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Körper Folge 114 · 8. April 2021 · 45 Min
Cover: Wechseljahre - Interview mit der Gynäkologin und Sexualberaterin Elke Franzki

Wechseljahre - Interview mit der Gynäkologin und Sexualberaterin Elke Franzki

0:00 45 Min

Worum geht's?

Viele Frauen leiden mit Beginn der Wechseljahre unter verschiedenen körperlichen Beschwerden. Hitzewallungen, Schlaflosigkeit und trockene Scheide mit allen Konsequenzen gehören dazugehören dazu. Elke ist Frauenärztin und Sexualberaterin. Sie teilt in diesem Podcast ihr Wissen mit uns. Hier findest du mehr Infos zu ihrer Arbeit.

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Vollständiges Transkript · 6.546 Wörter · etwa 33 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Herzlich willkommen bei Reif für die Couch, Stehpodcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine Bimmler. Ich bin Psychotherapeutin aus Köln und ich freue mich, dass Du wieder dabei bist. Bevor wir in das Thema der Wechseljahre einsteigen, habe ich einen ganz kurzen Hinweis in eigener Sache. Als Psychotherapeutin habe ich über ein Jahr in 1 Kölner Klinik gearbeitet im Wirbelsäulenzentrum und war dort in der multimodalen Schmerztherapie für Rückenschmerztpatienten tätig.

Da ich selber im Augenblick bedingt durch Corona die viele Arbeit, die psychische Last an Rückenschmerzen leide, habe ich meine Unterlagen, mein Wissen, meine Erkenntnisse rausgekramt, habe die an mir selbst angewandt und möchte sie an dich weitergeben. Dazu veranstalt ich am fünfzehnten Mai 20 21 von 11 bis 12 Uhr 30 ein Webinar. Das Ganze ist live, gratis und ich würde mich freuen, wenn Du dabei bist. Den Anmeleldelink pack ich in die Shownotes. Du brauchst aber auch nur auf meiner Homepage Sabine Bimmler Punkt d e den Reiter Webinar anklicken und kannst dich da sofort für das Webinar anmelden.

Du bekommst etwas zum Thema weniger Rückenschmerzen mit Hypnotherapie Und ja, ich freu mich wie gesagt. Jetzt geht's aber los mit dem Interview mit Elke. Wir haben über das Thema Wechseljahre gesprochen und die damit verbundenen Beschwerden und Lösungen. Elke ist Gynäkologin und Sexualberaterin für Frauen in Hamburg. Sexuelle Lustlosigkeit ist 1 ihrer Kernthemen.

Dazu hatt ich sie auch schon einmal bei mir im Podcast, was sehr schön war. Probleme mit den Wechseljahren ist auch etwas, mit dem sie sich sowohl von medizinischer als auch von therapeutischer Seite immer wieder beschäftigt. Dieses Wissen hat sie mit mir geteilt. Ich bin ja selbst quasi Betroffene am Anfang meiner Wechseljahre und ich hoffe, dass da auch für dich interessante Aspekte drin sind. In diesem Sinne ganz viel Spaß bei dem Interview.

Und wie gesagt, schau nach dem Webinar und meld dich an. Elke, ich freu mich, dass Du wieder hier bei mir im Podcast bist. Das 2. Mal und das 1. Interview war so spannend und wir hatten ja damals schon festgelegt, wir treffen uns noch mal und reden über ein Thema, was anklagen, die Wechseljahre.

Herzlich willkommen erst mal. Dankeschön, Sabine. Freut mich, dass Du mich wieder eingeladen hast. Hat mir damals auch Spaß gemacht und ja, ich hätt noch 1000 Themen, die ich mit dir hier gerne besprechen würde. Aber die Wechseljahre, das ist wirklich was, was doch wo keiner drum rumkommt von den Frauen zumindest.

Und die Männer haben ja auch was damit zu tun. Find ich gut, wenn wir darüber reden. Ja, das stimmt. Die Männer haben auch was damit zu tun. Mhm.

Sag mal, fangen wir doch mal an. Erklär mir doch mal, wie kann man sich das vorstellen? Wechseljahre, was passiert denn da im Körper bei den Frauen? Also wir kriegen als Frauen von Geburt an ganz, ganz, ganz viele Eier in unseren Eierstöcken mit und die werden dann auch im Lauf des Lebens in Aprubertät jeden Monat, reift dann ein Ei ran und ich glaub, die haben 400000 so was. Die braucht man eigentlich gar nicht alle.

Aber irgendwie ist das Leben so eingerichtet, dass die Eierstöcke mit ab einem bestimmten Alter, das ist auch genetisch bedingt, so die 45 bis 55 aufhören, ihr Eier wachsen zu lassen. Die sind dann erschöpft. Und dann ist es oft schon so, dass es 'n paar Jahre vorher son bisschen muckert, dass mir nicht mehr jeden Monat ein Ei springt, dass die der Zyklus manchmal unregelmäßig wird. Aber im Prinzip fangen die Wechseljahre an, wenn der Eierstock nicht mehr arbeiten mag. Und dann gibt es sonen son Wechselspiel.

Der Eierstock wird stimuliert von der Hirnanhangdrüse. Da werden Hormone ausgeschüttet, l h und öf h, das sind so steuernde Hormone, die ihnen dafür im normal, in der fruchtbaren Zeit dafür sorgen, dass das Ei reift und dann springt und wenn es nicht befruchtet wird, dass es dann zum Abluten kommt. Und wenn die Eierstöcke dann irgendwann nicht mehr wollen, dann ist die Hirnanhangdrüse hilflos und versucht die zum Arbeiten bringen und schickt vor allem ein Hormon, das sogenannte FSH, stimulierende Hormon darunter und will die Eierstöcke zum Arbeiten bringen. Die tun manchmal Lass mich kurz innehalten. Das heißt, die drehen dann sozusagen noch mal richtig auf.

Ja, die drehen noch mal auf und das bringt den Eierstock manchmal freundlicherweise dazu, dass er noch mal wieder 'n paar Eier macht und irgendwann kann er aber nicht mehr. Und dann ist diese Hirnananströse aber immer noch so überschießend und diese Und schießt mit diesem FSH quasi durch die Gegend, ohne Erfolg zu haben an den Eierstücken, macht aber damit andere Nebenwirkungen. Dann geht das ganze vegetative Nervensystem kommt durcheinander. Und was die meisten Frauen als Erstes davon merken, sind diese sogenannten Hitzewallungen. Die Mhm.

Jetzt Ja, Entschuldigung, wenn ich dir ins Wort falle. Das heißt, wir kommen jetzt ja eigentlich schon zu den Symptomen, ja? Also was passiert, wenn die Hirn Anhanggröße weiter munter dieses Hormon in den Kreislauf spült? Und richtig, das ist ja auch, was die meisten Frauen als Erstes berichten, ne, dass sie diese Temperaturschwankungen in Form von Hitzewallungen erleben. Ja, und Was denn was denn Ich hab dich unterbrochen, ich stell's trotzdem mal als Frage für die Struktur.

Was passiert denn noch? Was sind denn noch typische Nebenwirkungen? Dass die Regel ausbleibt. Also dass die Ei, wenn kein Ei mehr wächst, werden auch die entsprechenden Hormone nicht mehr gebildet. Das Östrogen, was die Eierstöcke bilden und das Progesteron.

Und dann wächst keine Schleimhaut mehr in der Gebärmutter und es kommt keine Blutung mehr. Das sind so die ganz klaren Geschichten. Oder es kommt, das ist auch für manche sone Krux in diesem Wechsel, dass Blutungen unregelmäßig sind, dass sie manchmal ganz stark werden, weil die Hormone einfach nicht mehr im Lot sind und die Schleimhaut nicht mehr so richtig gut aufgebaut wird. Mhm. Ich bin ja immer der Meinung, dass unser Körper ein ganz, ganz schlaues System ist, ne.

Das heißt, dieses Durcheinander, was da entsteht, hat ja wahrscheinlich einen Sinn und Zweck, sonst würde es nicht passieren. Hast Du da 'ne Erklärung? Also was passiert da und wofür ist das Ganze gut für uns Frauen? Na, ich denke, dass die Natur hat das einerseits schon gut bedacht, dass unsere Fruchtbarkeit aufhört. Und weil die Kinder, die dann geboren werden könnten noch, die müssen ja auch getüdelt, erzogen, unterstützt werden für eine ganze Reihe von Jahren.

Und wenn wir bis zu unserem Tode quasi fruchtbar wären, dann würde da einiges schiefgehen, da würden einige auf der Kinder auf der Straße stehen oder na ja. Jedenfalls ist das, denk ich, ein 1 ganz wichtige Funktion, dass wir nicht, dass wir dass die Funktion der Eierstöcke hinsichtlich der Fruchtbarkeit aufhört. Ich find, dass das noch 'n anderen Sinn hat, fällt mir immer richtig schwer zu glauben. Ich denke, es ist auch ein 1 Geschichte, dass wir immer älter werden, wo wo das also wo gar nicht vorauszusehen war, dass wir noch so viele Jahre nach den Wechseljahren zu bewältigen, könnte man sagen, zu leben haben. Und dass mittlerweile unsere Art, diese Zeit zu leben, sich verändert hat.

Dass wir also nicht streckend und die Familie unterstützend irgendwo hilfreich dabei sind, sondern dass wir unser Leben ganz klar und lebendig weiterleben wollen, wo dann die Hormone manchmal doch fehlen. Mhm. Ja, ich komm auch aus der Psychologie. Immer mit soner Idee von, jede Lebensdekade hat ja sozusagen ihre Aufgabe, ne? Und so das Thema Kinderkriegen fällt ja in unsere Zwanziger- und Dreißigerjahre.

Das schiebt sich immer weiter 'n bisschen nach hinten, hat was mit der, wie Du grade beschrieben hast, mit der längeren Lebenserwartung und unserer gesellschaftlichen Entwicklung zu tun. Aber ich glaube manchmal auch, dass die Dekade ab 50 einfach andere Aufgaben hat. Ja? Also dass so dieses Thema Kinder in die Welt bringen, Kinder für also fürsorglich für Kinder da sein, dass das irgendwann abgeschlossen ist und dass dann was Neues starten darf. Also diese Umbrüche, auch wie die Pubertät, läuten ja sozusagen immer eine neue Phase ein.

Mhm. Ja? Und Wechseljahre stell ich mir auch so vor, dass da noch mal was ganz Neues losgeht, was eben nicht auf Kinder und Familie gepolt ist, sondern eher noch mal eine ganz neue Perspektive, Möglichkeiten Raum öffnet. Mhm. Das nicht so klar benennen, vielleicht auch, weil ich mich selber damit noch nicht beschäftigt habe.

Ich steh ja sozusagen an der Schwelle, würde ich sagen Mhm. Mit 47 jetzt. Okay, zurück zu den Symptomen. Also Hitzewallung hatten wir schon. Was passiert in diesem Chaos, was Du sehr schön beschrieben hast, denn typischerweise noch?

Was spüren wir Frauen noch? Also relativ schnell spüren viele Schlafstörungen. Das kommt wohl einerseits durch die Hitzewallung, dass man also nachts im Bett liegt und auf einmal erwischt einen diese Hitzewelle und man fängt an zu schwitzen. Das ist sehr unterschiedlich. Manche manchen wird einfach nur heiß, aber manche sagen, sie liegen Quitscht Quitschnasse im Bett und müssen quasi 'n neues Nachthemd und Bettwäsche neu beziehen.

Das kommt also vor und dann schläft man nicht gut weiter. Und wenn sich das in wiederholt und wiederholt und viele Nächte so geht und viele Monate so geht, dann wirkt sich das auch auf den Tag aus. Dann wird man einfach empfindlicher, gereizter, fängt an, sich Gedanken zu machen, was das Leben überhaupt noch zu bieten hat. Also wenn man wütet durch den Tag geht, dann ist man auch im Beruf vielleicht nicht mehr so leistungsfähig. Und so.

Es zieht jede Menge Folgeprobleme. Ja. Oh, Entschuldigung, es es zieht jede Menge Folgeprobleme nach sich, ne? Ja, ja, ja. Das ist die eine Geschichte.

Und dann haben sehr viele Frauen bestimmt die Hälfte das Problem, dass die die Vagina, die Vulva sich verändert, dass die Schleimhaut in dem Bereich trockener wird, zarter wird und auch straffer wird, was dann so was dann Probleme in der Sexualität, in der Parsexualität zumindest machen kann. Und nicht immer nur mit Gleitgel zu beheben ist, weil da wirklich bei manchen sone richtige Enge entsteht. Und in unserer immer noch tabu behafteten Welt führt das nicht selten zu Problemen, dass Frauen dann sagen, geht nicht mehr, tut mir weh. Und Männer sich dann zurückziehen und also überhaupt die Kommunikation in der Beziehung dann schon manchmal schwierig wird. Ja.

Okay. Ich hatt dich tatsächlich gar nicht so aufm Schirm, aber das siehst Du in deiner Praxis wahrscheinlich. Ist dir das relativ häufig begegnet. Das seh ich's. Na ja, hab ich regelmäßig.

Also mindestens bei der Hälfte. Was hilft, was einerseits noch 'n anderes Problem mit anspricht? Wir werden einfach Wir nehmen leichter Gewicht zu, wenn wir älter werden. Und mit dem Wechsel der Hormone kann das noch mal 'n Problem sein, dass dass die Fettverteilung, eben dass dieser Schwimmring entsteht, dass man leichter zunimmt. Und und dann pass aber aber im Fettgewebe werden auch 'n bisschen Östrogene gebildet.

Also die runden Frauen haben manchmal weniger Probleme mit diesen Schleimhautveränderungen, weil sie sich dann noch irgendwie selbst versorgen. Aber wir wissen ja, dass die die die Sticker werden wieder andere Probleme verursacht. Die ganzen Herz Kreislauf Erkrankungen werden dadurch ja begünstigt. Also besser ist, man bleibt bei seinem einigermaßen schlank jedenfalls. Genau und macht dann was, weil Du hast vorhin gesagt, jetzt sind diese Gleitmittel nicht die alleinige Lösung dafür und kriegen das Problem häufig auch nicht in Griff, weil da auch nicht nur die Feuchtigkeit fehlt, sondern auch eine Empfindlichkeit, eine Veränderung des Gewebes statt findet.

Wird das denn klassischerweise ja behandelt, unterstützt? Ja. Also klassischerweise, wenn man den Frauenarzt, die Frauenärztin darauf anspricht, dann wird sie empfehlen, mit einem mit 1 östrogenhaltigen Creme oder mit östrogenhaltigen Zäpfchen die Scheide, die Vagina, die Vulva zu behandeln. Und damit und das ist 'n Östrogen, was wirklich nur an dieser Stelle wirkt, was nicht zu vergleichen ist mit den Hormonersatzpräparaten, die man einnehmen würde, die auch gegen die die anderen Symptome sehr gut wirken, also gegen Hitzewallum. Diese Creme, die muss man für 14 Tage jeden Abend benutzen, dann hat man so den den alten Zustand wiederhergestellt und dann ungefähr zweimal die Woche.

Und das Östrogen wird an Ort und Stelle verstoffwechselt, also in der in der Schleimhaut und erscheint dann auch gar nicht weiter im Blut. Es ist sogar so, dass man mittlerweile Frauen nach Brustkrebs, die wo man sonst sehr vorsichtig mit Östrogen ist, also die Östrogene sogar noch extra dimmt, dass man Frauen nach Brustkrebs diese Cremes in 'ner geringen Dosis erlaubt und davon ausgeht, dass das Risiko für die nicht erhöht wird. Und für andere Frauen, also für uns normale Frauen, die kein besonderes Risiko haben, ist das erst recht zu empfehlen. Und das zwar im Prinzip lebenslang, weil wenn man damit aufhört, dann kommen diese Hormonmangeelsymptome sofort wieder auf. Es ist eben so, wie wenn man sich die Brille aufsetzt, die ja auch auf einen zukommt, wenn man so Mitte 40 ist und wo es keinem schwerfällt, da zuzugreifen.

Aber bei diesen Hilfsmitteln, die natürlich 'n bisschen invasiver ist, das geborene ich zu, sind manche noch sehr ängstlich und vorsichtig. Also da schwör ich drauf und das empfehl ich aus ganzem Herzen mit dieser Kremes, seh ich die Freuden der Sexualität wirklich zu erhalten. Auch für sich alleine kann das angenehm sein. Ja, weil ich überlege grade, also das ist ja ne, die Körperumstellung ist ja, ich ich verliere sozusagen meine Fruchtbarkeit, ne. Dafür sind die Wechseljahre da.

Das hab ich jetzt verstanden oder ne, auch vorher laienhaft in meiner Vorstellung gehabt. Da verändert sich natürlich für die Frau jede Menge, weil er ein Teil unserer weiblichen Identität in dem Moment weggeht, ne. Ja. Und wenn ich ja noch zusätzlich das Thema Sexualität nicht mehr leben kann, verliere ich ja noch mal einen Teil Weiblichkeit. Auch ein Teil beschäftigt sich ja auch viel mit dem Thema Lust, Lustlosigkeit, ne, Lust erhalten.

Das heißt, ich werde plötzlich auf ganz vielen Ebenen ja Bestandteile meines Weiblichkeitsempfindens gebracht. Und stell ich mir, also das ist natürlich schon eine Veränderung, das stürzt einen ja regelrecht in sone Identitätskrise. Und wenn man da mit so einfachen Mitteln eben einen Teil erhalten kann, einfach auch, weil's schön ist, also, ne? Aber stell ich mir schon sehr, sehr wichtig vor. Und wie Du sagst, das hat ja dann auch Folgeerscheinungen, ne?

Plötzlich fängt die Beziehung auch an zu wanken. Ja, neben den anderen Sachen, dass Du hast es eben schon noch mal 'n bisschen angesprochen, was da auch alles bewältigt werden muss. In der Tat kann man sagen, da fängt eine neue eine neue Lebenszeit an. Du Du hast die die Verabschiedung ja auch von den Kinderkriegen. Das ist ja für manche grade, wo, das hast Du ja auch gesagt, dass das Kinderkriegen oft immer weiter nach hinten geschoben wird und manche dann sagen, ja, jetzt noch nicht später.

Und auf einmal geht's nicht mehr. Also Du musst so von verschiedenen Sachen Abschied nehmen und und ja, auch auch bestimmte körperliche Symptome. Also zum Beispiel, was ich noch gar nicht gesagt hab, es gibt in dieser Übergangsphase bei manchen auch so Gelenkbeschwerden. Also dass auf einmal sone sone das Älterwerden in Form von körperlichen Symptomen auf einen zukommt. Also dass son dass es schon sone Bewältigungsstrategie braucht, diesen neuen Lebensabschnitt anzugehen.

Auch dass die Kinder ausm Haus gehen, das ist bei vielen zwar auch bei dir ist es ja auch noch längst nicht so, ne? Aber bei manchen ist es eben so, dass auf einmal die Brede wegbleibt, dass alles sich verändert und die Kinder sind auch nicht mehr da. Also auch sone Aufgabe, die die einerseits gut bewältigt ist, aber auch son Abschied, der bewältigt werden muss. Ja, und 'n weiterer Bestandteil, das wird mir grad so klar, der Weiblichkeit, der da wegfällt, weil die Mutterrolle plötzlich in den Hintergrund tritt, die ja vorher sehr präsent noch ist, wenn die Kinder da sind. Mhm.

Aber auch da fällt was weg, ne? Mhm. Also mir wird grad noch mal klar, während wir so reden, was fürn großer, großer Prozess das eigentlich ist. Ich bin von meiner Grundeinstellung immer so, dass ich denke, es macht Sinn, wenn die Natur uns bestimmte Prozesse vorgibt, denen auch offen und erst mal positiv entgegenzutreten. Mhm.

Und die Jahre erlebe ich halt oft als son Schreckensgespenst, weißt Du? Mhm. Oh Gott, Du brauchst so bin in den Wechseljahren oder ich kriege die Wechseljahre. Das ist was, was ich ganz oft höre. Und ich kann natürlich verstehen, dass da viel passiert, aber es ist halt ein Prozess, durch den wir durch müssen, weil er natürlich vorgegeben ist.

Und ich glaube daran, dass alles, was in diesem natürlichen Prozess vorgegeben ist, eine Sinnhaftigkeit hat, ne? Mhm. Ne? Deswegen versuch ich auch immer oder ich finde es schön, wenn mir Ansätze begegnen, die sagen, hey, lasst uns die Wechseljahre ein Stück weit, das hört sich doof an, aber zelebrieren, also als ein Teil unserer weiblichen Veränderung in unserem Leben begreifen und zwar als einen nicht negativen, sondern mindestens neutral, vielleicht sogar als einen notwendigen Schritt. Weil wir nennen das ja Reframing in der Therapie, weißt Du?

Ja, ja, ja, ja. Und erwarten, dass was dann Schreckliches auf mich zukommt oder ich sag halt, okay, da kommt was auf mich zu und ich guck halt, wie geh ich da durch? Ja. Und das wäre jetzt auch sone Folgefrage für von von mir an dich. Wie geht man da durch?

Wie bereitet man sich darauf vor? Wir hatten im Kleinen grad schon sozusagen, ne, die Östrogensalbe für einen Punkt. Aber was empfiehlst Du Frauen, wenn Du siehst, aha, okay, der da der Prozess beginnt? Also schon auch Ich würde auch mit sonem Reframen anfangen. Ich hab mal in 1 Gruppe sone LLP Übung gemacht, wo ich die Frauen sich haben vorstellen lassen, wie wie sehen Sie dies Wortwechsel ja, wenn Sie die Augen zumachen?

Und alle hatten schwarze Buchstaben und dicke Buchstaben und dann habe ich die darum gebeten die, sich einfach mal farbig anzumalen und sie tanzen zu lassen. Und allein das hat ihn gleich verändert. Also dass man sich son Wechsel vorstellt wie son wie son Huckekastenspiel oder ich weiß nicht, wie Du wie ihr das nennt in Norddeutschland, sagt man, Huckekasten. Also so einfach, dass dass man guckt, wo was auf einen zukommt, dass man auch den Abschied von den Kindern als 'n neuen Freiraum sieht und den nutzt und guckt, was man damit machen kann. Das auf jeden Fall und dann eben zu gucken, was gibt's für Hilfsmittel?

Und da würde ich sagen, das, was Dir ja auch immer ganz nah ist, die Sache mit der Achtsamkeit ist so was von wichtig. Sich selbst 'n Moment in den Mittelpunkt zu stellen, zu gucken, was tut mir jetzt gut? Wo brauch ich zum Beispiel, wenn ich nachts nicht so gut schlafen kann, wo muss ich mir andere Ruhepunkte schaffen? Wo mach ich einfach 'n paar Termine weniger? Wo überlege ich, ob ich vielleicht meine Arbeitsstunden reduzieren kann und oder mich mit meinem Partner auf bestimmte Aufgaben, mit denen ich da verständigen kann, dass wir uns mehr unterstützen.

Die sozialen Kontakte, dass ich dafür sorge, dass ich das mache, was mir guttut, dass ich Frauen und Freunde sehe, denen ich wirklich was anfangen kann und mich nicht auf Leute einlasse, die ich eigentlich schon seit Jahren nicht mehr gerne mag. Also so klarere Perspektive. Genau. Ich find das ganz schön zu sagen, okay, da kommt 'n Prozess auf mich zu und das beschreibst Du ja, der wird mich durchaus fordern, ne? Das das tun, glaub ich, Jahre bei jeder Frau.

Und deswegen wird natürlich das Thema Selbstfürsorge, Prioritäten setzen, gut für sich sorg, gut für sich sorgen, umso wichtiger. Mhm. Ja, und was Du grade beschrieben hast, sind ja alle Bestandteile davon, ne? Ich überlege mir gut, wie mutig mir zu. Ich überlege mir noch mal, was tut mir gut, was tut mir nicht gut?

Also diese Klärung und dieses noch besser auf sich aufpassen, das find ich ganz schön und zwar nicht im Sinne von Beschränkung. Also ich muss das ja nicht als eine Beschränkung erleben im Sinne von, oh, weil ich jetzt die in den Wechselern bin, kann ich dies und jenes sonen unterstützenden Modus und sage, ich weiß, dass mein Körper, mein Körper Seele System auch jetzt ganz viel zu leisten hat. Mhm. Und deswegen nenn ich das an und geborene dem Ganzen einen Raum, ja? Ja.

Das find ich ganz schön. Also ich erleb das ähnlich. Meine Tochter ist ja 12, ne? Mhm. Ich würde ja auch nie auf die Idee kommen, dir zu sagen, Du kommst jetzt in die Pubertät und das ist was ganz Schreckliches.

Ja, ja, genau. Ne? Das wird ja nie Nein, das ist ja notwendig, die muss da ja durch, ne? Also dieser körperliche Reifungsprozess steht jetzt einfach an und ich find, bei den Wechseljahren ist es ja auch so. Ja, ja, kommt.

Und so wie wir unsere Kinder da begleiten, wenn wir welche haben, können wir eigentlich auch uns gut begleiten in dem Prozess, der mit Sicherheit herausfordernd ist, weil das hört man anhand der Nebenwirkung. Ja, ja, ja. Und eben auch mehr und weniger. Und ja und das kommt eben weißt Du, dann kommst Du auch uns darauf an, wie gehst Du aufs Älterwerden zu? Also auch die Veränderungen, die uns äußerlich erwischen, ne?

Und wie wichtig das für manche ist, sich darzustellen, gut auszusehen. Und wenn man dann merkt, auch da tut sich was, sich da neu reinzufinden, das ist ja auch eine Aufgabe, die 'n bisschen, ja Ja, der Körper ist ganz interessant, ne. Also die Natur zwingt uns in einen Reorientierungsprozess. Mhm. Und den können wir eben mit 'ner annehmenden, akzeptierenden Haltung, achtsamen Haltung durchlaufen oder mit 'ner ablehnenden und ich will das eigentlich nicht Haltung.

Und das macht natürlich einen gewaltigen Unterschied, neben dem das teilweise das Hormonelle natürlich erst mal gar nicht mental anzusteuern ist, sondern oft auch nur körperlich, ne. Aber diese Haltung, mit der wir dem entgegentreten, macht 'n Riesenunterschied. Mhm. Ja. Ja.

Und dann kann man schon auch noch Etlies machen auf den täglichen Leben. Du kannst dich drum kümmern, dass Du gute Sachen isst. Also die ganze Ernährung, dass die dass Du die aufmerksam gestaltest, das hilft dann auch nicht runder zu werden, nicht nur unter kosmetischem Gesichtspunkten, sondern wirklich unter gesundheitlichen Gesichtspunkten. Du kannst dir in Bewegung bleiben. Das da gibt's Studien dazu, dass Frauen, die Sport machen, ist ja im Moment alles 'n bisschen schwierig, aber man kann ja immer noch durch 'n Park walken und weiß ich was, dass dass das hilft, dass das wer unterstützt, diese Symptome zu lindern oder überhaupt auch nicht so schwerzunähen.

Also diese Selbstwirksamkeit, das ist, denk ich, sone sone ganz wichtige Geschichte, dass Du erst mal guckst, dass Du auch wirklich selbst was machen kannst und nicht so ausgeliefert bist. Und dazu gehört eben Bewegung und Ja. Entspannung mit dabei. Ja, genau. Das ist, also das heißt, ne, hier wird Gesundheit, also all das, von dem wir schon wissen, dass Gesundheit kriegt halt auch noch mal eine andere Priorität und das auch vor dem Hintergrund des Alterns, ne.

Also wenn wir gut in die nächste Lebensphase kommen wollen, die davon geprägt ist, dass der Körper natürlich im Alter immer mehr Wehwehchen entwickelt, ist dieses gesund leben. Mhm. Ja, darf ich noch kurz was ergänzen? Weil ich hab so was Spannendes gelesen. Ich hab mir jetzt grad 2 Bücher über das Thema Yin Yoga zugelegt und die auch gelesen.

Und da gibt es auch spezielle Ansätze dieser Yogaform, die auf die Wechseljahre und die hormonelle Umstellung abzielen, ne? Mhm. Auch über über Faszien und Stoffwechsel in Muskeln und Faszien und so arbeitet. Und das fand ich auch noch mal ganz schön, also in puncto Selbstwirksamkeit, Ja. Dass es sone ganz sanfte, wohltuende Yogaart gibt, die sich speziell auch dies dieses Themas annimmt.

Ja, ja, und ich denke auch, dass das wirksam ist. Das ist, was die Hormone betrifft, was diese Nebenwirkungen betrifft, wirksam. Und sowieso fürs Herz Kreislauf System ja auch. Das macht ja auch den Blutdruck 'n bisschen runter, wenn man also das ist ja auch was für, was für viele Frauen in dem Alter auf einmal auftritt, dass der Blutdruck höher wird und so. Auch da hilft das wunderbar.

Ja, ja, das kann ich auch nur empfehlen. Das nennt sich auch, weil es wird manchmal als Hormonjoghurt angeboten. Mhm. Aber weil man weiß, dass es die ganzen Symptome lindert. Mit deiner Erfahrung als Gynäkologin und als Sexualtherapeutin, ne Ja.

Was sind die wichtigsten Dinge, die Du meinen Zuhörerinnen oder unseren Zuhörerinnen grade mitgeben wirst? Kannst Du das noch mal so komprimiert zusammenfassen? Als Erstes würd ich sagen, wenn man jetzt, da ist sie kommt die Sexualtherapeutin zuerst aus mir raus, weil die jetzt auch am meisten dran ist. In mir, da würd ich sagen, wenn Du in 1 Beziehung lebst, bleibt in Kommunikation. Rede dadrüber, was sich verändert.

Sag zum Beispiel, weißt Du was beim Sex? Ich ich glaub, ich werd nicht mehr so schnell feucht. Lass uns mal 'n Öl benutzen. Da benutz ich ja gern son Granatapfelöl. Das find ich gut, dass das kann auch als Gleitmittel sehr gut wirken.

Oder ich muss da mal mit meinem Frauenarzt drüber sprechen. Vielleicht hat der noch 'n Rat und das dann auch wirklich tun. Und auch bei den Männern fängt ja in dem Alter und oft sind sie ja 'n Tuk älter nach den Regeln der Kultur, bei denen fängt dann auch oft schon an, dass die Erektion nicht mehr ganz standhaft ist. Und auch da passiert es oft, dass dass sich Männer dann zurückziehen, anstatt einfach nach neuen Spielformen der Sexualität, anstatt die Speisekarte in dem Bereich zu erweitern. Also das ist mir irgendwie ganz wichtig.

Redet drüber, gebt euch 'n kleinen Schubs und sprecht es an. Mhm. Damit die Sexualität nicht stirbt an der Stelle, ne? Weil das ist ja das Risiko, dass die Sexualität stirbt und damit 'n ganz wesentlicher Lebensbereich einfach nicht mehr vorhanden ist. Ja, und das ist Sexualität ist zwar nicht kein Grundbedürfnis, aber es nährt unsere Grundbedürfnisse nach nach Sicherheit, nach Nähe, nachgesehen werden, wahrgenommen werden.

Also ich find's einfach, find's so schade, wenn das auf der Strecke bleibt. Und das war ja ein Teil, weshalb ich mit der Sexualberatung noch mal angefangen habe, dass ich in der Praxis immer wieder gehört habe, ja, mir tut's eigentlich weh beim Sex, aber mein Mann ist so verständnisvoll. Das das fand ich, es reicht nicht aus. Verständnisvoll ist zwar schön, aber da stirbt was genau, was was man noch Mut nutzen kann. Was dann immer wieder Schwung gibt und einen sich lebendig fühlen lässt.

Und was man sonst machen kann, also 'n paar Sachen haben wir, also das ist schon eine ganz wesentliche Geschichte. Aber was ist, wenn's die Symptome geht? Eben, ich hab 'n bisschen den Faden verloren, merk ich. Du hast mich gefragt. Ja, so Tipps.

Ich wollte noch einmal, wir haben ja sehr groß gesprochen im Sinne von diese Lebensphase annehmen und sich da voll reingeben und auch bezüglich Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit aktiv werden, ne. Gibt's denn jetzt so gynäkologisch medizinisch von von dieser Elke noch Tipps, über die wir noch nicht gesprochen haben? Ja, wir haben zum Beispiel dieses Thema Hormonersatztherapie nur ganz kurz gestrichen. Hormonersatztherapie war ja sehr im Fokus oder es ist immer noch, weil man dann auch immer darüber redet, wie groß das Brustkrebsrisiko sei, wenn man das machte. Das gibt 'n Brustkrebsrisiko, das ist aber wirklich minimal.

Wir haben einfach per se schon ein Risiko an Brustkrebs erkrankten Bierfrauen und das wird ein bisschen erhöht. Wir sterben viel öfter an Herz Kreislauf Erkrankungen als an Brustkrebs. Da ist die Verhältnisse stimmen in unserem Kopf nicht oder die Ängste stimmen nicht. Und ich finde, eine Hormonersatztherapie hat 'n guten hat 'n hohen Stellenwert für Frauen, die sehr an an diesen Wechselbeschwerden leiden, also die mit Hitzewallung völlig ausm Ruder laufen, die mit den Straf noch nicht zurechtkommen, die depressiv werden. Da ist das wirklich hilfreich und wirkt am aller, allerbesten.

Da würd ich immer drüber reden. Man kann das ausprobieren, was es einbringt. Man legt sich nicht fest. Man und ja, wie gesagt, das Risiko ist find ich sehr gering, wenn man nicht noch andere Risiken mitbringt. Es gibt schon, man muss da drüber reden, das muss eben verordnet werden.

Und da gibt es so gute neue Mittel mit, wo man Gele über die Haut zuführt, also wo wo man das sehr fein individuell dosieren kann. Es gibt pflanzliche Mittel, die allesamt nicht so gut wirken, wie man und wo man das Brustkrebsrisiko nicht immer ganz außen vor lassen kann. Auch da wird was angesprochen. Und es gibt eben auch Psychopharmaka, die Hitzewallungen die Hitzewallungen reduzieren können. Dafür hat man aber wieder andere Nebenwirkungen.

Also das ist alles, da da sind die Hormone ersatzpräparate schon, also die richtigen Hormone schon am wirksamsten. Und da find ich, da nehm ich jetzt mal mit, weil das wird vielleicht 'n Punkt sein, wo uns jetzt auch zu dieser Folge ganz viele Kommentare erreichen werden, weil da scheiden sich ja immer die Geister, ne? Da weißt Du, da gibt's die einen, die sind sehr stark Befürworter. Da gibt's die anderen, die schreien, Gottes Willen, ne, das Brustkrebsrisiko steigt. Also was ich jetzt mitnehme und das finde ich immer so wichtig, wenn ich dich als Medizinerin höre, dann ne, Du hast ja auch schon gesagt, da ist was Falsches in unserem Kopf, da stimmen die Verhältnismäßigkeit nicht.

Also wenn ich Symptome habe aus den Wechseljahren mit denen, denen ich irgendwie nicht gut zurechtkomme, weil sie mich massiv einschränken körperlich in meiner Alltags Leistungsfähigkeit und so weiter, dann ist das durchaus eine Lösung. Und diese Lösung muss besprochen werden mit Ärzten hin- und her überlegt werden, ne, was hab ich sonst noch für Erkrankungen, also Risiken abgewägt werden und vielleicht auch, wie wie Du ja richtig gesagt hast, noch mal Zahlen angucken, ne. Wie groß ist diese Wahrscheinlichkeit denn wirklich? Also das Ganze mal auf Fakten stellen und nicht nur so, ich höre oder ich verbinde innerlich damit, dass das Risiko steigt. Ja.

Und dann eine ganz fundierte individuelle Entscheidung zu treffen. Ja. Es gibt auch gute Bücher dazu, wo man so was sehr genau nachlesen kann. Die können wir vielleicht in den Shownotes mit verankern, weiß ich nicht. Also wo Das wär so, wenn Du da sagst, da hab ich auf jeden Fall Literatur, die ich empfehlen kann, unbedingt.

Dann pack ich die in die Shownotes rein. Wo das wirklich sehr genau gesprochen wird, alles. Also von pflanzliche Mittel und eben die Chemie sozusagen. Ja. Ich wollt noch eine Sache viel mehr grad noch ein.

Es gibt auch 'n paar gute Nebenwirkungen, zum Beispiel Osteoporose ist ja auch was, was mit den Wechseljahren beginnen kann, mehr und weniger. Und wo wir alle so alt werden, ist das Risiko, das zu kriegen, einfach größer und das ist auch son Handicap in einem das erwischen. Da helfen Hormone am allerbesten. Da hilft auch Bewegungssport und so was ziemlich gut, aber es gibt jedenfalls wirklich auch richtig positive. Ja.

Und das ist tatsächlich ja noch eine Nebenwirkung, über die wir eben nicht gesprochen haben, ne. Das ist ja auch ganz klassisch ein Thema, was mit den Wechseljahren in den Fokus rückt, die Knochendichte, die sich verändert, weil diese hormonelle Umstellung darauf einwirkt. Und auch das muss sozusagen in dem individuellen Umstellungsprozess eine Berücksichtigung finden, vielleicht auch nach dem, was ich da für eine familiäre Veranlagung mit habe, ne. Ja. Und so was kann man ja auch messen lassen.

Ja, ja, ja, ja. Ach, wie weißt Du, was ich noch sagen wollte? Verhütung, grade weil zu deinen Zuhörern ja auch viele gehören, die noch so in diesem Übergang sind. Auch das ist eine Geschichte, die Eier, auch wenn sie weniger springen, ab und zu springt dann doch noch mal 1 und man muss auch an Verhütung und auch relativ lange denken, ist wirklich keine Regel und die am besten schon ja nicht mehr war, da ist. Also auch so was ist, auch so was kann zum Beispiel auch die Sexualität beeinträchtigen, dass sone Unsicherheit dann dazu führt, dass man sich wieder mehr zurückhält, anstatt sich auch da irgendwas zu kümmern.

Ja, sag mal, aber das ist jetzt, jetzt frag ich aus reinem Eigennutz, ne, auch wichtig zu wissen. Du hast jetzt gesagt, 'n Jahr hab ich gehört, ne. Wenn ich 'n Jahr lang sozusagen meine Periode nicht mehr hatte, dann kann ich mich doch sehr sicher fühlen? Ja, dann kannst Du dich sicher fühlen. Das sind so die Regeln, dass da Also und wenn Du Das gilt nicht für jemand, der mit Ende 30 auf einmal 'n Jahr lang keine Regel mehr hat.

Da hat's immer noch mal wieder Überraschungen gegeben. Aber wenn Du Ende 40, 50 bist und Jahr keine Regel hattest, dann ist da Und dann eventuell noch die eine oder andere Hitzewallung, dann kann man sich sehr sicher sein. Dann kann man wirklich grünes Licht Messen. Also kann der Arzt das anhand der Hormonerhebung auch ablesen und kann sagen, nee, jetzt Frau Bimmler in diesem Fall, Sie sind da wirklich durch? Nicht ganz.

Die wir wir haben so viel Überraschungen erlebt. Ich kenn ich kenn Fälle von mir in der Praxis und von Kollegen, wo dieser sogenannte FSH Wert, also dieses Hormon, was ich am Anfang erwähnt habe, was die Eierstöcke da noch zum Arbeiten bringen soll, das steigt an. Aber wenn wir auf einmal wieder reagieren auf diese Stimulation und sich noch mal son Ei entwickelt, dann fällt es auch wieder ab. Und also nur ein Wert mit ein hoher Wert, der der sagt das nicht ausreichend. Nee, man kann's nicht wirklich messen.

Darum ist auch, wenn manche Frauen sagen, der soll mal meine Hormone kontrollieren. Das ist was, was in dieser Zeit wirklich auch auf und ab geht, weil die Eier nicht mehr gleichmäßig wachsen, der manchmal richtig hohe Werte erreichen kann, weil dann gleich 2, 3 Eier noch mal wachsen. Also es ist echt ein Durcheinander und bei jeder Frau anders. Das kann man nicht über einen Kamm scheren. Okay, das bin ich auch noch mal spannend, weil ich auch das Gefühl hatte, man kann da viel mehr messen, aber Du sagst, die Messung ist eine Momentaufnahme.

Das kann 3 Wochen später schon mal wieder ganz anders aussehen, ja? Ja, ja, ja, ja. Okay. Was glaubst Du, was haben wir noch vergessen? Überleg noch mal, was zum Thema wichtig ist.

Es gibt männliche Hormone ja auch noch, die bleiben uns noch 'n bisschen länger halten. Die sind wichtig für die Libido, fällt mir grade ein. Also das sagen ja auch manche Frauen, dass sie auf einmal weniger Lust haben. Das ist natürlich so was Multifaktorielles. Das machen nicht nur die die Eierstöcke, das sind nicht nur die Hormone, da unser Leben ist ja von verschiedenen Stressoren auch manchmal beeinträchtigt.

Und das kann sich dann auch auf die Libido auswirken. Aber Frauen zum Beispiel, die keine Eierstöcke mehr haben, weil sie irgendwie operiert werden mussten, die können das doll merken. Und nach den Wechseljahren, 'n paar Jahre später kann da auch noch mal 'n ein Tal kommen, weil dann die männlichen Hormone, die länger in den Eierstücken gebildet werden, fehlen. Und da, wenn man da auf einmal merkt, man wird irgendwie antriebslos und und der Rest recht keine Lust mehr, dann kann man da schon mal hingucken. Da gibt's zwar keine Fertigpräparat, aber es gibt in der in in den Apotheken Geschichten, die man die man verordnen kann.

Ja und wenn Du das noch mal sagst, finde ich, das schließt sich für mich so schön noch mal der Kreis, weil Du hattest vorhin die Achtsamkeit ins Spiel gebracht, ne und ich finde nach 47 Jahren in einem weiblichen Körper, trau ich mir jetzt auch zu zu sagen, dass man sehr wohl sehr gut erspüren kann, was grade los ist, ja. Mhm. Also seit in welcher Phase im Zyklus man ist und auch in welcher Lebensphase man ist, ja? Also diesen Spüren, wie geht's mir eigentlich grade? Was ist davon vielleicht hormonell bedingt dem Raum zu geben?

Das wird ja in den Wechseljahren besonders in den Fokus gerückt. Ich hör jetzt, das bleibt auch noch 'n paar Jahre. Und das ist eigentlich so das, find ich, für was mir heute am klarsten geworden ist, ist in dem Interview, dass diese ganze Metamorphose, die da stattfindet, ja, die der weibliche Körper und die weibliche Seele damit verbunden auch in dieser Phase Wechseljahre durchläuft, viel Aufmerksamkeit und viel Achtsamkeit für den eigenen Körper braucht. Ja. Also was ist los?

Was passiert hier grade? Welche Symptome belasten mich besonders? Was tut mir besonders gut? Was kann ich eigentlich tun dagegen? Aber in dieser annehmenden Akzeptanz, ne?

Ja. Das was ganz Wichtiges, Essenzielles ist, was da mit mir passiert und nichts, was es gilt, wegzudrücken oder mit irgendwelchen Medikamenten wegzumachen, damit ich ja auch Symptome bin. Ja, genau. Und ich würd ja sagen, ich bin ein gutes Beispiel dafür, wie das Leben weitergehen kann. Ich bin jetzt 71 und ja schon weit weg von den Wechseljahren und und immer noch aufm aufm Sprung sozusagen oder hab Lust, neue Sachen zu entdecken.

Also es hört auf keinen Fall irgendwas auf, sondern es ist ein Wechsel in einen, ja, Metamorphose ist 'n guter 'n guter Begriff. Genau. Danach kommt was und das hör ich jetzt bei dir, was auch noch richtig cool ist. Ja. Ja, genau.

Ich Das sieht man ja auch, wenn man, ich find, wenn man dir zuhört, wenn man dich ja, ich seh dich ja jetzt dabei auch, aber auch wenn man deine Posts und deine Beiträge verfolgt in den sozialen Medien, dann dann merkt man ja, dass Du voller Tatendrang und Kreativität und Neuerfindung bist und grade mit dem Thema Weiblichkeit, Lust und Liebe, ne. Ja, ist echt schön. Ein ermutigendes Beispiel, Elke. So will ich das sehen, ja. Ja, dann lass uns doch an dieser Stelle 'n Punkt machen, oder?

Ja, wunderbar, find ich auch. Ich bedanke mich so herzlich. Es war wieder ein ganz spannendes Interview. Ich hab ganz viel Klärung für mich bekommen, hoffe, dass das meinen Zuhörerinnen und auch den Zuhörern genauso ging, wobei das natürlich eher eine Folge für die Damen war. Und ja, gebt dir sozusagen jetzt den Ball noch mal rüber zum Schlusswort.

Ja, ich hoffe auch, dass dass wir einige angeregt haben, neu drüber nachzudenken oder dass wir auch direkt Unterstützung gegeben haben mit klaren Punkten. Und wir sind ja beide offen für Nachfragen. Und ja, ich freu mich, dass Du mir diesen diesen Raum gegeben hast, meiner Mission quasi auch weiter nachzugehen. Danke. Ja, genau.

Mit den Fragen find ich noch mal super. Ich verlink natürlich all deine Kontaktdaten in den Shownotes, ne, dass die Leute sich an dich wenden können, wenn's wenn sie Anliegen haben, vielleicht sich auch anschauen können, was kannst Du anbieten als Du bist ja nicht mehr als Gynäkologin, sondern als Sexualtherapeutin tätig. Auch. Ich kann 'n paar Sachen Gynäkium machen, aber keine Untersuchung mehr und das ist nicht. Dann in diesem Sinne.

Dankeschön, Elke und tschüs. Tschüs. Bitte.

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