Hast du ständig einen Blähbauch, Verstopfungen, Durchfall oder hat dir ein Arzt sogar die Diagnose Reizdarm gestellt? Und du fühlst dich damit ziemlich alleine gelassen? In diesem Interview klärt Lena von lenatura auf, wie du wieder Vertrauen in deinen Körper finden kannst, die Ernährung findest, die zu dir passt und dir im wahrsten Sinne ein gutes Bauchgefühl verleiht. Erfahre dabei auch mehr zu Ayurveda und FODMAP.
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Hey, hallo. Herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren bin Psychotherapeutin aus Köln, systemischer Coach und ich freue mich so, dass Du heute wieder da bist, weil ich hab eine tolle Interviewpartnerin für dich mit einem hochinteressanten Thema, dem Reizdarmsyndrom. Lena Schwind von Lena Thura ist heute bei mir erklärt, was das Reizdarmsyndrom überhaupt ist, wie man es von anderen ja, Krankheiten, Störungen im Magen Darm Trakt unterscheiden kann und worauf sie bei der Behandlung ihrer Klienten achtet, wie sie vorgeht und was vielen Menschen schon geholfen hat, die mit einem Reizdarm zu tun haben. Es ist ein tolles Interview. Ich wünsch dir viel Spaß beim Hören und sowohl Lena als auch ich freuen uns auf dein Unser Thema Unser Thema ist das Thema Reizdarm, weil es dein Spezialthema ist.
Und das 1., was natürlich meine Zuhörer und was mich auch total interessiert, wie bist Du zu diesem Thema gekommen? Ja, hallo Sabine, ist ja schön, dass ich heute bei dir zu Gast sein darf und der Reizdarmia begleitet mich schon mein Leben lang eigentlich. Also ich hatte als Kind schon Verdauungsbeschwerden und kann mich noch erinnern, ja meine Mama hatte mir immer son gelben Eimer so ganz liebevoll oft an die Couch bringen müssen, weil ich sehr häufig von Magen Darminfekten betroffen war als kleines Kind schon. Und meine Verdauung war eigentlich dadurch schon sehr sensibel dann über Jahre hinweg und das Ganze hat sich dann aber gesteigert, weil ich unglücklich in 'nem Job gearbeitet habe. Ganze 10 Jahre habe ich's dort ausgehalten und habe mir durch das, dass ich so unglücklich war und auch unzufrieden mit der Situation, es aber nicht geschafft habe, etwas zu verändern, mir superviel Stress gemacht.
Ich hab dann nebenberuflich schon angefangen, Gefühle auszustrecken und wusste eigentlich schon oder mein Herz wusste schon länger, dass es auch in eine andere Richtung gehen darf. Und da das aber nicht gleich geklappt hat, habe ich superviel Stress gehabt, bis ich dann ja in 'nem Chronic Fatigue Syndrom gelandet bin und nach Pfeifferem Drüsenfieber, also Epstein Barr Virus und da kamen superviele diffuse Symptome. Die Angst kam dazu. Also ich durfte dann auch psychotherapeutisch arbeiten und ja, das war so meine eigene Geschichte, wo ich mich dann immer mehr in das Thema auch rein vertieft habe. Und dadurch, dass ich aber ja schon immer ja gern Sport gemacht habe, gesunde Ernährung, war das eigentlich immer schon so mein Leidenschaftsthema, was mich die ganzen Jahre über begleitet hat.
Anfangs dann noch sehr körperlich getragen, im Rahmen auch in meinem Studium sehr viel über die Ernährung gelernt aber durch meine persönliche Geschichte kam dann immer mehr der ganzheitliche Ansatz mit rein, den es dann braucht, wenn wir von Reizdarmbeschwerden frei werden wollen oder sie zumindest lindern möchten, weil es eben kein klassisches Bild ist, dass nur über eine bestimmte Ernährungsform gelöst werden kann, sondern es eigentlich wie bei allen Krankheiten braucht's eben diesen multimodalen Ansatz, ja. Ich finde, da hört man schon das, was wahrscheinlich Klienten, die zu dir kommen, kennzeichnet und auch die zu mir kommen, dass verbunden mit dem Reizdarmsyndrom häufig eine komplexere Thematik vorliegt, ne. Ja. Ich hör jetzt bei dir, das hat in der Kindheit mit mit der Empfindlichkeit im Bereich Magen Darm angefangen. Aber daraus entwickelt sich ja noch mehr, nämlich eine Anfälligkeit für Stress und andere Themen, die dazukommen.
Vielleicht Ängste, vielleicht schambehaftete Ängste, ne, so kenn ich das zum Beispiel, dass die Leute das Gefühl haben, ich muss mich vielleicht in der Öffentlichkeit erbrechen oder ich muss in der öffentlich, ich muss schnell die nächste Toilette finden. Und das sind natürlich sehr schambehaftete Themen. Also deine Schilderung, will ich sagen, hat ganz schön gezeigt, dass die Thematik häufig sehr komplex ist und dass es nicht nur einfach der Darm oder der Magen Darm Bereich ist, der ja Symptome schickt, so. Ja, vor allem weil wir ja über den Vagusnerv direkt mit unserem Gehirn verbunden sind. Und es gehen eigentlich tagtäglich immer 90 Prozent sogar hoch vom Darm ans Gehirn und 10 Prozent nach unten.
Und das ist dann etwas, was ich immer ganz bestaunt, also wenn ich die Zahlen lese oder als ich sie auch gelernt habe, mich ganz glauben konnte, weil ja doch auch unser Verstand und das, was wir ja denken, sehr stark unsere Verdauung beeinflusst. Es gehen die Nummer von 'ner Prüfungssituation aus, die uns direkt auf den Darm schlagen kann. Man muss dann noch mal schnell zur Toilette rennen, wenn man vielleicht vor der Prüfung Angst hat oder angespannt ist. Und es liegt aber auch daran, dass das entererische Nervensystem, was wir in unserem Darmtrakt haben, was ja unglaublich ist. Der Darm ist somit das einzigste Organ, was ohne das Gehirn für eine kurze Zeit weiterleben kann aufgrund von diesem großen Nervengeflecht.
Und das speichert aber auch dann gewisse Stresssituationen und gewisse Emotionen, ungelöste Themen. Und das kann sich dann immer wieder auch, wenn der Kopfstress schon beruhigt ist, auch wenn wir entspannt sind im Urlaub, kann es dann trotzdem sein, dass mein Magen Darm Trakt noch am Wirbeln ist, weil einfach da noch eine gewisse 'n gewisser Stress drin gespeichert ist, Ja. Das ist spannend, weil das ist ja sone These, die mir jetzt auch öfter begegnet, dass man eigentlich sagt, der Darm entweder isst ein Gehirn oder hat irgendwie sein eigenes Gehirn, ne. Und das ist, glaub ich, auch das das, was Du beschreibst. Sag noch mal schnell für meine Zuhörer, die vielleicht mit dem Vokabular nicht so vertraut sind, was ist der Vagusnerv?
Mhm. Das ist im Prinzip eine Nervenbahn, die man sich vorstellen kann als Autobahn, die die Verbindung schafft zwischen Gehirn und Darm. Leitbahn im Prinzip, die ständig Informationen austauscht. Das heißt, unser Gehirn und unser, ja, unser Gehirn und unser Darm sind sozusagen durch eine neuronale Autobahn verbunden, ja? Genau.
Und deswegen gibt es da sozusagen einen beständigen Austausch. Und was heißt denn das? Wieso wieso gibt es denn dann das Reizdarmsyndrom? Schickt das Gehirn zu viel oder empfängt der Darm zu viel? Hast Du da 'n Bild, wie man sich das vorstellen kann?
Es kann unterschiedliche Faktoren sein. Es kann natürlich auch sein, dass einfach eine Dyspiose in meinem Darm herrscht, also rein von meiner Darmflora, mein Mikrobiom, dass da schon ein Ungleichgewicht da ist. Was aber auch ausgelöst sein kann durch Kopfstress, den ich mir zum Beispiel mache, ja der Reizdarm oder generell die Darmgesundheit hat einfach ganz viele verschiedene Schichten, kann man sagen, die beachtet werden dürfen, dass es mir gut geht. Da kommt es drauf an, dass ich gute Nahrungsmittel zu mir nehme, schon mal, eine pflanzenbasierte Ernährung, sehr viele Ballaststoffe. Der Darm wünscht sich Ballaststoffe.
Es kommt aber auch darauf an, wie ich eingestellt bin, wie ich in meiner Mitte bin. Weil wenn ich nicht mich in meiner Mitte fühle, sehr weit weg von dem bin, was mir eigentlich entspricht, meine Bedürfnisse nicht lebe, dann macht mir auch meine Körpermitte mehr Probleme. Also ist auch wieder hier sehr sehr vielschichtig und ja. Ja okay, das finde ich ist eine schöne Vorstellung zu sagen, dieses System, ne, diese Verbindung zwischen Hirn und Darm, das ist sozusagen eine Verbindung, die muss in Balance sein. Und diese Balance kann aus unterschiedlichen Gründen gestört sein.
Und der Grund kann einmal im Bereich des Gehirns liegen, er kann aber auch im Bereich des Darms liegen und wahrscheinlich kann er sogar auch dazwischen liegen. Aber irgendwas ist da aus dem Gleichgewicht gekommen und dann zeigen sich Symptome. Ja. Und was was sind das für Symptome? Sag mal, was ist so der klassische Reizdarmpatient?
Über was klagt der? Was bringt der mit? Ja, gut, dass Du es auch noch mal angesprochen hast, dass von beiden Seiten verursacht sein kann. Es kann sein, dass mir zu gestresst machen, mein Darm sich beschwert, aber es kann auch sein, dass ich meine Darmbakterien, also es ist eine superjunge Forschung. Also da kann man noch nicht zu viel sagen, aber es wird dahingehend auch geforscht.
Das hast Du mit Sicherheit auch schon gelesen oder weißt Du und vielleicht auch schon deine Hörer, dass auch die Damen das Mikrobiom einen Einfluss hat auf zum Beispiel unsere Stimmung. Und eventuell auch die Depression, da wird ja auch Und wir und wir sollten doch vielleicht noch mal abgrenzen, weil bei mir natürlich sehr viele Menschen mit Verdauungsbeschwerden landen, aber die nicht immer alle einen Reizdarm haben. Also ich hab nicht nur 'n Reizdarm, wenn ich diffuse Verdauungsbeschwerden hab. Es kann auch eine Unverträglichkeit sein, es kann Allergien sein, Es kann auch an dieser Kommunikationsstörung liegen oder dass ich nicht genug kaue, zum Beispiel, dass ich zu schnell esse. Es sind so viele verschiedene Faktoren, aber das klassische Reizdarmsyndrom zeichnet sich wirklich aus, dass man Beschwerden über einen längeren Zeitraum hat mit Schmerzen verbunden.
Also es gibt verschiedene Typen, 3 Typen vom Reizdarm, sei es, ich hab ständig Durchfall, es gibt einen Verstopfungstyp, es ist meistens immer einhergehend mit Schmerzen, 'ner extremen Lebensbeeinträchtigung über einen längeren Zeitraum von mindestens wo mich das immer wieder begleitet und alle anderen Diagnosen sind ausgeschlossen. Das heißt, ich habe keine Unverträglichkeit, Ich habe keine Colitis ularosa oder Morbus Crohn, also keine chronisch entzündliche Darmerkrankung und es sind auch andere körperliche Faktoren einfach in der Ausschlussdiagnostik berücksichtigt worden. Ist keine Zöliakie zum Beispiel, das wäre eine Autoimmunerkrankung auf Gluten reagierend. Also es sind im Prinzip alle viele körperliche Dinge ausgeschlossen, wobei man mittlerweile auch weiß, dass der Reizdarm auch eventuell körperlich nicht nur psychisch getriggert ist, sondern auch körperlich, aber da gibt es noch keine Untersuchungsverfahren dazu. Also wir wissen nicht, wenn wir jetzt eine Stuhlanalyse machen, was im Stuhl sichtbar sein sollte, damit wir darauf schließen können, das ist ein Reizdarmsyndrom.
Also Diagnostik ist da noch nicht so klar, es geht eher nach dem Ausschlussverfahren. Das klingt für mich so, als wenn zu dir jemand in die Beratung kommt, dass Du zuerst wahrscheinlich, ja Analysen des Hausarztes anforderst, oder? Genau, da ist schon ganz viel Diagnostik gelaufen, bevor man zu mir kommt. Meistens auch schon Darmspiegelung, Magenspiegelung, sowas ist auf jeden Fall wichtig. Genau.
Ich arbeite natürlich auch mit Menschen, die Diagnosen haben, wie jetzt eine chronisch entzündliche Erkrankung oder eine Unverträglichkeit, aber in allen Fällen ist es wichtig, dass medizinische Dinge im Körper auch angeschaut wurden. Jetzt höre ich schon anhand deiner Erklärung, wie komplex das Thema ist. Das Gute ist, dass Du ganz viel davon schon in deinem Podcast zusammengefasst hast, wo man sich, ja Dinge noch mal anhören kann und wo man bestimmte Dinge auch vertiefen kann. Sag mal, was sind so die die bestgehörtesten Folgen deines Podcasts? Was interessiert die meisten?
Ich hab gerade gar nicht so aktuell die Statistik auf dem Schirm, aber auf jeden Fall ja das Thema Emotionalität spannenderweise, weil natürlich dieses und auch unsere Folge, Du warst ja auch schon zu Gast bei mir im Podcast, falls der ein oder andere es noch nicht gehört hat, Weil natürlich dieses ich kann nicht jeden Tag unbeschwert essen, etwas mit mir macht. Der Essen ist 'n Grundbedürfnis, die Ernährung. Wir essen meistens dreimal am Tag und wollen das ja auch genießen. Und wenn da etwas nicht stimmt, schlägt das auf viele Lebensbereiche. Schlägt es auf die Stimmung, das schlägt vielleicht auf die Partnerschaft sich nieder.
Also es ist sehr, sehr komplex und deshalb ist das Emotionalitätsthema, die Emotionen und der Umgang auch damit ganz wichtig. Das Thema Abgrenzung und auch natürlich die Folgen, wo es rund darum geht, wie kann ich denn essen? Also ich hab auch mal versucht aufzuklären, mit Mythen aufzuräumen zum Thema Reizdarmsyndrom und vor allem auch dieses diffuse Feld. Hab ich jetzt 'n Reizdarm? Hab ich jetzt eine Unverträglichkeit?
Ist es doch eine Allergie oder hab ich nur zu enge Hosen an? Da wirklich auch mal aufzuräumen. Da findet man auf jeden Fall auch 'n paar Folgen. Genau, wenn man bei mir auf der Seite schaut, ist, glaube ich, eine der meistgehörtesten Folgen, eine, wo ich son wie son Kuscheltier hochhalte mit diesen Emoji, wo ja den Stuhlgang im Prinzip, den kennt man, ne, den Stuhlgang Ja, ja, ja. Darstellt.
Ja, bei uns heißt der tatsächlich der Kackhaufen, meistens. Genau, der Kackhaufen. Kack meinst Du. Genau, der Kackhaufen Genau, der Kackhaufen auch als Kissen. Ja, genau.
Das hat bei meiner Schwester zu Hause auch und da hab ich 'n Foto mitgemacht und die Folge ist, glaub ich, wertvoll für viele. Okay, sehr schön. Sag noch mal, wie heißt dein Podcast und wie lautet der ja die Domain für deine Homepage? Mhm. Ist unbeschwert ernährt nennt sich der Podcast.
Man findet alles unter Lenatura Punkt d e, auf Instagram oder im Netz, genau einfach Lenatura googeln. Auf YouTube ist der Podcast auch zu finden, unbeschwert ernährt. Genau. Spotify, iTunes ist gängiger. Das heißt also, die Menschen, die zu dir kommen, haben in der Und die deinen Podcast hören, die haben wahrscheinlich schon eine längere Odyssee hinter sich, ne?
Die waren schon bei den Ärzten, die haben schon viel Organisches abgeklärt, weil das ist ja immer das 1. Wenn es im Bereich ja der Organe nicht läuft dann suchen wir ja die klassische Schulmedizin und versuchen da Hilfe zu finden und dann kommen die wahrscheinlich zu dir ne genau Ja, meine Tochter hat eine Zöliakie, das ist auch ganz spannend. Die hat die aber als Kind schon diagnostiziert gekriegt, aber auch da merkt man, wie komplex das Thema eigentlich ist und neben dem Gluten, wie dieser ganze Trakt einfach auch wahnsinnig empfindlich ist, ne. Das heißt, bei uns ist das wirklich auch son nicht Reizdarm, aber das Thema Verdauung, Essen, Nahrung, was tut uns gut, worauf reagieren wir? Wir haben alle daran gelernt, letztendlich ja.
Weil plötzlich 'n Bewusstsein für den Darm überhaupt da ist. Was hältst Du denn eigentlich von diesem Buch, Damen mit Scham? Das war ja jetzt son Bestseller. Was ist was sind da deine Gedanken zu? Ja, finde ich super, weil Julia Enders total auch mit dem Tabuthema Stuhlgang aufgeräumt hat und das nimmt auch vielen die Hemmungen dann auch mit anderen, mit mir zum Beispiel über den Stuhlgang zu sprechen, weil das natürlich eine Frage ist, die immer kommt, gerade bei der Anamnese am Anfang, ist denn der Stuhlgang?
Und ich beobachte mal den Stuhlgang. Und ich find einfach, sie hat das super gelöst und witzig dargestellt und der hält sich ja auch schon sehr lange. Oder das Buch hält sich dann superlange in der Bestsellerliste und wird immer wieder gelesen und ich fand es auch Es ist schon ewig her, wo ich es gelesen habe, aber damals fand ich es super. Ja, also es bringt dieses Tabuthema mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und macht es leichter drüber zu reden, ne? Da war es sehr wichtig dafür auf jeden Fall, ja.
Also, Du hast vorhin gesagt, Blähbauch, Durchfälle, alles verbunden. Hast Du Durchfälle gesagt? Weiß ich gar nicht. Ja, Durchfälle gehört auf jeden Fall auch dazu. Der Blähbauch ist das 1.
Oder das höchste Beschwerdebild. Also meistens ist ein extremer Blähbauch das, was die Menschen am meisten mitbringen und auch beeinflusst, egal ob es eine Unverträglichkeit ist oder das Reizdarmsyndrom, dann aber auch Durchfallverstopfung und manchmal sogar im Wechsel. Okay und Schmerzen hast Du gesagt auf jeden Fall, ne. Und die Beeinträchtigung im Leben, das kann ich auch aus eigener Praxis ja nachempfinden, weil ich das auch oft höre. Das Leben wird zu unfrei, ne.
Man versagt sich so viel. Man versagt sich sowohl Essen als auch Treffen mit Freunden als auch Essen gehen. Man versagt sich all diese Dinge, weil man nicht weiß, wie der Darm darauf reagiert, weil man das nicht riskieren will und dann wird's oft auch schwierig in der Partnerschaft. Das hattest Du auch schon angedeutet. Ja, der Genuss geht verloren.
Ja, der Lebensgenuss auch. Worauf fokussierst Du denn dann in der Behandlung? Also wenn Du sicher bist, okay, das ist 'n Klient, der ist bei mir auch richtig. Wir haben's mit einem Reizdarmsyndrom zu tun. Wie geht's dann weiter?
Braucht denn derjenige. Ich was braucht denn derjenige? Ich weiß, das ist immer sone unzufriedenstellende Antwort, aber jeder kommt ja von 'nem anderen Standpunkt. Der eine hat schon sehr viel sich mit der Ernährung auseinandergesetzt und es ist wichtiger, den Fokus vielleicht auch mal von der Ernährung zu lösen und nicht jedes einzelne Lebensmittel zu verteufeln, weil das meistens außerhalb bei Nationalarchie, da wissen wir, das Gluten ist der Übeltäter, aber mit seltensten Fällen macht ein Lebensmittel richtig schlimme Beschwerden, sondern es ist eine Anhäufung. Das heißt, da zoomen wir noch mal eher heraus und gucken vielleicht auch eher auf der mentalen Ebene Stressreduktion, Meditation ist 'n Tool, mit dem ich sehr, sehr viel und gerne arbeite.
Und ich nutze den ganzheitlichen Ansatz des Ayurveda, weil das sone so eine alte Tradition ist wie der Yoga ja auch, wo man anhand der Elementenlehre ganz gut und auf einfache Art und Weise erklären kann, was denn vielleicht bei mir gerade im Ungleichgewicht ist. Und dann kann ich darüber auch über die Konstitutionsbestimmung im Ayurveda ganz gut erklären und jeder versteht sich dann auch 'n Stück weit selbst besser, was es jetzt gerade braucht. Sei es weniger Gedankenchaos und ich muss darf meine Erde stärken, ich sollte mehr in die Natur gehen oder ich sollte arg säurende Lebensmittel oder scharfe Lebensmittel reduzieren, damit der Durchfall weggeht. Es kommt also auch wie gesagt sehr aus Beschwerdebild an. Und dann gucken wir einfach, braucht es mehr auf der körperlichen Ebene, noch mal klassisch Ernährungstagebuch oder braucht es ja schon mehr in das Ganzheitliche und auch in die mentale Gesundheit, ja.
Mhm. Das klingt nach derjenige lernt sich besser kennen, ne. Genau, ja. Also es geht eigentlich darum, sich zu verstehen, seine eigene Konstitution zu verstehen, zu verstehen, was tut mir gut, was sind Dinge, die ich eher vermeiden sollte und auch wieder in dieses Spüren überhaupt zu kommen, ne? Absolut, ja genau.
Achtsamkeit, die eigene innere Stimme wieder laut drehen, weil wir haben sone Weisheit in uns, die eigentlich ganz gut uns leitet durchs Leben, die manchmal sehr leise ist und der Körper hilft uns ja oft nur dabei, dass wir da wieder hin zurückfinden und das ist so die Quintessenz. Ja und das man auch Bei mir lernt man auf jeden Fall unabhängig zu werden von Lösungen im Außen. Denn in der Ernährungswelt haben wir so viele Vorgaben, fast schon Empfehlungen. Wir wissen so viel über Ernährung wie sonst. Also es ist ein unglaubliches Wissen da.
Es hat sich immer mehr gesteigert in den letzten Jahren. Ich bin ja schon ein paar Jahre im Geschäft sozusagen und das ist unglaublich, was alles dazukommt. Und ich glaube, da hab ich dann auch irgendwann gesagt, wow, ich muss jetzt hier mal erst mich befragen, bevor man irgendwie auf den nächsten Ernährungstrend auf fährt. Und ich hatte zum Glück immer schon diese Intuition in mir drin oder mehr auf mich gehört wie jetzt auf irgendeinen Trend, auch wenn ich vielleicht mal irgendeinen Trend mitgemacht habe und das mal für gewisse Zeit ausprobiert habe. Ich hab schon immer gespürt, nee, das kann's jetzt nicht sein.
Und das lernt man auf jeden Fall bei mir, dass man die Lösung zuerst in sich sucht oder zumindest alles, was man im Außen hört an Ernährungsempfehlungen, dass man das mit sich zuerst abgleicht. Auch alles, was ich sage. Dass man sich als höchste Instanz nimmt, auch im Bereich Ernährung. Ja, das ist, da da merkt man erst mal eine große Schnittmenge zwischen unserer Arbeit, ne, weil es bei mir auch im Therapieraum, egal welches Symptombild ich vor mir habe, häufig auch diesen Kontakt mit der inneren Stimme geht. Ja.
Jetzt machst Du das speziell für das Thema Reizdarm, ne, und ich mach's für andere Themen, aber das die der Fokus der Arbeit ist sehr, sehr ähnlich. Und der nächste Gedanke, den ich eben direkt hatte und das finde ich sehr erschreckend, ist, dass, obwohl wir so viel mittlerweile über Ernährung wissen und obwohl so viel von links und rechts kommt, spiegelt sich das Ernährungsangebot, was wir haben. Also wenn ich durch den Supermarkt gehe, das spiegelt diese ganze Weisheit ja überhaupt nicht wider. Stimmt eigentlich, ja. Also ich, wenn ich da manchmal durchgehe und Cola, Fanta, Säfte, alle Produkte aus raffiniertem Mehl, Zucker ohne Ende in jedem Produkt.
Also tatsächlich find ich, ist unser Nahrungsangebot voll mit Verführung, von denen man wirklich über alle Menschen hinweg sagen kann, das tut uns überhaupt nicht gut. Ja. Und wenn man dann sehr achtlos sich dadurch bewegt und unter Zeitdruck ist und sich schnell irgendwas in der Mittagspause kauft, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bei was landet, was einem nicht guttut, unglaublich groß. Mhm. Was was gibst Du denn für Alltagstipps, wenn Du merkst, dass die Leute aufgrund von Zeitnot und ja Unachtsamkeit immer wieder in so Ernährungsfallen rein tapsen und doch wiederholen, was ihnen nicht guttut?
Ja, da ist auch wieder so zuerst die Verbindung zu sich selbst eben superwichtig und dann auch zu hinterfragen, warum hab ich denn so viel Stress? Zum Beispiel mein Mann arbeitet auch sehr, sehr viel und ihm geht es eher so, dass er dann manchmal vergisst zu essen oder den das Näheren nicht an erster Stelle hat an seinem Tagesablauf. Und da erarbeiten wir auch immer viel daran, wie er das in Balance bekommt, denn da können können wir uns noch so oft oder da kann er sich oft noch so oft vornehmen, wie er im Müll. Er isst mehr oder er kocht gesünder oder nimmt sich was mit, wenn der Stress weiterläuft. Also die Wurzel zu suchen ist eigentlich immer das Wichtige.
Also wir suchen immer nach der Wurzel, weil jeder auch Therapie, die ich mache. Ja, weil wir können den Verstand nur 'n Stück weit austricksen, indem ich mir dann zum Mealbrep, ich bereite mir etwas vor. Und das sind natürlich so klassische Empfehlungen. Ich mag auch sehr gern gern von Michael Polan den Spruch, ist nichts, was deine Großmutter nicht als Essen erkannt hätte. Oder man kann auch schauen, die Zutatenliste sollte nicht mehr wie 5 Zutaten haben.
Da kann man ja so mehr in dieses Clean Eating war ja mal eine Zeit lang im Trend, das ist naturbelassen. Es kann aber auch wieder gesteigert werden, also in Ortorexie. Das hast Du vielleicht dann auch mal in deiner Praxis. Da bin ich dann auch immer sehr vorsichtig, aber naturbelassene Lebensmittel, so viel mitnehmen, wie man möchte. Und ich arbeite ja meistens dann mit Menschen, die schon sehr, sehr bewusst sind mit der Ernährung, also weniger mit Menschen, die noch viel Cola trinken und den ganzen Tag irgendwie nur weiße Sachen essen und ins McDonald gehen.
Das habe ich wirklich sehr, sehr selten in meiner Arbeit. Genau. Aber generell wäre der Tipp vielleicht auch mal die Lebensmittel, die man gerne isst oder wenn man weiß, ich hol mir irgendwie immer beim Bäcker etwas am Morgen, wie könnte ich das dann mal 2 Tage von von 5 irgendwie anders machen? Dann mach ich jetzt mal 3 Tage anders und nehm mir was mit und spür dann auch, was tut mir besser. Denn meistens ist es so, dass mir es besser tut, wenn ich mir zu Hause selbst etwas Mitgebrachtes mitnehme, anstatt dass ich dann irgendwie das süße Teilchen beim Bäcker hole, weil das ja nur kurze Befriedigung bringt.
Ja, das tatsächlich manchmal bei mir kommen Leute an, die vielleicht noch nicht so weit sind mit der Ernährung, weil sie sich mit anderen Themen rumschlagen. Manchmal empfehle ich ganz konkret sozusagen so eine Uhrenmethode, dass ich sage, eine halbe Stunde, bevor Sie ungefähr Mittagspause machen, tickt der Wecker und dann sind wirklich so Fragen vorbereitet wie, wie geht es mir gerade? Ja, ist das. Also erst mal wieder Kontakt aufnehmen mit sich selber, ne? Wie wie geht's mir eigentlich gerade?
Hab ich denn schon überhaupt ein Hungergefühl? Ist Hungergefühl da, das erst mal wieder wahrnehmen? Und dann auch wirklich zu überlegen, was würde mir jetzt grade gut schmecken? Was würde mir gut tun? Also einmal, worauf hab ich Lust?
Aber dann auch son bisschen und was würde mein Körper aber gut nähren? Das hattest Du vorhin auch benutzt, ne. Das find ich auch sehr schön, überhaupt mal diese ganzen Fragestellungen, die wir uns immer so unbewusst beantworten, wieder in die Bewusstheit zu ziehen und dann, ja, mal andere Schlüsse zu ziehen als das, was wir gewohnheitsmäßig immer so ablaufen lassen. Wie Du sagst, ich geh jeden Tag zum Bäcker und kauf mir jeden Tag das Teilchen x y. Ja, aber dann bleibe ich auch dabei und dann merke ich vielleicht, dass mein Darm und mein Magen darauf reagieren.
Ja, gesunde Routinen ist ganz, ganz wichtig. Da habe ich auch sone Miniserie zum Anfang des Jahres oder im Januar gemacht. Gesunde Routinen und dann fällt automatisch auch das weg, was vielleicht ungesund ist mit der Zeit. Das sollte man sich nicht zu viel Druck machen, aber wenn ich mir vornehme, ein paar Mal in der Woche frisch selbst zu kochen, fallen ja dann schon mal die Tage weg, wo es irgendwie was Fertiges gibt. Und dann komme ich immer mehr auch zu dem natürlichen Lebensstil und auch mehr wieder gerne auch mal bei der Oma gucken, wie die das so gemacht hat.
Die kochen im Winter Eintöpfe und Suppen und wärmendes und im Sommer werden andere Gerichte zubereitet. Viel aus der Natur und ja, wirklich ohne so viele Fertigmittel, das ist das wäre sehr, sehr gut und auch heilsam für den Darm. Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen. Da sind wir ja, das ist vielleicht ein Teil unseres familiären Prozesses durch die Zöliakie meiner Tochter aufgefordert, frisch zu kochen, ne, weil man sich klarmachen muss, dass Weizenmehl fast überall drinsteckt. Also überall da, wo's in die Fertiggerichte geht, ist es automatisch auch drin, wo man sich manchmal fragt, wieso ist da Weizenmehl drin?
Ja. Also, ne, das macht sogar keinen Sinn manchmal, aber es ist dann eben doch Weizenmehl drin und deswegen sind wir sehr zum frischen Kochen ja ermuntert beziehungsweise gezwungen, aber zum Wohle allerletzt endlich. Absolut, ja. Zum Weizenmehl wird oft auch zum Haltbarmachen verwendet. Ja.
Mhm. Genau. Und Du hast gerade noch was ganz Wichtiges gesagt, nämlich der Umgang so mit den eigenen Ansprüchen. Also Also oft sind Leute ja bei solchen Umstellungen versucht, komplett ihre Gewohnheiten umzukrempeln von rechts nach links. Und das kann klappen, muss aber nicht.
Für viele, wie Du sagst, ist es einfacher zu sagen, ich ich schaff's schon mal 3 Tage die Woche von 7 und dann schaff ich's vielleicht 4 Tage. Und irgendwann will ich vielleicht am fünften und sechsten Tag diesen Mist gar nicht mehr in mich aufnehmen, weil ich merke, dass es mir überhaupt nicht guttut. Also das darf ein Prozess sein, ein Weg sein, auf den man sich auch nicht überfordert, weil dann schlägt's schnell in Frust und wenn's dann in Frust und so Selbstgeißelung und Selbstbeschimpfung umschlägt, dann klappt's nämlich nicht. Ja, da darf man auch dann einfach sehr in Kontakt mit sich sein. Es gab mal eine, ich weiß den Namen nicht mehr, aber sie hatte auch irgendein Buch veröffentlicht zum Thema intuitiven Essen und da hatte sie erzählt, dass sie dann gesagt hat, es ist jetzt egal, sie isst jetzt nur noch Oreo Kekse, Diese irgendwie Amerikanerin war das auch, diese Kekse, wo ja mit Milch noch und irgendwie so Schoko drum herum.
Ja, das ist ja auch richtig. Und die hat dann wirklich sich ganz viele Oreo Pakete gekauft und ich glaube am zehnten Tag war es, wo sie keinen einzigen Keks mehr konnte. Also der Körper hilft uns auch da wieder dabei, weil dein Körper will keine Fertigprodukte und der Körper sagt uns auch auf, was für Nährstoffe wir brauchen, sonst kommen Beschwerden auf und deshalb kommen die Menschen ja auch über Beschwerden dann wieder zurück. Was nährt mich denn? Weil wir bestehen aus den Dingen, wo wir essen und sogar weiter noch, wir bestehen nur aus dem, was wir gut verdauen können.
Und sicheres wert zu sein, ist auch noch ganz wichtig, denn jeder kann sich gesund ernähren und für den einen ist es im Leben in diesem Leben die Aufgabe, den Fokus her darauf zu legen, für andere die da steckt der Körper einiges weg, weil's anderes wichtig ist. Ja Prioritäten setzen ist da auch noch etwas Ich würde halt jeden Menschen wünschen, dass er schon vorab bevor Beschwerden kommen, sich damit beschäftigt, ja, zu verstehen, dass wir eben nur gut Ja, dass unser Körper einfach aus dem besteht, was wir mit unserer Ernährung zu uns nehmen, mental aber auch körperlich, ja. Hast Du eine Klienten Klientinnen Geschichte, die dich besonders berührt? Oh, es wird schwer eine Ausbildung. Ich hab so viele wundervolle Klientinnen.
Mich würd so interessieren Das ist gut. Wie wie ging's der, als sie bei dir oder oder als er, ne, weiß ich ja nicht, bei dir aufgeschlagen ist und wie lange habt ihr miteinander gearbeitet und was stand hinterher so als schönes Ergebnis, wo Du heute noch gerne und mit Stolz auch drauf schaust? Ja, ich hab jetzt ganz, ich erinnere mich einfach mal an den letzten Kurs, dann am Sonntag gerade den Onlinekurs abgeschlossen und da war auch, ja, sind super viele Erfolge wieder rausgekommen. Eine Klientin hat sehr stark für sich das Thema Wurzel herausgearbeitet, was ich sehr, sehr schön fand, dass die Wurzel, der Darm ist ja unsere Wurzel, dass das für sie 'n großes Thema spielt, auch von der familiären Geschichte her. Also es kann im Prinzip auch noch mal die Ernährung beobachten, das tut mir gut, Wurzelgemüse und die Erde auch in der Ernährung stärken, aber auch die familiäre Situation anschauen und stärken.
Vielleicht mit den Eltern sprechen, sich aber auch 'n Stück weit mehr abzuwurzeln von zu Hause und stärker zu werden in der eigenen Wurzel. Das war superschön. Also das ist nur eine von viele Geschichten. Ich hab hab wirklich so so tolle Klientinnen. Ich kann jetzt gar nicht jetzt eine auswählen, aber meistens geht dann über dieses, ich werde mir bewusster über meine eigene Situation, über mein Leben.
Natürlich sind da noch ganz viele Themen und da ist mit Sicherheit auch noch Arbeit dahinter, was das familiäre Thema betrifft, aber da lindern sich trotzdem schon Beschwerden und der Leber auch wird weniger. Es kommt mehr Leichtigkeit rein. Ja, das sind immer schöne Geschichten und die gefallen mir auch besonders gut, wo jemand dann nach seinen eigenen Herzensweg geht. Also ich habe dann auch schon einige Klienten betreuen dürfen, die dann zum Beispiel sich selbst ausgebildet haben im Bereich Ayurveda oder ja, die durch mich auch in die Selbstständigkeit gekommen sind. Gerade eine Kollegin hat's aktuell von mir mit ihr hatte ich gestern gesprochen, die ist durch meinen Podcast irgendwo inspiriert worden 'n Stück weit, sich auf den Bereich Ayurveda oder auf den Pfad des Ayurveda zu begeben und ist jetzt in ihrem Leben so gewandelt.
Hat eine Anstellung bei der Sparkasse hinter sich gelassen, jetzt in ihrer Selbstständigkeit, was nicht heißt, dass das für jeden das 9. Plus ultra ist im Gegenteil, muss nicht sein, aber sie hat da einfach sich getraut, ihrem Herzen zu folgen. Das habe ich oft, dass ich Menschen so bestärke, allein ich meine eigene Geschichte mehr auf dem Herzen zu mehr aufs Herz zu hören und die Dinge vielleicht auch anders zu machen, wie man vielleicht denkt, dass sie gut sind, wie die Gesellschaft das vorlebt. Ja. Da finde ich, haben wir schon wieder ganz viel gemeinsam in unserer Arbeit, weil auch ich erlebe, dass Menschen Symptome entwickeln, Arbeit, weil auch ich erlebe, dass Menschen Symptome entwickeln, die in Lebenssituationen stecken, die für sie eigentlich, nee, nicht eigentlich, nehmen das Wort mal raus, die für sie nicht mehr passend sind.
Ja. Also die da sind Sie vielleicht mal reingekommen, den Job haben Sie angenommen, weil zu dem Zeitpunkt war das irgendwie eine gute Idee, war das vielleicht auch sehr passend. Und jetzt hat sich das Leben so weiterentwickelt, dass man irgendwie merkt, nee, der Job ist es nicht mehr oder die Beziehung ist es nicht mehr oder vielleicht auch der Wohnort ist es nicht mehr und man bleibt aber aus diesen Vernunft und Sicherheitsbedürfnis heraus da stecken und dann meldet sich unser Körper, Seele und Darmsystem, so erweitere ich das jetzt mal, ne und schickt uns einfach Symptome uns immer wieder zu sagen hey hier passt was nicht hier steckst Du in der Situation die dir nicht gut tut dir der Stress macht die dich belastet die zu Anspannung führt und dahinzugucken, da nehme ich jetzt bei dir mit, ist das eine ähnliche Arbeit wie bei mir, da dahin zu spüren und ich fand das Bild mit der Wurzel übrigens super, ne, weil das ist das, was bei der Klientin immer wieder jetzt ins Gedächtnis zurückkommen wird, dieses Wurzelbild und das ist ja wirklich auf ganz viele Situationen übertragbar und sie kombiniert es mit Essen und mit Familie und mit Herkunftsfamilie und wahrscheinlich eigener Familie und ja, ist 'n ganz ganz ganz schönes Bild.
Ja. Das heißt, dem habe ich entnommen und jetzt schließe ich noch mal eine Frage an, dass Du Onlinekurse anbietest, richtig? Genau ja, ich hab 'n Onlinekurs, unbeschwert ernährt nennt der sich neben der 1 zu 1 Therapie oder dem Mentoring, was ich mache. Genau, gibt's auch einen Kurs mittlerweile. Ist sogar schon, ich glaube in der vierten Runde oder ja, wir kommen dann schon in die 5..
Der ist schon 'n paar Mal gelaufen. Wie oft findet der statt? Aktuell zweimal im Jahr. Also wir sind jetzt erst wieder fertig geworden und wahrscheinlich startet das genaue Datum steht und ich starte der nächste wieder im September. Ah okay, im Herbst.
Das heißt, die Zuhörerinnen, die Zuhörer, die sich jetzt interessieren müssen, da sich das einmal merken, können sich wahrscheinlich auch bei dir vorregistrieren lassen. Genau, einfach die Datenliste eintragen, falls es eine Änderung gibt oder schon vorher. Es gibt auch immer mal so kleine Angebote, so Onlineseminare, die ich mache. Genau, der nächste Kurs wird aber sehr intensiv werden, auch mit 'ner begrenzten Teilnehmerzahl, weil ich eben gerne das persönliche Arbeiten auch weiterhin gewährleisten möchte. Und ja, durch meine persönliche Geschichte, wir gehen noch mal auch ein bisschen reisen, wird es wahrscheinlich erst im September sein, aber eigentlich sei die ganze Zeit immer nur zweimal im Jahr gelaufen.
Auch wenn ich es gerne etwas anbieten würde, hat sich dieses Jahr jetzt wieder so rauskristallisiert. Ja genau, Du musst ja mit guten Beispiel vorangehen und dein Leben in Balance halten. Auf jeden Fall ja, Breakice what you preach. Genau, auf jeden Fall und da darf ich mir dann auch immer Zwischenzeit oder mir Zeit gönne für mich. Und das hat sich auch in der letzten Zeit herauskristallisiert für mich auch im Bereich online arbeiten, dass meine Klientinnen und Klienten auch das Leben verdauen dürfen und müssen, weil das einfach sone große Rolle spielt und das Social Media Thema, das ist einfach oft so überflutet.
Ich liefer auch viele auch schon kostenfreie Angebote und bin selbst manchmal überfordert von dem ganzen Angebot und es ist häufig ist da auch manchmal ja weniger, ist mehr oder gezielter sich für sich da jetzt schon drauf einzustellen. Ich werde im Herbst was für mich tun. Herbst ist eine super Umstellungszeit im Ayurveda reinigen wir da auch gerne noch mal. Das kann manchmal wertvoller sein wie zu viel. Das nächste Angebot, das nächste Kurs, die nächste keine Ahnung, Ernährungsumstellung, das muss alles verdaut werden.
Genau, das erlebe ich auch ganz oft und die Leute sagen dann ja, aber das habe ich schon gemacht, das habe ich schon gemacht, das hat alles nichts gebracht. Und wenn ich mir dann die Frequenz angucke, mit der diese Schritte durchlaufen wurde, hab ich auch immer die Befürchtung, na ja, gut, es hatte auch keine Zeit zu wirken, ne. Und ich finde das Bild, das ist für mich auch neu, aber das werd ich jetzt direkt mal stibitzen, weil ich's so schön finde, das Leben darf verdaut werden und was man an Impulsen für die persönliche Entwicklung aufnimmt, sei es mental oder körperlich, darf und sollte Zeit haben, verdaut zu werden, integriert zu werden. Ja, deshalb bin ich auch immer noch sehr auf das 1 zu 1 Therapie, wo es im Onlinebereich ja die Tendenz ist, näher Kurse anzubieten und das alles in der Größe zu gestalten, bin ich immer noch gerne jemand, der dann individuell arbeitet und das ist auch dann jederzeit möglich in diesem Jahr. Ja, weil ich selbst auch gespürt habe, dass es für mich wichtig ist.
Und ich bin auch jemand, der es liebt, neues Wissen und ich könnte überall, ja mich anmelden gefühlt und mich interessiert so vieles, aber ja für mich hat sich herauskristallisiert weniger ist mehr. Ist besser für meinen Bauch. Ist bei mir auch so mein Bücherregal platzt aus allen Nähten und vieles davon will eigentlich noch mal in Ruhe gelesen werden und ausgewertet und integriert werden, aber ich bin auch so vielfältig inspirierbar. Mhm. Das war wunderbar den Einblick, den Du uns gegeben hast.
Gibt es irgendwas, was Du zum Thema Reizdarm noch erwähnen möchtest, wo ich einfach aufgrund meiner mangelnden Kompetenz in dem Bereich nicht nachgefragt habe? Ich glaube, was wichtig ist, dass man sich nicht, also ich möchte jeden den Mut noch mal schenken und auch mitgeben, dass man sich nicht abtun lässt, auch wenn man durch viel Diagnostik gelaufen ist und das Gefühl hat, es stimmt was nicht mit mir oder keiner kann mir helfen, dass es Hilfe gibt und dass man auch Beschwerden lindern kann, auch des Reizdarmes. Dass es nur nicht diese eine Lösung ist, aber die ist es eigentlich nie, sondern es braucht immer verschiedene Gesichtspunkte, Blickwinkel, dass man sich Unterstützung holen darf auf jeden Fall. Und das Thema gesunde Ernährung auch noch mal überdenken kann und darf, weil wir wissen wissenschaftlich gesehen, dass FODMAPs, das hatten wir jetzt noch nicht angesprochen, aber das ist sehr ernährungsphysiologisch, aber das sind im Prinzip ja Bestandteile in meiner Ernährung, die 'n hoher Laststoffanteil haben, die Beschwerden machen können bei 1 sensiblen Verdauung. Und wissenschaftlich ist diese Ernährungsweise auch belegt, dass sie Linderung schaffen kann.
Bei 'nem Reizdarmsyndrom, falls das noch nie jemand für sich nicht ausprobiert hat, sich da therapeutische Hilfe zu holen. Die sollte man nicht alleine umsetzen, weil sie Gefahr wirkt, weil man sehr viele gesunde Lebensmittel auch weglässt in dieser Ernährungsform. Aber das könnte noch mal für viele vielleicht eine Linderung bringen. Ich hab dazu auch eine Masterclass entwickelt, wie man das Ganze auf sichere Art und Weise alleine umsetzen kann. Die FODMAP Meets Ayurveda, wo auch der ganzheitliche Ansatz dabei ist.
Weil wieder nur auf der Ernährungsebene zu arbeiten würde, nicht helfen, sondern wir brauchen auch wieder den ganzheitlichen Ansatz. Aber gerade bei Menschen, die es, ich liebe das auch sehr viel Gemüse, ich ganz ständig Bei mir sollte immer, welche Liebe es einfach immer Gemüse zu essen, morgens, mittags und abends. Und es haben viele Gemüsesorten einfach hohe Anteil an Fruktanen zum Beispiel oder Polyole, die eben auch vielleicht mal 'n Blähbauch triggern können. Wenn ich mich da wieder nicht auseinandergesetzt hab als reizdarm Symptompatient, ist das noch mal wichtig. Ja, sag noch mal, wie wie schreibt sich das, wenn für den ein oder anderen, der das googeln möchte vielleicht?
Ja, FODMAP. FODMAP, also nicht FODMAP, sondern FODMAP mit F0D FODM a p. Das sind fermentierte Okay. Ja. Ja, okay.
Kann man dann oder einfach bei mir mein Podcast, hab ich auch eine Folge dazu gemacht. Okay, das ist super, weil ich da hab ich noch nie gehört tatsächlich und ich treibt mich ja auch immer mal wieder auf diesen Markt rum. Aber das ist für mich auch 'n völlig neuer Begriff. Das ist ja noch mal spannend und ja, klingt auf jeden Fall ausprobierenswert. Und den ersten Punkt, den würde ich aber gern auch noch mal hervorheben, weil ich denen so wichtig finde, dieses sich aus der Schulmedizin so abspeisen lassen.
Weil ich hab auch immer wieder Menschen, die zu mir kommen, die sagen, ja, der Arzt sagt, es ist halt nur psychosomatisch. Ne, wo so unter dem Motto, es ist gar keine richtige Krankheit. Doch ist es natürlich, weil sowohl Krankheiten, die aus der organischen Ursache kommen, als auch die, die aus der psychischen Ursache kommen, aus meiner Sicht absolut gleichwertig sind, ja? Weil sie bringen beide ein Ungleichgewicht. Das macht noch mal schön das Bild rund.
Das Ganze kann im Darm beginnen. Es kann aber auch im im im Gehirn beginnen, ne? Und es kann eigentlich auch im Herzen beginnen, was ja dazwischen liegt. Zwischen Darm und Hirn ist das Herz ja in der Mitte. Mhm.
Und die Patienten fühlen sich dann häufig so minderwertig, weil sie das Gefühl haben, ich krieg's nicht hin. Ich hab ich hab irgendwie, ja, weiß ich auch nicht. Ich hab ich bin psychosomatisch. Falsch irgendwie oder Falsch. Ja, ja.
Nur weil unser Medizinsystem so stark ist in dieser anderen Medizin. Ich hab eine Krankheit, ich geborene eine Tablette, das ist halt Unser Gesundheitssystem ist ja 'n gutes Netz, aber hat sich eben in diese Richtung entwickelt, dass wir diesen ganzheitlichen Blick leider nicht gewährleisten können und viele Mediziner, die dass wir diesen ganzheitlichen Blick leider nicht gewährleisten können und viele Mediziner, die das vielleicht auch gerne machen würden, schaffen es leider nicht, weil sie keine Zeit dafür haben. Und dann liegt es einfach an mir, dass ich ganzheitlich auf mich 8. Und dafür gibt's ja dann auch zum Glück so wundervolle Podcasts auch wie deiner und Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, wo man dann auch Hilfe findet, ja. Und was nicht heißt, dass wenn man bei mir keine Hilfe findet, denke so, es ist bei dir auch, dass es dann der Weg oder dass es dann ja auch gar keinen Weg gibt und dass ich dann irgendwie hoffnungslos bin.
Es findet sich immer 'n Weg, wenn ich mich als wichtigste Instanz auf dem Weg sehe. Genau, Heilung und auch Entwicklung ist immer 'n Prozess Und auch wenn bestimmte Prozessschritte nicht eine ad hoc Wirkung bringen, heißt das nicht, dass sie auf lange Sicht nicht weiter mittragen, ne. Ja. Und so kommt sozusagen 1 zum anderen und irgendwann passiert dann Fortschritt. Aber diese Ungeduld, wie Du sagst, ich nehm eine Pille und dann ist es weg.
Ja, klar, irgendwie klingt wunderbar. Aber so dafür ist der Mensch einfach zu komplex Ja. In dem, was er in sich trägt. Ja und auch viel schlauer wie Medikamente. Ja, hat deshalb funktioniert es ja in meinen Augen auch nicht gut, aber wir sind dazu erzogen worden irgendwie, ja?
In unserem Medizinsystem. Du nimmst eine I-Bo-ne-Schesstablette, dann ist gut, aber Ja, nee, genau. Wir beide stehen für einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz, glaube ich, ne? Und das ist das, glaube ich, was wir den Menschen da draußen auch nahebringen möchten, mitgeben möchten, was der Ayurveda ja auch Ansatz mitbringt und das Yoga auch. Also da gibt es so viele fernöstliche ja Wissensgebiete, Techniken, Ansätze, die uns in unserer ja westlichen Welt so bereichern könnten, ne, oder bereichern können, wenn wir sie denn erfahren, uns darüber informieren und sie zulassen.
Ja, und es gibt auch schon Studien. Vielleicht das noch abschließend zum Thema Reizdarm und Ayurveda, die das Immanuel Krankenhaus in Berlin, was zu der Charité Berlin gehört, hat auch in dem Bereich sogar geforscht und das kommt ja. Also wir überprüfen das ja mit unserem westlichen Wissensstand und mit dem Verstand mittlerweile ja auch alles schön. Also es zieht ein. Ja, ich bin gespannt.
Wie hab ich Also ich hab ja auf jeden Fall noch einen Weg vor. Ich bin gespannt, dann am Ende meiner meiner Zeit aussieht, wie sich's gewandelt hat. Ja. Ach schön, dann schließen wir das Interview mit diesem ganz optimistischen Blick. Ich danke dir für die Einblicke zum Thema Reizdarm, für die Einblicke in deine Arbeit und deine Erfahrung.
Und ja, bin sicher, dass ich irgendwann noch mal anklopfen für ein Interview und noch mal frage, weil da so viel ist, was ich gerne noch fragen würde. Und heute schließ ich nur mit Blick auf die Zeit. Ja, vielen, vielen Dank. Schön, dass ich da sein dürfte. Danke, Sabine.
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