Bist du gestresst, überfordert oder fühlst dich manchmal von Angst und Traurigkeit überwältigt? Dann bist du in dieser Podcast-Folge genau richtig! Wir tauchen heute in die Welt von Stress, Burn-Out, Angsterkrankungen und Depressionen ein und zeigen dir, wie du Wege zur inneren Balance und mentalen Gesundheit finden kannst.
Lass uns gemeinsam den Weg von Stress zu innerer Stärke gehen. Das hier ist ein erster Schritt zu einem gesünderen, glücklicheren Leben. Du bist nicht allein, und es gibt Hilfe und Hoffnung. Vergiss nicht, diese Episode mit Freunden und Familie zu teilen, die von diesem wichtigen Thema profitieren könnten. Zusammen können wir eine menschliche Gemeinschaft aufbauen und uns gegenseitig auf dem Weg zu mentaler Gesundheit begleiten.
Vollständiges Transkript · 3.098 Wörter · etwa 15 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
hey hallo herzlich willkommen bei reif für die couch den podcast für alle erschöpften deren leben leichter werden darf ich freue mich dass du heute zuhörst ein spannendes thema vom stress zu burnout depression und angsterkrankung dahinter steckt natürlich einerseits die allgemeine Frage, wie entstehen psychische Erkrankungen? Auf der anderen Seite beantwortet es aber vielleicht auch die Frage, warum ich? Warum gerade ich?
Viele Menschen, die merken, dass sie plötzlich mit Depressionen oder Ängsten zu tun haben, fragen sich, warum erwischt es ausgerechnet mich? Und es gibt natürlich immer viele Faktoren, die dazu führen, dass jemand eine psychische Erkrankung entwickelt. Und heute schauen wir uns diesen Weg mal an, insbesondere von einer Überforderung, von einer Stressbelastung zu psychischen Erkrankungen.
Das Thema kommt oft als Zuhörerfrage und diese Woche durfte ich aber auch in einem Unternehmen, einer Behörde sogar, ein neues Konzept ausprobieren. Die haben ein Mittagslunch-Konzept im Online-Format ins Leben gerufen, wo es darum geht, über Stress, über psychische Themen zu sprechen, über mentale Gesundheit. Und das durfte ich diese Woche durchführen.
Und das war sehr spannend mit weit über 100 Teilnehmern. und ich habe gedacht, ich nehme die mal mit in das Thema, was wir da zusammengetragen und besprochen haben. Erst einmal möchte ich dich daran erinnern, dass wir Menschen ganz komplexe Wesen sind.
Das sieht man viel besser auf der körperlichen Ebene. Also wenn wir uns überlegen, wie all unsere Organe vom Gehirn über Leber, Niere, Herz zusammenspielen, der Blutkreislauf, wenn wir uns all das vor Augen führen, dann sehen wir, wie komplex wir eigentlich sind. Und tatsächlich ist das auf der psychischen Ebene ähnlich.
Und meine persönliche Vermutung ist, dass wir über die psychischen Zusammenhänge noch viel weniger wissen als über die körperlichen. Also wir reden hier von ganz komplexen Systemen und ganz komplexen Zusammenhängen. Die Stressreaktion ist eine dieser psychischen, körperlichen Reaktionen, die die Natur uns mit ins Leben gegeben hat.
Das heißt, es ist eine ganz natürliche Reaktion auf Herausforderung. Wenn wir uns einer Herausforderung gegenübersehen, eine Alarmbereitschaft entsteht, dann macht unser System mobil für Bestleistung, sowohl körperlich als auch psychisch. Ja, und der Körper fährt hoch und auch Konzentrationsfähigkeit, ja, energetische, kognitive Fähigkeiten steigen nochmal an.
Wir machen mobil für Bestleistung. Und das kann kurzfristig total nützlich sein, um Anforderungen zu bewältigen. Das Problem entsteht dann, wenn wir langfristig in so einem Zustand verharren, wenn also jeder Tag von uns in einer Alarmbereitschaft bewältigt wird.
Dann kommt es zu verschiedenen Erkrankungen. Man kann sich das in so einem dreiphasigen Modell vorstellen. Das, was ich gerade beschrieben habe, ist so die Alarmreaktionsphase.
Da geht es los mit den Stresshormonen der körperlichen Reaktion und mit dem Fokussieren und Mobilmachen für eine Bestleistung. Wenn dieser Zustand der Gefahr, der Alarmbereitschaft aber nicht abnimmt, dann kommen wir irgendwann in eine Widerstandsphase. Hier spüren wir diesen Druck, der immer weiter zunimmt, es melden sich erste körperliche Warnsignale wie Bluthochdruck, Verspannung und so weiter und wir versuchen uns irgendwie, der Organismus, der Menschliche versucht irgendwie, sich an die anhaltende Stresssituation anzupassen.
Das gelingt aber nicht, weil dafür ist der Körper nicht gebaut, das System ist dafür nicht ausgelegt. Das heißt, wir kommen irgendwann, früher oder später, in eine Erschöpfungsphase. Und diese Erschöpfungsphase ist geprägt von einer enormen Überforderung.
Also das heißt, unsere Funktionsfähigkeit ist tatsächlich an der Stelle eher eingeschränkt. Mit Bestleistung hat das nichts mehr zu tun. Wir werden anfällig für Konzentrationsprobleme, für Gedächtnisprobleme.
Wir werden anfällig für körperliche Erkrankungen. Unsere Kraft sackt uns weg, Gedanken, die da heißen, es ist mir alles zu viel, ich schaffe das nicht mehr, ich kann nicht mehr, nehmen zu. Und auf der emotionalen Ebene haben wir viel Hilflosigkeitserleben im System, Erschöpfung, Müdigkeit, Kraftlosigkeit und teilweise auch Verzweiflung und Ärger tauchen manchmal auf, eine gewisse Gereiztheit, weil ich immer ja noch den Impuls habe, mich zu befreien, merke aber, ich komme aus der Sache gar nicht mehr raus.
Was uns Stress macht, hängt sehr stark von unserer subjektiven Einschätzung ab. Also es gibt diese Hauptfrage, kann ich das bewältigen, die entscheidend ist für unsere persönliche Einschätzung, ob mir das gelingt, diese Herausforderung, dieses Problem zu bewältigen oder nicht. Kann ich das bewältigen?
Und leider stellen wir uns gerade in Stressfragen die Frage auch genau so, nämlich eine geschlossene Frage, auf die es nur ein Ja oder Nein gibt. Das heißt eine duale Antwort, schwarz-weiß. Und wenn ich erstmal in der Erschöpfungsphase bin, dann lande ich immer bei Nein ich schaffe das nicht mehr Ein Tipp w hier schon diese Frage offener zu stellen n wie viel kann ich davon bew Das setzt einen ganz anderen Denkprozess in Gang und ein ganz anderer Denkprozess führt dich auch in eine ganz andere Gefühlswelt, weil du plötzlich den Lösungsraum hast, dass Entscheidungen möglich sind, dass du priorisieren kannst, dass du dich damit zufrieden gibst, nur Teilergebnisse zu erreichen.
Also wenn du dich selbst dabei ertappst, dass du oft etwas einschätzt in schaffe ich das oder schaffe ich das nicht und bei Nein dann schon in diese schwere Erschöpfung fällst, versuche es doch mal mit einer offenen Frage, die lautet, wie viel davon schaffe ich? Wie viel kann ich schaffen? Wie viel möchte ich schaffen?
Auch interessant. Diese duale Einschätzung bringt uns oft nicht weiter. Wenn wir uns lange in der Erschöpfungsphase befinden, wird unser Immunsystem geschwächt.
Und zwar das Immunsystem, wir betrachten das Immunsystem häufig auf der körperlichen Ebene. Das Immunsystem gilt aber genauso für unsere psychische Gesundheit. Und das sind auch keine zwei Immunsysteme.
Wir sind eben ein sehr komplexes Wesen und wir versuchen oft, Körper und Seele zu trennen, um es uns ein bisschen leichter zu machen. Aber diese Trennung ist eher nur in unserem Kopf, weil in Wirklichkeit sind Körper und Seele extrem miteinander verbunden. Körper und Psyche, Körper und Seele sind eine Einheit und beeinflussen sich wechselnd seit.
Ja, wenn ich also lange in dieser Erschöpfungsphase bin, weil ich viel Stress hatte, wird mein Immunsystem geschwächt. Und das macht die Tür auf für mögliche körperliche Erkrankungen. Es beginnt ja häufig schleichend.
Ich habe zunehmend Verspannungen im Nacken, im Kiefer. Ich habe Rückenschmerzen. Ich bekomme immer öfter Kopfschmerzen, sogenannte Spannungskopfschmerzen.
Ich habe Verdauungsprobleme, mein Verdauungssystem ist gereiht. Ich habe Magenschmerzen, auch eine Reizung des Verdauungssystems. Ich knirsche mit den Zehen und ich merke, ich kann eigentlich nicht mehr so richtig gut atmen, ich kriege nicht mehr so richtig gute Luft und irgendwie bin ich so zu, so hart geworden.
Das sind die Anzeichen. Und wenn wir uns dann weiter in der Erschöpfungsphase befinden, wir also den Stress weder im Außen noch im Innen für uns irgendwie auflösen können, dann wird die körperliche Konsequenz letztendlich deutlicher. Ich gehe mal ans deutliche Ende des Kontinuums und nenne mal einfach solche Dinge wie Herzinfarkte, Darminfarkte, natürlich auch Erkrankungen wie Krebs, die aus einer dauerhaften Immunerschöpfung irgendwann entstehen.
Du siehst also schon, das sind ganz typische Volkskrankheiten, von denen ich hier mittlerweile rede, und die sich zurückführen lassen auf die Art, wie wir leben und wie wir mit unserem Körper und unserer Seele umgehen. Und deswegen würde ich jetzt gern auch den Sprung machen zu möglichen psychischen Symptomen, die bei andauerndem Stress aus der Erschöpfungsphase resultieren. Es gibt diesen Zustand der inneren Anspannung und Unruhe.
Du kennst das vielleicht, du hast das Gefühl, ah, selbst wenn ich mich hinsetze, ich komme gar nicht mehr richtig zur Ruhe und in mir ist irgendwie ständig was in Bewegung. Ich erreiche gar nicht mehr so einen Zustand, dass Tiefen einfach nur sitzen und sein können. Konzentrationsschwierigkeiten kündigen sich an.
Ich werde nervös, ich werde fahrig, ich kann mich nicht mehr so richtig konzentrieren. Kleinste Dinge machen mir mehr Angst, als sie es in einem Zustand von Stabilität getan haben. Kleine Unwägbarkeiten machen mich reizbarer und lassen mich aus der Haut fahren.
in Phasen von Stabilität würde ich die eher wegpuffern. Es entsteht so eine Unzufriedenheit, eine Unzufriedenheit mit sich selbst, eine Unzufriedenheit mit dem Leben, eine Unzufriedenheit mit anderen Personen in dem Umfeld. Also es schleicht sich so immer mehr an.
Und auf der emotionalen Ebene spüren wir einfach einen viel höheren Ausschlag bei Angst und Wut und Verzweiflung, Das, was vorher eher so eine geringe Amplitude, einen geringeren Ausschlag hat, wird plötzlich, ja, sehr viel extremer in den Spitzen. Das ist so, dass Kontinuum wie psychische Störungen, Erkrankungen beginnen. Und wenn ich da nicht aufpasse und hier keine Lösung für mich finde, den Stress, ich betone es nochmal, im Außen oder im Inneren zu reduzieren, dann öffnet sich die Tür für mögliche Erkrankungen wie eine Depression oder ein Burnout oder Angsterkrankung oder Zwangsstörung oder Essstörung oder Suchtverhalten.
Also so können wir uns das mit dem Immunsystem auf der seelischen, psychischen Ebene ganz ähnlich vorstellen wie auf der körperlichen Ebene. Wenn wir lange unser Immunsystem strapazieren, dann nehmen einfach Befindlichkeiten leichtere Auffälligkeiten zu und wenn wir dann den Aufstieg nicht schaffen, öffnet sich die Tür für größere Dinge. Und manchmal hat das natürlich was zu tun, bist du auch genetisch vordisponiert, also gibt es schon psychische Erkrankungen wie Depression oder Angsterkrankungen in deiner Familie, bestimmte Glaubenss wichtige Ereignisse in deiner Biografie machen dann vielleicht die T auf Wer den Podcast regelm kennt der wei schon dass ich mittlerweile der Meinung bin wenn wir Stress sagen, dann meinen wir Angst.
Die körperliche Reaktion bei Stress und bei Angst ist relativ ähnlich. Und es kann die Angst sein, nicht genug Zeit und nicht genug Kraft zu haben, um Dinge zu erledigen, die uns Stress machen. Es kann die Angst sein, mit unseren Themen nicht ernst genommen zu werden.
Es kann die Angst sein, nicht geliebt zu werden. Es kann die Angst sein, anderen zur Last zu fallen. All das kann ins Stresserleben führen.
Und wenn ich immer sage, löse deinen Stress im Innen oder im Außen auf, Wenn wir über Ängste reden, haben wir natürlich nur die Chance, im Inneren mit uns zu arbeiten. Ein kleiner Tipp hier schon mal für dich. Wir hatten ja vorhin schon den einen Tipp, nämlich die Frage nicht, kann ich das bewältigen, ja, nein, zu stellen, sondern auszutauschen gegen die Frage, wie viel davon kann ich bewältigen, wie viel davon möchte ich bewältigen.
Und jetzt kommt ein weiterer kleiner Tipp. Also ersetzt doch bitte in deinem Sprachgebrauch, auch in deinem inneren Sprachgebrauch, also in deinen Gedanken, das Wort Stress einfach mal durch Angst. Anstatt Hilfe, das war ein stressiger Tag, sag doch mal Hilfe, das war ein Tag voll mit Ängsten.
Oder wenn du sagst oder denkst, das macht mir Stress, tausch das doch mal aus gegen, das macht mir Angst. Ich würde gerne in puncto Stress hier eine kleine Geschichte mit dir teilen, wirklich ganz winzig, ich lese sie trotzdem vor, damit ich mich nicht verhasple. Der Holzfäller und die Axt Ein Spazierganger trifft in einem Wald auf einen Holzfäller.
Der versucht mühsam mit seiner stumpfen Axt einen Baum zu fällen. Der Spaziergänger tritt an ihn heran und fragt, aber guter Mann, ihre Axt ist ja ganz stumpf, warum schärfen sie sie denn nicht? Darauf antwortet der Arbeiter, dafür habe ich keine Zeit, ich muss doch den Baum fällen.
Die Geschichte ist sehr bekannt und ist dir vielleicht schon mal begegnet, begegnet, passt aber ganz wunderbar hier in diese Podcast-Folge, die dich ja ein bisschen aufrütteln soll in deiner Haltung gegenüber deinem Stress, den du vielleicht gerade erlebst oder in den letzten Wochen und Monaten erlebt hast. Und es gibt verschiedene Arten und Weisen, die Axt zu schärfen. Ganz klassisch in puncto Stress ist natürlich das Thema Zeitmanagement und Organisationsfähigkeit.
Also wenn du natürlich deine Aufgaben ungünstig organisiert hast, wenn du in deinem Zeitmanagement zum Beispiel deinen Tag viel zu voll packst und gar keine Pausen und Lücken lässt, dann kann Umstrukturierung und Umorganisation durchaus etwas sein, was dir hilft, deinen Stress im Außen zu reduzieren. Manchmal macht es auch Stress, dass wir nicht die richtigen Kompetenzen und Fähigkeiten an Bord haben. Du hast also eine Aufgabe, die du gar nicht bewältigen kannst, weil dir dazu die Fähigkeit fehlt.
Hier macht es Sinn, neue Fähigkeiten dazu zu lernen, wenn du weißt, solche Aufgaben habe ich regelmäßig zu bewältigen. Das kann im Job-Kontext das Handling von bestimmten Softwareprogrammen sein oder eine Entwicklung von Führungsfähigkeiten, wenn du in eine Führungsrolle gehst. Kindererziehung.
Auch hier kann man sich Sachen, ja, einfach anlernen. Man kann sich sogar Geduld in der Kindererziehung anlernen. Also das Erlernen von neuen Fähigkeiten ist auch eine Variante, wie du deine Axt schärfen kannst.
Soziale Unterstützung. Hol dir Hilfe. Suche aktiv nach Unterstützung.
Auch das ist ein Schärfen der Axt im Außen. Und jetzt kommen wir eher zu den Themen, die ich als Psychotherapeutin, als Coach betrachte, nämlich die Themen im Inneren. Selbstvertrauen stärken fällt mir da ein.
Und zwar in Richtung Bewältigungsfähigkeiten. Wir haben ja vorhin darüber gesprochen, dass die Frage, kann ich das bewältigen, totalen Stress macht, wenn ich zu der Schlussfolgerung komme, nein, ich kann es nicht bewältigen. Wir haben vorhin darüber gesprochen, dass du die Frage abändern sollst in, wie viel kann ich bewältigen?
Und wenn du jemand bist, der eher wenig Selbstvertrauen hat, eher eine pessimistische Perspektive auf dich selbst und vielleicht gar nicht sehen kannst, welche Fähigkeiten du hast, oder du diesem kruden Glauben folgst, ich gehe eher vom schlechten Ergebnis aus, damit ich nachher nicht enttäuscht werde, kommt es dazu, dass du bei der Frage vielleicht auch häufig bei Nein landest. Und das ist dann aber nur eine Einschätzung in deinem Kopf, vielleicht aufgrund bestimmter Glaubenssätze, die du in dir trägst, wie ich bin zu dumm oder ich bin zu schwach.
und hier anzusetzen im Coaching oder im therapeutischen Setting, um das Selbstvertrauen zu stärken, um in letzter Konsequenz bei der Frage, wie viel davon kann ich bewältigen, eine realistische Prognose zu machen und eine optimistische Haltung einzunehmen, ist eine Schärfung deiner Säge. Was ich auch nat anwenden kann oder ja dazu lernen kann oder eigentlich k wir das du kannst das auch ich bin sicher ist die eigene Reflexionsf Also wenn ich im Stress und im Hamsterrad bin dann denke ich relativ wenig mich meine Mechanismen Alternativen nach weil dann laufe ich einfach nur.
Es macht schon Sinn, kurzfristig immer mal wieder aus dem Hamsterrad auszusteigen, um innen zu halten, zu spüren, was ist hier eigentlich gerade los, und dann zu hinterfragen, was ist eigentlich mit der aktuellen Situation? Was gibt es für äußere Faktoren? Schätze ich das richtig ein?
Was ist eigentlich mit mir in der aktuellen Situation? Warum erlebe ich hier so einen Stress? Ist das eigentlich notwendig, dass ich so einen Stress erlebe?
Was hat das mit mir zu tun? Und dann kommst du ja wieder auf die Bereiche, die ich eben schon genannt habe. Muss ich mich anders organisieren?
Brauche ich zusätzliche Kompetenzen? Kann ich mir Hilfe holen? Diese Fragen kommen erst, wenn du aus dem Hamsterrad rausgetreten bist.
Und dann kannst du nach Alternativen suchen, weil dann gehen andere Lösungsräume auf. Solange wie du läufst in deinem Rad im Funktionsmodus, im Autopiloten bist, ist das nicht möglich. Und dieses Aussteigen aus dem Hamsterrad, das musst du wollen und dann musst du auch für dich ein paar kleine Techniken erlernen, die dir helfen, wenn du es wirklich willst und die Entscheidung getroffen hast, rauszutreten und es zu tun.
So schärft man die Säge noch wieder weiter über dem Schleifstein, um sie wirklich, wirklich scharf zu machen. Und das Letzte, was ich dir so dringend ans Herz legen möchte, und es ist eigentlich eine Kleinigkeit, und doch fällt es vielen Menschen so schwer, bitte plane Pausen und Erholung ein. Die körperliche und mentale Energie muss wieder aufgeladen werden, wie dein Akku am Handy.
es geht nicht ohne Ladezeiten. Und wenn du dir selber irgendwie den Glaubenssatz oder die Überzeugung gebaut hast, dass du der Mensch bist, der es ohne Ladezeiten schafft, dann, glaube ich, bist du einem Irrtum aufgesessen. Und wenn du so deine Axt geschärft hast, dann ist die Einschätzung, wie viel du bewältigen kannst, so viel einfacher, weil du die Situation im Außen so viel klarer siehst und dich selber besser verstehst in der Situation und dadurch andere Entscheidungen treffen kannst und andere Lösungsräume öffnen kannst.
Dazu möchte ich noch einmal einen großen Denker, nämlich Laozi, zitieren. Die Natur eilt nicht. Und dennoch wird alles erreicht.
Und wenn wir etwas mehr zu unserer menschlichen Natur zurückkehren würden, dann würden wir feststellen, dass wir uns ein Leben angewöhnt und geschaffen haben, was uns nicht entspricht. Es ist wie eine Pflanze, die du in eine Umgebung pflanzt, in der sie eigentlich nicht sein kann, weil vielleicht zu wenig Wasser da ist, weil bestimmte Nahrungsstoffe nicht im Boden sind. Die Natur eilt nicht und dennoch wird alles erreicht.
Das kann wie so ein Credo, ein Glaubenssatz werden für dich, weil du musst dich nicht beeilen, um Dinge zu erreichen. Die spannende Frage ist ja auch, was musst du überhaupt alles erreichen? So, wenn Stress auch Angst ist, dann können wir auch hier im Inneren natürlich ansetzen.
Und dazu habe ich schon so viele Podcast-Folgen gemacht. Aber wenn Stress Angst ist, also wenn Stress eigentlich eine Emotion ist, dann lass dich nochmal daran erinnern, dass Unterdrücken, Betäuben, Bekämpfen keine Alternative sind. Wenn wir so mit unseren Gefühlen umgehen, dann kommen wir in einen Teufelskreis, der uns auch wieder in ein schwaches Immunsystem führt.
Die Natur hat dir Emotionen mitgegeben, damit du sie annimmst und damit du sie wahrnimmst und damit du dich mit ihnen beschäftigst und sie als Informationsquelle nutzt Das heißt, es gilt sie zu durchleben, es gilt sie zu spüren und es gilt sie zu verstehen und auszuwerten Und das Unterdrücken, Betäuben und Bekämpfen ist keine Lösung Ja, viele Informationen in der heutigen Podcast-Folge und ich bin auch immer noch nicht fertig mit den Inhalten. Ich schließe aber an dieser Stelle, weil ich glaube, dass das hier erstmal reicht und du erstmal in Resonanz mit den Impulsen geben darfst, die du aus dieser Folge bekommen hast.
Und es geht nicht darum, dass du alles verstehst und alles mitnimmst und alles für dich irgendwie verwertest, sondern nimm die Punkte, die dir wichtig sind und das sind die Punkte, wo du drauf resoniert hast, wo dein Körper, deine Gefühlswelt und auch deine Gedanken mit in Resonanz gegangen sind und gedacht haben, ja, scheiße, das bin ich. Ja, die redet von mir. Oh Mann, ja, das wäre wichtig.
Das sind die Punkte, die solltest du mitnehmen. Und ich danke dir an dieser Stelle fürs Zuhören. Es ist viel drin in dieser Folge.
Hör sie dir auch gerne nochmal an. Und in diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderbaren Tag. Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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