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Nervensystem Folge 82 · 30. April 2020 · 7 Min
Cover: Übung - Stärke dein beobachtendes Selbst

Übung - Stärke dein beobachtendes Selbst

0:00 7 Min

Worum geht's?

Hier kommt die erste Übung zum Thema Achtsamkeit. Diese 5 Minuten Übung hilft dir, deinen inneren Beobachter zu stärken. Ziel: Mehr Achtsamkeit im Alltag. Für mehr innere Ruhe, eine stabile Verbindung mit sich selbst und für mehr Handlungsfreiheit.

Leg los. ich freue mich auf dich! Deine Sabine

Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit. 

Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 625 Wörter · etwa 3 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Übung für dich vorbereitet, eine Zentrierungsübung, die dir hilft, dich mit deinem inneren Beobachter zu verbinden. Ich freue mich, dass Du dir die nächsten 5 bis 10 Minuten nimmst, dich einfach zu sammeln und diesen inneren Beobachter zu stärken. Viel Spaß. Egal, wo Du grade bist, mach es dir einmal bequem. Es kann sein, dass Du irgendwo liegst, stehst oder sitzt.

Vielleicht bist Du auch in Bewegung. Schütte dich einmal durch, sammle deine Aufmerksamkeit und freue dich auf die nächsten 5 Minuten. Verbinde dich mit deinem Atem. Beobachte deine Atemzüge. Nimm wahr, welche Bewegung sie in deinem Körper auslösen in Bauch- und Brustkorb.

Nimm vielleicht wahr, welche Geräusche sie deine Atmung, welche Geräusche sie macht. Du brauchst den Atem nicht beeinflussen. Das ist ganz wichtig. Dein Atem weiß genau, wie er fließen darf und das ist gut. Genauso, wie es ist.

Und nun spüre dich einmal, hier und jetzt in der Situation, wo Du grade bist. Nimm einmal wahr, was dich herum ist, vielleicht mit geschlossenen Augen, vielleicht aber auch mit offenen Augen. Und vielleicht ist es dir jetzt schon möglich, dich aus 1 Beobachterperspektive zu sehen. Beobachte dich jetzt grade aus dieser Beobachterposition heraus. Und frage dich, warum bist Du jetzt grade hier?

Was ist der Grund? Worum geht es für dich in diesem Moment? Wenn Du findest, dass das komische Fragen sind, nimm die Bewertung aus dieser Beobachtung heraus. Mach dir den Wert und den Sinn bewusst, dem diese Übung dient. Es geht darum, deinen inneren Beobachter zu trainieren.

Und stell dir vor, wie ein Teil von dir tatsächlich neben dir steht und dich betrachtet, wie eine Freundin oder ein Freund jetzt neben dir stehen würde. Und was sieht dieser Beobachter? Was würde der über deine Körperhaltung sagen, über deinen Gesichtsausdruck? Was würde er über die letzten paar Minuten sagen, bevor Du die Übung begonnen hast und über deinen restlichen Tag? Was sieht er jetzt gerade in diesem aktuellen Moment?

Was glaubt der Beobachter, welche Gefühle hast Du? Wie geht es dir grade? Wie groß ist dein Wohlbefinden? Nutze die Fähigkeit des Beobachters, dich herumzugehen. Er kann von allen Seiten schauen, kann dich Runden, er kann näherkommen, kann vielleicht aber auch die Gesamtsituation erfassen, indem er etwas weiter weggeht.

Diesen Beobachter geht es vor allen Dingen 1. Er möchte erspüren, wie es dir jetzt grade geht. Er möchte wahrnehmen, welche Gedanken grade da sind. Und auf Basis dieser Information möchte er die Impulse geben, etwas zu verändern vielleicht. Oder alles einfach so zu lassen, wie es grade ist.

Genieß, dass Du dich selbst aus dieser zusätzlichen Perspektive betrachten kannst. Aus dieser Perspektive, die dir möglich macht, erst einmal zu erkennen, in welcher Situation Du grade bist, wie diese Situation sich anfühlt und ob diese Situation dich deinen Zielen näher bringt, ob Du in dieser Situation deinen Werten entsprechend handeln kannst. Und dann nutze diese Distanz und diese Möglichkeit der Wahrnehmung. Bedanke dich bei dir selbst dafür, dass Du dir diesen Moment genommen hast. Und dann darf dein Beobachter wieder mit dir verschmelzen und Du verabschiedest dich innerlich langsam aus dieser Übung.

Das kannst Du tun, indem Du Arme und Beine, Hände und Füße bewegst und so einfach, ja, wieder zurückkommst ins Hier und Jetzt. Wenn Du dich genug bewegt und geregelt hast, wenn Du bereit bist, öffne deine Augen, wenn Du sie geschlossen hattest. Und ansonsten verankere dich einmal wieder in der aktuellen Situation und bedanke dich noch mal innerlich für diese Übung. Das war's auch schon für heute. Ich würde dir empfehlen, diese Übung mehrfach durchzuführen, immer wieder in ganz vielen Alltagssituationen und vielleicht grade dann, wenn Du besonders gestresst bist und das Gefühl hast, nee, jetzt kann ich das auf keinen Fall machen.

Also bis zum nächsten Mal. Tschüs, deine Sabine.

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