Angst kann sich manchmal so anfühlen, als würde sie alles einnehmen.
Als wärst du Angst und nicht einfach ein Mensch, der gerade Angst erlebt.
In dieser Podcastfolge lade ich dich ein, Angst aus einer anderen Perspektive zu betrachten:
als einen Teil deines inneren Teams, nicht als dein ganzes Wesen.
Diese Folge ist ruhig, begleitend und bewusst ohne Druck gestaltet.
Du musst nichts lösen, nichts verstehen und nichts verändern.
In dieser Folge erfährst du:
Der Fokus dieser Folge liegt nicht darauf, Angst loszuwerden,
sondern darauf, ihr anders zu begegnen – mit mehr innerem Raum und weniger Anstrengung.
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Wenn du dir akute Unterstützung bei Angst oder starker innerer Unruhe wünschst,
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Angst ist kein Zeichen von Schwäche.
Sie ist ein Signal deines Körpers.
Wenn du lernst, deinen Körper zu beruhigen,
folgt der Kopf oft von selbst.
Vollständiges Transkript · 1.621 Wörter · etwa 8 Minuten. Automatisch aus der Audio erstellt — kleine Fehler sind möglich.
Hey, schön, dass du da bist. Herzlich willkommen bei Reif für die Couch, dem Podcast für Psychotherapie und Psychologie. Mein Name ist Sabine Bimmler, ich bin Psychotherapeutin aus Köln und versuche dir mit diesem Podcast ganz lebenspraktische Hilfe außerhalb des Therapieraums zu geben.
Heute geht es mal wieder um das Thema Angst. Wenn ein Teil von dir Angst hat, das innere Team verstehen. Mein letzter Newsletter dreht sich auch um das Thema Angst.
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Also, kommen wir zum Thema Angst. Vielleicht hörst du diese Folge gerade sehr bewusst, vielleicht aber auch nebenbei und beides ist völlig in Ordnung. Du sollst dich nämlich gar nicht anstrengen, Du musst hier kein Problem lösen und nichts verändern.
Du sollst erstmal zuhören und wirken lassen. Du kannst natürlich, und das ist das Coole beim Podcast, jederzeit pausieren lassen, jederzeit pausieren oder später weiterhören. In dieser Folge geht es um Angst, aber nicht darum, sie einfach wegzumachen, sie zu bekämpfen, sondern darum, sie ein kleines Stück besser zu verstehen und vielleicht dadurch etwas mehr Erleichterung zu spüren.
Angst fühlt sich oft überwältigend an. Viele Menschen erleben Angst so, als würde sie plötzlich alles einnehmen, den Körper, die Gedanken, die Gefühlswelt, als wäre ihr ganzes Ich ängstlich, als wäre die ganze Person von Angst erfüllt. und genau das macht einen so hilflos, denn man hat das Gefühl, ich bin schwach oder irgendwas ist mit mir falsch oder es ist ganz viel Druck im System.
Ich glaube, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. Was wäre, wenn die Angst nicht überall in dir ist, sondern nur ein Teil von dir? Und das passt gut zur Systematik des inneren Teams, der ich mich ja auch in den letzten beiden Folgen schon gewidmet habe.
Ein Teil von dir möchte, dass du dich zurückziehst. Ein anderer Teil möchte aber, dass du vielleicht das soziale Event besuchst oder dass du dich traust, etwas zu tun. Und wieder ein anderer Teil sehnt sich nach Entspannung und Ruhe.
Wir haben also alle verschiedene Anteile in uns die wir uns eben als ein inneres Team vorstellen k Und wie in einem echten Team geht es darum einen Konsens zwischen den unterschiedlichen Stimmen Bed und Impulsen zu finden. Dabei ist es wichtig, dass diese Teile im respektvollen, zugewandten, neugierigen Austausch miteinander bleiben. Angst ist auch nur eine dieser inneren Stimmen.
Sie ist nicht die wichtigste, sie ist nicht die stärkste, aber sie ist oft besonders laut. Und sie ist so laut, weil sie uns schützen möchte, auf ihre Art. Denn Angst ist nie gegen uns.
Angst ist immer für uns und versucht uns auf ihre Art zu schützen. Deswegen ist der Angstteil oder die unterschiedlichen Angstteile in uns, die sind oft sehr wachsam. Ständig läuft so eine Art Scanner, ist etwas gefährlich, könnte etwas schief gehen und manchmal ist er zu scharf eingestellt.
Er ist übertrieben unterwegs und deswegen ist es manchmal so wahnsinnig anstrengend, weil es andauernd zu viel Alarm kommt. Und wenn dieser Angstteil sehr intensiv scannt und sehr oft Fehlalarm schlägt, dann bleibt kaum noch Platz für die anderen Stimmen. Ganz wichtig ist, dieser Angstteil wird nicht leiser, wenn wir ihn bekämpfen.
Im Gegenteil, je mehr wir versuchen ihn wegzudrücken, desto lauter wird er, weil er denkt, wir haben ihn nicht gehört oder wir nehmen ihn nicht ernst. Und genau hier kannst du vielleicht schon eine Erleichterung spüren. Du musst die Angst nicht bekämpfen.
Du musst sie nicht kontrollieren. Du sollst sie einfach erst einmal wahrnehmen. Und zwar als ein Zeichen von innerer Alarmbereitschaft.
Ich weiß, dass Angst so ein starkes Gefühl ist und dass sich das deswegen so anders anfühlt. Aber wenn du deine Angst jedes Mal wieder neu beobachtest, wirst du feststellen, oh, das ist ja doch immer relativ gleich. Es kommen immer die gleichen Körpersensationen, es kommen immer die gleichen Gedanken und das ist kein Beleg dafür, dass die Angst recht hat, sondern das ist ein Beleg dafür, dass Angst ein Programm ist, was in deinem Nervensystem festgeschrieben ist.
Ein Gefühlsprogramm. Schau doch einmal nach innen. Ich lade dich einen kleinen Moment ein, eine Reflexion durchzuführen.
Gibt es gerade jetzt einen Teil in dir, der angespannt, ängstlich oder besonders wachsam, also scannend ist? Lass deinen Blick über deine inneren Stimmen, über deine inneren Teammitglieder einfach mal schweifen und schau mal. Vielleicht findest du einen Teil, der ängstlich ist oder sogar Angst hat.
Und dann reicht genau dieser Gedanke da ist ein Teil von mir der Angst hat Und vielleicht magst du innerlich auch schon hinzuf und ich bin mehr als dieser Teil Und in der Reflexion kannst du dir noch anschauen, was ist das für eine Art von Angstteil. Wir haben nämlich zum Beispiel kindliche, innere Kinder, kindliche Anteile, die Angst haben. und die haben so eine hilflose, jämmerliche Angst und die haben den Impuls, sich zu verstecken.
Die wollen nur weg, weg, weg und sich ganz klein machen. Und du fühlst dich dann auch unheimlich klein und jung in der Situation. Dann gibt es aber auch eine Angst, die kommt eher so aus einer, ja, ich sag mal wie so ein Sicherheitsofficer, Sicherheitsoffizier aus so einer Haltung heraus, also jemand, der sagt, nein, das machen wir nicht, das ist viel zu gefährlich, das ist auch eine Tonation von Angst.
Die ist aber ganz anders als dieses innere Kind, wenn dieser Anteil Angst bekommt. Der Sicherheitsoffizier, der ist eher so dominant, der sagt an, der gibt dir klare Befehle und entscheidet, dass du bestimmte Dinge nicht tust. Und dann gibt es auch so sehr zweifelnde Ängste.
Die sind eher mit inneren Fragen unterwegs. Die bringen so Gedanken mit wie, und was ist, wenn das passiert? Und dann könnte das passieren.
Oh Gott, oh Gott, und was ist, wenn das passiert? Das hat wieder eine andere Qualität. Also falls du jetzt gerade einen Teil entdeckst, der eher ängstlich oder besonders wachsam ist, frag dich mal, was ist das für ein Teil und aus welcher Energie heraus wird der aktiv?
Ist es eher eine kindliche Angst, ist es eher so eine Security Officer Angst oder ist es vielleicht noch eine ganz andere Tonation? Der Angsthase ist ja auch ein oft gewähltes Bild. Und dann bitte ich dich wieder rauszukommen aus der Reflexion.
Mehr ist jetzt gerade nicht nötig und trotzdem ist genau das die Reflexion, die du auch anstoßen kannst, wenn du Angst im System hast. weil hier kannst du dich fragen, was ist denn da eigentlich gerade los, was ist das für eine Form von Angst und du gehst in die Angstanalyse und lieferst dich dadurch dem Gefühl nicht so aus, sondern schaffst schon etwas Distanz. Es gibt ein Irrtum bezogen auf die Angst und vielleicht erleichtert dich das ein wenig, wenn du diesen Irrtum für dich auflöst.
Viele Menschen glauben, dass Erleichterung erst dann entsteht, wenn die Angst verschwindet. In meiner Arbeit zeigt sich oft etwas ganz anderes und der Ansatz der Akzeptanz- und Commitment-Therapie hat auch eine ganz andere Denke. Erleichterung entsteht nämlich dann, wenn der innere Kampf gegen die Angst aufhört.
Wenn Angst einfach da sein darf ohne das Steuer zu ohne bek zu werden dann kannst du Kontrolle loslassen Du musst nicht mehr das innere Team managen und du musst auch keine perfekte innere Ordnung herstellen sondern du bleibst einfach präsent in der Beobachterposition und nimmst wahr, dass es da einen Teil gibt oder zwei, die gerade ganz viel Angst haben Und im Prinzip hältst du einfach nur den Raum, du bleibst stabil, damit diese Teile nicht alle anderen Teile des inneren Teams anstecken und alle miteinander in Angst und Panik geraten.
Das heißt, der ängstliche Teil darf sein. Er darf einfach mitten in dem Team sein. und dann dürfen die anderen Anteile, die in ihrer Stabilität, in ihrer Souveränität bleiben, übernehmen und dürfen gucken, was braucht dieser Angstanteil.
Braucht er eher kognitive Überzeugung, per Gedankenkraft, gute Argumente? Braucht er vielleicht eher Trost und Mitgefühl? Braucht er vielleicht eher mutmachende Worte?
Braucht das innere Kind vielleicht einfach das Gefühl, da ist ein souveräner Erwachsenenanteil, Anteil, der das hier managt und übernimmt und der sich um mich kümmert. Also das heißt, aus der Analyse heraus wirst du Ideen entwickeln und mit der Zeit auch ein Gespür dafür entwickeln, was es eigentlich gerade braucht, um den ängstlichen Anteil wieder zu beruhigen und zurückzuholen und somit in dem Team wieder eine Konsensstimmung herzustellen, eine relativ entspannte Stimmung.
Weil darum geht es, dass das Team auch in anspruchsvollen Situationen konstruktiv und damit auch relativ gelassen und wertschätzend miteinander arbeitet. Und wir schmeißen keinen raus aus dem inneren Team, das ist überhaupt nicht der Ansatz dieses Modells, sondern die Teile werden verstanden, integriert und in die inneren Diskussionen mit eingebunden und begleitet. Vielleicht nimmst du aus dieser Folge einige Gedanken mit, vielleicht Erleichterung und Entlastung, vielleicht aber auch nur einen einzigen Gedanken, der hilft.
Wenn du merkst, dass Angst dich schon lange begleitet und du dir wünschst, nicht mehr alleine damit umzugehen, dann gibt es natürlich Wege für therapeutische Begleitung, für Coaching. Für heute darfst du einfach wissen, du bist nicht deine Angst. Du musst sie nicht bekämpfen, du musst sie nicht wegjagen.
Es geht darum, sie zu integrieren und zu begleiten, einen ganz friedlichen Umgang mit ihr zu finden. Danke, dass du dir heute hier die Zeit genommen hast. Ich freue mich natürlich auf dein Feedback und denk daran, wenn du mehr möchtest, komm auch gerne in meinen Newsletter. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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