← Alle Folgen
Stress Folge 3 · 23. August 2024 · 25 Min
Cover: Glaubenssätze verändern - Wie mentale Blockaden deinen Fortschritt behindern

Glaubenssätze verändern - Wie mentale Blockaden deinen Fortschritt behindern

0:00 25 Min

Worum geht's?

Glaubenssätze erkennen & auflösen: Mentale Blockaden verstehen und überwinden

In dieser Podcastfolge von „Reif für die Couch?" sprechen wir über ein Thema, das viele Menschen innerlich ausbremst: Glaubenssätze – und darüber, wie sie als mentale Blockaden unseren Fortschritt behindern können, ohne dass wir es bewusst merken.

Vielleicht kennst du das Gefühl, festzustecken, dich erschöpft zu fühlen oder dich selbst abzuwerten, weil dir scheinbar einfache Dinge schwerfallen. Oft interpretieren wir das als persönliches Versagen. In Wahrheit wirken in solchen Momenten häufig tief verankerte innere Überzeugungen, die unbewusst unser Denken, Fühlen und Handeln steuern.

In dieser Folge lade ich dich ein, genauer hinzuschauen:

  • welche Glaubenssätze dich möglicherweise blockieren

  • in welchen Lebensbereichen sie wirken – auch dort, wo du sie bisher nicht vermutet hast

  • wie mentale Blockaden entstehen und sich im Alltag zeigen

  • warum Selbstkritik oft ein Hinweis auf alte innere Muster ist

Ein besonderer Fokus liegt auf einer kraftvollen Frage:

Gab es Momente, in denen du entgegen deiner Glaubenssätze gehandelt hast?

Wir schauen gemeinsam auf Situationen, in denen es dir trotz innerer Blockaden gelungen ist, etwas zu erreichen. Diese Erfahrungen sind wichtig, denn sie zeigen:
Glaubenssätze sind keine Wahrheiten – sie sind erlernt und veränderbar.

Du bekommst Impulse dazu:

  • wie du solche Gegenbeispiele bewusst wahrnimmst

  • warum es hilfreich ist, Fortschritte zu notieren und zu dokumentieren

  • wie Therapie und Persönlichkeitsentwicklung durch Sichtbarmachen gestärkt werden

  • wie nachhaltige Veränderung Schritt für Schritt entstehen kann

 

🌿 Kostenlose SOS-Audiodatei bei Angst & innerer Unruhe

Wenn dich innere Blockaden, Angst oder starke innere Unruhe begleiten, findest du hier akute Unterstützung:

👉 Kostenlose SOS-Audiodatei:
https://www.sabinebimmler.de/gratis-audiodatei-angst/

Die Audiodatei hilft dir dabei:

  • wieder Bodenkontakt zu bekommen

  • dein Nervensystem zu beruhigen

  • aus einer akuten Stress- oder Angstreaktion herauszufinden

🔍 Weitere Informationen

Mehr zu mir, meiner Arbeit und weiteren Podcastfolgen findest du hier:
👉 https://www.sabinebimmler.de

Glaubenssätze können uns begrenzen –
aber sie können auch erkannt, hinterfragt und verändert werden.
Diese Folge lädt dich ein, dir selbst mit mehr Klarheit und Freundlichkeit zu begegnen.

🎙️ Schön, dass du zuhörst.

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 3.265 Wörter · etwa 16 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben leichter werden darf. Mein Name ist Sabine Bimmler, ich bin Psychotherapeutin aus Köln und freue mich, dass du heute wieder dabei bist. Diese Folge ist eine Fortsetzung.

Ich habe nämlich mit Beginn der neuen Staffel in der vorletzten Folge begonnen, über mentale Blockaden zu sprechen. Und diese mentalen Blockaden sind das Thema einer Gruppentherapie, die ich aktuell durchführe, wo wir sehr genau als Gruppe auf unsere Themen schauen, auf die Themen der Teilnehmer vor allen Dingen natürlich. Es geht darum, wo möchte jemand in Veränderung kommen und es klappt einfach nicht.

Du kennst das wahrscheinlich selber, du nimmst dir was vor und scheiterst immer wieder an den gleichen Themen. Du willst dich verändern, du willst dich mehr bewegen, du willst deine Freizeit anders gestalten, du willst deinen Job verändern, deine Partnerschaft und es kommt irgendwie nicht dazu. Und solche Themen bringen natürlich meine Teilnehmerinnen auch mit in den Gruppenraum.

Und wir schauen uns besonders auf das Thema Blockaden, ja, das schauen wir uns besonders an, um zu gucken, wie können wir diese Blockaden überwinden. Deswegen auch der Titel der heutigen Folge, mentale Glaubenssätze entlarven, wie mentale Blockaden deinen Fortschritt behindern. Ja, wir hatten diese Woche in der Sitzung die großen Blockaden im Raum.

Und die sind zum Beispiel, ich bin nicht gut genug. Oder ich bin nicht wichtig. Stell dir vor, dein Unterbewusstsein ist aufgrund deiner Biografie, deiner Erziehung geprägt auf die Sätze, ich bin nicht gut genug und ich bin nicht wichtig.

oder ich muss mich anpassen, oder ich darf nicht auffallen, oder ich gehöre nicht dazu, niemand mag mich. Ich kann das nicht, ich bin zu dumm. Wenn das die Leitsätze sind, die in deinem Unterbewusstsein verankert sind, dann kannst du logischerweise bestimmte Dinge gar nicht angehen.

Und du versuchst, dich zu verändern, und es kommt einfach nicht zu der Veränderung, weil dein Unterbewusstsein dir immer wieder dazwischen funkt mit diesen Überzeugungen, die abgespeichert sind. Die kommen aus deiner Biografie. Du hast sie wahrscheinlich sehr früh schon gehört.

Du hast sie oft gehört. Du hast sie geglaubt als Kind. Dann hast du sie gut trainiert und selbst als die Personen, die dir das, ja, einsuggeriert haben, aus deinem Leben verschwunden sind, haben sich in dir Teile gebildet, die diese Sätze und diese Botschaften immer noch hartnäckig wiederholen.

Gibt es Hoffnung auf Umlernen? Ja, die gibt es. Tatsächlich glauben viele Menschen ja an Techniken, die unaufwendig sind.

Also ich erlebe es immer wieder, dass ich Anfragen bekomme zum Thema Hypnotherapie, wo jemand darauf hofft, dass ich im Rahmen von hypnotischen Trancen die Dinge sozusagen zur Seite räumen kann und danach sind sie einfach weg und alles geht ganz leicht. Die hypnotherapeutischen Trancen haben einen, ja, wichtigen Sinn, nämlich sie machen den Zugang zum Unterbewusstsein auf und helfen uns, diese Sätze erstmal zu finden, auch ihre Entstehung nochmal zu würdigen. Aber Hypnotiseure, Hypnotherapeuten, Psychotherapeuten können nicht zaubern.

Das heißt, diese Idee von ich räume es zur Seite und danach ist es weg, die ist tatsächlich im Bereich der persönlichen Weiterentwicklung ein Märchen. So kann man es glaube ich sagen. Also es gehört immer etwas Arbeit dazu.

und ich würde dir heute gern ganz konkret erzählen, wie du daran arbeiten kannst. Und das Wichtigste ist, dass du dich dafür entscheidest, mal eine konkrete Situation für dich zu finden, am besten auch jetzt, bevor du weiterhörst, wo du sagst, das ist so ein Punkt, da plane ich schon länger eine Veränderung, da laufe ich auch vielleicht schon immer wieder los und scheitere immer wieder, weil ich in alte Verhaltensmuster zurückfalle. Das kann zum Beispiel sein, so war es diese Woche in der Gruppe, dass jemand weiß, dass er eigentlich den Job wechseln sollte, weil er sich am Arbeitsplatz nicht mehr wohl fühlt, ein Stück weit sicherlich auch ausgenutzt, unterfordert, nicht wertgeschätzt.

Da kommen verschiedene Dinge zusammen und der Wunsch, den Job zu wechseln, ist wahnsinnig stark. Das aber nicht erst seit gestern, sondern das eigentlich schon, naja, die Person ist das zweite Mal im Unternehmen, also wahrscheinlich ist der Wunsch, nicht mehr in diesem Unternehmen zu arbeiten, schon vorher sehr stark gewachsen und ist schon wirklich Monate bis Jahre in der Person verankert. Und trotzdem geht sie immer wieder jeden Tag aufs Neue, aber auch mit einem weiteren Arbeitsvertrag ein Jobverhältnis dort ein.

und sagt selber, das gibt es doch gar nicht, ich will doch da gar nicht sein, wieso kriege ich nicht die Kraft zusammen, mich zu bewerben und dort wegzugehen? Da gucken wir gleich drauf, welcher Glaubenssatz in diesem Fall dahinter liegt. Und deswegen such du doch erstmal für dich einen Punkt, wo du sagst, da m ich mich schon lange ver Da w ich mich gerne st abgrenzen da w ich mich gerne mehr zeigen da w ich gerne meine Gewohnheiten Und wenn du dieses Verhaltensmuster diese Gewohnheit, diese Situation, in der du hängst, identifiziert hast, dann kannst du dich mal fragen, ob von den großen Blockaden hier vielleicht eine in dir schlummert, die hier hier Auswirkungen hat.

Ich wiederhole nochmal die großen Blockaden von vorhin, weil die recht weit verbreitet sind. Ich bin nicht gut genug. Ich bin nicht wichtig.

Ich muss mich anpassen. Ich darf nicht auffallen. Ich gehöre nicht dazu.

Niemand mag mich. In meiner Nähe hält es niemand aus. Ich kann das nicht, ich bin zu dumm.

Also prüf mal für dich nach, welcher der Sätze könnte damit zu tun haben, könnte deine unbewusste Programmierung sein, die dich an dieser gewünschten Veränderung, die du anstrebst, immer wieder scheitern lässt. Und ich gebe dir jetzt mal ein paar Beispiele, um es dir leichter zu machen, weil das ist das, was wir im Gruppenraum getan haben. Wir haben uns die Sätze der einzelnen Personen angeguckt, wir haben uns die Veränderungswünsche angeguckt und haben mal versucht, darüber zu reflektieren, wo, wie das Ganze eigentlich genau hängt.

Da gibt es zum Beispiel jemanden, der trägt den Satz in sich, mich mag niemand, in meiner Nähe hält es niemand aus. Oder mein Leben ist das Leben von gescheiterten Beziehungen. und diese Person ist gerade in einer neuen Situation, weil sie ihren Wohnort wechseln musste und ihr altes soziales Netzwerk zurücklassen musste, aus der alten Partnerschaft ausgetreten ist, die es da gab, also beginnt ein Neuanfang hier in einer neuen Stadt.

Sie weiß und spürt sehr deutlich, dass ihr das viele Alleine-Sein nicht gut tut. Also sie hat eigentlich den Wunsch, mehr Zeit unter Menschen zu verbringen. Logischerweise wäre der nächste Schritt, sich hier ein soziales Netzwerk aufzubauen.

Hier stärker mit neuen Menschen in den Kontakt zu treten und sich vielleicht sogar hier einen neuen Partner zu suchen. Tatsächlich geht das aber nicht. Weil die Programmierung im Hintergrund, ich gehöre nicht dazu, niemand mag mich und keiner hält es in meiner Nähe aus, da tatsächlich aus dem Unterbewusstsein immer wieder rein funkt.

Und wenn dieser Satz immer wieder rein funkt, ist es logisch, dass auf der Verhaltensebene der Angang, sich irgendwo anzumelden, Leute kennenzulernen, irgendwo hinzugehen, wo man noch niemanden kennt, total schwierig ist. Die unbewusste Programmierung kommt sozusagen in die Quere und sorgt dafür, dass man nicht in ein hilfreiches Verhalten reingeht. Ein zweites ganz Alltagsbeispiel, was wir hatten, war jemand in der Gruppe, der sich schwer damit tat, Entscheidungen zu treffen.

Und aktuell gibt es ein Anliegen, nämlich auszumisten. Die Wohnung, das Haus auszumisten, den Kleiderschrank auszumisten. Also einmal so durch die Sachen zu gehen und zu entscheiden, was brauche ich eigentlich noch und was kann ich weitergeben, weggeben.

Was muss vielleicht auch auf den Müll. Und tatsächlich merkt die Person, obwohl sie sich vorgenommen hat, das zu tun und das auch tun möchte, dass sie nicht anfangen kann. Sie kommt überhaupt nicht über diese Hürde und kann einfach nicht beginnen.

Es hängt schon am Beginn. Das führt zu totalen Überforderungsgefühlen, sodass sie gar nicht erst anfängt. Und auch hier kann man denken, was liegt denn dahinter?

Und tatsächlich hat diese Person für sich erkannt, das ist etwas mit dem Glaubenssatz, ich kann das nicht, ich bin zu dumm. zu tun haben könnte. Denn das ist ein Satz, den sie in ihrer Kindheit sehr oft gehört hat, den sie sehr verinnerlicht hat und der schon öfter in ihrem Leben bei Entscheidungen zu schnellen Überforderungsgefühlen führte.

Denn wenn die Überzeugung ist, stell dir vor, deine Überzeugung ist, ich kann das nicht, ich bin zu dumm, und du sollst eine Entscheidung treffen, dann stellst du ja immer wieder in Frage, wie soll das denn gehen, dass ich die richtige Entscheidung treffe. Dann treffe ich doch besser keine Entscheidung, dann kann ich auch nichts falsch machen. Also eine dicke Blockade, die im Raum ist.

Die Themen, die Menschen zu mir in den Therapieraum führen, sind natürlich oft nicht so alltäglich und so eindimensional. Meist spiegeln sich die Glaubenssätze in unterschiedlichsten Lebensbereichen und behindern somit unterschiedliche Prozesse. Prozesse der Veränderung, aber vielleicht auch Prozesse, das eigene Wohlbefinden zu steigern, So dass die Personen in eine Art Erschöpfungszustand reinlaufen und in diesem Erschöpfungszustand Symptomatiken in Richtung Angst, Depression und so weiter entwickeln.

Es ist aber leichter, aus der Alltagssituation heraus zu beginnen und zu suchen, was sind denn die Glaubenssätze Und dann, wenn ich den Glaubenssatz einmal identifiziert habe, zum Beispiel über das Thema, ich kann mich nicht entscheiden Weiter zu gehen und zu sagen, wo im Leben spielt die Blockade denn noch eine Rolle Denn wenn Menschen so erschöpft sind, dass sie sich in Therapie begeben, also dass sie wirklich merken, hu, ich verliere hier so viel Energie, das ist wirklich bedrohlich für mein Gesamtsystem dann k wir sicher sein dass diese S auch auf unterschiedlichen Ebenen wirken Und wir haben nat nicht alle nur eine Blockade im Raum es k auch mehrere sein Also, wenn du dir deinen Satz erstmal bewusst gemacht hast, wenn du eine deiner großen Blockaden identifiziert hast, kannst du dich fragen, wo wirkt dieser Glaubenssatz noch?

Und dann öffnen sich nochmal ganz neue Assoziationen, wo man feststellt, Oh, okay, ja, das ist eigentlich das gleiche Thema. Ganz anderer Lebensbereich, hätte ich nie eine Verbindung hergestellt, aber meine Belastung an der Stelle geht auf den gleichen Satz zurück. Wenn wir mit diesen Glaubenssätzen im Unterbewusstsein in den Kontakt kommen, dann kommen übrigens meistens Emotionen ins Spiel.

Also das ist nochmal ein guter Hinweis, wie kannst du überhaupt feststellen, dass da aus deinem Unterbewusstsein etwas Blockierendes auf dich einwirkt. Es ist gut an den Punkten anzufangen, wo du Angst, Scham und Traurigkeit spürst. Oft gesellt sich dazu auch noch ein sehr zerstörerischer Selbstdialog, nämlich eine Abwertung, wieso kriege ich das nicht hin, das kann doch nicht wahr sein, wie blöd bin ich eigentlich.

Das sind auch ganz typische Gedanken, dass wir uns erzählen, wie doof wir eigentlich sind, dass wir die einfachsten Sachen nicht hinkriegen. Und auch hier würde ich für einen mitgefühlsvollen Selbstblick plädieren, der dir möglich macht zu sehen, hey, was blockiert mich hier eigentlich? Ist doch komisch, dass ich das nicht hinkriege.

Das ist doch erstmal ganz einfach von außen betrachtet, aber für mich nicht. Warum eigentlich? Eine weitere spannende Fragestellung, die aufgekommen ist, ist, wo, wann ist es eigentlich gelungen, diesem Glaubenssatz mal entgegen zu handeln?

Das kam in der Gruppe hoch, weil jemand sagte, ich war ganz angepasst, ich habe immer das gemacht, was meine Eltern gesagt haben, ich habe diese Rolle des braven Mädchens vollgenommen, aber an einer Stelle nicht. Denn den Mann, den sie mir ausgesucht haben, den habe ich nicht geheiratet. Ah, super, es geht doch.

Auch das ist eine total schöne Fragestellung, die du mal mitnehmen kannst. Es gibt immer wieder Situationen, da schaffen wir es, zu sagen, nein, und jetzt nicht. Jetzt gehe ich in die bewusste Entscheidung und ich tue das nicht und ich breche aus, aus diesem Korsett, aus diesem Schraubstock, der mich so gefangen hält.

Plötzlich traut man sich zum Beispiel beim Arbeitgeber nach Urlaub zu fragen, obwohl man weiß, dass andere gerade im Urlaub sind. und der Zeitpunkt ungünstig ist. Früher hätte man vielleicht im vorauseilenden Gehorsam gar nicht erst gefragt.

Der Satz dahinter könnte sein, ich bin nicht wichtig. Und plötzlich erklärt man, das sind jetzt so Beispiele, wo man mal ausbricht, plötzlich erklärt man pflegebedürftigen Angehörigen, dass man selber auch Belastungsgrenzen hat und dass andere Lösungen gefunden werden müssen, anstatt sich immer weiter aufzuopfern und kräftetechnisch leer zu laufen. Das war ein wirklich schöner Moment, weil in dieser Phase, als wir gearbeitet haben, vielen der Menschen klar wurde, dass sie schon sehr viel geleistet haben, Dass sie auf ihrem Weg schon ganz weit vorangekommen sind und dass es ihnen in den letzten Jahren an verschiedenen Stellen schon gelungen ist, auszubrechen aus dem Korsett, aus dieser unbewussten Programmierung, die einen da steuert.

und da ist es wichtig, sich selbst auch positiv zu bekräftigen, zu verstärken, zu sagen, ich habe das da geschafft, es kann mir auch an anderer Stelle gelingen. Es hat geklappt und plötzlich haben sich Dinge auch zum Besseren verändert, so wie wir erfahren haben, aha, okay, der Arbeitgeber hat den Urlaub einfach bewilligt, obwohl ganz viele andere im Urlaub waren. und ja, es haben sich einfach für die pflegebedürftigen Angehörigen andere Lösungen gefunden.

Die haben dann gesagt, okay, dann schauen wir halt nach was anderem und dann stellen wir uns da um und müssen vielleicht für bestimmte Dienstleistungen auch bezahlen, wenn unsere Tochter das nicht alles leisten kann. Und dem Fall von ich bin nicht wichtig und ich kann meinen Job nicht wechseln, fiel dann auch auf, dass sie ja tatsächlich den Job schon einmal gekündigt hat. Also es gab schon eine Auszeit bei diesem Arbeitgeber.

Sie ist schon einmal rausgetreten und hat gesagt, nee, ich mache das nicht mehr. Warum nicht wieder? Wenn ich hinkomme zu der Thematik von, man hat mir zwar früher einsuggeriert, ich bin nicht wichtig und ich habe das auch lange Zeit geglaubt, Aber jetzt weiß ich für mich, ich darf mein Wohlergehen an die erste Stelle stellen.

Wir haben das in der Gruppe so schön mit Me first, was sehr, sehr plakativ ist, formuliert. Plötzlich geht das. Ja, ich bin wichtig.

Ja, ich bin wichtig. Nein, ich sollte keinen Job machen, wo ich ausgebeutet werde. Sollte ich nicht.

Meine Kraft ist wichtig und wird immer wichtiger mit jedem Jahr, dass wir älter werden. Ein weiteres Beispiel, was ich noch hinten dranhängen möchte, ist die Situation, wenn sich Dinge in der Familienkonstellation ändern durch ein Kind. Also auch das haben wir am Montag thematisiert und wer von euch schon Kinder hat oder ein Kind hat wei diese Situation wenn ein Kind zur Paarbeziehung dazukommt die ver tats vieles wenn nicht sogar alles Und was wir an den Kindern ja auch lernen ist dass wir obwohl wir alles tun, gut zureden, versuchen zu steuern, wir tatsächlich in dem Moment total fremdbestimmt sind.

Also ich gebe die Kontrolle eigentlich ab an dieses kleine Wesen, was mit lautstarker Stimme einfordert, was es gerade braucht und da gibt es oft auch keinen Verhandlungsspielraum, weil es einfach nicht geht in dem Alter. und wir hatten in der Gruppe so das Thema, ich werde da sehr ungeduldig, ich werde da auch sehr laut, ich werde auch sehr wütend auf mein Kind, obwohl ich weiß, dass das eigentlich Quatsch ist, weil das Kind das nicht extra macht und auch hier haben wir uns mal gefragt, was ist denn das?

Also man entgleist in dieser Belastungssituation emotional und wird wütend und ätzend und streitet sich dann vielleicht auch mit dem Partner und hier sind wir auf eine weitere Blockade im Hintergrund zurückgekommen, die da heißt, ich werde nicht gehört und nicht gesehen. Also wenn das zum Beispiel ein Thema ist, was du in deinem Unbewussten trägst, weil du zu Hause keine große Aufmerksamkeit bekommen hast, aus welchen Gründen auch immer, und dich oft übersehen und nicht beachtet gefühlt hast, und du kommst dann in die Situation mit einem kleinen Baby, kann das dazu führen, dass das einfach reaktiviert wird und dass in deine ganze emotionale Wut nicht nur die Situation mit dem Kind mit einfließt, sondern dieser ganze Biografie-Teil, wo du darunter gelitten hast, nicht gehört und nicht gesehen zu werden, plötzlich durch das Baby aktiviert wird.

und hier hinzuschauen und zu sagen, oh wow, auch hier verhalte ich mich irgendwie irrational, das macht gar keinen Sinn, wo kommt das denn her? Oh ja, auch das hat eine Geschichte in meiner Biografie und auch das hat zu einem Glaubenssatz geführt, der, wenn er aktiviert wird, in mir eine enorme Wut auslöst. Und das hochzuholen macht einfach Sinn, weil jetzt ist die Möglichkeit da, damit zu arbeiten und zu wissen, ach guck, ja, meine Tochter in dem Fall aktiviert was in mir, was aber gar nicht das Thema zwischen mir und meiner Tochter ist, sondern ein altes Thema.

Und ich brauche jetzt hier diese Gefühlswallung gar nicht weiter befeuern, weil sie ist einfach an der falschen Stelle. Und durch diese Distanzierung, durch das Holen ins Bewusstsein, kann es schon gelingen, mich davon zu distanzieren und mich zu fragen, okay, wie möchte ich denn meiner Tochter gegenüber treten? Also ein Baby, was mich nicht hört und nicht sieht, ja, Akzeptanz, ja, es hört und sieht mich nicht, natürlich, tut es nicht, weil es ist in seiner Fähigkeit noch gar nicht da, dass es tatsächlich die Bedürfnisse der Mutter wahrnehmen kann.

Das ist der Deal, wenn wir kleine Kinder kriegen, dass wir uns erst mal auf deren Bedürfnisse einstellen. Also auch hier nochmal so eine ganz spannende weitere Blockade, die im Laufe der Sitzung in den Raum kam und was ich dir empfehle und was auch am Montag in unserer Therapiesitzung passiert ist und was ganz wichtig ist, diese Dinge aufzuschreiben. Wenn wir versuchen, an unseren unbewussten Programmierungen zu arbeiten und die hochzuholen ins Bewusstsein, dann ist es super wichtig, dass alle Erkenntnisse, die ich habe, alle Ideen für Umformulierungen, wie MeFirst zum Beispiel, anstatt ich bin nicht wichtig, dass du dir die aufschreibst.

Denn sie müssen eingeübt werden, sie müssen einsickern. Ich hatte zu Beginn der Folge gesagt, diese Glaubenssätze sind früh gehört, oft gehört, geglaubt, gut trainiert und immer wieder gesagt. Und wenn wir die immer weiter nach hinten schieben wollen in unserer Programmierung, in unserem Unterbewusstsein und andere Dinge nach vorne holen wollen, dann ist es super wichtig, dass du anfängst, die Dinge aufzuschreiben.

und am besten nicht nur einmal, nicht nur zweimal, nicht nur dreimal. Du darfst ganze Hefte füllen mit deinen Ideen, Erkenntnissen, Assoziationen, denn je mehr du dich damit beschäftigst und wenn du sie dann noch niederschreibst, desto eher sickern sie ein und desto mehr sind sie dir bewusst und wenn sie dir bewusst sind, kannst du anfangen daran zu arbeiten. In diesem Sinne nochmal, ich hatte es zu Beginn erklärt, Auch hier nochmal der Hinweis, Persönlichkeitsentwicklung, Weiterentwicklung, Therapie ist tatsächlich mit Aufwand verbunden.

Wir Menschen verändern uns selten einfach so, weil wir Spaß dran haben, sondern eine Veränderung ist ein Prozess, der erfordert Energie, Reflexion und auch ein wenig Zeit und Mühe. In diesem Sinne schließe ich für heute. Ich hoffe, ich habe dir Inspiration gegeben, dich mit deinen Glaubenssätzen, deinen mentalen Blockaden zu beschäftigen und dir einen Weg gezeigt, wie du drankommst und mit welchen Fragen du dann weitermachen kannst.

Nämlich, wo wirkt dieser Glaubenssatz noch, ohne dass mir das vorher so klar gewesen wäre? und wo und wann ist es mir gelungen, einmal entgegen dieses Glaubenssatzes zu handeln. Und von hier aus machen wir weiter beim nächsten Mal.

Die übernächste Folge wird wieder eine Fortsetzung sein. Freu dich darauf und hab einen schönen Tag. Bis zum nächsten Mal.

Weitere Folgen

Passend dazu

Mehr aus Stress →
Gedanken entschärfen: Wie du deinen Gedanken den Stachel nimmst
Stress Gedanken entschärfen: Wie du deinen Gedanken den Stachel nimmst
Zwischen Reiz und Reaktion: der achtsame Moment im Stress
Stress Zwischen Reiz und Reaktion: der achtsame Moment im Stress
Der heimliche Regisseur: Wie Glaubenssätze deinen Stress steuern
Stress Der heimliche Regisseur: Wie Glaubenssätze deinen Stress steuern
Werbung

Die folgenden Empfehlungen enthalten Partner-Links. Kaufst du darüber, erhält der Podcast eine kleine Provision — für dich bleibt der Preis derselbe.

Meine Empfehlungen

Ausgesucht von Sabine — weil sie gut zu dieser Folge passen.

📖
Moonbird (Atemtrainer)

Bei Atemübungen, Regulation unterwegs (Auto/Bahn), Aushalten von Anspannung

Code SABINEBIMMLER — 10 € Rabatt

Zum Produkt →
📖
Wellax Akupressurmatte

Sensorischer Reset, Körperwahrnehmung, Gedankenkreisen unterbrechen

Zum Produkt →
Die Glückspost

Ein ruhiger Gedanke.
Jeden Sonntag.

Ein kurzer, fundierter Impuls zum Innehalten — kostenlos in dein Postfach. Kein Spam, nur Substanz.

Fast geschafft: Wir haben dir eine Bestätigungsmail geschickt. Klick den Link darin, dann bist du dabei.

Jederzeit mit einem Klick abbestellbar.