Heute gibt es ein Interview mit der wunderbaren Alexandra Schulz. Sie ist plastische Chirurgin und baut gerade die „We are beautiful"-Bewegung auf. Sie tritt dafür ein, dass ästhetische Medizin und Selbstliebe kein Gegensatz, sondern eine gute Ergänzung sind. Wir sprechen über Menschen, die sich aufgrund mangelnder Selbstliebe verlieren. Menschen, die die Lösung im Außen suchen, nicht in sich selbst. Und die trifft Alexandra genauso in ihrem Job wie ich in meinem. Sie behandelte und operierte über Jahre lebensgefährlich verletzte Verbrennungsopfer- und sie spritzt Botox. Nur scheinbar unvereinbar. Wenn sie tätig wird, bleibt es nicht bei der Heilung oder Verschönerung des Körpers: Die Seele, die innere Zufriedenheit und die Annahme des eigenen Körpers sind immer Thema. We are beautiful!
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Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Vollständiges Transkript · 7.192 Wörter · etwa 36 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Ja, wunderbar. Das sind wir, Alexandra. Schön, dass Du heute hier im Interview bist. Ja, ich freu mich auch. Ich hab mich total gefreut und zu Beginn macht es Sinn, dass Du dich erst mal vorstellst.
Ja. Mach das doch mal kurz und erklär mal, wer bist Du? Okay. Also ich bin Alexandra. Ich bin 43 Jahre alt und von Beruf bin ich plastische Chirurgin.
Ich hab lange Zeit in Köln gewohnt, da haben wir uns auch kennengelernt. Und ja, im Moment bin ich in vielen Ländern dieser Welt unterwegs. In vielen Ländern dieser Welt. Sehr schön. Oh, es klingt beneidenswert, ey.
Das ist auch ganz gut eigentlich. Find ich auch einen. Wenn ich deine Fotos manchmal seh, dann denk ich, schlimm, ja. Leider auch. Nicht geschönt, ja, so ist es.
Ja, ich hab mich auf das Interview mit diesem Podcast ja, also hab ich mich bei dir gemeldet und dich gefragt, ne, würdest Du das machen? Weil ich weil Du aus meiner Sicht extreme Vereins. Also wir haben uns kennengelernt und zu diesem Zeitpunkt in Köln hast Du ja in der Medizin gearbeitet. Du hast schwer verletzten Menschen geholfen, hast Verbrennungsopfer operiert Ja. Haut transplantiert.
Ja. Der anderen Seite bist Du auch in der ästhetischen Chirurgie unterwegs. Das kann man jetzt auf deinem Instagram Profil ganz gut sehen, dass Du da im Augenblick aktiv bist. Du hast jetzt aber auch 'n anderen Job. Erklär mal bitte, warum Du so vielfältig bist und was dir da liebt.
Ja, ich Gut, ich bin vielfältig, weil ich glaube, dass ich von meinem Charakter her viele verschiedene Dinge gerne gleichzeitig mache. Vielen Menschen sehen das als Problem an. Es gibt aber, ich hab aber in den letzten Monaten sehr viele Menschen kennengelernt, die das auch machen. Und mich hat an der Medizin seit jeher fasziniert, dass sie sehr facettenreich ist. Also wenn man Arzt ist, kann man viele verschiedene Dinge machen.
Das ist nicht derjenige, der jeden Tag in die in die Praxis oder in die Klinik läuft und abends wieder nach Hause geht und das macht er sein ganzes Leben. Also das ist muss in der Medizin nicht der Alltag von einem Arzt sein. Und das war das, was mich immer daran fasziniert hat. Also ich hab recht spät angefangen, Medizin zu studieren, Mhm. Hatte erst BWL studiert und auch in dem Bereich gearbeitet.
Und dann sehr bewusst den Berufswunsch noch mal verwirklicht, weil ich etwas machen wollte, was eben facettenreicher ist. Und deshalb möchte ich das jetzt auch ausleben. Wenn man Arzt ist, kann man sowohl in der Forschung tätig sein, man kann aber auch am Patienten arbeiten. Man kann sehr lebensrettende Dinge tun, man kann aber auch auf der anderen Seite das Leben von Menschen, die gesund sind, verbessern. Und ich glaube, das ist sone Möglichkeit, die man in wenigen Berufen hat.
Und die versuch ich im Moment grade auszuleben, weil ich jetzt das Gefühl hab, dass ich so an einem Punkt in meinem Leben bin, in in dem ich die Möglichkeit dazu habe. Mhm. Ja, aber das tust Du ja, ne? Du hast ja all diese Aspekte, die Du bereits angesprochen hast, die sind ja in deinem Lebenslauf, alle drin. Ja.
Und selbst die Forschung Ja. Ist ja Ja, Forschung kann man auch super machen. Man kann man kann neue Möglichkeiten in der Medizin aktiv mitentwickeln. Und die Medizin ist auch ein Feld und auch die plastische Chirurgie gerade ist ein Feld, in dem es stetige Entwicklungen gibt. Und das ist sehr spannend, denn man kann tatsächlich daran teilhaben und und Teil 1 neuen Entwicklung sein.
Und dann auch irgendwann in seinem Leben vielleicht zufrieden zurückblicken und sagen, man man hat wirklich einen Bereich in der Medizin weiterentwickelt und Menschen geholfen. Und ich das möchte ja eigentlich jeder Mensch gerne, nicht nur, wenn man Arzt ist. Und wenn man aber Arzt wird, dann hat man sehr gut die Möglichkeit dazu. Und die die Medizin ist offen und es ist nicht so, dass dass jegliche Entwicklung bereits stattgefunden hat. Das ist ein immer sich verbessernder und entwickelnder Markt.
Und das ist sehr, sehr schön daran. Sehr befriedigend. Wollte ich grad sagen, das klingt schon mal nach 'ner guten Passung zwischen dir und deiner Präferenzen, vielfältig unterwegs zu sein und das, was der Job dir möglich macht. Und dein dein neues Projekt, was Du gerade ja, Du hast es eigentlich schon gestartet, aber das ist ja eher 'ne Bewegung sogar, ne? Das ist gar nicht so sehr umgrenzt, sondern ich hab verstanden, dass, ich nenn das, also ich nenn's einfach beim Namen, damit die Leute das auch wissen.
Du gehst ja jetzt mit dem Motto in die Welt. Mhm. Und ich hab verstanden, dass Du da so eine Art Bewegung rauskreieren willst. Hab ich das richtig verstanden? Ja.
Und beschreib mal, was das ist. Ja, das ist richtig. Also ich hab sehr, sehr lange in einem großen Haus der Allgemeinversorgung gearbeitet und ja, die die normalen Tätigkeiten dann durchgeführt, ja, die klinischen Tätigkeiten durchgeführt. Ja, wie Du gesagt hast, wir haben Verbrennungsopfer behandelt. Wir haben viel rekonstruktiv gearbeitet.
Also wir haben im Endeffekt das das durchgeführt, was man so für einen Arzt als als als typische Aufgabe betrachtet, ja. Da habe ich sehr, sehr lange gearbeitet. Und ich hab aber auch nebenbei in 1 Praxis gearbeitet hier in Köln bei einem Kollegen, der plastischer Chirurg ist und hab ästhetisch behandelt. Und das ist ja für viele Menschen ist das ein Gegensatz. Also grade die ästhetische Medizin und die plastische Chirurgie wird ja immer noch heute in Deutschland häufig so 'n bisschen kritisch betrachtet.
Und das hat so diesen Makel, dass das Ganze oberflächlich ist. Wenn ich wenn ich ehrlich bin, ging mir das auch. Ja, da haben wir grade noch drüber gesprochen, erst mal Genau. Richtig noch rum. Weil ich auch denke, ne, dass das Also ich hatte immer das Gefühl, als Arzt muss man sich entscheiden.
Ja. Entweder man geht in diese sehr helfende, rettende Maßnahme. Oder das, was Du jetzt da machst, ist ja, Du hilfst Leuten, schöner zu werden, zufriedener zu werden, was ja eher 'n Luxusthema ist. Das ist richtig. Und ich hab das jetzt noch mal aufgeführt, weil ich der Ansicht bin, dass man beides verbinden kann.
Also früher hab ich wirklich Leuten mit einem essenziellen Problem geholfen. Und wenn man das ganz klassische Gegenteil sieht, dann sieht man in der ästhetischen, medizin und plastischen Chirurgie so im niedergelassenen Bereich ja, Patienten, die die Lippen noch 'n bisschen größer haben möchten oder die Brüste noch 'n bisschen größer haben. Und das ist das ist der Grund, weshalb sie jemanden sehen. Aber ich bin der Ansicht, dass man beide Bereiche son bisschen verschwimmen lassen muss. Also ich hab viele Patienten gesehen in der Zeit, in der ich in der plastischen Chirurgie niedergelassen tätig gewesen sind, die meines Erachtens nach 'n essenzielles Problem hatten mit sich selber.
Die die Schönheit, die sie tatsächlich in sich tragen, nicht gesehen haben und die verzweifelt versucht haben, Maßnahmen an sich durchführen zu lassen, der Mensch zu werden, den sie gerne darstellen möchten. Und und sie sind, sie gehen auch davon aus, dass nur, wenn sie perfekt wirklich, wirklich perfekt sind und unserem perfekten Schönheitsideal entsprechen, respektiert werden können, die Liebe bekommen können, die die sie sich ersehen, vielleicht den Partner bekommen, von den sie so gerne hätten. Glücklich sein. Ja, sie sie glauben nur, wenn sie perfekt sind, können sie endlich glücklich sein. Und das hat mir häufig sehr leid getan, denn ich glaube, natürlich kann man mit diesem Patienten unheimlich viel Geld verdienen.
Aber wir sind dennoch alle Ärzte und wir werden nie das Ziel erreichen, diese Menschen glücklich zu machen. Die werden nie an ihrem Ziel ankommen. Zum einen werden wir alle älter und schon das widerspricht natürlich dieser Zielsetzung. Also man kann nie Total. Jünger werden und das ist auch son Punkt dieser Jugendwahn.
Und und es es kommt immer ein neuer Punkt hinzu. Also wenn die Lippen jetzt perfekt sind, dann sind die Brüste zu klein. Sind die Brüste zu klein, ist dahinter zu klein. Also das Problem, was diese Patienten haben, ist ein ist anders gelagert gewesen. Und sie haben versucht, das zu kompensieren.
Und das hat mir unheimlich Leid getan. Und ich hab irgendwann mal angefangen, den Patienten 'n Spiegel vor die Nase zu halten, hab immer gesagt, schauen Sie sich das doch mal an. Sagen Sie mir doch jetzt mal nicht, was Sie verbessern wollen, sondern sagen Sie mir doch bitte mal, was Ihnen an Ihnen gefällt. Also was finden Sie denn an sich schön? Manche Patienten haben geweint und und haben gesagt, ja, sie sie fanden sie schön, als sie 15 oder 16 waren oder so, aber sie finden sich's so hässlich und sie finden, sie sind auch eigentlich viel zu alt, schön zu sein.
Das hab ich auch so häufig gehört. Oder sie sind jetzt eigentlich in einem Alter, in dem man aufhören muss, nach Schönheit zu streben, weil es das ist ja was für die jüngere Generation. Und es hat mir einfach wahnsinnig leid getan. Es hat mir leid getan, dass die meisten Menschen nicht erkennen, dass jeder individuell ist und und jeder etwas, eine natürliche Schönheit in sich trägt. Und man die natürlich unterstützen kann.
Ich bin sehr gerne plastischer Chirurg und mir macht mein Job Freude. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass man einen Schritt zurückgeht und sich erst einmal selber findet und begreift und mit sich selber im Reinen ist, bevor das ist ein 1 sehr elementarer Teil des Schönseins. Mhm. Kenn ich auch aus der Praxis. Also es es geht ja viel Akzeptanz, ne.
Ja, genau. Erst mal anzunehmen, wer bin ich überhaupt? Ja. Und wie sind meine Augen, wie sind meine Lippen, wie sind meine Brüste? Und das bin erst mal ich.
Richtig. Und wenn man sich selber nicht liebt und nicht schön findet, kann auch niemand anders jemanden nicht schön finden oder lieben. Das ist nicht möglich. Und das ist so simpel und wird trotzdem, es es steckt natürlich eine riesige Industrie dahinter, die ihr heute möchtet, dass wir das nicht so sehen, sondern denken, wir brauchen noch die neueste Kollektion von was auch immer von 'ner Marke, damit wir uns irgendwie besser fühlen. Aber das bringt viele Menschen in einen Strudel und macht sie sehr unglücklich.
Und der Bereich hat mir tut mir leid. Und deshalb, komm ich noch mal zurück zu dem, was Du vorhin gesagt hast, deshalb möchte ich hab ich oder hab ich begonnen, diese Entwicklung für mich zu beginnen? Also ich hab meine Patienten darauf hingewiesen, ich hab sie gefragt, ja, wenn sie mir gesagt haben, sie haben früher ihren Körper so schön gefunden, dann hab ich gesagt, ja, was ist denn passiert? Also warum mögen sie denn ihren Körper heute nicht mehr? Und dann haben die gesagt, ja, ich bin jetzt dick geworden oder die Haut hängt hier.
Und hab ich gesagt, ja, warum ist denn das passiert? Also das Warum ist es Ich seh ja nur das Symptom, da hängt vielleicht jetzt der Bauch runter oder da sind 50 Speckröllchen. Aber warum sind die da? Also was ist denn da passiert? Und ich muss ja die Ursache, also den Grund dafür, dass das passiert ist, den muss ich ja angehen.
Und dann gab es Probleme in der Partnerschaft oder man hatte keine Zeit mehr für Sport, weil man halt gedacht hat, es wird so noch mit der Kinderbetreuung irgendwie beschäftigt. Oder man fühlte sich von seinem Partner halt nicht mehr als Frau wahrgenommen und hat sich vernachlässigt. Und ich glaube, es ist sehr wichtig, diese grundsätzlichen Probleme zu begreifen und daran zu arbeiten. Und dann kann man sich auch den Hautlappen an am Bauch abschneiden lassen. Und dann wird der Bauch wieder schön flach.
Aber wenn ich nicht vorher erkenne, warum es so weit gekommen ist und daran arbeite, werde ich nie zu einem perfekten Körpergefühl finden, auch wenn ich diesen Hautlappen abschneide. Und das finde ich so spannend, dass Du das tatsächlich vereinst, weil das ist ja tatsächlich eher 'n psychologisches Thema, ne. Und leider habe ich in meinem Leben noch nicht so viele Ärzte getroffen, die sich für Psychologie und wie Menschen psychisch funktionieren interessiert haben. Ja. Und das finde ich, das das macht dieses Motto We Are Beautiful und auch deinen Auftritt zum Beispiel bei Instagram mit deinen Posts so wertvoll.
Weil Du ja diese Dinge, diese einfachen Botschaften, ne, wie Du zum Beispiel eben gesagt hast, Mensch, wer soll dich lieben, wenn Du dich nicht selbst lieben? Das sind ja auch so Dinge, die Du immer wieder da ja, postest, beschreibst, hinterfragst, sie irgendwie in die Welt zu bringen? Mir ist es deshalb wichtig, weil ich in meinem eigenen Leben auch eine ähnliche Entwicklung durchgemacht hab. Also ich war natürlich auch mal jung, bin dann älter geworden, hab dann die ersten Falten an mir entdeckt und hab natürlich auch irgendwann das Gefühl gehabt, dass ich dass ich dass ich dieser Entwicklung nicht her werden kann, ja. Also das ist, glaub ich, sone dir schon helfen.
Ja, klar, ich kann dir. Und ich hab dann auch zu mich zeitweilig vernachlässigt, auch irgendwann wieder mit Sport angefangen, ja. Also alle Dinge, die ich beschreibe, hab ich auch einmal erst selber durchlebt, bevor ich verstanden habe, wie das Problem funktioniert und wie man ihm Herr werden kann. Und ich bin heute mit mir persönlich so zufrieden, auch mit meinem Körper und mit meiner Optik, wie ich noch nie in meinem Leben gewesen bin. Und mir tut es im Nachhinein leid, dass ich das Wissen, was ich heute hatte, vielleicht nicht mit 35 oder 25 gehabt hab, weil ich ein besseres Leben hätte haben können.
Nicht, ich hatte damals natürlich körperlich viel bessere Voraussetzungen, gut auf andere Menschen zu wirken und mich selber zu optimieren, hab es aber gar nicht erkannt, dass das überhaupt in meinen Möglichkeiten liegt. Ich hab nicht erkannt, dass das von mir ausgehen muss und nicht von etwas Externen. Mhm. Verstehst Du? Ja.
Und und deshalb möcht ich das den Leuten mitgeben. Und darum hab ich dieses, ja, versuch ich, dieses zu installieren. Also es soll heißen, dass wir im Endeffekt alle schön sind und dass wir aber seit jeher tatsächlich alle schön sind. Also ich genauso wie alle meine Patienten. Und das ist das Konzept steht auf einigen Säulen.
Also sehr wichtig ist zum einen das Mindset, also dass man das wirklich begreift und wirklich auch begreift, dass man selber ein 1 Selbsterkenntnis anstoßen muss und und dem Problem das Problem mit sich kritisch reflektieren muss. Zum Beispiel mit der Patientin jetzt mit dem mit dem Bauch, die ich beschrieben hab, die muss erkennen, warum ist das so passiert? Was wo habe ich irgendwie den Bezug zu meinem Leben verloren? Warum habe ich mich vernachlässigt? Was läuft da schief?
Weil vernachlässigen ist ja ein 1 schlechtes ist ja 'n schlechter Satz, ist 'n schlechtes Gefühl. Warum Warum liebe ich mich nicht mehr? Und wie kann ich das verändern, ja? Auf der dann schlussendlich muss ich ganz banal mich mit meinem Körper wieder identifizieren können. Das heißt, ich muss meinen Körper auch spüren können.
Ich muss vielleicht joggen gehen, auch wenn ich gar nicht joggen gehen kann. Auch wenn ich vielleicht übergewichtig bin, dann gehe ich halt erst walken. Oder ich zum Beispiel war ich war in so Fitnesskursen, das hab ich vorhin erzählt, in denen ich das Gefühl hatte, wirklich weinen zu müssen. Ich hab auch auf und zu mal geweint, ja, weil ich so unglaublich schlecht war. Aber das ist natürlich besser geworden, ja.
Und neben mir war sone Frau, die war 72 Jahre alt und ich dachte, das die werd ich nie vergessen. Ich dachte, ich muss der helfen und wollt ihr son paar Tipps geben. Da war ich so 2, 3 Monate dabei, da hat die gesagt, Kindchen, ich komm hier nur, mehr Muskeln aufzubauen, weil ich lauf immer Marathon, ja. Ich kann das schon. Die war auch viel besser als ich.
Und da das ist 'n weiter Also es ist sehr, sehr wichtig, seinen Körper zu spüren, die richtige Einstellung dazu zu haben und seine Defizite zu erkennen. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass man sich gesund ernährt, denn das mit Ernährung kann man sehr viel Körpergefühl, Aktivität beeinflussen. Man fühlt sich deutlich besser und und das ist eigentlich der Grundstein von allem. Und natürlich beeinflusse ich auch damit mein Hautbild, meine Haare und so weiter positiv, ja. Und also ich steh plastischer Chirurgie und ästhetischer Medizin aufgeschlossen gegenüber.
Man kann das damit abrunden, man kann sich damit definitiv schöner machen. Aber wenn das Fundament nicht stimmt, dann wird mich das nicht glücklich machen. Dann ist das, genau, und fast ohne Boden, ne. Genau, darum sind das die Säulen. Ich denke, es ist Mindset, Sport, Ernährung und natürlich ästhetische Medizin spielt eine Rolle, aber auf diesen 4 Säulen steht tatsächlich die Schönheit.
Und wenn ich nur die ästhetische Medizin rausgreife und den Rest ignoriere, weil ich kein Geschäft damit machen kann Viele meiner Kollegen sagen, mein Konzept ist komplett geschäftsschädigend, weil ich könnt ja viel mehr Geld machen, wenn ich meinem Patienten alles verkaufe. Aber ich glaube, dann hab ich keinen glücklichen Patienten. Und mir ist es wichtiger, meine Beziehung zu meinem Patienten ist eine lebenslange Beziehung. Und ich möchte, dass mein Patient wirklich glücklich ist, weil das auch mich glücklich macht. Und ich find das, ich lach son bisschen die ganze Zeit in mich rein, weil ich so interessant, ja.
Weil weil ich jetzt auch langsam überzeugt bist. Ja, auch auch das wieder. Aber weil ich denke, wir tun ja eigentlich, wir reden ja über die gleichen Dinge. Ja. Also ich mit meinen Patienten rede eigentlich über die gleichen Dinge.
Ich rede auch über Ernährung, ich rede über Selbstfürsorge, ich rede über Selbstliebe, nicht mit dem gleichen Ziel wie Du, dass es sich sozusagen am Ende das Ziel der körperlichen Schönheit und des Wohlbefindens mit dem eigenen Körper dreht, auch tatsächlich bei mir, sondern es geht ja die Seele, die in dem Körper wohnt. Ja. Aber die Themen, die die Seele gerne in diesem Körper wohnen lassen, das sind die gleichen Themen, die eigentlich auch auf deine Themen hinwirken. Und es muss richtig sein, denn es ist so interessant, dass wir von 2 vollständig anderen Ansätzen kommt, die gleichen Bereiche als relevant identifiziert haben, oder? Ja.
Und darum haben wir darüber gesprochen Genau. Und das Es ist auch wichtig. Erkenn ich nicht viele andere Mediziner, die mit mir so im Gleichtag sind, wo ich so denke, ja, genauso sehe ich das auch. Ja. Und gerade in der ästhetischen Medizin, das ist ja für mich so das große Aha, da hätte ich's am wenigsten erwartet.
Ja. Weil ich es in meinen Vorurteilen immer als so was sehr oberflächlich, so Oberflächenmakulatur abgetan habe, ne? Das das ist auch son bisschen, glaub ich, das Vorurteil, was viele gegen ästhetische Medizin und plastische Chirurgie haben. Und und man wird auch verurteilt, also Patienten werden auch verurteilt, wenn sie sich irgendwie behandeln lassen. Ich bin halt der Ansicht, wenn meine schiefe Nase mich stört, warum soll ich die denn nicht behandeln lassen?
Warum soll ich nicht eine gerade Nase haben lassen? Es ist so einfach heute. Ich geh ja auch zum Friseur und wenn mir 3 Zähne rausfallen, dann lass ich mir auch 'n Implantat reinsetzen. Also warum hört das bei, also warum hört die Akzeptanz bei plastischer Chirurgie auf? Warum darf ich mir nicht Botox spritzen lassen, weil ich 50 bin, weil ich dann irgendwie oberflächlich werde.
Warum werde ich durch das Botox spritzen? Also entweder bin ich oberflächlich oder nicht, aber das Botox macht mich bestimmt nicht oberflächlicher. Und wenn mir das gefällt und ich mich dann besser in meinem Körper fühle und ich vielleicht wirklich erholter aussehe, warum denn nicht? Ich glaub, man kann wunderbare Sachen in in diesem Feld tatsächlich Patienten zukommen lassen, die ihnen 'n 'n gutes Gefühl geben und 'n glücklicheres Leben leben lassen und und mehr Selbstbewusstsein geben. Nur es ist halt wichtig, dass es dass man das als Arzt nicht als alleiniges Instrument dafür verkauft.
Das ist nicht der Schlüssel, der einen Menschen glücklicher macht. Das kann das Leben, also das kann es verbessern natürlich, aber die Grundsubstanz des Glücks und der Zufriedenheit, die lastet auf anderen Säulen. Ja. Das ist mehr Arbeit. Da hilft eine Botox Spritze nicht.
Genau. Und sag, We are beautiful ist jetzt für wen gemacht? Also We are beautiful ist im Endeffekt für jegliche Patientenart gemacht, also für Männer sowie für Frauen. Ich hab auch männliche Patienten, für junge wie für alte. Es geht darum, sich tatsächlich zu öffnen, zu erkennen, dass, wenn ich langfristig zufrieden mit mir sein möchte, etwas für meine Schönheit tun möchte, tatsächlich schöne Haut, schöne Haare haben möchte, 'n schönen Körper, dass ich regelmäßig investieren muss.
Und eben nicht nur in in Brustimplantate, sondern in meine Ernährung. Ich muss genau wissen, es ist zum Beispiel, dass der Bereich der DNA basierten Ernährungsmedizin, der hypet jetzt in vielen Ländern und hat auch wirklich seine Daseinsberechtigung. Ich kann mit 'ner bestimmten Ernährung kann ich Gene sowohl unterstützen als auch regulieren in ihrer Wirksamkeit und kann dadurch Müdigkeit, Fitness und so weiter positiv beeinflussen. Das wusste man ja schon lange von verschiedenen Krebssorten. Und das gilt natürlich auch für allergische Reaktionen.
Viele Leute laufen rum und haben so Allergien Typ 3, die sie die ganze Zeit müde sein lassen, die die nicht richtig zur Ausbildung kommen. Ich hab da keinen Ausschlag oder ich ich ich krieg keine Puzzeln im Gesicht. Aber ich bin halt die ganze Zeit müde. Das macht das gibt mir 'n fahles Hautbild. Ich hab soziale Probleme und ich mich natürlich im Endeffekt auch nicht schön.
Also das ist auch 'n Bereich, der wichtig ist. Ernährung ist sehr wichtig. Sport ist wichtig, dass man sich bewegt, ja? Das das wissen wir alle, aber warum ist das wichtig? Also darauf geh ich auch in meinen Posts ein.
Was passiert tatsächlich, wenn ich Sport treibe? Mhm. Was passiert mit meinem Körper? Also geht's darum, einfach nur abzunehmen? Nein, darum geht's nicht.
Sondern es geht darum, fitter zu sein und einfach mehr am Leben teilzuhaben, sich selber attraktiver zu fühlen. Und das Die Attraktivität kann man nicht auf 'ner Waage ablesen. Ja und Genau, das finde das finde ich auch noch mal ganz wichtig, weil wie passt denn das zu diesem ganzen Trend der Body Positivity im Augenblick? Also würdest Du sagen, ja, das ist sone Bewegung, die die trage ich mit, weil da ist es ja auch so, dass übergewichtige Menschen zum Beispiel mit ihrem Körper nach außen gehen und eben ganz bewusst sagen, hey, ich lieb mich trotzdem, ne. Ich wiek 130 Kilo, ich lieb mich trotzdem.
Ja. Das ist ja auch son Trend. Wie wie stehst Du dazu? Also ich muss sagen, ich find das natürlich generell gut. Das ist der 1.
Schritt meines Erachtens, dass man sich so akzeptiert, wie man ist. Ich bin aber trotzdem noch Arzt. Also wenn jetzt jemand 140, 150 Kilo wiegt, dann ist das nicht gesund, egal, wie glücklich der mit sich ist. Und das basiert auf 'ner falschen Ernährung. Da bin ich überzeugt.
Also das ist das ist nicht krankheitsbedingt, dass man dieses Gewicht hat. Das heißt, irgendwo besteht da eine Dysfunktion und langfristig werde ich auch mit Krankheiten zu kämpfen haben. Also aufgrund dessen würde wär ich glücklich, wenn ich eine Patientin hab, die übergewichtig ist und sagt, aber ich mag mich so wie ich bin. Ich glaube, das ist 'n guter erster Schritt. Wenn ich mit diesen Patienten arbeite und wir zum Beispiel über die Nahrungsmittel reden, die sie sich zuführen und so weiter und wenn man ein tieferes, wenn die Patienten 'n tieferes Verständnis dafür entwickeln, wie wie zum Beispiel ihre Leber auf bestimmte Nahrungsmittel und so weiter reagiert, dann werden sie es von sich aus abstellen.
Also mir ist es auch wichtig, dass die Patienten verstehen, was ich mit ihnen bespreche. Ich möchte ihnen das nicht aufdrücken. Das ist nicht so richtig. Eine OP ist mehr 'n Coaching, ne, wenn ich das so höre. Das ist dann eher 'n Coaching, ja.
Aber mir ist das sehr wichtig, wenn ich jetzt sag mal, eine Patientin hab die 140, 150 Kilo wiegt, die das abnimmt, weil sie versteht, warum sie nicht mit 60 Bluthochdruck haben möchte, dann wird die auch nicht unglücklicher werden, wenn die abnimmt. Es geht ja darum, sich seinen Körper zu kümmern. Die Voraussetzung ist, dass man dass man sich liebt. Wenn man sich liebt und übergewichtig ist, ist es prima. Und das ist der die Grundvoraussetzung, an sich zu arbeiten, ohne dass man sich quält, sondern es geht, glaub ich, bei der ganzen Sache eher das Verständnis.
Und etwas, was schlecht für mich ist, das tue ich mir auch nicht an, ohne dass ich mich da mit irgendwelchen Diätprogrammen belasten muss, sondern das ist dann eine Entwicklung, die von selber vonstattengeht. Die Patientin muss ja nicht zum Schluss untergewichtig werden. Die kann ja immer noch 'n bisschen sein, das ist ja kein Problem. Aber das das die wird von sich selber aus, weil sie sich selber Gutes tun möchte und eben weil sie sich selber liebt, wenn sie das versteht, ihre Verhaltensweisen ändern. Und ich glaube, das ist etwas, auch das wir überhaupt gar keinen Wert legen heute.
Wir wir stimmen den Leuten einfach immer etwas über. Wir sagen, nee, das ist gut. Hier ist 'n Ernährungsplan, das musst Du machen. Da hat keiner Lust drauf. Aber wenn man versteht, warum das eine Nahrungsmittel gut für mich ist, das andere nicht, was dann auch passiert mit meinen Arterien, dann dann geh ich sorgsamer mit mir Wenn ich mich liebe und ich bereit bin, mich mich zu kümmern.
Genau, darum find ich super, wenn eine 150 Kilo schwere Frau sich liebt. Das ist perfekt, weil das ist die Voraussetzung. Anders geht's gar nicht. Wenn die sich nicht liebt, dann wird das schwierig. Mhm.
Und das, was Du beschreibst, ne, wenn Du so mit jemandem arbeitest und diese Aufmerksamkeit dafür kreierst, dann sind das ja echt auch langfristige Prozesse, ne? Ja. Das passt auch zu dem, dass Du vorhin gesagt hast, hey, ich möchte eigentlich gerne meine Patienten lebenslang oder über eine längere Zeit begleiten, ne? Ich will nicht der sein, wo die hinkommen, sich einmal kurz irgendwie operieren, spritzen, irgendwas lassen und dann seh ich die nie wieder, dann seh ich die wieder weg, sondern da da da, find ich, schließt sich noch mal der Kreis, dass Du sagst, ich bin eigentlich Begleiter. Ich investiere ja genauso wie Du.
Ich investiere ja auch meine Lebenszeit in diese Patienten. Und wenn ich meine Lebenszeit in jemanden investiere und wir 'n gutes Verhältnis zueinander haben, dann ist es ja auch schade, wenn der wieder aus meinem Leben tritt. Also es ist ja 'n Vertrauensverhältnis, es ist ja 'n Arzt Patienten Verhältnis. Und 'n Patient, der 'n plastischen Chirurgen aufsucht, der bleibt in der Regel. Und deshalb ist es einfach für mich auch schön, wenn diese Patienten mich in meinem Leben begleiten und ich sie begleite.
Und zwar durch alle Bereiche, die sich halt mit Beauty und ja, Selbstliebe, zu zu gehören. Und wenn jemand von deinen alten Patienten, ja, die Du in der Klinik gehasst gehabt hast, also jemand, der zum Beispiel eine schwere Verbrennung hatte auf großen Körperflächen, kann der auch profitieren von Wuya Beautiful? Ist der auch angesprochen? Ich glaube, tatsächlich ist es, ja, das war deine Frage. Ich red immer so viel, dass ich von den Fragen abkomme.
Jeder ist im Endeffekt angesprochen. Es gibt keinen Patienten, der zu hässlich ist oder zu entstellt ist oder der zu alt ist. Es geht ja darum, dass man in zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Leben und die das, was man bis dahin erlebt hat oder durchlebt hat, das ist eigentlich unerheblich, dass man erkennt, dass man an sich und seinem Körper und seinem seinen Geist arbeiten möchte. Mit dem Ziel natürlich auch, schön zu werden, aber halt auch zufrieden mit seinem Leben zu sein und mit seinem Körper. Und ich glaube, da gibt es keinen falschen Kandidaten.
Jeder kann etwas dabei fürs, also kann davon profitieren. Natürlich kann auch 'n Patient, der Narben hat Ich meine, wenn wenn man sich den gleichen Patienten anschaut mit Narben im Gesicht und der eine schaut dich mit offenen Augen an und lächelt dich an und ist zufrieden und glücklich Und der andere schaut in die Ecke und traut sich gar nicht zu zeigen. Das das Und der ist vielleicht auch noch ganz, ganz dick, weil er sich auf 150 Kilo hochgefuttert hat, weil er halt so unglücklich mit der ganzen Geschichte ist. Dann ist es ja, liegt auf der Hand. Wenn wir uns diese beiden Bilder vorstellen, wen wir als schöner wahrnehmen und und wer auch ein erfüllteres Leben lebt.
Und ich denke, das ist jetzt 'n extremes Beispiel, aber Der andere braucht aber mehr Hilfe, ne. Richtig. Jeder braucht aber auch den Kandidat sozusagen Ja. Für diese Transformation, die Du mit mit mit dem Gedanken und mit der Begleitung. Das ist eine individuelle Geschichte.
Da es gibt auch kein Programm. Also jeder Patient muss tatsächlich individuell betrachtet werden. Nee, hab ich, ich, das hab ich nicht. Es ist wie son, es ist wie 'n Coaching, ne. Es ist wie 'n Coaching.
Es ist wie 'n Coaching. Ja. Es ist wie 'n Coaching mit einem ästhetischen Finnish. Ja. Das ist schön formulieren.
So kann man sich das gut vorstellen, ne. Aber es geht eben auch ganz viel tatsächlich die Themen, wie nehme ich mich wahr? Wie stehe ich mir selbst gegenüber? Wie gehe ich mit mir Und ja, das, was man beim klassischen ästhetischen Chirurgen nicht bekommt. Richtig, aber wenn ich zum Zahnarzt gehe, dann lasse ich da ja meine Löcher behandeln, aber ich geh auch zur Prophylaxe, damit keine Löcher entstehen.
Und das ist vielleicht einfacher beim Zahnarzt, als wenn es jetzt das Hautbild geht. Das ist vielschichtig, aber im Endeffekt ist es das gleiche Problem und der gleiche Ansatz. Jetzt muss ich noch was fragen, weil mich das einfach interessiert eher so, ich bin ja auch immer noch in meinen Vorurteilen gefangen, ne. Jetzt erlebe ich tatsächlich, hatte wahrscheinlich was mit meinem Alter zu tun, 46. In meinem Umfeld habe ich Frauen, die sich schon länger behandeln lassen, helfen lassen und es passiert jetzt auch sowas, wo man von außen drauf guckt und denkt, mhm, okay, das ist jetzt aber vielleicht auch nicht mehr so schön.
Ja. Also das ist ein bisschen drüber. Ja. Die Lippen sind zu dick oder die das Botox ist zu viel, es ist keine Gesichtsb Mimik mehr da. Wie wie wie stehst Du denn dazu, wenn Leute anfangen, so zu übertreiben mit dem, was sie da tun?
Also ich glaube, ich bin bei meinen Patienten sehr ehrlich. Wenn ich der Ansicht bin, dass das zu viel ist, sage ich das. Und ich schick auch Patienten nach Hause und sage, sie sollen da noch mal 'n Monat drüber nachdenken. Sie können ja nächsten Monat können wir noch mal darüber sprechen. Ich glaube, das ist sehr wichtig.
Also der Patient sucht sich den Arzt, der zu ihm passt. Ich denke, Patienten, die so sein wollen, werden bei mir nicht glücklich werden und werden wahrscheinlich auch irgendwann nicht mehr wiederkommen, ja. Ich hab kein Problem damit. Es gibt jetzt zum Beispiel son Trend, dass junge Mädchen ganz, ganz große Lippen haben möchten. Wenn die das haben möchten, das ist ja nichts, was permanent ist, mache ich das auch, ja?
Das ist nicht so das Problem. Aber ich sag Ihnen schon, wie ich die Proportionen sehe, was eigentlich all, wo wie die natürlichen Proportionen sind, wie die Unterlippe zum Beispiel zur Oberlippe stehen muss, wie da die die Beispiel zur Oberlippe stehen muss, wieder die diese ästhetischen Schönheitsmaßstäbe genau sind und versuche ihnen das einfach zu erklären, dass sie's verstehen. Und wenn sie sich dann dennoch dafür entscheiden, eine andere behandelte Oberlippe zu haben, dann kann ich das gerne machen. Ich sag ihnen dann auch, ich hab Hyaluronidasenkasse wieder am Schluss wenn's ihm nicht gefällt, ja. Ich denke, das Schönheitsideal ist natürlich von jedem auch anders betrachtet.
Also jeder hat 'n anderes Schönheitsideal und ich maße mir nicht an, das Schönheitsideal des Einzelnen zu verurteilen. Und also bei mir gehen auch nicht alle Leute mit, es gibt ja so einen Kollegen, der verschafft allen Leuten so eine bestimmte Nase zum Beispiel. Also ich behandle auch meine Patienten in die Welt. Ich frag sie auch, okay, was möchtest Du da jetzt haben? Ich persönlich, nur mal auf deine Frage zurückzukommen, ich finde auch, dass viele Patienten sich son bisschen verlieren.
Aber das liegt vielleicht auch daran, dass auch die plastischen ästhetische Chirurgie, wie ich schon gesagt habe, ist sone Industrie. Und es geht darum, den Leuten viel, viel, viel zu verkaufen. Und wenn sich dann jemand dreimal im Jahr die Lippen aufspritzen lässt und zum Schluss sind die riesengroß, dann war das natürlich super für den Arzt. Fairer wär's gewesen, dem Patienten zu sagen, dass man der Ansicht ist, dass er dann später nicht mehr gut aussieht oder ihm vielleicht anzubieten, ja, wie man ihn auch wieder zurückholen kann, wenn das dann nicht so gut aussieht. Ich hab letztens eine junge Patientin gehabt, die hab ich das mit der Oberlippe erklärt.
Die wollte das trotzdem haben. Die ist, auch in dem Beauty Business unterwegs und die ist dann auch später zu mir gekommen und hat gesagt, ja, hast recht gehabt und können wir's jetzt wieder entfernen? Und ja, man kann's auch wieder entfernen, ja. Aber ich bin der Ansicht, ich muss halt tatsächlich, also meine Meinung und und meine Einstellung zur Ästhetik auch dann reflektieren, damit der Patient eine faire Chance hat, vielleicht auch noch mal darüber nachzudenken und ja, weil er sich sonst so darin verlieren kann. Und ich werde den Leuten nicht alles aufschwatzen, am Ende des Monats 'n bisschen mehr Geld gemacht zu haben.
Weil die Leute, die bei mir rausgehen, sind auf meine Visitenkarte. Und das ist mir wichtig. Also Ja. Die sollen auch wirklich schön aussehen. Und ich würde auch einfach mal zur Hypothese so aufstellen, wer sich da verliert, bei dem stimmt das Fundament wieder, worauf ich Richtig, genau.
Ne? Weil da ist die Frage, warum muss es immer mehr, mehr, mehr? Ja, das ist ja schon. Ganz genau, ja, das ist auch so. Ja.
Ja, das ist 'n wichtiger Punkt. Also warum warum hängen zum Beispiel viele Frauen so wahnsinnig an der Jugend? Alter kann auch schön sein. Also es gibt auf Instagram Die Iris werben uns zu. Ja, es es gibt auf Instagram sone sehr, sehr schöne Serie, die es irgendwie heißt.
Da werden Frauen abgebildet, die wirklich superschön sind und über 50 Jahre alt sind, zum Teil graue Haare haben. Alter ist nicht immer hässlich, ja? Und ich mein nicht, dass jeder mit grauen Haaren rumlaufen muss, ich hab auch keine grauen Haare und während die Grau, würde ich sie färben. Aber man kann im Alter auch schön aussehen. Und das heißt nicht, dass man dann ganz veraltet aussehen muss, das ist überhaupt nicht so.
Man kann in jedem Alter schön aussehen, aber im höheren Alter bildet sich mehr das ab, was ich in der Vergangenheit für mich getan hab. Ich glaube, das ist dann sehr wichtig, dass man sich gut seinen Körper gekümmert hat, dass man sich gut ernährt und so. Und das wird immer offensichtlicher, je älter man wird. Glaube ich auch. Zu spät ist es nie.
Ich hab eine Patientin gehabt, die hat sich von mir mit 83 zum ersten Mal 'n Peeling von Botox spritzen lassen und fand sie danach wunderschön. Aha. Und ich ich war so unglaublich gerührt. Die hat geweint, weil sie so glücklich danach war, ja. Und dann hat sie gesagt, so, jetzt schmeißt sie noch mal alles Ja.
Ah, das ist Das hat mich gefreut, ja. Wenn, also wenn ich mal irgendwas machen lasse, bin ich bei dir sehr glücklich. Klar. Trotzdem, wenn die Leute sich fragen, ja, aber wo find ich die Alexandra denn? Wie wie kann ich denn in Kontakt treten, wenn ich mich auch mal gerne coachen lassen würde in diese Richtung Ja.
Und vielleicht auch ein ästhetisches Finish gerne hätte hinten dran. Wo und wie geht das? Also im Moment kann man mich finden in Hannover und in Köln. Die Telefonnummern, unter dem ich man mich erreichen kann, findet man auf meinem Instagram Account. Das ist Doktor Punkt, also d r Punkt Alexandra Punkt Schulz und Schulz mit LZ.
Ich spiele mit dem Gedanken auch in München mich niederzulassen und ja. Aber jeder kann mich generell immer über Instagram anschreiben, Fragen stellen, 'n guter Kontaktkanal. Das ist 'n guter Kontaktkanal, gerne kann man mich auch anrufen. Ich ruf auch gern zurück. Das ist gar kein Problem.
Also ich spreche mit vielen Leuten aus vielen Ländern. Mein Account ist englisch, englischsprachig, weil ich auch sehr viel reise. Ich Du hast ja vorhin angesprochen, ich arbeite auch für eine Pharmafirma, für eine deutsche Pharmafirma im Bereich Ästhetik. Ich hab son Teil Patienten aus Südafrika, die mich bitten, zu sonem Problemen eine Stellung zu nehmen. Und das mach ich dann auch gerne, obwohl ich nicht in Südafrika behandeln darf.
Aber ja, das ist gar kein Problem. Also man kann sich gerne immer an mich wenden. Okay, das packe ich auf jeden Fall auch in die Shownotes, dass die Leute dich finden. Das wär schön. Und ich für meinen Teil bin ja jetzt mit meinen Vorurteilen 'n ganzes Stück weitergekommen, ja?
Also ich konnte einige davon loslassen. Wir machen 'n neues Interview, wenn's Ja. Komplett vorbei ist. Ja, weil ich hätte mir nie vorstellen Also ich hab das für mich lange kategorisch ausgeschlossen, überhaupt irgendwas in meinem Gesicht machen zu lassen, ja. Jetzt mit 46 ist das nicht mehr ganz so ausgeschlossen, wie das mal war, aber ich hab tatsächlich bin lange verhaftet gewesen, dass ich auch ja dich und deine Kollegen ein Stück weit vorverurteilt habe.
Mhm. Und das war natürlich total undifferenziert mal wieder. Also das ist, ne? Ja. Das wär mir jetzt völlig klar, dass es da natürlich so jemanden wie dich gibt und ich hoffe, Du hast auch noch ein paar Kollegen, die so verantwortungsvoll und Ja, bestimmt Du schon.
Ganz weitig, ja. Denk ich auch, ne? Handel und dann gibt's aber natürlich die, wie in jeder anderen Branche auch, die das einfach als reines Business betreiben und je mehr Durchlauf sie haben, desto mehr Geld verdienen sie und das ist deren Erfolgskriterium, ja. Und das diese Differenzierung finde ich, deswegen freue ich mich so, dass wir uns kennengelernt haben, die hast Du mir nochmal gezeigt, ne? Weil ansonsten wär ich vielleicht noch, hätte ich noch 'n bisschen gebraucht unterwegs.
Ich glaube, viele Patienten haben Angst, sich zu verlieren. Die haben Angst, dass sie sich sehr verändern, wenn sie sich behandeln lassen. Und wenn sie anfangen, ja, sich zum Beispiel mal 'n Toxiden spritzen zu lassen oder mal 'n Filler spritzen zu lassen. Aber man muss wirklich bedenken, dass der Arzt die Kontrolle darüber hat. Natürlich, jeder kann sich verändern und es gibt auch Menschen, die möchten sich verändern und manchmal gibt's auch 'n guten Grund dafür, sich verändern zu was.
Oder es gibt 'n Fashion Trend oder so was. Es gibt aber Menschen, die möchten sich nicht verändern, die möchten einfach nur jünger und frischer aussehen. Und auch das ist möglich. Also darum ist es sehr wichtig, dass der Arzt mit dem Patienten genau bespricht, wo das Ziel ist. Man produziert nicht sone Retorte vom Patienten, die zum Schluss alle gleich aussehen, sondern es geht darum, die individuelle Zielsetzung des einzelnen Patienten mit sich, ja, mit dem Patienten zu besprechen.
Und ich hatte mal einen Kollegen, der hat mir gesagt, das Problem bei guten plastischen Chirurgen und ästhetischen Medizinern ist, dass unsere Patienten so schlechte Werbeträger sind. Das hab ich nicht verstanden. Und da hat er gesagt, ja, wenn Du's gut machst, dann merkt keiner, dass Du je was gemacht hast. Die sehen nur einfach besser aus. Genau, und die reden dann ja auch in der Regel nicht drüber.
Also sie reden, in Deutschland reden die nicht drüber, in anderen Ländern reden die drüber. Aber in Deutschland ist es tatsächlich so, dass viele Leute nicht darüber reden oder viele kommen und sagen, mein Mann darf's aber nicht merken oder so, ja. Das ist auch möglich. Also man kann einen Patienten so behandeln, dass man dass der einfach besser aussieht, aber nicht behandelt aussieht. Und alles andere ist auch möglich.
Natürlich kann man auch so diesen diesen erzeugen, wenn man das gerne möchte. Das ist aber nicht unbedingt ja, das ist nicht bei jedem Patienten das, was passieren wird. Das ist 'n 'n sehr enge Absprache mit dem Arzt und alles ist möglich. Es ist alles eine Frage der Dosis. Mhm.
Na ja, das ist Also ja, ich nehm jetzt schon mal mit, wir machen ein weiteres Interview Das stimmt. Wenn ich alle Vorurteile überwunden habe und Und nicht trocknen lässt. Einfach weitergegangen bist mit Julia Bierhoff. Ja, was wir denn da stehen, aber Du bist sehr froh. Die ja noch am Anfang steht, von der ich hoffe, dass wir auch viele Menschen hier begeistern können.
Ich hab ja auch kürzlich eine Folge über das Thema Hässlichkeit und es gibt ja auch eine psychologische, eine psychische Störung. Da werd ich ein Interview mit dir machen. Ja, ja. Und ich bin dann auf meiner Couch, weil das, als ich das gelesen hab, das hat mich sehr interessiert. Das und das hat mich sehr bewegt, dass es Menschen gibt, die sich wirklich hässlich finden und ein komplett falsches Bild von sich haben.
Und wir haben vorhin darüber gesprochen, dass es verschiedene Ausprägungen von diesem Empfinden gibt. Und dazu würde ich gern 'n Interview mit dir machen. Ja, ist doch wunderbar. Guck mal. Schön.
Dann schließen wir an dieser Stelle. Ich danke dir ganz herzlich, dass Du da warst. Es war wundervoll und ich fand's super, dass Du so viel geredet hast. Ja. Es war einfach spannend.
Es gibt Menschen, die sagen, ich rede zu viel, aber vielleicht ist für 'n Podcast in Ja, nee, das glaub ich. Ist auf jeden Fall für den Podcast sehr gut. Sehr schön. Ja, und dann sag ich für heute, Dankeschön und tschüs. Bis bald.
Ja, das war das Interview, was mir so unendlich viel Freude gemacht hat. Vielen Dank noch mal Alexandra, dass Du da warst. Du hast vielleicht schon während des Interviews gehört, dass Du uns beiden auf Instagram folgen kannst. Unterstütze die Bewegung von Alexandra mit auf ihrem Profil Doktor Punkt Alexandra Punkt Schulz. Oder komm auch mal bei mir vorbei bei Instagram und lass dich mit täglichen Posts inspirieren, die dich dran erinnern sollen, dass es in in diesem Leben vor allen Dingen 1 für dich geht, nämlich dein persönliches Wohlbefinden und deine innere Balance.
In diesem Sinne sag ich tschüs für heute. Bis dann, Sabine.
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