Du stellst fest, dass sich in deinen Partnerschaften und Freundschaften immer wieder ähnliche Muster wiederholen? Und dass trotz deines festen Vorsatzes, es bei nächsten Mal anders zu machen. Menschen sind Gewohnheitstiere. Verstehe, was dich treibt und erfahre, was du tun kannst, um deinem automatisierten Vorgehen ein „Schnippchen zu schlagen."
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Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Vollständiges Transkript · 3.095 Wörter · etwa 15 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hallo, herzlich willkommen bei, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine, ich bin Psychotherapeutin, systemischer Coach, habe eine Praxis hier in Köln, hoste diesen Podcast und habe ihn für dich ins Leben gerufen. Heute werd ich das 1. Mal eine Podcastfolge per Video aufnehmen. Ich bin bereits bei Youtube, habe dort einen eigenen Kanal, hab mich bisher aber immer vor den Videoaufnahmen gedrückt.
Heute ist es soweit und ich hab entschieden, jetzt mit Videos zu arbeiten, diesen Youtube Kanal etwas weiterzuentwickeln, voranzubringen und auch hier mehr Menschen für meine Themen zu gewinnen, zu begeistern und ihnen zu helfen, aus ihrer Erschöpfung herauszukommen. Und weil ich diesen Podcast für dich gemacht habe, ist es mir eine besondere Freude, heute eine Zuhörerfrage aufzunehmen. Und die Frage beschäftigt sich mit dem Thema Beziehung. Der Zuhörer schrieb mir, er wüsste gerne oder hätte gerne mal wieder ja, Impulse zu der Frage, warum fallen wir immer wieder auf die gleichen Partner rein? Also warum wiederholen wir immer wieder Beziehungsmuster, die wir bereits kennen und die uns aber nicht zufriedenstellen?
Und das ist eine wahnsinnig spannende Frage. Wenn Du mein Interview mit Christian Hemmschenmeier gehört hast, Folge 15, glaub ich, dann weißt Du, dass ich eine Ausbildung zur Paartherapeutin bei ihm in Hamburg gemacht habe. Und das ist tatsächlich sein Kernthema, wobei er sich insbesondere auch sogenannte toxische Beziehungen, also Beziehungen, in denen ein Partner eine Persönlichkeitsstörung hat, insbesondere eine narzisstische Persönlichkeit fokussiert hat. Aber das ganze Thema, er nennt das Liebeship, umprogrammierendes Liebeship dieses Themas, warum immer wieder die gleichen Beziehung, warum wiederholen wir das immer wieder, Das war die Frage meines Zuhörers und da würd ich heute gerne mal so meine Haltung und Meinung kundtun und 1. Ideen geben, wie Du daran arbeiten kannst, wenn Du das für dich verändern möchtest.
Es ist so, wir sind und das weißt Du wahrscheinlich, wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Gewohnheitstiere meint in dem Fall, dass wir gerne das wiederholen, was wir kennen, auch wenn wir wissen, dass es uns nicht guttut. Du weißt es vielleicht aus dem Thema Ernährung zum Beispiel, aus dem Thema Sport treiben. Wir entwickeln Gewohnheiten, die uns nicht unseren Zielen näherbringen, sondern eher negative Gewohnheiten sind, die uns nicht guttun. Und ein bisschen stimmt das so auch für Beziehungen.
Wir wiederholen unheimlich gerne, was wir schon kennen, auch wenn wir wissen, dass es uns nicht guttut. Aber unser Körper, unser System ist sozusagen auf Energieeffizienz programmiert. Und wenn immer unser Körper sich sicher fühlt, sich auskennt und weiß, wie er sich verhalten soll, ist das für unseren Körper eine besonders gute Möglichkeit, Energie zu sparen. Er braucht nicht nachzudenken, er handelt relativ automatisiert. Und so ist es auch mit dem Thema Beziehung.
Das heißt, wenn Du wieder einen Menschen kennenlernst, der dir in 1 gleichen Art und Weise begegnet, einen gleichen ähnlichen Kommunikationsstil mit dir pflegt, dir ähnliche Dinge sagt, ähnliche Dinge von dir fordert, dann fühlst Du dich wohl. Du kennst dich aus und Du weißt, wie Du dich zu verhalten hast. Und dieses Programm kann relativ automatisiert ablaufen. Und das belohnt unser System kurzfristig. Und Lernen hängt ganz oft an kurzfristiger Belohnung.
Also in dem Moment, wo unser System aufatmet und denkt, ah, kenn ich, ja, weiß ich, ist das ein positiver Impuls in unser System und wir fühlen uns irgendwie wohl und dieses Wohlfühlen macht, dass wir mehr davon wollen. Sehr vereinfacht dargestellt, aber so funktioniert das. Und die Frage ist natürlich, warum fühlen wir uns in dysfunktionalen, vielleicht sogar sehr anstrengenden Beziehungen wohl? Weil wir es gelernt haben. Und hier kommt auch schon der 1.
Aspekt, wie Du für dich das Thema angehen kannst. Analysier doch einfach mal, wie Du Beziehungen gelernt hast. Dazu gehört natürlich einerseits, wie haben deine Eltern Beziehung gelebt? Vielleicht auch, wenn deine Eltern sich früh getrennt haben, wie haben die Beziehung mit anderen Paaren gelebt? War da immer viel Harmonie im Raum?
Wurden Konfliktthemen eher nicht angesprochen oder war die Beziehung sehr, ja, dynamisch aktiv mit vielen Streitigkeiten, vielen Auseinandersetzungen? Hast Du das Gefühl gehabt, es gab eine Augenhöhe zwischen den beiden? Ja, wie war das mit Augenhöhe, mit Machtverhältnissen in der Beziehung? Du lernst als Kind wahnsinnig viel durch Beobachtung. Du lernst durch Modelle, die sich dich herum bewegen, ob Du das willst oder nicht.
Und Du hast gesehen, wie Beziehungen dort gepflegt wurden. Und das hat etwas mit dir gemacht. Das hat dir ein Bild von Beziehung in deinem Kopf ja immer weiter ausdifferenziert und es hat sich gefestigt, dieses Bild. Das heißt, hier wäre einmal vielleicht aufzuschreiben. Du weißt, ich bin ein großer Freund von aufschreiben.
Schreib mal auf, wie wurde Beziehung bei dir zu Hause gelebt? Was für ein Bild hast Du da mitbekommen? Und dann geh bitte noch einen Schritt weiter und nimm die Beziehung deiner prägenden Bezugsperson mit dir noch mal unter die Lupe. Wie, welche Beziehung hat deine Mutter mit dir gepflegt? Wie war diese Beziehung geprägt?
War das Augenhöhe? War das ausgeglichen vom Machtverhältnis? War das eine sich kümmernde, fürsorgliche liebevolle Beziehung? Oder hat man dich eher links liegen lassen, mit Nichtachtung bestraft, vielleicht sogar körperlich, emotional bestraft für Dinge, die Du getan hast? Was hat dir sozusagen das Leben an dieser Stelle nun deine Mutter über Beziehung beigebracht?
Und das Gleiche gilt natürlich auch für deinen Vater und für andere wichtige Bezugspersonen, die in deinem Leben eine Rolle gespielt haben. Schau dir an, was die dir als Weisheiten, Informationen zum Thema Beziehung dagelassen hat. Denn neben dem, was Du beobachtet und gesehen und erlebt hast, ist das der 2. Wichtige Aspekt, der dein Bild von Beziehungen gefordert hat. Über deine Eltern hinaus hast Du dich natürlich im sozialen Kontext auch mit anderen Menschen ja, in Beziehung begeben.
Da gibt es zum Beispiel Freunde. Wie war das? Gab es da in deiner Grundschulzeit einen guten Freund, eine gute Freundin? Wie war das in der Jugend? Warst Du Bestandteil 1 Clique?
Gab's da ein 1 beste Freundin, einen besten Freund? Auch hier ist die Frage, was hast Du im Verlauf da in deinem Leben in recht jungen Jahren über Beziehungen gelernt und auch über dich selbst in Beziehung? Ist es dir gelungen, einfach und gut in Beziehungen reinzukommen oder war es für dich immer schwierig, Beziehungen anzuschieben, Beziehungen zu halten? Also ganz viel Vergangenheitsforschung erst mal, zu verstehen und auszudifferenzieren, was ist mein Bild, was ich zu Beziehungen habe? Denn dieses Bild wird maßgeblich beeinflussen, warum Du dich immer wieder in bestimmte Beziehungskonstellationen hereinbegibst.
Das war Ursachenforschung, verstehen, was Du über Beziehungen gelernt hast, also eher vergangenheitsorientiert. Dann find ich's wahnsinnig wichtig, wenn wir uns überlegen, wie kommen wir mit anderen Menschen in Beziehung, zu schauen, welche Beziehung haben wir zu uns selbst? Wie sieht das aus mit deiner Selbstliebe, mit deiner Selbstfürsorge? Kümmerst Du dich gut dich? Pass Du gut auf dich auf?
Sorgst Du gut für dich? Das fängt bei ganz banalen Themen an wie zum Beispiel trinkst Du genug Wasser? Machst Du Sport? Bewegst Du dich? Ernährst Du dich gesund?
Ja, das hat etwas damit zu tun, wie viel Wert Du deiner eigenen Person beimisst. Bist Du dir das wert, dass Du dich gut dich kümmerst? Dann, was denkst Du über dich und deine Kompetenzen? Ja? Bist Du fähig, Beziehung zu halten?
Bist Du fähig, Beziehungen aufzubauen? Oder hast Du da andere Meinungen, Hypothesen über dich selbst? Auch das ist nicht so sehr vergangenheitsorientiert, auch wenn es daher kommt, sondern da wär's interessanter zu gucken, wo stehst Du jetzt und hier? Weil das natürlich ganz viel Einfluss darauf hat, wie Du dich in Beziehungen hineingibst. Also wenn Du einen großen Selbstwert hast, ja, wenn Du viel für dich tust, wenn Du gut auf dich aufpasst, dann wirst Du dich viel vorsichtiger in Beziehungen begeben.
Du wirst genauer hingucken. Du wirst hinspüren, was macht das mit mir? Tut mir das gut? Tut mir das nicht gut? Was muss sich ändern, damit mir das guttut?
Das heißt, Du wirst ein gutes, wachsames Auge auf dich und deine Bedürfnisse und deine Befindlichkeiten haben. Wenn Du jemand bist, der auch sonst im Leben nicht besonders gut auf sich 8 gibt, dann wirst Du auch in Beziehungen womöglich dort gar nicht hinschauen. Sondern Du wirst einfach nehmen, was reinkommt, wirst registrieren, dass es dir nicht guttut, aber wirst trotzdem weitermachen mit dieser schlechten Gewohnheit in Anführungsstrichen. Also ganz wichtig, hinzuschauen, Selbstliebe, Selbstwert. Kompetenzen, wo geht die Energie hin?
Wenn Du selber denkst, ich bin unfähig, ich bin beziehungsunfähig, ich bin es nicht wert, in 1 Beziehung geliebt zu werden, Wenn Du mit diesen Grundannahmen in Beziehungen startest, was glaubst Du, was wirst Du ernten? Natürlich, diese Dinge werden sich erfüllen. Es werden Menschen an dir andocken, die genau zu diesem Muster passen und die dich entsprechend behandeln werden. Deswegen ist es so wichtig, in mentalen Zielbildern, in Wunschbildern zu denken, eine Beziehung in deinem Kopf zu haben, so wie sie sein soll und nicht wieder und wieder das Bild von Beziehung, wie es sich abgespielt hat und sich schon mehrfach wiederholt hat. Ich sprech ganz bewusst von Beziehungen, weil sich bei Menschen, die da ein verwurzeltes Thema haben, das Ganze in Partnerschaften wiederholt, aber auch in Freundschaften wiederholt es sich.
Und ich würde dir gerne von 1 meiner Patientinnen erzählen. Und zwar kam sie zu mir in die Praxis, sie war etwas über 50 und sie erzählte, dass sie ein Thema hat, in Beziehung zu kommen und dass es ihr damit überhaupt nicht gut geht und es für sie ganz schwierig ist, einen Partner zu finden. Und wir haben erst mal angeschaut, was da los war, weil es gab viele Kurzbeziehungen und viele Flirts in letzter Zeit. Und davor gab's 2 große Beziehungen mit Männern, die beide relativ ähnlich gelaufen waren. Die Männer waren, als die Patientin sie kennenlernten, durchaus beruflich erfolgreich, hatten aber so ihre Lebensthemen, die sie mit sich rumtruhen.
Und diese Lebensthemen führten dazu, dass sie in meiner Patientin so eine Art Therapeutin gesehen haben und sie ja benutzt haben, ihre Themen zu bearbeiten, da weiter voranzukommen. Und sie hatte sone Kernannahme dafür, dass sie etwas leisten muss, gelebt zu werden, sodass sie diese fürsorgliche, beratende, helfende Rolle total gerne angenommen hat. Als die Themen dann bearbeitet waren, sich der Knoten gelöst hatte sozusagen, war's ganz schwierig, in Beziehung zu bleiben, weil plötzlich hatte meine Patientin auch von ihrem inneren Gefühl ihre Daseinsberechtigung verloren. Und sie kam immer mehr ins Agieren, ins Leisten in der Beziehung, damit sie zeigen konnte, hier, ich habe einen Wert. Ich bin da.
Ich habe eine Berechtigung, hier zu sein. Und das hat mit der Beziehung ja auch was gemacht. Das hat es fundamental verändert, weil die Männer sich dann sozusagen etwas entfernt haben, weil es wurde recht dominant. Sie war sehr energisch in den Beziehungen und so kann man sich auch erklären, warum die Männer dann vielleicht irgendwann ausgewichen sind, weil sie mit dieser sehr dominanteren Partnerin, die vorher fürsororgend, liebevoll und hilfsbereit waren und dann diesen Schwenk hatte, ins Dominante in der Beziehungsgestaltung auch nicht gut umgehen konnten. Ne, das soll jetzt, das ist keine Schuldzuschreibung in irgendeiner Form.
Es war weder meine Patientin schuld noch der die Männer, dass das nicht geklappt hat, sondern es war einfach eine Dynamik, die wir im Nachhinein entwickelt haben, die uns als Bild sehr stimmig erschien von dem, was da passiert war. Meine Patientin hatte einerseits das Gefühl in Beziehung, ich muss was leisten. Ich muss eine 1 definierte Rolle haben. Ich muss hilfreich sein für den anderen, sonst hab ich keine Berechtigung zu bleiben. Und andererseits hatte sie aber und das ist auch sehr interessant, den Glaubenssatz in sich, ich darf ich ich kann nicht alleine sein.
Ich halte es nicht aus, alleine zu sein. Da lagen Erfahrung drunter aus früher Kindheit, die recht schmerzhaft waren und sie hatte das Gefühl, alleine kann sie nicht sein. Und das führte sie natürlich in ein ganz komisches Spannungsfeld, weil sie wollte wieder in Beziehung kommen. Sie hatte aber das Thema, dass sie diese definierte Rolle, wo sie hilfsbereit war, brauchte. Und deswegen hat sie immer wieder Männer angezogen, die irgendwie problematisch waren.
Und diese vielen Flirts waren für sie Möglichkeiten, einerseits das Gefühl zu haben, ein bisschen in Beziehung zu sein, aber es nicht wirklich ernst werden zu lassen. Hier sehen wir auch sehr schön diesen, ja, wenn Du Christiansvideos verfolgst, Christian Hemmschelmeier, dann weißt Du, es gibt die Bindungsangst und es gibt die Verlustangst. Und meine Patientin hier war verlustängst, war bindungsängstlich war, bindungsängstlich war sie. Sie ist überhaupt nicht mehr in Bindung gegangen und hat sich immer in soner Flirtdistanz aufgehalten, hat aber andererseits nicht das bekommen, was sie wollte, weil eigentlich wollte sie eine stabile, feste Beziehung, jemand, mit dem sie das Leben teilen konnte, weil der ja auch dieser Glaubenssatz war, ich komme alleine nicht klar. Und das führte dazu, dass sie schon seit Längerem in dieser Flirtschiene fest steckte und merkte, ich krieg dieses Ding irgendwie nicht gelöst.
Und festzustellen, dass das ihr Muster war, war wirklich der 1. Schritt zur Veränderung. Und dann haben wir eine Therapie und das war sehr schön, sie war sehr reflektiert, hat sehr, ach, engagiert mitgearbeitet, haben wir viel über die Körperarbeit gelöst. Weil dieses dieses Spannungsfeld sich körperlich tatsächlich spürbar bei dieser Patientin ja niederschlug, das war einfach da. Und wenn ein Mann etwas näher kam, die Ängste, die daran sprang, waren halt auch da.
Und die anderen Ängste, die da waren mit der Perspektive, ich bleibe vielleicht ein Leben lang allein, die waren auch da und der Körper sagte uns so viel und das war ganz wunderbar. Ja, also das war mal so ein Beispiel für ein Muster, was man schaffen kann, transparent zu machen, wenn man in die Vergangenheit guckt, über die prägenden Bezugspersonen, über den Umgang mit sich selbst, über den Selbstwert, über ja, die Hypothesen, die man über sich selbst in Beziehung hat und über die fehlenden mentalen Zielbilder für gesunde Beziehung. Und da kann ich dich nur ermutigen, und das war auch der nächste Schritt mit meiner Patientin, auszudifferenzieren, wie soll Beziehung sein? Welche Rolle möchte sie haben? Und welche Flexibilität zwischen Rollen braucht's eigentlich?
Weil die eine Rolle, die Rolle der Helfenden konnte, ist sie super. Aber was ist mit den anderen Rollen? Dieses sich auch mal fallenlassen in 'ner Partnerschaft, den anderen die Führung überlassen, sich auf den anderen flexibel einstellen, was der grade braucht, nicht nur mit aufgrund der eigenen Themen zu arbeiten, sondern sich zu adaptieren. Das waren die Dinge, die wir ausdifferenziert haben und wo wir in Form wirklich von Gedankenreisen, Imagination eine Beziehung, ein Bild von Beziehung kreiert haben, was ihr mentales Zielbild wurde für das, was sie wollte. Und sie sagte auch damals, ich hab nie darüber nachgedacht, was ich wirklich will.
Ich hab immer wieder daran gedacht, was sich alles wiederholt hat und wie es immer wieder war. Das hab ich hundertmal gedanklich durchgespielt, vielleicht tausendmal. Aber dieses Durchspielen als mentales Zielbild von dem, was ich will, wie die Beziehung sein muss, welche Rollen ich in dieser Beziehung einnehme, welche Rollen ich möchte, dass mein Partner sie einnimmt, diese damit verbundene Flexibilität, auch miteinander da hatte sie nie wirklich drüber nachgedacht. Und deswegen war's auch wahnsinnig schwierig, das zu realisieren. Also wäre das auch was, was ich dir unbedingt raten würde, für dich ein mentales Zielbild zu entwickeln, ein Bild davon, wie Du Beziehung leben möchtest.
So, und jetzt muss ich noch einmal auf meine Notizen für die Folge gucken, damit ich hier auch nichts Wichtiges vergesse. Das Thema Selbstliebe, siehst Du? Ich hab es vorhin angeschnitten, aber ich hab's als Lösung noch nicht drin gehabt. Selbstfürsorge und Selbstliebe sind 2 wichtige Aspekte. Und Du musst für dich, bevor Du gut in Beziehung kommst und Beziehung neu gestalten kannst, darauf hinarbeiten, dass Du weißt, Du kannst dein Leben auch alleine führen.
Du brauchst den anderen nicht für dein Seelenglück, sondern der andere ist ein Sahnehäubchen auf deinem Leben. Aber Du brauchst die Sicherheit, nicht aber und sagen wir im Therapieraum und Du brauchst die Sicherheit, dass Du dein Leben trotzdem alleine führen kannst ohne ihn. Und dann wird ein Schuh daraus, weil dann, wir haben vorhin über das Thema Bindungsangst bei der Patientin gesprochen. Das andere Thema, was in Beziehungen ja immer wieder trägt, ist das Thema Verlustangst, den anderen zu verlieren. Und diese Verlustangst ist besonders, besonders groß, wenn Du das Gefühl hast, Du kommst alleine nicht klar.
Also akzeptiere, dass es eine Möglichkeit ist, dein Leben alleine zu leben und richte dein Leben so ein, dass das möglich ist, alleine zu leben. Und wenn Du da ein Bild hast, eine Art und Weise, wenn es wenn Du das Gefühl hast, ja, das schaffe ich und ich kann alleine mein Leben lebenswert gestalten, dann hast Du eine gute Basis und ein solides Fundament, in Beziehung zu gehen. Gepaart natürlich mit allen möglichen Übungen und Interventionen, die dir helfen, deinen inneren Selbstwert und dein Kompetenzerleben in puncto Beziehung zu steigern. Und üb vielleicht erst mal im Freundschaftsbereich, versuche da aus unguten Beziehungen auszusteigen und neue Freundschaften, Bekanntschaften zu etablieren, die anders laufen, bevor Du beim großen Thema Partner einsteigst. Ja, das waren die Ideen für heute.
Vergangenheitsschau, Muster verstehen, analysieren, herausarbeiten, den Körper nutzen. Du kannst über den kurzfristig wohligen Impuls, den Gewohnheiten dir geben, sehr genau fühlen, ob dir etwas guttut oder nicht guttut. Und dann greift Selbstfürsorge hoffentlich und Du kümmerst dich darum und gestaltest die Situation so, dass sie dir guttut von jetzt ab. Und dafür brauchst Du ein Zielbild in deinem Kopf, was dir hilft, Beziehungen so zu gestalten, wie Du es willst. So, das war meine Folge zum Thema, warum wir immer wieder in alte Beziehungen hineinfallen.
Ich hoffe, es hat dir geholfen. Ich würde mich total freuen, wenn Du mir eine positive Bewertung auf iTunes oder auf Youtube, da bin ich ja jetzt mit dem Video, schreibst. Das hilft mir sehr. Themenwünsche sind wirklich herzlich willkommen. Sabine at Punkt com ist die Adresse, unter der Du mir alles schicken kannst.
Du erreichst mich natürlich auch über Instagram und über Facebook. Auch da gibt's gute Möglichkeiten, mir in Kontakt zu treten. Und ich würde mich darüber wahnsinnig freuen, weil diese Arbeit mit der Kamera im Off ist immer etwas schwierig. Und je mehr Resonanz ich von deiner Seite aus bekomme, desto einfacher wird das hier für mich, es hilfreich und gut zu gestalten. Das ist mein Ziel, dass es Angst für dich ist.
In diesem Sinne sag ich heute, tschüs, deine Sabine.
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Ausgesucht von Sabine — weil sie gut zu dieser Folge passen.
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