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Beziehungen Folge 88 · 11. Juni 2020 · 19 Min
Cover: Toxische Beziehungen und das Selbstwertgefühl

Toxische Beziehungen und das Selbstwertgefühl

0:00 19 Min

Worum geht's?

Was macht eine toxische Beziehung aus? Sie kostet mehr Kraft kostet als sie Positives gibt. Einer der Partner (meist der anhängige Teil) zeigt immer mehr Vergiftungserscheinungen (Selbstwert sinkt, Selbstzweifel/Ängste/Hilflosigkeitsgefühle wachsen) Vergiftende Beziehungsmuster sind u.a. durch Egoismus, Unterdrückung und Kontrollsucht durch einen der Partner gekennzeichnet. Dieser "inszeniert" meist alte Beziehungsmuster. Heute erkläre ich dir, wie du dich schützen kannst und wieso dein Selbstwert so wichtig ist.

Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit. 

Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.

Zum Nachlesen

Vollständiges Transkript · 2.570 Wörter · etwa 13 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.

Hey, hallo, herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für alle Erschöpften, deren Leben besser werden darf. Mein Name ist Sabine Bimmler. Ich hoste diesen Podcast bin Psychotherapeutin in Köln, systemischer Coach und freue mich sehr, dass Du heute wieder zuhörst. Eine kleine Ankündigung in eigener Sache, ich plane grad ein bestes Freundinwochenende zum Thema Yoga und Achtsamkeit in der Nähe von Köln. Das wird diesen Herbst stattfinden.

Wenn Du Lust darauf hast, die Zeit mit mir und meiner besten Freundin Anke zu verbringen, etwas über Achtsamkeit und Yoga zu lernen, zu entschleunigen und gleichzeitig ganz viel Spaß zu haben, melde dich einfach unter Sabine at Bimler Punkt com, dann nehm ich dich auf die Warteliste und versorgere dich mit weiteren Infos. Jetzt aber zum heutigen Thema, toxische Beziehungen. Es geht auf einen Zuhörerwunsch zurück. Das Thema toxische Beziehungen, das merk ich an euren E-Mails, an euren Kommentaren, das treibt viele von euch Und auch hier schrieb mir jemand, der in 1 toxischen Beziehung feststeckt und dort nicht rauskommt. Und ja, für alle erst mal, wir fangen mal an mit dem Thema, was sind toxische Beziehungen überhaupt?

Toxische Beziehungen kosten mehr Kraft, als dass sie dir Positives geben. Das heißt, am Ende stimmt die Kosten Nutzen Balance 1 Beziehung 1 solchen Beziehung überhaupt nicht. Ein Partner, meist der abhängige Teil, der zeigt immer mehr Vergiftungserscheinungen, der Selbstwert sinkt, Selbstzweifel, Ängste, Hilflosigkeitsgefühle wachsen. Diese vergifteten Beziehungsmuster, die da greifen, sind vor allen Dingen durch Egoismus, Unterdrückung und Kontrollsucht des stärkeren Partners gekennzeichnet. Du siehst schon, in der toxischen Beziehung gibt es ein Machtungleichgewicht.

Es gibt in der Regel einen Bestimmer und es gibt jemanden, der sich anpasst. Tatsächlich kann es so sein, dass diese Rollen sogar manchmal wechseln, aber eigentlich nur kurzfristig. Wenn man sich die Beziehung über eine längere Dauer anschaut, dann sieht man, wer der dominante, wer der treibende Part ist und wer der Part ist, der sich eher anpasst und unterordnet. Wieso entstehen solche Beziehungsmuster überhaupt? Das ist eine ganz interessante Frage und aus meiner Sicht bekommen beide in der Beziehung nicht das, was sie wollen.

Also was willst Du eigentlich in Beziehungen? Überleg mal für dich, warum gehst Du eine Beziehung ein? Ich vermute, Du willst dich akzeptiert fühlen. Du möchtest dich geliebt fühlen, gesehen fühlen. Du möchtest dem Bedürfnis nach Nähe und Zugehörigkeit ja entsprechen.

Das heißt, Du willst als Mensch in dieser Beziehung einfach so sein dürfen, wie Du bist und dafür geliebt und gewertschätzt werden. Das wäre das klassische Bild von Beziehungen und wenn Du eine solche Beziehung, eine Freundschaft hast, dann weißt Du, das fühlt sich gut an. In guten wie in schlechten Zeiten. Beide in 1 toxischen Beziehung bekommen beide Teile das nicht. Der eine ist damit beschäftigt, ja, zu unterdrücken, zu kontrollieren, den Partner irgendwie in Schach zu halten, damit der ihm nicht wegläuft oder irgendwas Böses macht.

Das ist sehr anstrengend und der andere Teil ist ständig dabei, diese Unterdrückung und Kontrolle abzuwehren und immer wieder zu beweisen, dass er doch wirklich sehr liebt und sehr an dieser Beziehung interessiert ist. Häufig wird da etwas inszeniert, Beziehungsmuster werden inszeniert, die diese Menschen aus ihrer Kindheit her kennen. Das heißt, wenn jemand aufgewachsen ist in einem Kontext, der hieß Liebe gegen Gehorsam, dann kann er das auf 2 Seiten in der eigenen Beziehung wiederholen. Entweder er geht in den Part, der Gehorsam einfordert oder er geht eher in den Part, der weiterhin gehorsam ist, geliebt zu werden. Also da lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen und auf die Beziehungs- und Bindungsgeschichte der Person zu schauen, zu verstehen, dass sie hier etwas rein inszenieren.

Und noch mal, hier wird etwas reinzeniert, was für beide Menschen in dieser Situation eigentlich das, was sie suchen, nicht bringt. Und das macht es letztendlich auch für beide toxisch. Wenn Du schon mal Opfer warst in 1 toxischen Beziehung, dann weißt Du, Du leidest wirklich ungemein und die Opfer sagen auch ganz häufig, ja, aber ich hab den viel schlimmeren Part erwischt. Das mag sein, für mich ist es wichtig, beide kommen eigentlich nicht zu ihrem Recht. So, also wir haben hier eine Reinzenierung von altem Bindungsgeschehen, was der Person irgendwie vertraut ist.

Das heißt aber auch, die beiden Beteiligten wissen nicht so richtig, wie Beziehung wirklich geht. Und manchmal werden aber auch Menschen, und das ist auch sehr interessant, erlebe ich auch immer wieder, in solche Beziehungsmuster reingezogen, die eigentlich vorher ganz gesunde Beziehungen hatten und sagen, eigentlich hab ich auch 'n sehr stabiles Bindungs- und Beziehungsmuster in mir. Das hat dann häufig etwas mit dem Selbstwert zu tun. Also wenn Du eine Selbstwertproblematik hast, dann bist Du für diese manipulativen Beziehungsmuster sehr anfällig. Dann bring ich nachher auch noch eine schöne Metapher, würde ich dir gerne nachher noch erklären, die dazu passt.

Wir gucken aber wieder auf das Beziehungsgeschehen und nicht, warum das entsteht. Also, wenn der abhängige Partner gehorcht und sich den Regeln des anderen fügt, ist alles super. Dann wird er überschüttet mit positiver Anerkennung. Es gibt ganz tolle Momente. Es gibt wahnsinnig guten Sex.

Es ist wie im Himmel. Gutes Verhalten wird massiv belohnt, und zwar sehr massiv, indem derjenige nämlich ja Sätze bekommt wie ohne dich kann ich nicht leben, ich werde dich ewig lieben. Also Sätze, die eine Intensität von Gefühl widerspiegeln, die einem das Gefühl geben, hier hab ich endlich den Menschen gefunden, den einen, auf den ich mein Leben lang gewartet habe. Leider ist das schon eine Form der Manipulation, weil diese Sätze werden ganz oft missbraucht, dieses Machtgefälle herzustellen. Wenn Du schon mal selber in 1 solchen Beziehung gesteckt hast oder jemand kennst, der grade in 1 solchen toxischen Beziehung steckt, dann wirst Du merken, dass die Menschen sich ja sehr häufig verändern im Laufe der Zeit.

Und grade wenn wir auf die Opferseite gucken, also das Bild des Opfer und Täters ist auch relativ eng verbunden mit toxischen Beziehungen, wenn wir auf die Opferseite schauen, dann werden Menschen, die ja vor Beginn dieser Partnerschaft noch als fröhlich, gesellig und selbstsicher wahrgenommen werden, zunehmend unsicher, labil und in sich gekehrt. Angehörige und Freunde erkennen die betroffenen Menschen oft nicht wieder und ja, die verlassen letztendlich auch diese anderen engen Beziehungen, da der in Anführungsstrichen Täter das auch von ihnen verlangt. Denn eine Manipulation auf Beziehungsebene ist viel einfacher, wenn ich mein Opfer von allem abtrenne, was andere soziale Kontakte sind. Also noch mal, entweder Du hast ein Selbstwertdefizit oder Du hast selber ein ungünstiges Beziehungsbild in dir. Beides erhöht deine Anfälligkeit in eine toxische Beziehung zu geraten, zu stolpern, ziemlich deutlich.

Auch Gesunde können also in 1 solchen Beziehung landen. Dieser unglaubliche Scham einerseits das Zuckerbrot und auf der anderen Seite später dann auch die Peitsche, die machen tatsächlich etwas mit einem. Der Christian Hemmschenmaier, den hatt ich in meinem Podcast schon mal im Interview, der hat sich ja sehr stark auf das Thema fokussiert. Also er spricht davon, dass toxische Beziehungen zum Beispiel auch grade zu Beginn durch eine Schockverliebtheit gekennzeichnet sind. Toxische Beziehungen starten niemals langsam, so wie man das aus anderen Beziehungen kennt, wo man sich erst mal trifft, wo man sich kennenlernt, sich vielleicht auch schon über als Kollegen länger kennt und da entwickeln sich was, sondern toxische Beziehungen treffen einem häufig wie ein Blitz und dann entsteht so eine Art Schockverliebtheit.

Und plötzlich sind sich beide sicher, das ist der richtige Partner für mich, für ewig. Also das ist schon eine Warnlampe, die Du erkennen solltest. Wenn immer es so schnell geht und es sich so schnell, ja, als das eine, auf das Du immer gewartet hast, herauskristallisiert, Sei vorsichtig. Ich glaube, dass das der Entwicklung 1 gesunden Beziehung tatsächlich nicht entspricht. Dann hat Christian in so 1 Art Selbsttest einige Fragen aufgeführt und die find ich sehr gut und die würd ich dir auch gern hier mal reingeben.

Also was kann man sich fragen oder was kann man einen Betroffenen fragen? Empfindest Du extremen Liebeskummer auch innerhalb der Beziehung? Ein klassisches Zeichen für toxische Beziehungen. Es findet extremer Liebeskummer statt, obwohl die Beziehung noch intakt ist. Verzeigst Du deinem Partner nach kürzester Zeit, obwohl er dir ständig wiederholt wehtut?

Schmerz verzeihen, Schmerz verzeihen, Schmerz verzeihen, Verletzung verzeihen. Auch ein klassisches Wechselspiel, was da stattfindet. Hast Du das Gefühl, dass Du immer mehr machst für die Beziehung als dein Freund und dein Partner? Hast Du die Fantasie, dass dein Partner sich ändern wird, wenn Du ihn nur genug liebst und wartest? Bist Du in deinen Gedanken obsessiv mit deinem Partner beschäftigt?

Schaust Du zum Beispiel immer wieder nach, ob Du eine Nachricht von ihm bekommen hast? Kannst Du das gar nicht lassen, obwohl ihr über dieses Stadium der ersten Verliebtheit schon hinaus seid? Werden dir immer wieder Dinge versprochen, die nie eintreffen? Nimmt dein Selbstwert einen Schaden in der Beziehung. Wirst Du immer wieder so verletzt, dass Du letztendlich immer weniger an dich selber und deinen eigenen Wert glaubst.

Fragst Du dich, was eigentlich an dir falsch ist, dass diese Beziehung nicht funktioniert? Das sind Fragen aus Christians Selbsttest. Und ich find, die zeigen gut, wie sich es anfühlt und wie man merken kann, dass man in 1 besorgten, toxischen Beziehungen steckt. Und ich hatte dir vorhin von der Metapher erzählt, die mir auch kürzlich begegnet ist und die ich auch sehr schön fand. Und zwar kannst Du dir deinen Selbstwert als ein Glas vorstellen.

Ein Glas, was gefüllt ist mit Flüssigkeit oder mit Bällen. Und im Laufe deines Lebens haben vielleicht ganz viele Menschen was in dein Selbstwertglas getan, indem sie dir schon als Kind signalisiert habe, Du bist gut so, wie Du bist. Du kannst zu viel. Du bist mutig und so weiter. Dann wird das Selbstwertglas ziemlich hoch aufgefüllt.

Oder Du hast vielleicht eher eine Kindheit und Jugend durchlaufen, wo gar nicht so viel in das Glas eingezahlt wurde und dein Selbstwertglas ist relativ leer. Das Selbstwertglas auffüllen kannst Du auch selber. Viele Menschen haben das aber leider nicht gelernt. Das ist fast Teil jeder Therapie bei mir, dass die Leute lernen, wie kann ich lernen, mich selber zu lieben? Wie kann ich lernen, mich anzunehmen, mich zu akzeptieren?

Weil ein leeres Selbstwertglas dich anfällig macht für alle möglichen, ja, nennen wir's Probleme. Toxische Beziehung ist nur 1 davon. So, und wenn dein Glas mit dem Selbstwert relativ leer ist, das macht dich per se anfällig. Der toxische Partner, der macht Folgendes. Der kippt schwallartig positive Assoziationen, Wertschätzung, Gefühle in dieses Glas.

Das heißt, Du bist glücklich wie nie, weil dein Selbstwertglas quillt über. Der kippt so viel rein am Anfang, dass dieses Glas überläuft. Und Du kannst dir vorstellen, das fühlt sich unglaublich gut an. Und je leerer dein Glas war, je größer der Mangel war, desto besser wird sich das anfühlen. Und dann hört er aber auf und weil er nicht mehr reinfühlt in das Glas, kommst Du wieder in dein altes Defizit zurück.

Aber Du hast jetzt einmal gemerkt, wie gut sich das anfühlt, wenn dieses Glas voll ist und wenn das überläuft. Also hättest Du das gern noch mal. Das ist übrigens klassische Lerntheorie, ja. Das ist auch so was wie Sucht. Du willst das Überlaufen des Glases noch mal spüren, weil es so schön war.

Diesen Kick, den möchtest Du wieder. Und dafür bist Du bereit, relativ viel zu tun. Das heißt, Du ordnest dich unter, Du akzeptierst die ja Verhaltensweisen deines Partners, die dir zwar nicht gefallen, aber Du fügst dich, weil Du wartest auf den Moment, wo er dein Selbstwertglas von außen noch mal schwallartig befüllt. Und tatsächlich tut er das von Zeit zu Zeit. Die Abstände werden aber immer länger, in denen das passiert.

Und Du hungerst immer mehr danach und tatsächlich wird es so sein, dass Du am Ende nach 1 solchen Beziehung deutlich weniger im Glas hattest, als Du vorher drin hattest. Also das war jetzt glaub ich Kramatikale sprachlich nicht sauber. Am Ende 1 toxischen Beziehung ist der Selbstwert häufig noch mehr geschädigt, also dein Glas ist noch leerer als zu Beginn 1 toxischen Beziehung. Was musst Du also tun, wenn Du aussteigen willst, wenn Personen, die fallen nicht nur einmal in dieses Beziehungsmuster hinein, sondern das wiederholt sich. Du musst an deinem Selbstwert arbeiten.

Du musst schauen, was ist dir wichtig? Was bist Du dir wert? Was kannst Du? Damit machst Du dich unabhängig von anderen Menschen. Das heißt, Du füllst dein Glas, dein Selbstwertglas selber auf und das kann über ganz viele Dinge passieren.

Du kannst zum Beispiel dir einen wunderschönen Selbstwerttext formulieren oder da gibt es reichlich von den Büchern im Internet, den kannst Du dir jeden Tag mehrfach vorlesen. Dieses wunderbare Gedicht von Charlie Chaplin, als ich mich selbst zu lieben begann zum Beispiel. Dann, ich hab ja auch schon Folgen gemacht zum Thema, hey, wie redest Du eigentlich mit dir? Ein anderer Selbstdialog, nämlich ein Selbstdialog, der dich stärkt, der dich ermutigt, der dich darauf erweist, was Du alles kannst, der dich tröstet, der füllt automatisch auf Dauer immer mehr in das Glas deines Selbstwertes. Die Haltung, ich bin okay, die kann man einnehmen.

Es gibt Übungen, es gibt Körperübungen, die man sie wie man sie einnehmen kann. Es gibt Körperübungen zum Thema Selbstfürsorge, gut auf sich aufpassen. Auch das ist etwas, was hilft, in deinem Glas des Selbstwertes einzuzahlen. Und wenn dein Glas relativ voll ist, dann wirst Du kaum das Risiko haben, in toxische Beziehungen zu gehen, weil Du wirst dich von Anfang an fragen, was wird hier gespielt? Was ist hier los?

Und Du wirst sagen, okay, ich bin es mir wert, dass ich mich an bestimmten Stellen so nicht behandeln lasse. Das darf keiner mit mir machen. Diese Art von Kontrolle und Unterdrückung, die hier praktiziert wird, das lasse ich nicht zu. Das macht keiner mit mir. Und dann gehst Du raus aus der Beziehung.

Auch wenn Du natürlich eher Täter als Opfer bist, übrigens hat das was mit deinem Selbstwert zu tun, weil der Täter füllt sein Glas des Selbstwerts darüber auf, dass es ihm gelingt, Menschen in der Beziehung zu halten über seine Strategie. Auch hier geht es darum, letztendlich den Selbstwert aufzufüllen. Vielleicht kennst Du die Geschichte mit dem 5 will den haben? Und alle wollen ihn haben. Und dann fängt der Lehrer an und zerknüdelt diesen Fünfziguroschein und fragt dann, wer will den jetzt haben?

Und die Schüler sagen wieder, ja klar, will ich den haben. Und dann fängt er an, diesen Schein zu nehmen, auf den Boden zu legen und auf diesen schon zerknitterten Schein rumzuspringen, sodass der ganz dreckig wird auf diesem Schulboden. Und dann wieder die Frage an die Schüler, wer will ihn haben? Und die meisten Schüler wollen ihn immer noch haben, weil der Schein ist immer noch 50 Euro wert. Und das finde ich ganz wichtig, selbst wenn Du in 1 Beziehung zerknittert wirst, man auf dir rumtritt, dich in den Dreck wirft und so kann sich das manchmal anfühlen in toxischen Beziehungen.

Du verlierst deinen Wert nicht. Es ist eine persönliche Entwicklung, die da stattfindet und Du kannst Frieden mit dir selbst machen und deinen Beziehungen eine andere Basis geben, nämlich einen gesunden Selbstwert. Falls Du Fragen hast zum Thema toxische Beziehung, schick sie mir gerne. Meine E-Mail-Adresse und so weiter ist hier alles auf meiner Homepage zu finden. Ich hoffe, dass dir dir die Folge gefallen hat.

Und in diesem Sinne sage ich für heute, tschüss.

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