← Alle Folgen
Körper Folge 96 · 13. August 2020 · 43 Min
Reif für die Couch?

- Curvy Selbstliebe - Interview mit der Expertin Olivia Minge

0:00 43 Min

Worum geht's?

Selbstliebe. Besonders für Frauen deren Körper nicht den Modelmaßen entspricht, ein herausforderndes Thema. Olivia Minge ist Experten für das Thema curvy selflove. Ich freue mich in diesem Interview Einblick in ihre Arbeit und ihre Gedanken zu bekommen. Wenn du mit deinem Körper haderst, egal ob mit deinem Gewicht oder mit was auch sonst, bekommst du hier Impulse für mehr Selbstliebe. Viel Freude.

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 6.033 Wörter · etwa 30 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo. Herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Heute habe ich ein wunderbares Interview für dich und zwar mit Olivia Minge. Sie ist Expertin für Kirby. Das heißt, sie hilft Frauen, ihren Körper zu lieben, auch wenn der nicht den entspricht, die uns in der Werbung und im Magazin vorgegaukelt werden.

Wie das gehen kann, wie sie Frauen dabei hilft, ihren eigenen Weg zu mehr Selbstliebe und ihre Entscheidung sich nicht mehr von aus suggerieren zu lassen, dass sie nicht okay ist, so wie sie ist, all das beschreibt sie in diesem Interview. Ich wünsche dir ganz viel Spaß damit, freu mich auf deine Rückmeldung. Du findest Olivia übrigens bei Instagram unter dem Profilnamen Kirby CURVY Unterstrich o m. Viel Spaß beim Interview und bis bald. Olivia, ich freu mich total, dass Du heute bei mir im Interview bist.

Mein Monatsthema ist Selbstliebe und Du bist mir schon vor anderthalb Jahren auf Instagram gestoßen und hab's mir angeschaut und war ganz begeistert. Sag mal, was hat dich angetrieben, dich dieses Themas anzunehmen? Wann bist Du damit angefangen und was mal vielen Dank für die Einladung, dass ich da sein darf. Das freut mich sehr. Ja, was steckt dahinter?

Wie war noch mal die Frage, wann ich angefangen hab? Genau, das waren eigentlich 3 Fragen. Ja. Das ist auch nicht so schlau gestellt. Also die Frage ist tatsächlich, ich hab dich vor anderthalb Jahren gefunden auf Instagram.

Wann hast Du angefangen und was hat dich zu dem Thema ja, Selbstliebe für kurvige Frauen gebracht? Mhm. Also ich beschäftige mich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung schon, seitdem ich 12 Jahre alt war. Also schon sehr, sehr, sehr lange, weil meine Mama Unternehmerin war. Also jetzt ist sie im Ruhestand und immer sehr darauf bedacht war, am Puls der Zeit zu sein und auch für ihre Mitarbeiter immer so Trainings und Seminare organisiert hat und mich da eben dann auch damit zwangsbeglückt hat.

Damals fand ich das nämlich nicht so toll am Wochenende, aber heute bin ich ihr natürlich sehr dankbar, weil das hat mir das den Weg geebnet sozusagen für meine Coaching Sachen. Und dann hab ich 2001 meine 1. Coachingausbildung gemacht. Aber nicht, zu coachen selber, sondern mich zu heilen sozusagen. Also erst mal für mich, weil wie ich dazu gekommen bin, ist deswegen, weil ich als Kind des, also die Kindheit hat ja immer 2 Seiten oder meistens gibt's was Schönes und was nicht so Schönes.

Und bei mir war eben das Schöne, dass meine Mama sehr darauf bedacht war, mich mitzunehmen zu Persönlichkeitsentwicklungseminaren und so weiter. Und auf der anderen Seite war da aber mein Stiefvater, der mir jeden Tag erzählt hat, dass ich dumm bin und hässlich und fett und es nie zu etwas bringen werde und frisst Du schon wieder und und und. Und das hab ich mir sehr viele Jahre angehört. Und irgendwann hab ich beschlossen, dass damit ab sofort Schluss ist. Was war das?

Wie alt warst Du da? Da war ich 16 oder 17. Und da gab's dann auch eine Schlüsselsituation und da hab ich dann danach beschlossen, jetzt ist Schluss. Das wird nie wieder jemand zu mir sagen und ich werde das nie wieder annehmen und ich bin ab sofort kein Opfer mehr. Und ich hab mich dafür wirklich, das war eine bewusste Entscheidung.

Es war mir damals vielleicht nicht so klar, dass es das ist, aber im Rückblick ist mir das völlig klar, dass das eine absolut bewusste Entscheidung war. Und ich finde, Zweiteres hast Du ja in der Hand, ne, dass Du das nicht mehr annimmst, wenn jemand dir das sagt, dass wir immer wieder auf Menschen treffen im Leben, die's nicht gut mit uns meinen und die uns kritische Rückmeldungen geben. Und grade bei Kindern und Jugendlichen, ich hab 2 Söhne, die beide jetzt in der Pubertät sind. Mhm. Wenn die manchmal hier am Tisch sitzen und so über ihre Klassenkameradinnen reden, dann wird mir sehr deutlich, dass sie auch ja nicht immer respektvoll sind, was das Thema Optik, Gewicht, Figur und so weiter betrifft, ne.

Und ich finde, ich erzieh natürlich meine Kinder in die Richtung, aber wir haben ja oft nicht in der Hand, wen wir so treffen und wer uns auch in welcher Weise verletzen will. Aber dieses innere Thema, was nehm ich davon an? Lass ich das an mich ran, wenn jemand anderes so mit mir redet? Das ist ja das, woran wir wirklich arbeiten können. Mhm.

Okay, also da gab's diese diese diesen Schlüsselmoment, wo Du für dich entschieden hast, das ist jetzt vorbei, das lass ich nicht mehr an mich ran? Und was ist dann passiert? Also erst mal möcht ich dazu noch sagen, wenn wir uns dafür entscheiden, dass wir kein nicht mehr in der Opferrolle sein wollen und das auch nicht mehr an uns ranlassen, dann passiert das auch weniger oft, beziehungsweise mir ist das danach nie wieder begegnet. Es ist, ich kenn das auch, die wenn Du die Angst hast davor, dann erreicht es dich auch sozusagen, ne, weil der Fokus da irgendwie ist. Und wenn Du für dich entschieden hast, ich lass das nicht an, dann hat man ja eine ganz andere Ausstrahlung, mit der man durch die Welt geht.

Und tatsächlich passiert es einem dann weniger häufig. Das erlebe ich auch. Ja. Also ich arbeite ja auch viel mit dem Gesetz der Anziehung und das ist für mich dann, wenn ich's jetzt darauf zurückführe, ganz klar. Wenn ich sage, ab heute ist damit Schluss, dann strahle ich das nicht mehr aus und zieh's somit auch nicht mehr an.

Mhm. Oder Komplett beide, jetzt seh ich auch so. Schön, ja, genau. Ja und was ist dann passiert? Dann bin ich ausgezogen und hab die Schule geschmissen und hab angefangen, eine 1 Ausbildung zu machen, weil ich Geld verdienen wollte.

Ich wollt da einfach weg. Und dann hab ich erst mal angefangen zu leben, würd ich sagen. Also dann hab ich erst mal Gas gegeben. Und das war eine tolle Zeit eigentlich, also so frei dann auf einmal. Und das doch, das war toll.

Ja, und das find ich, das ist, wenn wir uns selber anfangen zu schützen und diese Rückmeldung nicht mehr an uns ranlassen, dann ist das ja, was da wartet, diese große Freiheit, ne? Ja. Dieses sich gut zu fühlen, sich okay zu fühlen, so wie wir sind. Und damit können wir natürlich ganz anders mit der Außenwelt in Kontakt treten. Mhm.

Genau, so ist es, ja. Jetzt hast Du ja aber irgendwann den Schritt gemacht, dass Du gesagt hast, ich will das nicht nur in Also meine Entwicklung ist ein Teil davon, aber ich will das in die Welt bringen. Wann ist das passiert? Ja. Also das war dann so, dass ich mit 21 eben meine 1.

Coachingausbildung gemacht habe. Nicht mit dem Hintergedanken, das möcht ich mal machen. Aber ich war da natürlich schon 8 Jahre lang oder 9 Jahre lang in dieser Persönlichkeitsentwicklungsszene drin quasi, die damals ja winzig war. Und da war's auch so, dass wir oft, dass das hieß, ja, ihr seid jetzt in 1 Sekte und so. Das war ja damals alles noch so nebulös.

Und ganz anders als heute, Gott sei Dank heute ist viel besser. Und das hat mich eben immer begleitet. Und im Hinterkopf hatt ich dann irgendwann kein, das ist so irgendwie, Du möchtest das gern machen auch beruflich. Also gerne Menschen helfen und die an die Hand nehmen. Und dann war aber ewig lang nicht klar, mit welchem Thema geh ich denn an den Start?

Weil ich hab immer gesagt, ich möchte, dass sich jede Frau wunderschön fühlt. Und alle sind an mir verzweifelt, weil die gesagt hat, es ist kein Thema. Du musst dich spitz positionieren, weil sonst wird es nix und kennst Du vielleicht auch. Und dann war ich eben auf so Positionierungsseminaren, weil ich dachte, die können mir helfen. Und am Ende des Tages war es aber dann so, dass mir das selber während 1 Meditation wie Schuppen von den Augen fiel, dass das ganz klar ist, dass ich Frauen helfen möchte, die Kirby sind, dass die sich annehmen, so wie sie sind und dass ihr Wert überhaupt nichts mit der Zahl auf der Waage zu tun hat.

Und ich lebte das ja schon lange, eben seit diesem Tag x, als ich beschlossen habe, ich bin gut so, wie ich bin. Und ob Du mir noch länger erzählst, dass es nicht so ist, das interessiert mich nicht mehr. Und ja, und dann war Curvy Om geboren. Das stimmt nicht ganz. Also ich hab ein halbes Jahr mit mir gehadert, ob man das so machen kann.

Und und da war aber irgendwann klar, ich kann gar nicht mehr zurück, weil das war dann so klar und in meinem Herzen. Es hat so geschrien, dass ich das machen muss, dass ich's dann eben auch gemacht habe und damit an den Start ging. Und ja, es wird super angenommen und es ist ganz, ganz, ganz, ganz toll. Ich finde, Du bist da ja auch ganz, also vielleicht Trendsetter sogar gewesen, auf jeden Fall in den Trend reingekommen von, ne. Das ist ja was, was ich so das seit auch seit etwa 2 Jahren, 3 Jahren wahrnehme, dass das immer mehr ein Thema wird.

Also ich schreib mich auch sehr viel auf amerikanischen Profilen im Internet rum. Die sind ja oft uns 'n bisschen voraus, was die Themen betrifft. Und da ist dieses Thema, ich geh raus mit meinem Körper, ich fühl mich wohl mit meinem Körper, ich zeige mich auch mit meinem Körper auf Instagram natürlich in Form von Fotos. Das find ich, da gibt es auch so viele tolle Profile. Und so bin ich dann am Ende ja auch bei Kirby Om auf Instagram bei dir gelandet.

Was ist denn genau dein Angebot? Was bietest Du Frauen, die sagen, ja, das ist mein Thema. Ich mag meinen Körper nicht so, wie er ist. Ich finde, ich hab zu viel. Ich mag meine Kurven nicht und möchte aber die Haltung verändern.

Was was genau ist dein Angebot? Also derzeit biete ich 1 zu 1 Coachings an und das mach ich in einem Paket, weil ich möchte, dass das auch nachhaltig ist. Und deswegen biete ich das an mit 3 Sessions sozusagen. Also die 1. Dauert circa 2 Stunden, weil da gehen wir ganz sofort tief rein und lösen wirklich auch die verborgenen Glaubenssätze und die verborgenen Emotionen, die wir immer runtergedrückt haben.

Die werden da aufgelöst und rausgeholt. Und dann bekommen die Damen Hausaufgaben bis zum nächsten Mal und dann treffen wir uns wieder und da berichten die dann schon sehr viel Positives, dass es ihnen besser geht und so. Und bei der dritten Session, das ist dann nur noch ein Abschlussgespräch, wo die meisten dann echt schon sagen, dass einfach ein anderes Leben ist. Also das ist mein Angebot. Hättest Du eine, ja, Klientin von dir, von der Du uns erzählen kannst?

Also eine Erfolgsstory? Mit was kam die? Welche Glaubenssätze lagen dahinter? Und wie habt ihr's aufgelöst? Anonymisiert?

Also ich kann's anreißen. Ins Detail geh ich nicht, weil von mir ist ein extrem hoher Wert vertrauen und da würd ich nie was erzählen, also niemals. Aber ich kann sagen, dass es meistens darum geht, dass sie sich nicht gut genug fühlen, nicht wertvoll fühlen, oft das Gefühl haben, sie sind nur was wert, wenn sie etwas dafür leisten. Und das wird dann eben aufgelöst. Da bin ich natürlich auch total gespannt.

Kannst Du uns einmal in deine Übungskiste Einblicke wehren? Was ist sone ganz typische Übung, wie Du Glaubenssätze auflöst? Das ist 'n wildes Thema. Meine Podcasts, die sich mit Glaubenssätze beschäftigen, die werden stark gehört. Ja, also einen Glaubenssatz aufzulösen, ich arbeite sehr viel auch mit positiven Affirmationen.

Ich bin großer Fan von der Louis Hey, die ja leider nicht mehr unter uns weilt. Und mach das meistens so, dass ich erst mal schau, wo gibt's denn versteckte Emotionen? Und die holen wir dann raus und dann kommen die Glaubenssätze von den Frauen. Also die kommen, die sagen die dann unbewusst natürlich, aber ich check dann sofort, ah okay, das ist hier und hier und hier. Und dann wandel ich die in positive Affirmationen oder ich nenn sie positive Mantras, weil ich das ein schöneres Wort finde, find Affirmationen irgendwie affig.

Steckenwort. Ja. Und genau und da ist es dann ja oft so, dass ihnen das sehr schwerfällt, erstens zu sagen. Das ist ja ganz typisch. Und die Hausaufgabe ist dann eben, das zu sagen, immer wieder, immer wieder, immer wieder, bis es ihnen leicht fällt.

Und dann ist das umgekehrt. Das find ich so schön, dass Du das sagst. Ich erleb auch immer, ich arbeite auch viel mit Affirmationen oder Mantras. Und ich erlebe dann auch immer, dass die Leute sagen, ja, das kann ich mir nicht sagen, das halt ich nicht aus. Mhm.

Also zum Beispiel, ich bin ich bin okay, so die ganz Schlichte zum Beispiel, ne. Oder ich hab eine Klientin, mit der übe ich grad bei, ich hab ein Recht, meine Meinung zu sagen. Das ist so ein Satz, den den sie immer wieder wiederholen soll. Und die warten immer oft auf, also meine Klienten warten häufig auf so große Interventionen, auf hypnototherapeutische, lange Meditation, bei denen wahnsinnig viel passiert. Und dann erzähl ich auch immer, häufig liegt es daran, dass wir täglich, wenn wir am Spiegel vorbeigehen, wenn wir auf unser Handy gucken, uns mit diesen Sätzen konfrontieren und sie für unser Gehirn dadurch einüben, erst mal hölzern.

Ich nenn das immer hölzern am Anfang. Und dann irgendwann gehen wir aber in Resonanz mit diesem Satz. Und dann fängt er an, eine Wirkung zu entfalten. Und dann hat er Einfluss auf unsere Haltung. Und ich bin da oft mit Skepsis konfrontiert im Therapieraum.

Ist das auch so bei dir, dass deine Frauen auch sagen, so unter dem Motto, soll das alles sein? Nee, das hab ich jetzt tatsächlich noch nie erlebt so, weil also bei uns geht's meistens schon hoch her emotional. Und aber mit diesen Mantras, das erleb ich auch sehr oft, dass die sagen, das kann ich mir nicht sagen. Das das geht nicht, fühlt sich völlig falsch an. Und dann sag ich eben, dann seh's als ein Statement, dass jemand anderer über dich sagt.

Und Ah ja, okay. 'n bisschen Distanzierung dazwischen, wenn man selber den Satz, ich finde mich schön, ich bin schön, ich aussprechen kann zum Beispiel. Genau, ja. Und im ersten Schritt geht's ja mal darum zu sagen, ich bin wertvoll oder ich erlaube mir, mich schön zu fühlen, weil viele erlauben sich das auch gar nicht. Also das ist, ja, also das ist Die sind, fühlen sich übergewichtig und somit ist klar, dass sie nicht schön sind, was natürlich völliger Quatsch ist.

Aber das ist auch von der Gesellschaft uns ja jahrelang so eingetrichtert worden, dass Übergewicht ist gleich nicht schön und schlank ist eben schön. Und das ist ja, wie Du's vorhin schon gesagt hast, zum Glück jetzt eine Bewegung, dass sich das auch auflöst und in eine andere Richtung sich bewegt, Gott sei Dank. Aber das ist halt bei uns noch sehr stark verankert, dass wir nicht schön sind, weil wenn wir übergewichtig sind, dann ist man nicht schön. Und dann gibt's eben den Satz, ich erlaube mir, mich schön zu fühlen Oder ich darf mich schön fühlen. Und dann, ich fühle mich schön.

Und dann, ich bin schön. Mhm. Schön, sone Steigerung da rein oder aus der Distanzierung raus plötzlich irgendwann, dass es ganz nah wird und dass es wie son Herzenssatz dann auch wird, ne? Ja, genau. Den ich fühle und der mich stärkt von innen.

Mhm. Wir haben jetzt ja schon auf die Ursache von diesen Selbst Zweifeln und mangelnder Selbstliebe geschaut. Du hast aus deiner Geschichte geteilt, es hat was mit Personen zu tun, die einem in Kindheit und Jugend suggerieren, dass man eben nicht schön, nicht gut genug, nicht attraktiv genug ist. Dann haben wir dieses gesellschaftliche Schönheitsideal. Hast Du noch mehr Ideen, wo die Ursachen liegen aus deiner Arbeit mit den Frauen?

Warum die sich nicht erlauben, sich schön zu fühlen? Also das meiste ist wirklich, dass die sehr im Außen eben leben und ihre Gefühle von äußeren Umständen abhängig machen, wie sie die meisten Menschen machen. Und dass ihnen eben jemand gesagt hat, dass sie nicht gut sind, so wie sie sind und die haben dann rückgeschlossen, weil ich übergewichtig bin. Es kommt auch noch dazu, dass der Rückschluss da ist. Ah, ich bin also nicht gut, weil ich bin dick zum Beispiel, obwohl das vielleicht nie jemand so gesagt hat.

Aber durch die ganzen Magazine und Fernsehen und und und ist es eben so aufgebaut. Aha, ich bin also, wenn ich dick bin, nicht schön, nicht gut genug. Und oder aber es auch ganz beliebt ist, es, ich kann erst Erfolg haben, wenn ich schlank bin. Also das geht bis ins Berufliche und überall hin. Oder auch Angst, sichtbar zu werden, weil sie nicht schön genug sind und und und.

Also das sind, ja, und da ist eben wichtig, dass Du das umkehrst und dich auf dich besinnst und dich fragst, was brauchst Du denn? Und wie geht's dir unabhängig von von dem, was im Außen passiert? Und dann kann das nämlich auch heilen. Weil Leiden beginnt ja erst mit 1 Bewertung. Also wenn jetzt im Außen, wenn ich jetzt ein Magazin mir ansehe mit alles schlanken Frauen und dann sind das ja erst mal nur schlank das ist schlecht, dann fängt das Leiden an.

Dann fängt's ja erst an, dass ich das auf mich beziehe, dass ich das als Kritik betrachte, dass ich das als, das hat mir jetzt wehgetan. Das ist ja alles, kommt alles erst mit der Bewertung. Und sich dessen auch bewusst zu sein hilft sehr. Das ist ja auch der Schritt, wie's geht. Erst machst Du's dir bewusst, dann nimmst Du's an und dann löst Du's auf.

Ja, das, was Du beschreibst, hat ja auch was mit dem Thema Achtsamkeit zu tun, ne. In der Achtsamkeit ist ja auch eine ganz wichtige Facette zu beschreiben und nicht zu bewerten. Mhm. Das heißt, ich hab meine Kilozahl, ich hab mein BMI, ich kann Hüfte, Hüftumfang, Teil, Teiljeimfang, Po Umfang. Ich kann das ja alles messen.

Mhm. Aber diese Werte machen an sich kein Gefühl, wie Du richtig sagst. Sondern erst, wenn ich anfange, es in den Kontext zu setzen von, ich müsste aber dünner sein und es ist zu dick und es ist zu viel, also wenn ich in die Bewertung gehe, dann entsteht automatisch auch diese Komponenten, diese Gefühlskomponente, dass ich mich schlecht fühle, dass ich mich unattraktiv fühle, hässlich fühle. Von daher bin ich auch ein großer Freund davon, auf der beschreibenden Ebene zu bleiben. Und grade bei der Körperlichkeit macht das so viel Sinn.

Mhm. Ich bin ein Verfechter von der Idee, dass jeder Mensch schön ist auf seine Art. Genau. So ist es. Wir sind alle anders, aber wir sind alle schön.

Auch wenn wir Themen haben, mit denen wir vielleicht nicht zufrieden sind, sind wir trotzdem schön. Wir haben das Recht, uns schön zu fühlen. Wir haben die Erlaubnis, uns schön zu fühlen. Mhm. Wenn Du so dein Motto, was Du den Frauen mitgibst, in ein, 2 Sätzen zusammenfasst, was wäre das?

Ja, also meine Vision ist es eben, dass sich jede Frau wunderschön fühlt und sich so annimmt, wie sie ist. Also das ist absolut, ja, das ist auch das, mein Warum und mein Credo. Und dafür geh ich jeden Tag los und das wünsch ich mir einfach, dass dass jede Frau sich annimmt, so wie sie ist und versteht, dass sie wunderschön ist. Ja, ich seh schon den ganzen Widerstand, den wir jetzt wecken bei den Menschen, bei den Frauen, die das hören so. Hast Du auch schon Männer begleitet, weil ich das Gefühl habe, dass das ja tatsächlich in die Männerwelt auch immer mehr rüberschwappt?

Ich seh das bei den Essstörungen, die ja lange Zeit tatsächlich ein rein weibliches Thema waren. Sind sie nicht mehr. Mhm. Wir haben immer mehr junge Männer, die mit Essstörungen wie Anorexie, sehr restriktivem Essen oder auch bulemisch zu uns in die Praxis kommen. Erlebst Du das auch?

Also bei mir ist es so, ich hab auch Männer begleitet, aber ich mach das nicht mehr. Also ich konzentrier mich wirklich zu 100 Prozent auf Frauen. Und ich begleite ja auch nicht in Essstörungen, das Also damit mach ich gar nix, weil ich bin keine Psychologin. Ich bin eben Coach und das ist schon ein Riesenunterschied. Und bei mir geht's rein darum, den Blick auf sich selber so zu verändern, dass die Frau sich so annehmen kann, wie sie ist und auch schön fühlt.

Aber was ich witzigerweise hab, ist, dass viele Klientinnen nach dem Coaching abnehmen. Also und weil die natürlich, das ist ja auch ein 1 Schutzmantel, den wir anhaben. Ich hab meinen Knopf noch nicht gefunden. Also ich weiß noch nicht, wovor mich mein Mäntelchen schützt, aber das ist auf jeden Fall ein Schutzmantel. Und wenn wir da herausgefunden haben, wofür der da ist und das auflösen, dann kann der eben auch, darf der auch gehen.

Und dann nehmen die Frauen auch ab. Also es ist wirklich ist wirklich so. Und ich bin ja auch eine Verfechterin davon, das möcht ich auch kurz sagen, dass es schon gesünder ist, weniger zu wiegen oder in einem gesunden Maß zu sein sozusagen. Also ich, ja, bin keine Anti Diätrevolutionärin. Das bin ich nicht.

Also bei mir darfst Du eine Diät machen oder eine Ernährungsumstellung machen, die ich nicht begleite. Also ich bin dafür nicht zuständig, aber wenn zu mir jetzt jemand kommt und sagt, er macht eine, er ist keine Ahnung, Low Carb oder was der Kuckuck gibt, jetzt Tausende, Da sag ich nicht, was, das darfst Du nicht, sondern bitte. Wenn dir das guttut und Du das machen möchtest, dann mach's bitte. Das schließt das eine schließt das andere für mich nicht aus. Genau.

Ich würde auch sagen, dass ich mich so liebe, wie ich bin, heißt ja, dass der Ich Bin Zustand veränderbar ist. Der ist immer veränderbar, genauso ist es. Ja. Ich erlebe tatsächlich Ich kann das gut nachvollziehen, was Du sagst, dass das dann auch Einfluss auf das Gewicht hat, weil bestimmte Kausalverbindungen ja aufgehoben werden in sonem Moment, ne? Also dieser Schutzmantel, das ist was ganz Komplexes, was ich im Therapieraum auch öfter treffe.

Mhm. Und dass, wenn das dahinterliegende Thema zum Beispiel über Werte ja berührt wird. Also das, was Du grade beschrieben hast, da hab ich direkt gedacht, na ja, das ist ja der der Wert Gesundheit, Vitalität, ja? Das heißt, wenn das plötzlich für mich klar wird, dass ich eigentlich auf Vitalität und Gesundheit ganz viel Wert lege, dann kann ich unter dem Aspekt ja noch mal auf meinen Körper und meine Ernährung gucken. Und dann muss ich ja sozusagen manchmal zum Beispiel mehr Bewegung aufnehmen oder ich muss mein Essverhalten verändern.

Ich muss den Zucker weglassen. Also unterschiedliche Dinge, diesem wertgerecht zu werden. Und dann kann das in 'ner Werteorientierung aus meiner Sicht auch gut passieren. Wenn ich aber immer nur über diesen kurzen Sprung komme von, ich finde mich doof so, wie ich bin und ich möchte mich gern verändern, dann ist man ja wieder in diesem Zustand von, ich will etwas nicht mehr haben, anstatt ich will etwas Attraktives erreichen. Ich ich ich geh für meinen Wert.

Es ist dann eben diese Vermeidungsgeschichte, in der man steckt. Und ich glaub, deswegen funktionieren auch viele Versuche von Gewichtsreduktionen einfach nicht, weil die Leute nur auf diesem Vermeidungspfad sind. Und wenn wir dann wieder das Gesetz der Anziehung nehmen, dann bleibt halt häufig eben die Kilozahl, wie sie ist. Ja, aber das ist logisch. Ich hab War zu viele Gedanken in meinem Kopf.

Konntest Du mir folgen? Ja, ich konnt dir folgen, aber ich überleg grad, weil mit Vitalität und Gesundheit dieser Wert Also Du meinst, wenn der freigeschaufelt wird von allem, was da drüber liegt emotional, dann ist der so stark da, dass dann die Veränderung passiert? Oder wie wie hast Du das gemacht? Nee, es ist eher, nee, genau. Ich mach mich mit meinen Klienten häufig auf die Suche, was sind denn ihre Werte?

Und wenn dann der Wert Vitalität und Gesundheit rauskommt, dann hat das Konsequenzen. Dann muss ich ja für meinen Körper, für meine Gesundheit andere Dinge tun. Und in diesem Kontext von, ich ich habe ein Ziel, das strebe ich an, nämlich mich in meinem Körper gesund und vital zu fühlen, dann passieren solche Prozesse häufig und viel einfacher. Andere Klienten, die ich habe, sind aber immer auf dem Weg von, ich will etwas nicht mehr haben. Mhm.

Ne? Ich will zum Beispiel Gewicht reduzieren, weil ich will nicht mehr übergewichtig sein. Ich will nicht mehr sein. Und ich glaube, dass dieser Weg weg von etwas immer schwieriger ist als der hin zu etwas. Ich hab ein Ziel.

Mhm. Ja. Ist bei der Selbstliebe für mich auch so. Also es kommen Menschen, die sagen, ich will mich nicht mehr selber hassen. Ja, ist als Zielformulierung häufig ungeeignet.

Die Frage ist ja, was willst Du stattdessen? Wie willst Du denn mit dir selber umgehen? Was ist denn das fürn fürn fürn für eine innere Haltung, die Du dir selbst gerne gegenüber entwickeln würdest? Okay. Ja.

Und das wollt ich noch mal kontrastieren, diese Weg von Hin zu Ziele. Mhm. Und ich glaube, dass die Frauen, die zu dir kommen, wahrscheinlich schon viele weg von meinem Körper, so wie er Istversuche hatten. Aber wenn sie zu dir kommen ins Coaching, sind sie ja schon an dem Punkt, wo sie sagen, ich will meine Haltung, meine Perspektive, meinen Blick auf mich selbst verändern. Ja.

Oder? Ja. Wie in welchem Modus sind die Frauen, die zu dir kommen? Was wie sitzen die da und was treibt die an, zu dir zu kommen? Ja, also das ist schon so, dass die allermeisten schon x- Diäten hinter sich haben, die eben nicht gefruchtet haben oder nur kurzzeitig und dann im Jo Jo geendet haben sozusagen.

Und die, die zu mir kommen, da ist es halt so, dass die meisten kommen zu mir über Instagram curveyom, weil die eben sehen, wie ich lebe, weil ich zeig da eben, wie ich lebe und versuch, das so authentisch wie möglich zu zeigen. Und weil ich eben denke, also Du musst auch das Leben, was Du predigst sozusagen. Und das mach ich auch und das zeigt auch am besten, wie's sein kann. Also ich zeig denen quasi jeden Tag auf meinem Instagram, wie's sein kann. Dass Du eben dich wohlfühlst, schönfühlst, annimmst, so wie Du bist, auch wenn Du übergewichtig bist.

Und dass das am Ende des Tages überhaupt keine Rolle spielt, wie welche Kleidergröße Du hast, weil die Selbstliebe kennt keine Kleidergröße. Der ist es scheißegal, welche Kleidergröße Du trägst. Sonst wird es ja sonst wär ja jeder schlanke Mensch voll erfüllt von Selbstliebe. Es sind sie aber nicht. Die haben genau dieselben Probleme wie wie wir, also wie die Curbis, nur halt anders, aber die meisten Schlanken fühlen sich ja auch nicht wohl in ihrem Körper, weil irgendwas, keine Ahnung, ein Hautläppchen über, ja, also für mich jetzt, das ist natürlich ernst zu nehmen, für die auch.

Aber ja, viele glauben eben, dass sie können sich nicht selber lieben, wenn sie übergewichtig sind und das ist einfach nicht wahr. Du kannst dich immer selber lieben und Du darfst dich auch immer selber lieben. Und ehrlich gesagt, ist es sogar deine Pflicht, dich selber zu lieben. Ja, ja. Also es seh ich echt so.

Du kannst auch nur geben, wenn dein eigenes Fäßchen voll ist. Weil wenn Du selber völlig leer bist und im Selbsthass und dich nicht annehmen kannst, so wie Du bist und alles ist eigentlich nur noch schrecklich und gleichzeitig möchtest Du dich aber jeden immer kümmern und es jeden immer recht machen, dann ist dein Fäschen leer. Und dann kratzt Du da unten rum und in der Hoffnung, dass Du noch ein Töpfchen vergeben kannst und gibst dich dabei völlig auf und machst dich kaputt. Und das ist einfach der falsche Weg. Und der richtige Weg ist meiner Meinung nach, dass Du eben dich selber liebst, selber annimmst und selber wertschätzt und deinen Wert auch anerkennst, weil nur dann kann Veränderung passieren.

Das ist eben meine Erfahrung. Und entschuldige, immer so, bin Rage. Ja, aber das sind so wichtige Worte, die Du sagst, weißt Du? Ich stimme dir so zu. Es ist eine Pflicht, sich selber zu lieben und es ist so sinnlos, mit sich selbst, mit seinem Körper, mit seiner Haut, mit seinen Haaren, mit seinen Kurven zu hadern.

Ja. Es macht keinen Sinn, sondern es gräbt ein den Kraft Topf, den Ressourcentopf leer. Ja. Deswegen red dich ruhig in Rage, weil das ist so wichtig, was Du grad sagst. Ja, das ist es eben, was ich vermitteln möchte und worum's mir auch geht.

Und viele sagen auch, ja, aber abzunehmen ist auch ein Akt der Selbstliebe. Nein, ist es nicht. Du darfst dich immer verdammte Axt selber lieben. Ob Du gerade auf Diät bist oder nicht, manche sind ja chronisch auf Diät und können sich gar nicht mehr wohlfühlen, wenn sie mal jetzt im Urlaub frönen. Und das kenn ich auch von mir.

Also ich kenn das auch alles. Ich hab das alles selber erlebt und deswegen weiß ich auch ganz genau, wovon ich spreche. Und das ist, deswegen wünsch ich mir auch so sehr, dass das jede Frau versteht, dass das Es gibt keinen der Akt der Selbstliebe, des des die ist einfach. Selbstliebe ist. Und Genau, es ist eine Haltung.

Ist eine Haltung und es ist ein lebenslanger Weg, weil das wird immer wieder aufn Prüfstand gestellt. Und dann fällst Du raus und diese Tage hab ich auch, dass ich mir denke, mein Gott, wie scheiße bist Du heute eigentlich? Sorry für die Wortwahl, das so spreche ich. Und dann ist es so und am nächsten Tag ist es, bin ich wieder in Selbstliebe und denk mir, okay, gestern war war's halt so und heute ist es wieder besser, dass Du eben immer schneller wieder da zurückkommst und auch immer resilienter wirst. Und das ist für mich der Weg der Selbstliebe.

Und dass ich eben nicht mehr alles sofort verurteile und bewerte und abwerte, sondern dass ich eben sage, es ist halt so, wie's jetzt heute ist. Und heute bin ich super drauf oder heute bin ich schlecht drauf und dann ist es, das darf alles sein. Das ist ja menschlich. Wir sind ja alle Menschen. Ja.

Ja. Ja. Und ich finde das auch so wichtig, weil viele sagen ja immer, ja, wie kann ich Selbstliebe lernen? Und dann komm ich ganz oft mit der mit dem Satz, das ist eine Entscheidung. Ja.

Und eine Entscheidung lernt man in der Regel nicht. Wir können zwar mit diesen Affirmationen und so weiter den Weg für die Entscheidung ebnen. Aber am Ende gibt es diesen Punkt, den Du dann vielleicht so mit 16, 17 hattest, wo ich in den Spiegel gucke und denke, nein, jetzt verändere ich meine Halt. Jetzt dreh ich das. Und das ist eine Entscheidung und nichts keine Kompetenz im Sinne, was man lernt, ne, kein Skill, was man irgendwie erwirbt, sondern am Ende ist es, sind all diese Übungen, die wir machen, finde ich Puzzlestücke auf den Weg bis zu dem Moment, wo man's dreht und dann sagt, okay.

Und jetzt nehm ich mich an, radikale Akzeptanz, wie ich bin mit meinem Gewicht, meinen Haaren, meiner Haut und so weiter, mit allem, was ich habe. Und damit arbeite ich weiter, und zwar sehr positiv und für mich hilfreich und ressourcenfüllend. Und das find ich, wenn wir mehr Menschen an den Punkt dieser Entscheidung bringen können, das wäre ganz toll. Und mit gutem Beispiel vorangehen, was Du eben gesagt hast, ist das Attraktivste, was man tun kann, ne. Weil man dadurch ja eine Irritation bei denen erzeugt, weil man denkt, oh wow, ja, die ist jetzt nicht, aber die fühlt sich total gut an ihrem Körper.

Wie schön, das zu sehen. Mhm. Von daher find ich, also ich liebe dein Profil. Was soll ich sagen? Danke schön.

Freu mich immer über deine Post und guck's mir an und denke, ja, das wär so schön. Ich Ich ich hab auch letztens, das werd ich in den Shownotes verlinken, da hab ich son ganz tolles Buch gefunden, wo es auch darum geht, jungen Mädchen zu vermitteln, ihren Körper zu lieben. Ich glaub, das heißt, den eigenen Körper lieben. Kennst Du das? Das ist wie son Bilderbuch aufgebaut.

Ja, liebe deinen Körper, genau. Das ist das. Wie heißt die Autorin? Die Autorin Jessica Sanders heißt sie, ist Amerikanerin und ist eigentlich ein Kinderbuch. Ja, aber Aber das ist großartig wirklich.

Jede Frau sollte da reinschauen. Ja, genau. Ich hab's kürzlich tatsächlich auch mit meiner fast zwölfjährigen Tochter gelesen, weil die auch natürlich in diesem Modus ist, dass sie sieht, ah, sie hat Freundinnen, die sind eher so wie Elfen, ne. Und sie ist eher son gesunden gesunder Mittelbau irgendwie, würd ich sagen, ne. Und sie das treibt die in dem Alter wahnsinnig Und das Buch war fast zu komplex für sie, aber trotzdem gab's diese schönen Bilder mit den klaren Botschaften Mhm.

Der Selbstliebe, ne. Mhm. Ganz toll, das Buch. Hab ich jetzt auch in der Praxis stehen für alle Menschen mit Essstörungen. Toll.

Ja, find ich gut. Und ich find auch, was auf dem Weg, wenn ich das noch sagen darf, auch echt wichtig ist, ist, dass wir anfangen, im Hier und Jetzt zu leben und aufhören, in unserer Vergangenheit rumzurühren, weil die können wir nicht mehr verändern. Die ist eben vergangen und das war vielleicht schlimm, was da passiert ist. Aber ich kann's nicht mehr ändern. Ich kann nur meinen Blick darauf verändern.

Und ich weiß auch nicht, was in der Zukunft passiert. Ich kann was planen und mir was wünschen und etwas hoffen, aber ob's dann tatsächlich so eintritt, weiß niemand. Und das Einzige, was ich weiß, ist, was eben jetzt ist. Und dann kann ich sagen, jetzt in dem Zustand, wie ich jetzt bin, jetzt bin ich richtig so, wie ich bin. Und was morgen ist, weiß ich nicht.

Aber jetzt ist es gut. Ja, ist für mich wieder, ich atme direkt durch, weil ich so denke, ja, das ist wieder achtsam, ne. Mhm. Ich bleibe im Jetzt und Hier. Ich überlege nicht, was ist mir alles schon Schlimmes passiert?

Welche Menschen haben mich vielleicht schon entwertet? Ich befürchte nicht in der Zukunft, was wird mir alles noch passieren? Sondern ich bin jetzt und hier im Moment. Und dann kann ich entscheiden, mich selber zu lieben und mich auf mein Inneres zu konzentrieren und mich ja, zu lernen, mich vor dem Äußeren zu schützen, ne. Genau, ja.

Und das ist auch der einzige Moment, den wir bewusst beeinflussen können, eben das die Gegenwart jetzt. Was denk ich jetzt? Und so fängt's eben an, dass ich sage, jetzt ist es gut so, wie es ist. Genau. Jetzt ist es gut so, wie es ist und ich bin gut so, wie ich bin, ne.

Ich darf mir das erlauben. Vor allem Sehr schön. Das war ein wunderbares Interview. Ich hoffe, dass so viele Frauen da draußen dadurch ja inspiriert wurden, sich auf den Weg zu machen und die Haltung zu sich selber, die Art, wie sie mit sich selber umgehen, zu hinterfragen und da sich Wege zu suchen, ihre ja, sich Wege zu suchen, ihre ja, Entscheidung anders zu treffen, ne. Ihre Haltung in Selbstliebe, in Selbstfürsorge, Selbstmitgefühl zu drehen und sich so selber zu stärken und sich unabhängig zu machen von all dem, was uns im Außen vielleicht begegnet.

Ha, möchtest Du noch ein Schlusswort sprechen, Olivia? Ja, vielen Dank, dass ich da sein durfte und dass Du mich interviewt hast. Es hat mich sehr gefreut. Und ja, ich wünsch allen Frauen alles,

Weitere Folgen

Passend dazu

Mehr aus Körper →
Ruhiger atmen: Wie dein Atem das Nervensystem beruhigt
Körper Ruhiger atmen: Wie dein Atem das Nervensystem beruhigt
Wenn der Schmerz bleibt: Warum Kontrolle ihn oft verstärkt
Körper Wenn der Schmerz bleibt: Warum Kontrolle ihn oft verstärkt
Wenn es im Ohr nicht still wird: Tinnitus verstehen
Körper Wenn es im Ohr nicht still wird: Tinnitus verstehen
Werbung

Die folgenden Empfehlungen enthalten Partner-Links. Kaufst du darüber, erhält der Podcast eine kleine Provision — für dich bleibt der Preis derselbe.

Meine Empfehlungen

Ausgesucht von Sabine — weil sie gut zu dieser Folge passen.

📖
Buch „Besser fühlen"

Vertiefung Körper/Gefühl

Zum Produkt →
📖
Wellax Akupressurmatte

Sensorischer Reset, Körperwahrnehmung, Gedankenkreisen unterbrechen

Zum Produkt →
Die Glückspost

Ein ruhiger Gedanke.
Jeden Sonntag.

Ein kurzer, fundierter Impuls zum Innehalten — kostenlos in dein Postfach. Kein Spam, nur Substanz.

Fast geschafft: Wir haben dir eine Bestätigungsmail geschickt. Klick den Link darin, dann bist du dabei.

Jederzeit mit einem Klick abbestellbar.