Der Podcast ist zurück. Nach Sommer- und Krankheitspause starte ich mit Staffel 2 und dem so wichtigen Thema der Zuversicht. Erfahre, was es hier Neues gibt. Lerne das 10 Punkte Sofort-Hilfe Programm für Krisen kennen.
Und hier kommt die ultimative Buchempfehlung zum Thema Zuversicht: Die Kraft der inneren Freiheit und warum sie heute wichtiger ist denn je. ISBN-10: 3896675133
Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.
Vollständiges Transkript · 2.314 Wörter · etwa 12 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo. Herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben leichter werden darf. Mein Name ist Sabine Bimmler. Ich bin Psychotherapeutin in Köln und ich freue mich, dass Du heute dabei bist. Könnte ich auch sagen.
Tatsächlich hat dieser Podcast eine längere Pause gemacht, Teile davon waren geplant, andere aber nicht. Die Folge 120 kam im Mai diesen Jahres raus und heute, mit dem ersten November, beginne ich eine neue Staffel. Erst war das Ganze nur eine Sommerpause. Ich wollte mal mit Abstand über den Podcast nachdenken, was ich besser machen könnte. Ihr schickt mir da ja zum Glück jede Menge Anregungen, wollte kreative Ideen entwickeln, ja, ausbrüten, verbessern, das war die Idee und natürlich auch den Sommer genießen.
Dann hat mich leider eine Krankheit niedergestreckt und diese Krankheitspause hat die Pause für den Podcast verlängert. Falls irgendjemand denkt, dass in meinem Leben nur Sonne scheint und ich mich nur theoretisch mit ja, unangenehmen Lebenssituationen auskenne, kann ich dem versichern, das ist nicht so. Ich hab mich also die letzten 3 Monate intensiv mit meiner eigenen Gesundheit beschäftigt. Der Prozess ist nicht abgeschlossen, aber ich bin auf dem Weg. Und ich habe entschlossen, diesen Podcast weiterzumachen, weil er mir so viel Freude macht.
Was bleibt denn in diesem Podcast mit Staffel 2? Die Folgen sollen dir helfen, deine Herausforderungen anders, leichter zu bewältigen. Es geht innere Haltung, Selbstdialog, Selbstfürsorge. Es geht Glaubenssätze und mentale Skripte, in denen wir feststecken. Es geht teilweise auch Störungsbilder aus dem psychotherapeutischen Raum, allerdings geht es mir eher die Lösung und die ist häufig nicht störungsbezogen.
Wer den Podcast kennt, weiß, dass die Akzeptanz- und Commitmentherapie Mainz ist. Eine Therapieform, die mit Humor arbeitet, die sehr pragmatisch unterwegs ist und die mit Bildern und Metaphern arbeitet. Die Unterscheidung der Störung ist in dieser Therapieform auch sekundär. Es geht radikale Akzeptanz, es geht den Umgang mit unangenehmen Gefühlen, es geht den Umgang mit Gedanken und unserem Verstand. Es geht Werte und Richtungen im Leben und es geht In der zweiten Staffel werden auch noch mehr Übungen dabei sein.
Es gibt so viele Themen, über die ich reden könnte und ihr schickt mir auch so viele Themenwünsche, ich komm da manchmal gar nicht hinterher. Übungen sind aber total wichtig, so, dass ihr ins Machen kommt, denn den Podcast zu hören ist das eine. Aber wenn euer Leben leichter werden soll und eure Erschöpfung weniger werden soll, dann ist es wichtig, dass ihr ins Machen kommt, ins Schreiben, ins Üben, ins Trainieren, ins Denken, ins Anwenden. Da kann euch auch meine Facebook Gruppe helfen, ACT, das Leben lieben. Leider hat auch diese gelitten in der Sommer- und Krankheitspause.
Die Gruppe ist noch nicht groß genug, dass sie sich von den Aktivitäten her selber trägt. Ich glaub, wir sind 400 Leute im Augenblick. Ich würde mir wünschen, dass da viel mehr Austausch stattfindet. Ich stell da regelmäßig Übungen rein in schriftlicher Form, also eine schöne Ergänzung zum Podcast. Ein Thema, was hier im Podcast in den Psychosomatik.
Natürlich, weil auch mein Körper mich in den letzten 3 Monaten so beschäftigt hat, Aber auch, weil ich beobachte und meine Kollegin bestätigen das, dass wir durch die Coronapandemie immer mehr körperbezogene Ängste und Kontrollzwänge im Therapieraum sehen. Viele Menschen sind durch die belastenden letzten anderthalb Jahre in ganz, ja, besondere Situationen gerutscht. Ängste bezogen auf den Körper, Krankheitsängste, Kontrolle, Kontrollzwänge, all das hat zugenommen. Und zwar teils in einem kaum vorstellbaren Ausmaß. Also rücken diese Themen auch hier im Podcast nach vorne, weil es a, teilweise meine Themen mit angreift und es aber auch meine tägliche Arbeit im Augenblick dominiert.
Zudem ist die Psychosomatik Folge aus diesem Podcast, die die mit Abstand am meisten Resonanz erzielt. Die ist mittlerweile bei Youtube so durch die Decke gegangen und ich bekomme so viele Kommentare und Hinweise von euch zu dem Thema, dass ich glaube, dass die Verbindung zwischen Körper und Seele, die Psychosomatik, die das Zusammenspiel von den beiden etwas ist, was viel mehr Aufmerksamkeit braucht. Und so werde ich in dieser zweiten Staffel einen starken Fokus darauf setzen. Nichts ganz Neues, aber spannend. Die Folge heute heißt jetzt Zuversicht, die Kraft der inneren Freiheit.
Und da möcht ich euch jetzt von einem Buch erzählen und von 1 Meditation, die ich gemacht habe und euch damit schon Ideen wiedergeben, grade im November in dieser schweren, dunklen Zeit, wie ihr mit Zuversicht durch diese Jahreszeit gehen könnt, wenn es draußen immer karger, immer trüber und immer dunkler wird. Das Thema rückte für mich in den Fokus, als ich im Krankenhaus lag und Besuch von 1 sehr, sehr lieben Freundin und Kollegin bekam und die brachte mir ein Buch mit. Und jetzt kommt eine absolute Empfehlung aus meiner Sicht. Das Buch hieß Zuversicht, geschrieben von Ulrich Schnabel. Der Untertitel, die Kraft der inneren Freiheit und warum sie heute wichtiger denn je ist.
Natürlich wusste meine Kollegin von meinen gesundheitlichen Problemen und hatte sich überlegt, warum sie mir dieses Buch mitgebracht hat und dagelassen hat. Und ich hatte ja auch Zeit, in Ruhe darin zu schmökern. Das Buch beschäftigt sich damit, was Zuversicht überhaupt ist, was Zuversicht von Optimismus unterscheidet, warum Zuversicht immer wichtiger wird in der heutigen Zeit und was Zuversicht mit innerer Freiheit zu tun hat. Ergänzt wird das Buch durch fantastische Geschichten von Menschen, die ungewöhnliche Wege eingeschlagen haben, wo viele Ratgeber am Rand gesagt haben, tut das auf keinen Fall. Das wird nie erfolgreich sein oder das willst Du nicht klappen oder ne, das Du machst da was falsch.
Und mit ihrer Zuversicht sind sie ihren Weg gegangen. Und die Geschichten, die hier ausgewählt sind, sind Menschen, die mit diesem Weg sehr zufrieden, sehr glücklich und teils auch sehr erfolgreich geworden sind und einen großen Beitrag für die Welt, für die Gesellschaft geleistet haben. Also sehr schön zu lesen, sehr schön, ja, inspirierend. Und besonders schön find ich, am Ende gibt es ein sogenanntes Resümee in dem Buch und das fasst die zuversichtlichen Zehen zusammen. Es geht sozusagen das 1.
Hilfe Programm, wenn man in Situationen feststeckt, wo man einfach die Zuversicht verloren hat und nicht dran glaubt, dass alles irgendwie noch gut ausgehen kann. Und diese 10 Punkte möchte ich euch heute in der Folge gerne einmal vorstellen. Ich les die oder was heißt, ich les die, ich trag die knackig vor und ihr könnt so gucken, was ist eigentlich für mich der Schwierigste? Wie kann ich das umsetzen? Und ich werd auch in den nächsten Folgen immer wieder daran anknüpfen.
Wir legen los. Die zuversichtlichen 10. Ein 1. Hilfe Programm für Fälle akuter Hoffnungslosigkeit wirkt auch gegen chronische Stimmungstiefs. Wiederholte Anwendung wird empfohlen.
Punkt 1, erhole dich. Ganz wichtig. Du weißt selber, wenn Du schlecht geschlafen hast, wenn Du total erschöpft und ausgebrannt bist, dann hast Du automatisch eine düstere Weltsicht. Das heißt, grade wenn es dir nicht gut geht, sind regenerative Phasen und Pausen umso wichtiger schon alleine, wieder eine hellere Perspektive einnehmen zu können. Also Körper und Geist, Zeit zur Regeneration geben, dann entspannter in die Welt zu blicken und die Dinge heller, positiver wahrzunehmen.
Punkt 2, komm in Bewegung. Geist und Körper gehören zusammen. Ich hab eben über Psychosomatik gesprochen. Eine trübe Stimmung spiegelt sich auch in deinem Körper wieder, in deinen Bewegung, in deiner Körperhaltung. Und so kannst Du auch, indem Du deinen Körper veränderst, nämlich deine Bewegung und deine Körperhaltung auch auf deinen Geist und deine Stimmung Einfluss haben.
Tanzen ist ein wunderbares Beispiel. Wenn man richtig angespannt ist und man tanzt laut, locker gelöst mit lautem Singen und bringt den Körper in Bewegung, dann weiß man, wie viel passiert und wie anders man sich fühlt. Punkt 3, Weite deinen Blick. Wir haben die fatale Angewohnheit, wenn es uns nicht gut geht, unseren Blick immer enger auf die Probleme zu stellen und all das auszublenden, was eigentlich gut ist, was wir können. Alle Ressourcen verschwinden irgendwie im Nebel und im Hintergrund und stattdessen sind wir in der sogenannten Problemtrance.
Durchbricht diese Angewohnheit, denn sie hilft dir gar nicht. Mach dir klar, was in deinem Leben alles erfreulich ist. Du kannst die Dankbarkeitstagebücher, die Dankbarkeitsrituale dafür nutzen, die setzen alle genau da an. Es geht darum, dich rauszuholen aus der Problemtrance und deinen Blick für andere Dinge zu weiten. Viertens, radikale Akzeptanz.
Das Leben stellt uns vor, Herausforderungen. Das Leben bringt uns unangenehme Botschaften, Erlebnisse, das geht gar nicht anders, weil das ist Teil jedes Lebens. Und da in die Akzeptanz zu kommen und zu sagen, ja, es passiert. Es passiert auch mir. Das hilft, denn das Hadern und Zaudern, was wir oft machen, dieses warum ich, kostet zusätzlich so viel Energie.
Fünftens, zünde ein Licht an. Ja, ganz klassisch. In der Dunkelheit sollte man für Aufhellung sorgen. Schreiben, malen, musizieren bei hellem Licht, bei sonnenlicht, rausgehen, eine Kerze anzünden als Symbol der Hoffnung hilft. Ganz banal, ganz einfach.
Und dennoch ist Licht und Beleuchtung für unsere Zuversicht total wichtig, denn im Dunkeln können wir nicht sehen. Mut zur Hoffnung. Oft quälen wir uns mit Zweifeln. Es ist gar nicht so einfach, mutig zu sein und Hoffnung zu entwickeln, weil man ja das Risiko 1 Enttäuschung eingeht. Viele Leute stapeln ja sehr tief in ihren Erwartungen und sehen Katastrophen voraus, damit sie nicht negativ überrascht werden.
Allerdings birgt das natürlich die Gefahr, dass wir uns von unseren Kräften abschneiden. Zuversicht und Optimismus in gewissen Dosen ist sehr hilfreich. Und wer sich nicht traut, Hoffnung zu entwickeln, der schneidet sich von seinen Kräften ab. Hier ist Mut gefragt. Punkt 7, 1 lustige Formulierung.
Vermeiden Sie den Eibuckel. Der ist alles, was mit iPhone, iPad und all diesen Geräten zu tun hat. Wer ständig auf sein Smartphone Start bekommt ein verzerrtes Bild der Welt. Digitale Medien, die gehen sehr auf schnelles Feedback. Sie zeigen uns coole Dinge, das schöne Leben der anderen und gleichzeitig kriegen wir oft problemfokussierte Nachrichten, mit denen wir zu bombardiert werden.
Also hier ist weniger eindeutig mehr. Ich bin ein großer Fan davon, digital Detox zu praktizieren. Und es ist auch hier in dem Hilfeplan drin. Punkt 8, fördern Sie, ach, fördern Sie. Fördere die Resonanz.
Fördere die Resonanz. Das ist etwas, was Corona und die damit verbundenen Regeln uns genommen hat. Wir wurden im Sozialen ja aufgefordert, uns abzutrennen von anderen. Aber wir sind soziale Wesen. Wir brauchen Freunde, Menschen, denen wir uns zugehörig fühlen, uns rum, 1 unserer tiefsten Grundbedürfnisse.
Und viele Erlebnisse, die wir haben, können wir in Verbundenheit mit anderen Menschen noch viel stärker erleben. Das heißt, diese Resonanz mit anderen Menschen, grade gute, freudvolle Tätigkeiten, Ereignisse mit anderen Menschen zu erleben, ist unfassbar wichtig. Folge dem Sinn. Punkt 9. Folge dem Sinn.
Das ist der Klassiker. Der Weg ist das Ziel. Es geht gar nicht darum, irgendwo anzukommen, ein Ziel zu erreichen, sondern Du musst das Ziel und den damit verbundenen Weg als für dich, für dein Leben als sinnvoll erachten. In der Akzeptanz- und Commitmentherapie gibt es so viele schöne Übungen und Reflexionsfragen zum Thema Werte, die werd ich euch in der nächsten Zeit hier vorstellen. Der letzte Punkt, das ist so der vorletzte, weil Sie haben noch 'n Elften dran geklatscht, aber der vorletzte Punkt ist, geben Sie etwas Ich geh, guck in das Buch und geh immer wieder auf das Sieb zurück.
Ich bin aber ja eigentlich eben Du mit dir. Gib etwas weiter. Wenn Du nur die eigene Person kreist, verstrickst Du dich immer tiefer dein in deine Sorgen und deine Probleme. Und wenn Du deinen Fokus öffnest und anderen Menschen hilfst, anderen Menschen Gutes tun, ist das die Möglichkeit, auch aus dieser eben benannten Problemtrance auszusteigen. Dass wir anderen helfen, gibt uns in der Regel ein sehr, sehr gutes Gefühl.
Das darf nicht zu viel sein, ne. Das Gegenteil wäre das klassische Helfersyndrom. Aber sich nur sich zu drehen, ist auf oft auch etwas, was uns ja, nicht in die Perspektive der Sinnhaftigkeit und der Zuversicht führt. Punkt zehneinhalb, da geht es Humor. Jedes Ding hat 3 Seiten, steht hier.
Eine positive, eine negative und eine komische. Das macht noch mal deutlich, dass wir die, wie wir die Dinge betrachten, einen ganz wichtigen Einfluss darauf hat, wie sie auf uns wirken. Und natürlich kann ich Dinge durch eine sehr kritische, negative Brille betrachten. Ich hab aber auch immer die Chance, sie durch eine komische Brille zu betrachten und oft sind sie dann leichter. Auch wenn das Problem im Außen, in der Außenwelt dadurch nicht verschwindet, dass ich es mit Humor betrachte, hilft mir oft schon, meine Zuversicht zu stärken, zu erweitern und neue Lösungsmöglichkeiten zu sehen.
Ich mochte dieses Buch so sehr, deswegen red ich hier darüber. Ich verlink es natürlich in den Shownotes. Es war eine wunderbare Buchempfehlung und ich danke meiner Kollege Kollegin Waleride auch sehr, sehr herzlich für. Es war wirklich, wirklich für mich ein Vergnügen, das zu lesen. Und ich bin so in Resonanz gegangen mit diesem Buch in dieser sehr schwierigen Zeit, dass ich es einfach nur empfehlen kann, auch als Geschenk für jemanden, der grad in 1 schwierigen Lebenssituation ist.
Das 1. Hilfeprogramm fand ich sehr auf den Punkt, deswegen hab ich es hier heute zum Thema gemacht. Und ich fand für die Staffel 2 zum Auftakt das Thema Zuversicht, auf die nächste Staffel zu gucken, schon ja fast ins nächste Jahr 20 22 gucken, in den Herbst, Winter zu gucken und zu wissen, dass er wieder vorbeigeht. Heute ist ein wunderschöner Tag. Es ist herbstlich blauer Himmel.
Ich weiß, dass jetzt andere Tage kommen und ich weiß aber auch, dass danach wieder der Frühling und der Sommer kommt. Und ja, mit dieser Energie schließe ich diesen Podcast heute. Ich hoffe, Du freust dich, dass es hier mit dem Podcast weitergeht mit Staffel 2. Am Donnerstag kommt ein wunderbares Interview zum Thema THE und neurogenes Zittern. Und in diesem Sinne freu dich drauf.
Tschüs, deine Sabine.
Die folgenden Empfehlungen enthalten Partner-Links. Kaufst du darüber, erhält der Podcast eine kleine Provision — für dich bleibt der Preis derselbe.
Ausgesucht von Sabine — weil sie gut zu dieser Folge passen.
Ein kurzer, fundierter Impuls zum Innehalten — kostenlos in dein Postfach. Kein Spam, nur Substanz.
Fast geschafft: Wir haben dir eine Bestätigungsmail geschickt. Klick den Link darin, dann bist du dabei.
Jederzeit mit einem Klick abbestellbar.