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Glück Folge 4 · 3. September 2024 · 17 Min
Cover: Sei du selbst – Von dem Mut und der Selbstliebe, die das möglich machen

Sei du selbst – Von dem Mut und der Selbstliebe, die das möglich machen

0:00 17 Min

Worum geht's?

Selbstwert & Authentizität: Den Mut finden, dir selbst treu zu leben

In dieser Episode von „Reif für die Couch?" spreche ich über ein Lebensbedauern, das viele Menschen rückblickend teilen:

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu leben,
anstatt so zu leben, wie andere es von mir erwartet haben."

Wir tauchen gemeinsam tief in das Thema Selbstwert ein – einen inneren Schatz, der oft leise untergraben wird, wenn wir uns zu stark an Erwartungen, Bewertungen oder Anpassung orientieren.

In dieser Folge erfährst du:

  • warum es so schwer sein kann, sich selbst treu zu bleiben

  • wie äußere Erwartungen deinen Selbstwert unbemerkt beeinflussen

  • weshalb ein stabiler Selbstwert die Grundlage für Mut und Authentizität ist

  • wie du deinen inneren Kompass stärkst, statt dich von Meinungen anderer leiten zu lassen

  • erste Impulse, um dein Leben selbstbestimmter und erfüllter zu gestalten

Diese Episode lädt dich dazu ein, innezuhalten und ehrlich hinzuschauen:
Wo lebst du vielleicht angepasst statt verbunden mit dir selbst – und was würde sich verändern, wenn dein Selbstwert wieder mehr Raum bekommt?

 

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Selbstwert bedeutet nicht, laut oder perfekt zu sein.
Er bedeutet, dir selbst treu zu bleiben – auch dann, wenn es Mut braucht.

🎙️ Schön, dass du zuhörst.

  •  

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 2.217 Wörter · etwa 11 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

hey hallo herzlich willkommen bei reif für die couch dem podcast für alle erschöpften deren leben leichter werden darf mein name ist sabine bimmler ich bin psychotherapeutin aus köln und freue mich, dass du wieder zuhörst. Ein neuer Impuls mit der Folge Sei du selbst, der dir hilft, mehr innere Ruhe und Gelassenheit zu erreichen. Vorher möchte ich allerdings ein Dankeschön loswerden.

Einige von euch wissen es schon, ich biete mit meinem kleinen Orga-Team aktuell einen neuen Service an, den sogenannten Therapieplatz-Finder. Manchmal ist es für Menschen, die sehr belastet sind, schwierig, die Organisation und den Aufwand zu gehen, viele Praxen zu kontaktieren, um einen Therapieplatz zu finden. Und das ist oft der Schlüssel, Organisation und Häufigkeit der Versuche.

Allerdings ist das natürlich schwierig, wenn es dir nicht gut geht. Und deswegen habe ich diesen Service angeboten für Menschen, die das alleine gerade nicht hinkriegen. Die ersten Menschen haben sich von uns helfen lassen und es gibt auch schon die ersten positiven Nachrichten, weil das Konzept aufgeht und es gibt schon die ersten Termine in Praxen und die ersten, ja, Hoffnungsschimmer, so nenne ich es mal.

Danke für das Vertrauen für die, die schon gebucht haben und für die, die noch nicht davon gehört haben, vielleicht nochmal ein wichtiger Hinweis. Wenn du mit deiner Therapieplatzsuche nicht zurechtkommst, kannst du bei mir Hilfe finden. Auf meiner Homepage findest du den Link und auch hier unten in den Shownotes verlinke ich dir das natürlich.

So, jetzt aber, sei du selbst. Die Idee stammt aus einem Buch und von dem habe ich vor geraumer Zeit schon mal erzählt. Das sind die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen.

Und das Buch wurde geschrieben von einer Palliativschwester, einem Menschen, der die letzten Wochen und Tage mit sterbenden Personen verbracht hat, sie begleitet hat, sie unterstützt hat und viel mit ihnen gesprochen hat. Und die Frage, was sind so die Dinge in deinem Leben, die du am meisten bereust, wird ja in solchen Gesprächen nach oben gespült, ganz häufig von alleine, ohne dass man sie konkret stellen muss. Und der Punkt, der immer wieder genannt ist, ist das Versäumnis 1.

Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, anstatt so zu leben, wie andere es von mir erwarten. Es ist ein großer Satz, wenn du dir vorstellst, in welchem Moment er ausgesprochen wurde. Und viele von uns kennen dieses Gefühl, dass wir uns verbiegen, dass wir uns anpassen, dass wir Dinge tun, hinter denen wir nicht unbedingt dahinterstehen, dass wir Treffen wahrnehmen, zu denen wir eigentlich gar nicht gehen wollen und dass wir uns in einer Art und Weise verhalten, kleiden, die uns nicht entspricht.

Und wenn wir die Dinge jetzt vom Ende her denken, ich meine, wir alle kommen mal in die Situation, dass wir sterbend sind, dann wäre es doch schön, wenn jeder, jede von uns sagen könnte, hey, ich hatte den Mut, mir selbst treu zu bleiben. Ich habe so gelebt, wie es mir entsprochen hat. Was andere von mir erwartet haben, das war mir egal.

Ja, was denken denn die anderen? Viele von uns haben diesen Satz schon ganz früh von Eltern, von anderen Familienangehörigen gehört. Immer schön brav und artig und angepasst, weil was sollten denn dann die anderen denken?

Unsere Lehrer unsere Eltern unsere Vorgesetzten und vielleicht auch unsere Partner kommen immer wieder mit dieser kleinen subtilen Botschaft das geht so nicht wie du das machst Also das ist wirklich nee was sollen denn die anderen denken Und viele Menschen, die bei mir im Therapieraum sitzen, erzählen mir davon, dass sie Dinge tun, dass sie Partner geheiratet haben, dass sie Jobs gewählt haben, die ihren Träumen, ihren Wünschen und ihren Bedürfnissen überhaupt nicht entsprechen.

Sie wollten aber irgendwie den Schein wahren, sie wollten gehorsam und artig sein. Vielleicht hat man ihnen auch abgesprochen, dass sie die Kompetenz haben, manche Dinge allein zu entscheiden und sich deswegen besser den Entscheidungen von anderen Menschen beugen sollten. Das macht man so nicht, das macht man so, das passt so nicht, das musst du anders machen.

Wie schade. Ich formuliere es auch oft von der anderen Seite herum und sage, ich gebe jedem die Freiheit, mich doof zu finden. Jeder da draußen, der mich trifft, der mich hört, der mich kennt, darf mich aus tiefstem Herzen doof finden und ablehnen.

Auch ich finde nicht alle Menschen sympathisch, als Gesprächspartner erstrebenswert, die mir so im Laufe meines Lebens begegnen. begegnen. Auch ich finde manchmal andere richtig doof.

Und das ist okay. Und so räume ich jedem Menschen da draußen die Freiheit ein, auch mich richtig, richtig doof zu finden. Und das ist ein großer Schritt in Richtung Freiheit.

Weil dann kann ich nämlich machen, was mir gefällt, was mir entspricht, wonach es mir ist. Und wenn andere das nicht so toll finden, ja okay, dann nehme ich es zur Kenntnis, das dürfen sie. Und es spielt aber für die Art und Weise, wie ich mich entscheide, keine Rolle.

Vielleicht verknüpfst du dich mal mit deinem jüngeren Ich, mit deinem unverfälschten Ich, wo man sich noch erlaubt hat zu träumen. Wovon hast du denn früher geträumt? Was wolltest du eigentlich beruflich für eine Richtung einschlagen?

wie wolltest du leben? Hast du von Familie geträumt oder von einem Leben in der Großstadt, auf dem Land? Und das heißt auch gar nicht, dass du jetzt darüber nachdenken sollst, deinen Job, den du aktuell hast, hinzuschmeißen und etwas ganz anderes zu machen oder deinen Partner zu verlassen, deinen Kindern zu sagen, dass sie ihre Probleme selbst lösen müssen.

All das brauchst du nicht tun. Oft hemmt uns die Angst vor Konsequenzen ja schon zu träumen. weil wir denken, wenn wir uns zu sehr auf dieses Gedankenspiel einlassen, dann müssen wir im Jetzt und Hier alles anders machen und alles abbrechen.

Nein, das musst du nicht. Und trotzdem darfst du da mal hinspüren und gucken oder erahnen, wie war das früher, wo wollte ich eigentlich hin, was habe ich davon umgesetzt, was nicht. und vielleicht gibt es auch im Jetzt und Hier Möglichkeiten, in kleinen Nuancen etwas davon umzusetzen.

Und vielleicht weißt du auch, dass du große Veränderungen brauchst, deinen Job hinschmeißen musst, deinen Partner verlassen musst und wieso nicht, warum nicht jetzt? Denk dran, das Versäumnis 1 der sterbenden Menschen, Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben. Hast du Angst vor Spott?

Möchtest du die Anerkennung der anderen? Hindert dich das an den großen Veränderungen? Traust du dir selbst nicht?

Selbstvertrauen, traust du dir nicht, dass du es hinbekommst? Kannst du die Ungewissheit nicht aushalten? Macht es dir Angst, neue Dinge zu tun?

Glaubst du, du hast die Kraft nicht? Das ist auch etwas, was mir ganz oft im Therapieraum begegnet. Ich bin so erschöpft, ich kann das jetzt nicht tun.

Ich bin so erschöpft, ich kann mir jetzt keinen anderen Job suchen. Das Dilemma ist je l du in einer Situation bleibst die dir nicht gut tut desto mehr ersch du dich Und woher soll denn die Regeneration und die Erholung kommen Spannend finde ich es auch, aus der Motivationssicht der Psychologie einmal zu betrachten. Wir Menschen tun viel mehr, um Schmerz zu vermeiden, als um Vergnügen und Freude zu schaffen.

Also nochmal, wenn wir uns bewegen, wenn wir uns verändern, tun wir das schneller und öfter, häufiger aus der Motivation heraus, Schmerz zu vermeiden. Das Vergnügen und die Freude, die wir ernten, die sind erst nachgelagerter Grund, sich zu verändern. Deswegen verändern wir uns oft erst, wenn der Schmerz zu groß wird.

Und deswegen gewöhnen wir uns auch oft an Zustände, die uns überhaupt nicht gut tun. Ja, was heißt das jetzt für dich? Vielleicht heißt das, dass du erstmal wieder anfangen darfst, dich mit deinen Träumen von einem Leben, was dir entspricht, zu verbinden.

Vielleicht darfst du erstmal wieder anfangen, nach innen zu hören und zu schauen, was wünsche ich mir da wirklich. Und vielleicht darfst du dann die mentalen Blockaden identifizieren, die dir im Weg stehen. Wenn du die letzten drei Folgen gehört hast, da gab es zwei Folgen zu den Glaubenssätzen, die uns blockieren.

Und manchmal gibt es eben welche, die uns im Weg stehen, wenn wir hinwollen in die Haltung von Ich habe den Mut und ich lebe, wie es mir entspricht. Und jeder da draußen hat das Recht, mich dafür doof zu finden. Doch das ändert und beeinflusst meine Entscheidung nicht.

Es geht darum, sich selber kennenzulernen und das ist oft auch eine Aufgabe, die entweder in der Mitte des Lebens in den Mittelpunkt tritt oder die in Krisen in den Mittelpunkt tritt. Sich selbst kennenlernen. Und zwar nicht das Bild, was die anderen von dir gezeichnet haben und das Kästchen, was die anderen für dich aufgemalt haben, in dem Kästchen, in dem du dich bewegen darfst.

Das ist deren Kästchen, deren Erwartungskästchen an dich. Und vielleicht bist du da drin noch, aber vielleicht ist das gar nicht dein Kästchen. Und welche Erwartungen hast du denn an dich, damit du am Ende deines Lebens sagen kannst, ja, ich bin mir treu geblieben.

Ich habe ein Leben gelebt, was mir entspricht. Dieser Entschluss, dass es an der Zeit ist, als der Mensch zu leben, der man wirklich sein will, ist ein ganz großartiger Entschluss, der ganz viel Kraft freisetzt, ganz viel Hoffnung gibt und der natürlich oftmals ein wenig, ja, ich sag mal, auf einen Weg führt, der auch mit Aufwand verbunden ist. Weil wenn du dich veränderst, wird dein Umfeld nicht unbedingt juchu schreien.

Denn du bist für dein Umfeld ja berechenbar. Oft haben die aus gutem Grund dieses Kästchen für dich geschaffen, in das du dich hineinbegeben hast. Und wenn du da jetzt ausbrichst, dann wird es, ja, nicht so einfach für die anderen und damit natürlich auch für dich.

Ich würde gern noch einmal die Brücke zum Thema Selbstliebe schlagen. Manchmal passen wir auf unsere Selbstliebe nicht gut auf und es gibt da ein sehr schönes Bild, mit dem ich oft arbeite. Stell dir vor deine Selbstliebe ist wie ein ganz zartes Gef vielleicht aus einem ganz feinen Porzellan oder aus einem ganz feinen Glas Und diese Selbstliebe ist wie ein ganz zartes Gef vielleicht aus einem ganz feinen Porzellan oder aus einem ganz feinen Glas Und diese Selbstliebe die solltest du ganz nah an deinem Herzen tragen also gut auf sie aufpassen so wie man ein Baby bei sich beh und was wir machen im Alltag, wenn uns die Anerkennung der anderen Menschen so wichtig ist, dann geben wir sozusagen dieses Gefäß, dieses wertvolle Gut aus der Hand und geben es dem anderen und der darf darüber urteilen, ob dieses Gefäß gut ist, richtig ist, wertvoll ist.

Dabei ist deine Selbstliebe, dein Selbstwert, so kann ich es vielleicht besser sagen, dein Schatz, auf den du aufpassen solltest, den du ganz nah an deinem Herzen tragen solltest und den du beschützen solltest gegen den Einfluss der Welt. Weil es werden immer Leute kommen, die dir sagen, du bist blöd, weil und du hast dies falsch gemacht gemacht und du solltest besser so sein und dies ist nicht richtig an dir und du bist zu vorlaut und du bist zu passiv und ach, tausend Dinge.

Und wenn die anderen nicht kommen, dann sagst du dir das selber. Der Selbstdialog, auf den habe ich auch schon oft verwiesen, wie wichtig der ist. Wir reden ja den ganzen Tag in Gedanken mit uns selbst und erzählen uns leider oft, was wir alles falsch machen und wie wertlos wir sind.

Tatsächlich können wir aber auch unseren eigenen Selbstdialog ändern und uns trösten, ermutigen und uns positiv zureden. Und so gelingt es uns immer mehr, einen sicheren Platz nah an unserer Brust, an unserem Herzen zu finden für dieses wertvolle Gut für den Selbstwert. Das kann man natürlich im Praxisraum viel schöner veranschaulichen, weil die Leute, die mit mir gearbeitet haben, auch in Gruppen, die wissen, dann haben wir die Gläser in der Hand und dann übergeben wir die Gläser an jemand anders und dann guckt man den anderen erwartungsfroh an und denkt, ja, der könnte meinen Selbstwert jetzt auch auf den Boden schmeißen und zerbrechen.

Deswegen darfst du deinen Selbstwert nie von dir weggeben Du bestimmst, wie viel du wert bist Und weil du ein Mensch bist und weil du geboren bist, bist du viel wert Und dich immer wieder mit diesen Gedanken zu verbinden Ich bin per se wertvoll, weil ich ein Mensch bin Und egal, was alle anderen mir erzählt haben in meinem Leben Egal, was alles passiert ist, egal, wie ich behandelt wurde Ich bin wertvoll. Und aus diesem Selbstwert heraus ist es natürlich einfacher, in die Entscheidung zu kommen, ich bin ich selbst, ich lebe das Leben, was ich leben möchte, ich treffe die Entscheidungen, die mir entsprechen.

Damit ich am Ende meines Lebens zurückblicken kann und sagen kann, Ich hatte den Mut, mir selbst treu zu bleiben und ich habe so gelebt, wie ich es wollte und nicht wie andere es von mir erwarten. Ich hoffe, ich konnte dich mit dieser Folge ein wenig aufwecken und dich motivieren. Das Thema mit der Selbstliebe und das Thema mit dem Sei-Du-Selbst mehr zu dir zu nehmen. Der Weg bei aller Anstrengung macht viel Freude und ich hoffe, er geht für dich direkt nach dieser Folge los. Bis bald.

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