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Stress Folge 137 · 3. November 2022 · 24 Min
Cover: Reduziere deinen inneren Stress

Reduziere deinen inneren Stress

0:00 24 Min

Worum geht's?

Heute bekommst du Ideen, wie du deinen inneren Stress reduzieren kannst. Kontrollverlust ist dabei ein wichtiger Aspekt. Du hast dir ein Ziel gesetzt, dir einen Plan gemacht oder du hast ein klares inneres Bild, wie etwas laufen soll? Und dann kommt das Leben, und es wird alles ganz anders. In solchen Situationen ist es wichtig zu verstehen, was all unsere unangenehmen Emotionen für uns tun und in eine Haltung der Akzeptanz zu kommen. Das Leben annehmen und sich dem Fluss des Lebens hingeben, um inneren Stress zu reduzieren.
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Vollständiges Transkript · 2.766 Wörter · etwa 14 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, den Podcast für alle Erschöpften, deren Leben leichter und entspannter werden darf. Und passend zum Motto des Podcasts gibt es heute eine Folge, die heißt den inneren Stress reduzieren. Und zwar ist die Idee zu dieser Folge geboren, weil ich im Augenblick das Gefühl habe, in meinem Therapieraum wiederholt sich was.

Und ich glaube da einen roten Faden erkannt zu haben, der hinter vielen belastenden Emotionen und Themen liegt. Das ist natürlich nicht neu und trotzdem, wenn man als Therapeutin dann immer wieder so neue Modelle, Ideen oder Bilder kriegt, mit denen man es greifen kann, dann ist das häufig recht hilfreich. Weil es geht ja darum, das so in Worte zu fassen, dass du und meine Klienten verstehen, was ich damit meine und wo ich die Ursache des Problems wittere.

Wenn also Gelassenheit und mehr innere Ruhe dein Wunsch ist, dann bekommst du vermutlich hier in der Folge einen echt guten Impuls. Wir legen direkt los. Von vielen Themen in unserem Leben haben wir ein inneres Bild.

Wir haben ein inneres Bild davon, wer wir sind. Wir haben ein inneres Bild von bestimmten Ereignissen. Vielleicht von einem Treffen mit Freunden, aber vielleicht auch von der eigenen Hochzeit, vielleicht vom ersten Tag bei der Arbeit.

Und wir haben auch eine innere Vorstellung, ein inneres Bild von Beziehungen, die wir führen, von Jobs, die wir übernehmen, von Gesprächen, die wir mit jemandem führen und von vielem, vielem mehr. Es gibt kleinere Sachen wie bestimmte Ereignisse, ein Treffen mit Freunden und es gibt aber große Dinge, zu denen wir ein inneres Bild haben, zum Beispiel ganze Lebenskonzepte Wenn du immer eine Familie mit Kindern und einem Haus wolltest, dann ist das ein großes inneres Bild was sich in deinem Leben irgendwann geformt und gefestigt hat und wenn du plötzlich in einer Lebenssituation landest, wo du merkst, das wird so womöglich nicht wahr werden, weil du vielleicht nicht den richtigen Partner findest oder weil du keine Kinder bekommen kannst, dann ist das ein gravierender Schritt in ein großes inneres Bild und der Weg ist dir versperrt.

Es wird nie so kommen, wie du es innerlich für dich in deiner Vorstellungskraft gestaltet hast. Und das Verlassen, das Loslassen, das Aufgeben solcher Lebenskonzepte und die Entwicklung von Neuem kosten oft sehr viel Kraft und sind mit großem, großem Schmerz verbunden. Das ist einfacher, wenn wir nur ein Bild von einem Abend haben, wie der laufen soll, und der Abend gestaltet sich ganz anders oder das Wochenende gestaltet sich ganz anders, als wir das in unserer Vorstellungskraft hatten, als wenn es um so wichtige, ja, gravierende Themen für unser Leben geht wie ganze Lebenskonzepte.

Diese Bilder in uns, die entstehen einfach. Das passiert unbewusst. Du überlegst dir nicht haarklein, wie dein Wochenende sein soll.

Die wenigsten von uns überlegen sich auch, wie ihre Lebenskonzepte sind, sondern es entwickelt sich einfach aus uns heraus, aus unserer Biografie heraus, aus unserem Unbewussten heraus. entsteht da plötzlich so ein Bild für das nächste Ereignis, für eine Partnerschaft. Und wir können das gar nicht weiter beeinflussen, sondern es passiert und häufig ist es auch sehr positiv und wir haben ein Ziel, auf das wir hinarbeiten und wir haben etwas, das uns motiviert.

Also innere Bilder sind wahrlich nichts, was uns irgendwie bremst oder blockiert. Schwierig wird es aber, wenn die Realität von unseren inneren Bildern abweicht. Und ganz einfach daher gesagt, das nenne ich Leben.

Denn in den seltensten Fällen deckt sich die Realität mit unserem inneren Bild. Es ist eher eine Frage der prozentualen Abweichung, aber es gibt eigentlich immer eine Abweichung. Ich hatte vorhin gesagt, wenn du gar keine Kinder kriegen kannst, aber immer in deinem Lebenskonzept ein inneres Bild von dir in einem Haus mit Kindern hattest, dann ist das eine schwierige Abweichung.

Wenn du Freunde am Wochenende zum Essen eingeladen hast und dir viel Mühe mit dem Kochen gegeben hast und das Essen ist misslungen, ist das auch eine deutliche Abweichung, aber sie ist eben nicht so schlimm. Das Thema Sport bietet sich auch an, da mal hinzuschauen Auch wir, wenn wir anfangen, wieder Sport zu machen und das kann ich auch aus eigener Erfahrung berichten haben wir ein inneres Bild davon, wie wir beim Sportmachen irgendwie unterwegs sind und wie wir Erfolge haben und wie wir vorankommen und wie oft wir Sport machen Und ganz h stimmt dann die Realit mit unserem inneren Bild nicht Ich finde, das kann man sehr anschaulich beim Yoga sehen.

Also jeder von uns hat sicherlich ein Bild vor Augen, wie jemand aussieht, der schon lange Yoga macht, der die ganzen Bewegungen beherrscht, der sehr biegsam, sehr flexibel, sehr dehnbar ist. und irgendwie sehe ich mich da ja auch, wenn ich wieder anfange Yoga zu machen und dennoch, wenn ich dann plötzlich in meine Übungen eintauche, in meine Asanas gehe, stelle ich fest, dass ganz viel eben nicht so gelenkig geht und dass das alles andere als fließend und leicht und anmutig aussieht.

Und auch das stört natürlich, weil mein inneres Bild war ein anderes und ich bin enttäuscht von der Realität, wo ich eben diese Deckungsgleichheit zwischen den zwei Bildern nicht herstellen konnte. Und vielleicht überlegst du mal so über die letzte Woche hinweg, wo hattest du eine Enttäuschung, vielleicht eine Wut, ein Ärger, weil etwas nicht geklappt hat und frag dich mal, was war dein inneres Bild dazu und wie hat die Realität ausgesehen, die dem inneren Bild dann entgegenstand.

Und dann verstehst du auch aufgrund der Diskrepanz vielleicht eher, warum du eine bestimmte emotionale Reaktion wie Enttäuschung, Ärger, Wut, Groll gezeigt hast. Denn wir wollen diese Diskrepanz nicht. Diese Diskrepanz macht uns inneren Stress.

Das soll so nicht sein, diese Dissonanz, die da entsteht, die wollen wir auf jeden Fall beseitigen und die meisten von uns haben gelernt, dass sie das am besten können über Anstrengung. Aber gerade mit Anstrengung funktionieren viele Dinge eben genau nicht. Also ich nehme jetzt mal so ein ganz klassisches Beispiel aus meinem Arbeitskontext.

viele Menschen, die zu mir kommen, möchten lernen, sich zu entspannen und haben schon viel ausprobiert, haben Übungen ausprobiert, Atemübungen, Meditationsübungen und kommen nicht in die Entspannung und hadern damit sehr stark und haben das Gefühl, bin ich denn zu blöd, wieso schaffe ich das denn nicht, ich kann das nicht, das gibt es doch nicht und dann gehen sie in die Anstrengung und dann versuchen sie mit aller Gewalt, sich weiter anzustrengen. und das geht natürlich genau dort ins Gegenteil über.

Es hilft überhaupt nicht dabei, in die Entspannung zu kommen, wenn man sozusagen mit Anstrengung auf die Diskrepanz dieser Bilder reagiert und dann noch dieses, es darf nicht wahr sein, das kann doch jetzt nicht sein, dass ich das schon wieder nicht hingekriegt habe. Also man kommt in so ein Hadern, in so ein Ärgern und in so ein Groll, weil es nicht so läuft, wie man es sich gewünscht hat. Und wenn wir solche Schicksalsschläge nehmen, wie Menschen, die sich immer mit Kindern in ihrem Lebenskonzept gesehen haben und die sich immer mit einem Partner in ihrem Leben gesehen haben und jetzt vielleicht mit 43, 44 feststellen, dass sie keinen Partner finden im Augenblick und dadurch das Thema Familie und Kinderkriegen nach hinten rückt, die gehen natürlich sehr stark in die Verweigerung der Annahme und haben das Gefühl, sie haben irgendwas falsch gemacht.

Sie geben sich die Schuld oder sie gehen in die Trauer und haben das Gefühl, sie bekommen da eine Strafe für irgendetwas. Also du hörst schon, da kann so viel Unterschiedliches an Emotionalem passieren. Und dieses emotional Aufgeladene ist tatsächlich das, was sozusagen das sekundäre Leid ist.

Weil alleine das Leid, was entsteht, weil dieses Lebenskonzept nicht aufgeht, ist schon groß genug. Wenn man dann aber noch anfängt, in Kategorien von Schuld, verpassten Chancen, Selbstverurteilung, Selbstwertangriffe zu sprechen, dann vergrößert man das Leid umso mehr. wenn innere bilder nicht aufgehen wenn da keine übereinstimmung mit der realität entsteht wenn das leben also bestimmt was passiert und nicht wir dann macht das ganze für uns schmerz und stress und viele Menschen haben keine gute Strategie, um mit diesem Schmerz umzugehen.

Was wir ganz oft sehen, ist, dass Menschen sich flüchten. Sie flüchten sich in Alkohol, sie flüchten sich in Fernsehserien, sie flüchten sich in Arbeit, sie flüchten sich in exzessives Kaufen, Konsum. Sie sind ganz im Außen und um diesen Schmerz zu übertünchen, suchen sie irgendetwas im Außen, was ihnen hilft, diesen Schmerz zu dämpfen, ihn zu vergessen.

Dieser Schmerz und dieser Stress entsteht einerseits aus dem Leid, weil wir nicht das bekommen, was unser inneres Bild, unser innerer Film beinhaltet hat. und gleichzeitig macht uns das eine Sache besonders deutlich n dass wir vieles in unserem leben nicht unter kontrolle haben und das ist f uns menschen oft eine sehr bedrohliche erkenntnis weil wir m alles unter kontrolle haben wir haben auch immer das gefühl wir haben alles unter kontrolle wir haben das gefühl wir können uns mit ganz viel anstrengung und ganz viel willen und ganz viel disziplin alles, was wir uns wünschen, besorgen.

Und diese Erkenntnis, wenn das Leben sein eigenes Skript hat, wir also sehen, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben, dann kommt zu diesem Leid, was damit einhergeht, auch noch die Angst dazu, nämlich der Kontrollverlust, der erlebt wird, der uns Sicherheit raubt und das ist etwas, was ganz großen inneren Stress macht. Kontrolle ist vielfach eine reine Illusion. Wir leben in dem Gefühl und wir schaffen uns das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, aber spätestens, wenn unsere Beziehung zerbricht, obwohl wir das nicht wollten oder wenn wir eine schwere Krankheitsdiagnose bekommen, obwohl wir uns immer für gesund hielten, wenn wir plötzlich im Job gemobbt werden, obwohl wir bisher immer erfolgreich waren.

Spätestens dann sehen wir, dass wir durch unsere Anstrengungen nur ein Teilergebnis erreichen können und dass das andere von Zufall, Glück, dem lieben Gott, dem Universum, dem Schicksal bestimmt wird. Und die letzten drei Jahre haben uns das, glaube ich, sehr deutlich gezeigt. Also wir haben versucht, mit ganz viel Anstrengung dieses Virus unter Kontrolle zu kriegen.

Hat es geklappt? Ich persönlich würde sagen, nein. Wir haben versucht, durch unsere veränderte Energie eine bessere Welt zu schaffen vielleicht oder mehr grüner zu werden.

Das war ein schöner Plan und dann hat es sich plötzlich alles ganz anders entwickelt. und ich glaube, die wenigsten von uns haben damit gerechnet, dass der Krieg plötzlich wieder so nah an unsere Tür klopft, weil wir hatten ja das Gefühl, wenn nicht wir, dann hat unsere Regierung alles unter Kontrolle und hier muss ich leider wieder sagen, Kontrolle ist eine Illusion und es macht Sinn, dass du dir sagst, diese inneren Bilder, diese inneren Zielvorstellungen entstehen automatisch.

Und ich handle auch sozusagen, um diese Bilder wahr werden zu lassen. Und dann passiert noch ganz viel, was ich nicht beeinflussen kann, was entscheidet, wie hinter die Realität wirklich aussieht. Und das nennt man Leben.

Und Leben ohne Leid ist nicht möglich. Also wenn du diesen Kontrollanspruch schon einmal loslässt und wenn du dich auch dem Schicksal anvertraust, dann kannst du deinen inneren Stress erheblich reduzieren. Mach dir erst einmal bewusst, wo deine inneren Bilder von der Realität abweichen.

Es ist ganz wichtig, wenn große unangenehme Emotionen in dein Leben treten, erst einmal innezuhalten und sich bewusst zu machen, was ist denn hier gerade los. Dann geht es um Annahme und um Akzeptanz. Nämlich zu sagen, okay, wenn das gerade das ist, was das Leben für mich bereithält, dann muss ich jetzt einen Weg finden, damit weiterzugehen.

Ich muss es annehmen, ich muss es akzeptieren. Und das heißt nicht, dass ich resigniere. Das heißt nur, dass ich mit dem weitergehe, was das Leben mir gerade gibt.

Und da gibt es diesen schönen Spruch, ich weiß nicht, ob du ihn kennst, der heißt, wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus. Vom Grundsatz her ist in diesem Satz alles zusammengefasst. Und das ist natürlich nicht immer leicht, weil die Zitrone, zum Beispiel das Lebenskonzept Familie nicht umsetzen zu können, ist sehr, sehr sauer.

und trotzdem kannst du es durch Anstrengung nicht ändern. Also, sich bewusst machen, wo ist die Abweichung und welche Gefühle ruft es in mir hervor. Dann sich dem Leben anvertrauen mit der Haltung von Okay, dann nehme ich das, was jetzt gerade ist und gehe damit weiter.

Und dann gehört dazu, dass du natürlich auch den Schmerz spürst und den Schmerz zulässt, ohne ihn mit irgendwelchen Süchten und Ablenkungen im Außen zuzudecken. Ein Blick voller Selbstmitgefühl und ein tröstender Selbstdialog im Sinne von Du schaffst das. Du findest Lösungen für Dich.

Du wirst sowohl mit den Gef als auch mit den Ereignissen klarkommen die atmung und die verbindung mit deinem k ist da ganz wichtig weil die ganzen emotionen die auftauchen sind ja verarbeitungsprozesse und ich warne immer sehr stark davor diese verarbeitungsprozesse zu stören durch zum beispiel flucht in alkohol arbeit und andere süchte weil dann kann der körper seinen job nicht machen und der prozess geht nicht weiter diese Diese Verarbeitungsprozesse von uns, die brauchen Groll, Wut, Ärger, Trauer, Hilflosigkeit.

All das muss empfunden werden, damit es weitergehen darf. Und diese Gefühle anzunehmen, in sie hinein zu atmen, sie zu spüren und sie in dem Körper arbeiten zu lassen und nicht dagegen zu gehen, nimmt ganz viel inneren Stress raus, denn ansonsten kämpfst du hier einen relativ hoffnungslosen Kampf, denn du wirst gegen deine Gefühle und gegen deine inneren Prozesse, die die Natur dir gegeben hat, um bestimmte Dinge zu verarbeiten, nicht angehen können. Bei der Trauer sieht man es am häufigsten.

Es gibt Phasen der Trauer mit unterschiedlichsten Emotionen, die wir durchlaufen. Und es braucht diese Emotionen und es braucht diese Phasen, damit wir irgendwann den Verlust in unsere Biografie integriert haben. Ein Bild, was ich für diese Art zu leben, diese Haltung zum Leben sehr mag, ist, dass das Leben einem Fluss gleicht.

Und dazu haben sich schon verschiedene Dichter geäußert über Hermann Hesse in seinem Zidaterbuch und Jiva, eher aus dem indischen Kulturraum. Und es gibt ganz viele Dichter, Poeten, die das Leben schon mit einem Fluss verglichen haben. und es ist tatsächlich auch die Haltung, die ich dir ans Herz legen möchte, sich nämlich dem Leben hinzugeben, mit dem Leben zu treiben und mal ist der Fluss enger und schneller und heftiger, mal ist das Flussbett sehr breit und der Fluss fliegt sehr seicht und langsam vor sich hin, mal gibt es Wasserfälle, mal gibt es Stromschnellen, mal gibt es unerwartete Engen und Kurven und deine Aufgabe, wenn du leben willst, ist nicht ans Ufer zu schwimmen und dich zu retten vor dem, was da kommt, sondern eher dich von dem Wasser treiben zu lassen, du bist sozusagen das Wasser und die Stromschnellen zu nehmen, den Wasserfall zu nehmen, die Enge zu nehmen, die Weite zu genießen und irgendwann dein Teil im großen Meer zu werden.

Ich würde dazu gerne etwas vorlesen und zwar stammt das von Bertrand Roussel, einem Literaturnobelpreisträger. Jedes einzelne Menschenleben sollte einem Fluss gleichen, anfangs ein kleiner Bach in engen Grenzen gehalten, durch seine steilen Ufer und leidenschaftlich dahinrauschend über Felsblöcke und Wasserfälle. Allmählich verbreitert sich der Bach zum Fluss, die Ufer treten zurück, die Wasser strömen ruhiger und schließlich mündet der Strom in das Meer ein und gibt gelassen sein eigenes Sein auf.

Das ist die Grundidee von das Leben als Fluss und wenn du dir dann vorstellst, dass dieser Fluss sowohl im jungen als auch im späten Alter diese Hindernisse hat, mit denen er sich arrangieren muss, die er akzeptieren muss, weil die Felsblöcke im Flussbett liegen und das Wasser drum herum fließen muss. Dann, finde ich, gibt es ein schönes Bild von einer sehr gelassenen Haltung. Go with the flow, habe ich dazu mal gehört.

Entspricht auch mit diesen kurzen Worten dieser Haltung, die ich versucht habe, mit dieser Metapher zu beschreiben. Also übe dich in den kleinen unerwarteten Ereignissen, wo die inneren Bilder voneinander abweichen, in die Akzeptanz zu kommen, den Schmerz zu spüren, weil es nicht so gelaufen ist, wie du es dir vorgestellt hast, den Körper machen zu lassen, indem du weiter reinatmest und nicht vom Schmerz weggehst und ihn so verarbeitest. Das kann alltäglich geübt werden und so wird dir das auch bei größeren Schicksalsschlägen gelingen, bei dir zu bleiben und deinen Verarbeitungsprozess von Akzeptanz, Schmerzbewältigung, Emotionsbewältigung und dem Entwickeln neuer Zukunftsperspektiven zuzulassen.

Versuch nicht zu kontrollieren, was du nicht kontrollieren kannst, denn das ist ein Garant für immerwährenden Stress. In diesem Sinne wünsche ich dir jetzt einen wunderbaren Tag. Bis zum nächsten Mal. Deine Sabine Vielen Dank.

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