Einsamkeit. Für immer mehr Menschen ein belastendes Gefühl. Wenn du dich auch immer einsam fühlst, bekommst du hier Ideen, woran es liegen kann. Und wie immer- Impulse für die Veränderung. Nähe, Kontakt und Geborgenheit sind positive Empfindungen, die zu den besten Ressourcen ever gehören. Hör doch mal rein.
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Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.
Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.
Vollständiges Transkript · 2.911 Wörter · etwa 15 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, hallo, herzlich willkommen bei reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine, ich hoste den Podcast, bin Psychotherapeutin, systemischer Coach und heute möchte ich mit dir über das Thema Einsamkeit reden. Nie wieder einsam. Das ist der Titel der Folge und das ist das, was ich dir wünsche. Und ich biete dir hier eine Erklärung, wie das gehen kann.
Steigen wir in das Thema Einsamkeit ein. Einsamkeit ist ein riesengesellschaftliches Thema geworden. Im letzten Jahr gab es in Großbritannien sogar die 1. Berufung 1 Ministers für Einsamkeit. Eine Ministerin ist es letztendlich geworden, aber dieses Amt wurde komplett neu geschaffen, weil man festgestellt hat, dass Einsamkeit ein Thema ist, was die Menschen sehr bewegt.
Und natürlich gibt es eine Zielgruppe, die davon besonders betroffen ist, bei denen es offensichtlich ist und das sind unsere Senioren und ja, älteren Mitmenschen. Statistische Untersuchungen haben hier gezeigt, dass ein Großteil von den älteren Menschen, dazu zähle ich jetzt alles plus 70, also 70 plus, nur etwa ein wirklich achtsames, tiefgründiges, interessiertes Gespräch mit einem anderen Menschen hat in 30 Tagen. Ich find, das muss man sich noch mal vorstellen. Diese Menschen sitzen zu Hause in ihren Wohnungen, sind teilweise in Heimen untergebracht und haben einmal im Monat ein Gespräch, wo sie das Gefühl haben, jemand nimmt sich Zeit für mich. Und dann nimmt Einsamkeit natürlich als Gefühl einen großen, großen Raum ein.
Ganz ehrlich, schau dich Ich glaub, es ist nicht mehr nur ein Thema des Alten und hoffe des oder der Alten und hoffe, dass Du mir da zustimmst. Mittlerweile zieht sich das Thema gesellschaftlich durch alle Altersklassen und nimmt immer mehr Raum ein. Menschen, viele Menschen haben niemanden mehr, mit dem sie reden können, mit dem sie ihre Gedanken und Empfindungen und Erfahrungen teilen können. Wieso ist das eigentlich so? Jeder Mensch hat ja ein psychologisches Grundbedürfnis nach Nähe und nach Zugehörigkeit, nach dem Gefühl, sich zugehörig zu fühlen.
Was hält uns eigentlich davon ab, mit Menschen in den Kontakt zu gehen? Ja, wir sind eine ich betonte Gesellschaft, keine Frage. Jeder sucht irgendwie nach seinem Weg und die Individualität spielt schon eine sehr große Rolle. Die traditionellen Zugehörigkeiten zu Familien, Vereinen, Freundeskreisen werden immer weniger. Also, die meisten Menschen verändern sich räumlich bereits im Studium und nach dem Studium noch mal.
Man trifft sich vielleicht ein-, zweimal im Jahr mit seinem alten Freundeskreis, aber man muss immer wieder in anderen Städten, in anderen Umgebungen neu anfangen und die Welt wird letztendlich ein Dorf. Also, wenn unsere Kinder Ich weiß nicht, ob Du welche hast, aber wenn meine Kinder mal groß sind, bin ich sicher, werden von den dreien vielleicht noch 1 in Europa leben und 2 irgendwo ganz woanders. Wir haben die Möglichkeit, unzählige Menschen kennenzulernen. Das war noch nie so einfach wie im Augenblick, weil durch dieses ganze Social Media Ding, diese ganzen Plattformen, die sich bieten, gibt es so viele Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen und trotzdem muss man sich fragen, fragt Du dich vielleicht das mal, wie viele von diesen Menschen, mit denen Du da in Kontakt bist, mit denen Du befreundet bist, mit denen Du hin- und wieder schreibst, kennst Du wirklich? Wie tief, wie nah sind eure Beziehungen?
Es ist tatsächlich häufig an der Oberfläche. Man kann viele Stunden mit jemandem verbringen, ohne ihn wirklich kennenzulernen, ohne zu wissen, was er ist und was ihn beschäftigt. Doch die Nähe zu anderen Menschen, ich wiederhol das noch mal, gehört zu unseren psychologischen Grundbedürfnissen. Und wenn da ein Mangel herrscht, so drückt das unsere Stimmung und unsere Lebenszufriedenheit. Einsamkeit ist ein Gefühl und nicht jeder, der allein ist, fühlt sich automatisch einsam.
Das ist auch noch mal eine wichtige Differenzierung. Insbesondere sehr introvertierte Menschen können gut und viel allein sein. Und trotzdem brauchen sie jemanden, dem sie sich nah fühlen und bei dem sie so sein dürfen, wie sie sind und bei dem sie aussprechen dürfen, was sie bewegt. Das müssen nur wenige sein, aber die braucht es, weil sonst kippt gerade da Alleinsein schnell in Einsamkeit. Und dann gibt es all die Extrovertierten, die Kontakt mit anderen Menschen brauchen.
Und wenn beim Extrovertierten der Kontakt nur sehr rudimentär und oberflächlich bleibt, dann fehlt ihm auf Dauer auch etwas, weil auch hier greift das Bedürfnis nach Nähe und zugehörig. Was auffällt, ist, dass Menschen immer unsicherer werden und immer mehr Angst vor Ablehnung haben. Es gab noch nie so viele Menschen, die an 1 sozialen Phobie leiden wie derzeit. Sozialphobisch meint, eine große Angst davor zu haben, von anderen Menschen abgelehnt oder kritisiert zu werden. Diese Menschen ziehen sich häufig sehr stark zurück, leben sehr für sich alleine und versuchen, sich in der Öffentlichkeit möglichst unauffällig zu bewegen.
Dann haben wir schon wirklich etwas, was eine, ja, sogenannte psychische Störung ist. Aber wann ist jemand psychisch gestört, das hatte ich schon mal erklärt, das ist wie ein Kontinuum. Also zwischen, ich bin beziehungs ängstlich, ich hab Angst davor, mit Menschen in den Kontakt zu treten und es macht mir gar keine Angst, mit Menschen in den Kontakt zu treten, gibt es hier ein Kontinuum. Und jeder von uns hat ja da einen Platz auf diesem Kontinuum, den Du natürlich auch verändern kannst, deinen Platz, indem Du Dinge dazulernst, indem Du Dinge anders machst. Mir fällt auf und die Statistiken sagen das auch, dass immer mehr Menschen Angst davor haben, vor von anderen Menschen kritisiert zu werden und abgelehnt zu werden.
Das ist jetzt wahrlich nicht mehr das Problem der alten Menschen, die sich nach Gesprächen sehen, sondern da sind wir jetzt eher in den anderen Altersgruppen aufgehoben aufgehoben. Was ist eigentlich, wenn dich jemand nicht mag? Warum können wir das so schwer aushalten? Warum macht es Menschen solche Angst? Macht dir das überhaupt Angst?
Du kommst irgendwo hin, Du lernst jemanden kennen und es ist offensichtlich, derjenige mag dich nicht. Vielleicht sagt er dir das ganz offen, vielleicht spürst Du's aber einfach auf 'ner nonverbalen Ebene. Ja, so ist das. Das ist keine Katastrophe. Du nimmst dir ja selbst auch das Recht heraus, jemanden nicht zu mögen, weil es einfach passiert.
Ob Du jemanden magst oder ob Du jemanden nicht magst, wenn wir uns mal in deine Position versetzen, Du lernst jemanden kennen, magst Du den oder nicht? Das hat ganz viele Gründe. Wir mögen Menschen, die uns ähnlich sind. Andersartigkeit ist uns häufig erst mal etwas suspekt. Es gibt physiologische Gründe.
Es gibt Menschen, die können wir nicht gut riechen. Das sagen wir so umgangssprachlich, aber das ist wahr. Wir reagieren körperlich auf den Geruch dieser Person. Du lernst jemanden kennen und er erinnert dich an jemanden, mit dem Du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Der andere verkörpert vielleicht etwas, mit dem Du bei dir gerade haderst und all das führt dazu, dass Du die Person nicht magst.
Vielleicht entwickelst Du auf Eifersucht und Neid auf etwas, was die andere Person hat, was Du auch gerne hättest. Oder es gibt einfach schon genug Menschen in deinem Leben, die Du magst und die dir nah sind. Du brauchst einfach keinen weiteren Kontakt und deswegen lehnst Du vielleicht einen Menschen ab, gehst aus dem Kontakt, meldest dich nicht, reagierst auf ein Angebot von, hey, sollen wir beide uns mal treffen, eher ablehnt. Der andere hat jetzt 2 Möglichkeiten. Er kann es gegen sich interpretieren oder er sagt einfach, Du wirst gute Gründe haben, die gar nichts mit ihm zu tun haben.
Du siehst, ich hab jetzt gerade einen Perspektivwechsel vorgenommen und jetzt denken wir das Ganze noch mal andersrum. Du lernst jemanden kennen und der gibt dir zu verstehen, dass er dich nicht mag und dass er dich nicht noch mal treffen möchte. Was hat das mit dir zu tun? Vielleicht gar nicht so viel. Vielleicht hat er gute Gründe, von denen, die ich eben aufgezählt hab, die ganz bei ihm liegen, die dafür sorgen, dass er mit dir keine Beziehung, keinen weiteren Kontakt möchte.
Ja, dieses Recht hat er und es hat gar nichts mit dir zu tun. Was aber häufig passiert, ist, dass wir das persönlich nehmen und das ist uns verletzt in unserem Selbstwert. Und das können wir wirklich nur umgehen, indem wir dafür sorgen, dass wir selbst einen gesunden Selbstwert haben, dass eine gesunde Selbstliebe da ist. Weil wenn Du dich liebst und wenn Du weißt, dass Du ein toller Mensch bist, dass Du okay bist, dann gibt es gar keinen Grund, diese Ablehnung gegen dich zu interpretieren. Dann kommst Du eher in eine Haltung von, das ist sehr schade, dass derjenige dich möchte.
Ich hätte gerne näheren Kontakt gehabt, das ist wirklich schade, aber derjenige wird gute Gründe haben. Und dann komm ich immer mit meiner, ja, es ist eine 1 Standardaffirmation fast, alles im Leben ist für was gut. Also wenn jemand mit mir nicht in Beziehung gehen will, zum Beispiel ein Klient, der in die Praxis kommt und sagt, ich kann mir nicht vorstellen, mit Ihnen zu arbeiten, Frau Bimmler, dann kann ich das sehr gut nehmen, weil ich genau weiß, diese Arbeit wäre höchstwahrscheinlich sehr schwierig und sehr problembehaftet geworden. Es wär keine gute Energie entstanden. Deswegen finde ich es fein, wenn jemand von sich aus entscheidet, das passt für mich nicht.
Also, jemand mag dich nicht. Das ist keine Katastrophe. Es gibt einen kurzen Moment von Scham und Zurückweisung, doch damit kannst Du umgehen lernen. An die Einsamkeit gewöhnen wirst Du dich jedoch nie, weil es ein psychologisches Grundbedürfnis frustriert. In dem Artikel, den ich über die Ministerin für Einsamkeit gelesen hab, stand 5 Zigaretten am Tag oder Einsamkeit.
Was auch immer Du wählst, es ist beides gleich gefährlich für deine Gesundheit. Das Gefühl der Einsamkeit, wenn es lange bei uns bleibt, ist gesundheitsschädlich. Deswegen ist es so wichtig, dass wenn Du oft das Gefühl hast, einsam zu sein, komm aus deiner Deckung, geh in den Kontakt mit Menschen, riskier die Ablehnung, aber hol dir das, was in deinen Grundbedürfnissen verankert ist, nämlich Nähe zu anderen Personen. Und wenn Du mal überlegst, wie viel Menschen Du aus 1 Schulklasse oder aus deiner Stufe wirklich gemocht hast, ja, dann siehst Du, man muss viele Menschen kennenlernen, einige zu finden, die man wirklich gerne mag und mit mit denen man selber gerne näher in den Kontakt kommen möchte, wo es sich gut anfühlt, in Kontakt zu gehen. Trotzdem weiß ich als Psychotherapeutin, dass deine kindlichen Anteile durchdrehen können, wenn Du abgelehnt wirst.
Die Scham, die aus dem inneren Kind heraus resultiert, wenn uns jemand nicht will, wenn jemand uns als nicht gut genug empfindet, wenn wir uns ausgeschlossen fühlen, die ist unheimlich groß. Das ist dieser kurze Moment der Scham, von dem ich vorhin sprach. Nun bist Du aber erwachsen geworden. Du hast andere Anteile im Team, die die anderen Perspektiven und das andere Wissen und die Erfahrung einnehmen können. Also bist Du gut beraten, deine inneren Kinder in dem Moment zu trösten und ihnen zu erklären, dass es genau so nicht ist.
Ein schönes Zitat von Woody Allen, was ich hier gerne auch zum Besten gehen möchte, das Heimtückische am Fernsehen ist, dass es die Einsamkeit unterdrückt. Wenn Du viel allein bist und den Kontakt mit Menschen scheust, wirst Du vielleicht merken, dass so Themen wie Fernsehen, Social Media, vielleicht sogar Computerspiele dich anziehen. Weil da bist Du irgendwie im Kontakt mit anderen, gerade dieses Serienthema, wo immer die gleichen Leute auftauchen, wo man fast das Gefühl hat, man lebt son bisschen mit denen mit, man nimmt an deren Leben teil. Gerade diese Serienthematik und auch Social Media lässt bei dir ein Gefühl entstehen, dass Du teilhast an dem, was da passiert. Aber wie Woody Allen sagt, das ist heimtückisch, weil es richtig auf das psychologische Bedürfnis nicht einzahlt, sondern es ist ein Quasi Schutz, ja?
Deswegen Vorsicht mit dieser Art von Ablenkungsstrategien. Es ersetzt den Kontakt zu anderen Menschen. Wenn Du in den Kontakt gehst, ist das vielleicht für dich schwierig, weil Du es ungewohnt sein mag oder weil Du noch nie gut darin warst, Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen. Hier kommt die gute Nachricht, das kann man lernen. Kommunikation ist ein Handwerkszeug.
Und wenn die innere Haltung stimmt, wenn Du ein aufrichtiges Interesse am anderen hast, wenn Du jemanden kennenlernen möchtest und dir dieses Handwerkszeug, die Instrumente aneignest, dann ist es einfach, in den achtsam, aufrichtigen Kontakt mit jemandem zu kommen. Du brauchst aufrichtiges Interesse am anderen. Wenn ich jemand kennenlerne und in den Kontakt kommen möchte, geht es erst mal nicht mich, sondern das Interesse für den anderen muss da sein. Der andere sollte sich natürlich auch für dich interessieren. Der Austausch sollte für beide Seiten Impulse beinhalten.
Wirkliches Interesse zeigt sich durch Blickkontakt, durch genaues Zuhören, durch noch mal Zusammenfassen, was Du verstanden hast, durch Nachfragen, dadurch, dass Du dir Zeit nimmst, dass Du mit deinen Gedanken nicht abschweifst, dass Du da bist, dass Du es möglich machst. Und wenn 2 Personen das in eine Beziehung reingeben, dann entsteht was ganz Wunderbares. Dann entsteht Nähe, Geborgenheit und Verbundenheit. Und das ist das, wonach wir Menschen als Rudeltiere, wonach wir uns sehen. Obwohl Du von vielen Menschen umgeben bist, kannst Du dich unglaublich einsam fühlen.
Vielleicht kennst Du das. Du bist Teil 1 Gruppe, Du bist Teil 1 Freundeskreises und Du fühlst dich trotzdem einsam. Das hat etwas mit dem achtsamen Kontakt zu tun. Nur weil Menschen mit dir zusammen sind, müssen sie noch nicht mit dir achtsam in Kontakt sein. Es kann sein, dass ihr räumlich zusammen seid, dass ihr Dinge zusammen unternehmt und dass trotzdem kein aufrichtiges Interesse an dir da.
Also da spür genau hin und da prüfe, wer sich für dich interessiert. Viele unverbindliche Treffen und Grosevents in der Woche können nicht aufwiegen, dass man eine Person hat, nur eine einzige, bei der man so sein kann, wie man wirklich ist und bei der man sich durch und durch verstanden fühlt. Deswegen schau auch hier, wo Du deine Energien hingibst und wen Du suchst. Letztendlich hörst Du schon an meiner Folge, Es hilft nur 1, raus und in den Kontakt. Ich wünsche dir, dass Du viele Menschen kennenlernst, die Paar zu finden oder vielleicht nur den einen zu finden, der zu dir passt.
Ja, wenn Du bisher wirklich allein und einsam warst, wenn es dir ganz schwergefallen ist, bisher Freunde zu finden, Menschen zu finden, die Zeit mit dir verbringen wollen, dann würde ich dir den Gang zum Therapeuten oder zum Coach empfehlen. Dann, wenn es für dich ganz schwierig ist, in den Kontakt zu kommen, scheint irgendetwas mit deinem Interaktionsverhalten nicht zu funktionieren. Du scheinst irgendwas auszustrahlen, etwas zu tun, was andere irritiert und davon abhält, mit dir in den Kontakt zu gehen. Und das würde ich dann in einem wirklich begleiteten Prozess herausarbeiten und entsprechend verändern. Das wäre auf jeden Fall noch mal ganz wichtig, wenn deine Historie schon so ist, dass es immer schwierig war für dich anzudocken.
Vielleicht ist es eine Form der Negativität, die Du ausstrahlst. Vielleicht signalisiert Du auch kein Interesse, bist eher bei dir als bei dem anderen. Also da muss man wirklich genau hinschauen, weil letztendlich können es 1000 Gründe sein. Es hat auch was mit deinen inneren Glaubenssätzen, Überzeugungen zu tun. Ja, das war's für heute.
Wir haben darüber gesprochen, was Einsamkeit eigentlich ist, dass es insbesondere für bestimmte Zielgruppen offensichtlich ein Problem ist. Die älteren Menschen, die nur alle 30 Tage ein solides Gespräch bekommen und ansonsten die ganze Zeit allein sind und dadurch einsam. Wir haben über die Angst gesprochen, abgelehnt zu werden. Es ist keine Katastrophe, wenn dich jemand nicht mag. Versuch mal darauf, die Perspektive zu wechseln.
Wenn dich jemand nicht mag, ist es gut, dass zwischen euch kein näherer Kontakt entsteht, weil dieser Kontakt sowieso belastet wäre. Du musst dich mit deinem Selbstwert und der Selbstliebe beschäftigen, wenn dich das so hart trifft, dass Du das Gefühl hast, meine kindlichen Anteile drehen durch. Fernsehen, Social Media sind eine, ja, eine heimtückische Erfindung, weil es die Einsamkeit unterdrückt, weil wir das Gefühl haben, irgendwo teilzunehmen, aber es ist nicht real. Wenn Du in den Kontakt gehen willst, tue es achtsam. Sei beim anderen und guck, ob der andere auch bei dir ist.
Das ist der 1. Prüfstein, zu schauen, ob Du jemanden getroffen hast, der wirklich bereit ist, in den Kontakt zu gehen. Wenn Du im Augenblick zwar mit vielen Menschen zusammen bist, dich aber trotzdem sehr einsam fühlst, wäre es gut zu überlegen, welche Personen sind es, bei denen ich wirklich so sein kann, wie ich bin? Vielleicht gibt es da gar keine. Und die ganzen Treffen und Großevents kannst Du auch mal loslassen und dich auf die Suche machen.
Wenn Du grundlegend schon dein ganzes Leben lang Schwierigkeiten hattest, in den Kontakt, in Beziehung zu kommen, geh zum Therapeuten oder zum Coach und in Beziehung zu kommen, geh zum Therapeuten oder zum Coach und hol dir Hilfe. Und mit all diesen Impulsen bin ich sicher, kommst Du dem Gefühl der Geborgenheit, Nähe und Verbundenheit ein kleines Stück näher. Und das ist es, was ich dir heute zum Ende der Folge wünsche. Danke, dass Du zugehört hast. Wenn dir die Folge gefallen hat, schreib mir bitte eine Bewertung auf iTunes oder in den anderen Apps, in der Du die den Podcast vielleicht hörst.
Ich würde mich sehr darüber freuen. Es hilft mir, den Podcast in die Welt zu bringen. An dieser Stelle dann tschüs und bis bald. Bis zum nächsten Mal, Sabine.
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