, wie geht's Ihnen denn im Augenblick? Was ist denn grad so los bei Ihnen?

Weil die wissen, dass Körper und Seele zusammenhängen. Und es gibt bestimmte Behandlungsmethoden aus der Physiotherapie, aus der Osteopathie, die speziell auch da ansetzen und anknüpfen. Und wer mal eine Kraniosakralbehandlung bekommen hat, der kann sich vielleicht erinnern, was die mit einem gemacht hat. Ja, also eine klassische Behandlungsform, die viele Physiotherapeuten tatsächlich anbieten können. Also auch hier, wenn dein Arzt bereit ist, dir körperbezogene, ja, Therapien zu verordnen, nimm die wahr und nutze auch die, deinen Körper besser kennenzulernen.

Und geh nicht in die Falle hinein, die leider ganz viele Menschen haben, nämlich ich geh dahin und der macht mich wieder heile. Das klappt so nicht, denn tatsächlich behandelt der in erster Linie ein Symptom. Und das Symptom, was da behandelt wird, ist nicht die Ursache der Auslöser. Und Du kannst natürlich über das Symptom wunderbar dich dem Auslöser nähern Osteopath und auch ein Psychotherapeut das Ganze nicht. Weil es hat dieses Körpersymptom, das seelische Symptom hat eine dahinterliegende Ursache und da gilt es dranzukommen.

Und das ist dein Weg. Dein Weg, für den Du verantwortlich bist. Eine Reise, sich selber kennenzulernen und zu verstehen, was die dahinterliegenden Mechanismen sind. Und das kann eine unglaublich bereichernde Erfahrung sein. Deswegen würde ich dich da gerne auf den Weg schicken.

Ja. Also noch mal, ich fasse zusammen, wenn Du viel mit organischen oder körperlichen strukturellen Beschwerden zu tun hast, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerz, Migräne, egal. Kiefer, Kiefer zusammenbeißen, ja? Die Zähne zusammenbeißen, da hab ich 'n schönes Beispiel endlich aus dem Volksmund, ja? Wir beißen die Zähne zusammen.

Ja, das können wir eine Zeit lang tun, wenn wir durch eine schwierige Situation müssen. Wenn wir uns aber ein Leben gebaut haben, wo wir dauerhaft die Zähne zusammenbeißen, dann haben wir ein Problem. Weil das macht was mit unserer gesamten Muskelkette und das wird immer mehr Beschwerden nach sich ziehen. Also erst mal dieses ganze Thema Rücken-, Nacken-, Kopf-, Spannungskopfschmerz. Dann ist aber auch die Frage Bluthochdruck.

Warum hast Du Bluthochdruck? Diabetes, Zucker, auch hier gilt's mal hinzugucken, das hat ja was mit Essen zu tun, ne. Also wenns nicht die genetische Variante ist, wenn es diese angegessene Diabetes ist. Diabetes geht ja auf Ernährung zurück. Ernährung geht auf Zucker zurück.

Zucker ist ein Suchtmittel. Essen ist ein Suchtmittel, was oft für emotionale Regulationsstrategien benutzt wird, ja. Die meisten oder viele Menschen nutzen Essen, ihre Emotionen irgendwie auszugleichen. Und auch darüber kann man eine Diabetes entwickeln. Und auch nehmen wir Adipositas, also übergewichtige Menschen, ja.

Hier zeigt sich der Mensch in 1 Körperfülle. Und oft erleben wir, wenn wir da psychotherapeutisch mit arbeiten, dass dieser Mensch eine Schutzhülle sich hat. Die hat er sich angefuttert sozusagen, weil sie ihm eine Art von Schutz bietet gegen Dinge, mit denen er glaubt, anders nicht ankommen zu können. Das passiert natürlich in der Psychosomatik alles unbewusst. Das ist nichts, wo ich sage, hey, das läuft aus 'ner bewussten Ebene ab.

Aber wir versuchen es in die bewusste Ebene hineinzubringen, denn dann können wir auch anfangen, damit zu arbeiten, Veränderungen einzuleiten. Also hier hatten wir jetzt das Thema Diabetes Übergewicht Bluthochdruck, was so ganz gängige Störungsbilder sind. Herzbeschwerden jeglicher Art, Darmbeschwerden über dieses ganze Gastro in Ja, ich kann es wortwörtlich aussprechen, aber diese ganze Magen Darm Verdauungstrakt, dieser ganze Bereich. Auch hier, ich hab Patienten mit Morbus Crohn zum Beispiel schon gehabt, wo völlig klar war, dass der Morbus Crohn mit dem Stress in deutlicher Verbindung steht und wir konnten über die ärztliche Therapie psychotherapeutisch noch ganz viel zusätzlich tun, diesen Entwicklungsprozess, diesen Verständnisprozess dieses Menschen, ja, zu begleiten, zu fördern. Also auch hier, wenn Du viel mit Reizdarm zu tun hast, wenn Du viel Magenbeschwerden, Sodbrennen, Übersäuerung des Magens hast, ja, es kann alles mit Essen zu tun haben.

Natürlich kann es das. Kann mit so vielem Organisch zu tun haben. Aber es gibt sehr häufig auch einen seelischen Anteil. Und wenn Du genesen möchtest, dich auf den Weg machen möchtest, wäre es vielleicht sinnvoll, auch diesen psychischen Anteil anzuschauen. Und dazu noch mal in aller Ausdrücklichkeit, tust Du dir gut, wenn Du dir eine Anleitung dafür besorgst?

Und diese Anleitung finde ich in dem Buch Stark im Leben geborgen im Sein sehr gut angeleitet und dargestellt. Wenn Du andere Bücher hast, würd ich mich total freuen, wenn Du sie mir empfiehlst und es gibt wahrscheinlich reichlich da draußen. Bücher sind häufig Geschmackssache, wie sie geschrieben sind, wie sie formuliert sind, ob sie dir gefallen, nicht gefallen, hilfreich sind, nicht hilfreich sind. Mach dich auf den Weg entweder über so ein Buch oder Du suchst dir einen Arzt, der sehr ganzheitlich ausgerichtet ist. Oder Du nimmst neben die ärztlichen Versuche, das Problem zu lösen, direkt einen psychotherapeutischen Ansatz dazu.

Also Du hast ganz viele Möglichkeiten, hier anders zu agieren, als Du das vielleicht bisher getan hast. Der Zusammenhang zwischen Seele und Körper wird zum Beispiel für mich, und das ist jetzt auch wieder ein Lösungsimpuls, beim Atmen sehr deutlich. Der Atem gibt uns eine ganz schnelle Möglichkeit, über den Körper unserer Seele Signale zu setzen. Deswegen, ich hab ja schon 2 Atemübungen aufgenommen in diesem Podcast und ich atme selber jeden Tag immer wieder sehr bewusst, weil ich spüre, was Atmung für mich tun kann. Übrigens, in dem Buch bekommst Du auch dazu eine Anleitung.

Und ich bekomme kein Geld für diese Buchempfehlung übrigens, ne? Die mach ich wirklich, weil ich von dem Buch überzeugt bin. Also das Atmen ist ein ganz, ganz wichtiger Impuls, den wir nutzen oder den wir setzen können. Ein 1 Mittel, was uns zur Verfügung steht, wo wir direkt über den Körper Einfluss nehmen können auf die Seele. Und die Entspannungsverfahren, die über den Körper kommen, also progressive Muskelentspannung nach Jacobsen zum Beispiel, sind ähnlich.

Auch hier geht es darum, über die körperliche Entspannung auf seelische Unruhezustände, Anspannungszustände Einfluss zu nehmen. Und das funktioniert ganz ausgezeichnet. Also wenn Du Beschwerden hast, bitte mach dich auf dem Weg und analysier, was von deinen Beschwerden seelischen Ursprungs ist. Und dazu hab ich dir unterschiedliche Möglichkeiten vorgestellt. Und selbst wenn Du den Ursprung im Augenblick nicht findest, vielleicht helfen dir ganz einfache Körperentspannungsverfahren schon, die über den Körper kommen, die auch für dein seelisches Gleichgewicht und deine Entspannung, deine Leichtigkeit etwas tun.

Ja, die Folge war ganz anders, als ich sie mir eigentlich vorgestellt hab. Ich bin auch mal von meinem ursprünglichen Konzept der Mindmap abgewichen. Ich bin sehr gespannt auf dein Feedback zu dieser Folge. Also ich würd mich freuen, wenn Du mir mal zurückspiegelst, ob die für dich hilfreich war, ob Du sie immer noch als strukturiert und gewinnbringend erlebt hast oder ob Du sagst, Sabine, Du warst etwas mehr im Durcheinander, als Du das sonst warst. Man hat gemerkt, dass dir die Mindmap fehlte.

Also da würd ich mich sehr freuen. Und ansonsten wünsch ich dir jetzt einen wunderbaren Tag, an dem Du hoffentlich viel für dich selber tust und deine Atmung schon mal nutzt, dein System zu entspannen. In diesem Sinne sag ich für heute, tschüs.

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